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Geschrieben von: Dr. Kersten
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Freitag, 19. März 2010 11:01
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Muscheln produzieren ihren eigenen Klebstoff, um auf Steinen, Korallen und sogar glatten Schiffsrümpfen zu haften. Ein deutsches Forscherteam baut diesen Klebstoff nach und will ihn in der Medizin einsetzen. Der erste Test steht jetzt bevor. Muscheln sind unglaublich zäh. Im eiskalten Wasser der Ozeane besiedeln sie tief unten auf dem Meeresboden Steine und Korallen, aber genauso die glatten, metallenen Rümpfe der Schiffe und sie fallen nicht ab. Ganz gleich, wie kalt oder salzig das Meer auch sein mag, oder wie hoch die Wellen schlagen. Dafür produzieren sie selbst eiweißhaltige Fäden. Ein wasserfester Kleber in der Natur – wie der wohl zusammengesetzt ist und funktioniert – dafür interessieren sich die Wissenschaftler des Bremer Fraunhofer Instituts für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung – kurz IFAM – brennend. Der Chemiker Dr. Klaus Rischka erklärt, warum: "Aus klebtechnischer Sicht ist die Muschel hochinteressant, denn kleben im Wasser, unter Wasser, damit haben technische Klebstoffe – wie man sie bis jetzt erhält – Probleme. Das kennen Sie vielleicht, wenn Ihnen mal eine Tasse kaputt gegangen ist, sie dann einfach einen Sekundenklebstoff nehmen, die Tasse drei-, viermal in die Spülmaschine stecken, dann fällt Ihnen die Tasse wieder auseinander. Mit so einem Muschelklebstoff wird das wahrscheinlich nicht passieren." Mit der ehrgeizigen Idee, die wasserfesten Muschelfäden nachzubauen und daraus einen ganz neuartigen medizinischen Klebstoff zu entwickeln, mit dem man im feuchten Inneren des menschlichen Körpers kleben kann, statt zu nähen, gewann das Institut im Forscherverbund mit der Staatlichen Materialprüfungsanstalt – MPA – der Technischen Universität Darmstadt, der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Uniklinik Frankfurt/Main und einem Implantate-Hersteller den "Innovationswettbewerb zur Förderung der Medizintechnik" – des Bundesforschungsministeriums. Klaus Rischka: "Wir gucken uns auf molekularer, auf atomarer Ebene an, wie funktioniert der Klebprozess und übertragen das in einen technischen Vorgang, ein technisches Produkt." In zwei Jahren intensiver Arbeit haben Techniker, Chemiker und Mediziner Teile dieses Muschelklebers im Labor nachgebaut. Jetzt steht der erste Test an tierischen Körperzellen bevor. Das Team ist gespannt. Sind sie auf dem richtigen Weg? "Man setzt die Zellen diesem Klebstoff aus. Im günstigen Fall passiert den Zellen nichts, im ungünstigen Fall sterben die, das wäre natürlich nicht gut. Wenn wir sehen, dass die Zellversuche positiv verlaufen, würden wir in ein Tierexperiment gehen. Das könnte eine Maus sein. Da würde man eine Modell-Operation durchführen, um zu sehen, wie ist das mit den klebtechnischen Eigenschaften und ob sich Entzündungsreaktionen zeigen." Ist der Kleber verträglich, wird er als Nächstes an einem Zahnimplantat-Modell getestet. Denn er soll später Hohlräume zwischen Gewinde und Zahnfleisch auffüllen, weil sich dort bisher gerne Keime ansiedeln und oft Entzündungen im Kiefer hervorrufen. "Zahnimplantate bestehen ja aus Titan, dann versuchen wir die Zahnimplantate mit diesem Klebstoff zu verkleben, gucken, hält der Klebstoff überhaupt auf Titan. Dann würde der Klebstoff genauso an einem lebenden Tier ausprobiert werden müssen. Es darf dann keine Entzündungsreaktion geben, es darf keine Reizung des Zahnfleischs geben." Die Forscher sind zuversichtlich - sollte der neue Klebstoff "in Serie gehen" halten sie den Einsatz im OP für machbar. Vielleicht kann man dann eine gerissene Milz kleben, statt sie wie bisher zu entfernen, Implantate mit lebendem Körpergewebe verbinden oder winzige Ohrknöchelchen einkleben, die man sonst überhaupt gar nicht ersetzen könnte, weil man sie nicht annähen kann. Bis dahin werden aber noch mindestens zwei Jahre vergehen.
Quelle: dradio.de
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Geschrieben von: Dr. Kersten
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Dienstag, 16. März 2010 10:19
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Kinder und Jugendliche aus niedrigen sozialen Schichten und Problemfamilien haben häufiger extreme Angst vor Zahnarztbesuchen als ihre Altersgenossen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Universität Göteborg (Schweden).
Annika Gustafsson, Spezialistin für Kinderzahnheilkunde, verglich dazu 250 Kinder und Jugendliche mit bekannten Problemen beim Zahnarzt mit einer Kontrollgruppe. Im Rahmen der Fragebogenerhebung zeigte sich, dass auch die Eltern der betroffenen Kinder ihre liebe Not mit Zahnbehandlungen haben.
Gustafsson vermutet daher eine negative Vorbildwirkung. Die Studienautorin regte an, die Angst vor dem Zahnarzt nicht zu belächeln, sondern ernst zu nehmen und die betroffenen Patienten "mit Respekt" zu behandeln. Eine Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen wäre sinnvoll. In Schweden leiden etwa fünf Prozent der Bevölkerung unter schwerer Angst vor zahnmedizinischen Behandlungen.
Quelle: orf.at
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Geschrieben von: Dr. Kersten
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Samstag, 13. März 2010 09:01
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Häufig bietet der Kiefer in dem für eine Zahnimplantation vorgesehenen Bereich keine ausreichende Knochenhöhe, um darin ein Schraubenimplantat zu verankern.
Darum scheint es zunächst notwendig den Kieferknochen soweit aufzubauen, bis er über ausreichend viel Knochensubstanz verfügt, dem Implantat den gewünschten Halt zu bieten. Erst im zweiten Schritt kann dann implantiert werden. Doch gerade autogener Knochenaufbau, also der bei dem Eigenknochen verwandt wird, bringt für den Patienten eine Fülle von Risiken mit sich.
Meist wird die benötigte Knochensubstanz vom Beckenkamm oder Unterkieferast entnommen und an der gewünschten Stelle eingebracht. Für die Durchführung dieser Methode sind also zwei operative Eingriffe mit allen damit verbundenen Risiken notwendig. Aber damit nicht genug, dass es an der Knochenentnahmestelle zu Komplikationen wie einer schlechten Wundheilung kommen kann, es können z.B. wegen mangelhafter Durchblutung auch große Teile des Transplantats absterben, was zusätzliche Infektionsgefahren mit sich bringt. Außerdem gibt einen erfolgreichen Knochenaufbau betreffend einige Risikogruppe wie Raucher oder chronisch Kranker, die täglich Medikamente einnehmen müssen.
Ganz im Sinne des Patienten wächst aktuell die Zahl der Implantologen, die deshalb gerne auf einen Knochenaufbau verzichten wollen. Das ist nur dann möglich, wenn bei einem zu geringen Knochenangebot anstelle von Schrauben-, basale- oder Disk Implantate verwandt werden.
Das Grundprinzip dieser Implantationsmethode besteht darin, scheibenförmige Implantate im tiefen Kortikalknochen zu platzieren und so eine möglichst große und Breite Abstützung zu finden. Sie werden nicht wie die Schraubenimplantate crestal, vom Kieferkamm ausgehend eingesetzt sondern lateral, einer horizontalen Ebene folgend. Ihre Einheilung folgt ebenso wie alle anderen Implantatformen den Prinzipien der Osseointegration. Allerdings lassen sie sich im Regelfall unmittelbar nach dem Ziehen der Zähne implantieren und sind dank ihrer guten Abstützung auch unmittelbar nach der Implantation belastbar.
Dank der wachsenden Nachfrage wird dieses Verfahren jetzt als moderne Problemlösung an deutschen Universitäten gelehrt werden.
Quelle: zmk-aktuell.de
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Geschrieben von: Dr. Kersten
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Sontag, 07. März 2010 10:31
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Männer ziehen im Gegensatz zu Frauen die gute alte Handzahnbürste der elektrischen Alternative vor. Dafür sind Frauen tendenziell ängstlicher in punkto Zahnarztbesuch. Allerdings überwinden Sie eher Ihre Angst oder suchen sich Hilfe. Auch bei der Suche nach dem Zahnarzt ihres Vertrauens greifen Frauen wesentlich häufiger auch auf Informationen aus dem Internet zurück als Männer.
Den kleinen Unterschied zwischen Männern und Frauen gibt es also auch in der Zahnmedizin. Während die Differenzen bei der Zahnputztechnik zu vernachlässigen sind, kommt den anderen Unterschieden eine größere Bedeutung zu. Menschen, die aus Angst den Zahnarztbesuch hinausschieben setzten sich größeren Gefahren aus. Das fängt bei Karies und Parodontitis an und hört bei noch gefährlicheren Erkrankungen auf. Gerade das starke Geschlecht nimmt den regelmäßigen Zahnarztbesuch, als Teil der Gesundheitsvorsorge oft nur sporadisch war.
Je früher bereits kleine Anzeichen wie Zahnfleischbluten, Schwellungen des Zahnfleisches, anhaltend schlechter Atem oder lockere Zähne wahrgenommen werden, desto sicherer kann Zahnverlust verhindert werden. Ein weithin vernachlässigtes Problem ist Krebs im Bereich der Mundhöhle. Die Erkrankung tritt bei Männern wesentlich häufiger auf. An einer Krebserkrankung der Mundhöhle und des Rachens erkranken pro Jahr in Deutschland etwa 10400 Menschen neu. Davon sind fast 75 Prozent Männer. Diese Erkrankung greift wie kaum eine andere in das Leben der Betroffenen ein. Bei der üblichen Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt können erste Anzeichen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Hier gilt: je früher die Krebserkrankung erkannt wird desto höher sind die Heilungschancen. Quelle: livepr.de
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Geschrieben von: Dr. Kersten
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Dienstag, 02. März 2010 11:22
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Ein Zahnimplantat als fester, angenehmer Zahnersatz soll es sein. Doch wie findet man für diese Behandlung einen geeigneten Implantologen? Schließlich geht es um einen Eingriff, der viel Fachwissen und Erfahrung voraussetzt. „Wer sich auf die Suche nach einem implantierenden Zahnarzt macht, hat verschiedene Möglichkeiten, sich zu informieren“, weiß Dr. Silke Liebrecht, proDente-Expertin und Oberärztin im Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Köln. Die beste Empfehlung ist ein zufriedener Patient. Wer sich ein Implantat einsetzen lassen will, kann sich zunächst einmal im Freundeskreis umhören – vielleicht haben einige Bekannte ja bereits gute Erfahrungen in Sachen Implantate mit einem bestimmten Zahnarzt gemacht. „Welcher Arzt sich auf Implantationen spezialisiert hat, zeigen auch entsprechende Angaben auf dem Praxisschild oder auch im Telefonbuch“, erklärt Dr. Liebrecht. Mindestens 50 Eingriffe pro Jahr Wer offiziell den „Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie“ angibt, muss dafür bestimmte Kriterien erfüllen, die die verschiedenen medizinischen Fachgesellschaften aus dem Bereich der Zahn-Implantologie festgelegt haben. Die Zahnärzte müssen Fortbildungen absolviert und außerdem eine vorgegebene Zahl von Implantaten eingesetzt haben – mindestens 50 pro Jahr, mindestens 200 insgesamt. Zu finden sind diese Spezialisten auch im Internet: über die Webseiten der einzelnen Fachgesellschaften – etwa Deutsche Gesellschaft für Implantologie, Deutsche Gesellschaft für zahnärztliche Implantologie, Bundesverband der niedergelassenen implantologisch tätigen Zahnärzte sowie über das Deutsches Zentrum für orale Implantologie (BDZI). Wer sich über seine Zahnärztekammer informieren möchte, findet den Kontakt zu seiner Kammer im Internet-Angebot von proDente unter www.prodente.de. Keine Scheu vor Fragen „Doch nicht nur die fachlichen Qualitäten eines Zahnarztes zählen, auch der persönliche Kontakt zwischen Arzt und Patient muss stimmen, damit sich der Patient bei seinem Implantologen gut aufgehoben fühlt“, weiß Dr. Liebrecht um den Wert eines guten Vertrauensverhältnisses. Um genau dafür ein Gefühl zu bekommen, sollten sich Patienten nicht scheuen, dem Zahnarzt einige konkrete Fragen zu stellen: 1. Implantiert der Zahnarzt selbst, oder führt er Aufklärungsgespräch und Vorarbeiten durch, arbeitet aber mit einem Implantologen zusammen, welcher das Implantat setzt?
2. Führt der Zahnarzt eine gewissenhafte und sorgfältige Planung durch? Dazu sollte neben der klinischen Untersuchung ein Röntgenbild und Planungsmodelle der Kiefer vorliegen, mit deren Hilfe der Zahnarzt dem Patienten auch das Vorgehen erläutern kann. Zur Diagnostik gehört weiter das Abklären anderer Erkrankungen – eventuell auch in Zusammenarbeit mit anderen Ärzten des Patienten.
3. Wie viele Implantate hat er bereits eingesetzt? Ein Anhaltspunkt für eine ausreichende Erfahrung können beispielsweise die oben genannten Mindestzahlen sein.
4. Arbeitet der Zahnarzt mit einem zahntechnischen Meisterlabor zusammen? Die Herstellung von implantatgetragenen Kronen, Brücken und Prothesen (Suprakonstruktionen) erfordert auch vom Zahntechniker besondere Kenntnisse und Fertigkeiten. Der Zahntechnikermeister verfügt hierbei über die höchste Qualifikation.
5. Bildet der Zahnarzt sich fort? Häufig hängen Zahnärzte Nachweise über ihre Fortbildungen in der Praxis aus. Darüber hinaus können Patienten gezielt nachfragen und die Reaktion des Arztes beurteilen.
6. Bietet die Praxis eine umfassende Prophylaxe und professionelle Zahnreinigung an? Auch nach dem Einsetzen von Implantaten sollte das Gebiss regelmäßig eine solche professionelle Zahnreinigung erhalten, um eine optimale Mundhygiene zu gewährleisten – am besten sollte die Implantatversorgung und die Nachsorge in der selben Praxis stattfinden.
7. Was genau kommt auf den Patienten zu? Der Zahnarzt sollte sich Zeit nehmen, alle Behandlungsschritte erklären und über Risiken aufklären.
8. Was kostet den Patienten das Implantat? Weil die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten in der Regel nicht und die privaten Krankenkassen u.U. nur einen Teil der Kosten übernehmen, sollte vor der Behandlung geklärt werden, welche Kosten entstehen und welchen Betrag der Patient tragen muss. Dazu sollte ein schriftlicher Heil- und Kostenplan erstellt werden, den der Patient seiner Krankenkasse zur Kostenregelung vorlegen kann. Quelle: prodente.de
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Aktualisiert ( Dienstag, 02. März 2010 11:28 )
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