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Mittwoch, den 09. Mai 2012 um 08:15 Uhr |
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Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat einem klagenden Zahnarzt einen Unterlassungsanspruch gegen den Betreiber eines Internetportals zur Bewertung ärztlicher Leistungen zugebilligt. Der Zahnarzt hatte sich im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes gegen die Verbreitung einer negativen Bewertung zur Wehr gesetzt. Die 11. Zivilkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth hat den für die Verbreitung der Bewertung (rein technisch und nicht als Urheber) verantwortlichen Betreiber des Internetforums vorläufig zur Unterlassung verpflichtet. Ein Nutzer hatte die Bewertung seiner zahnärztlichen Implantatbehandlung anonym in das Forum eingestellt und darin zum Ausdruck gebracht, dass der Kläger ein fachlich inkompetenter Zahnarzt sei, der vorrangig eigene wirtschaftliche Interessen verfolge und hierbei das Interesse seiner Patienten an einer dem medizinischen Standard entsprechenden Behandlung außer Acht lasse. Hiermit war der Zahnarzt nicht einverstanden. Er wies den Provider darauf hin, dass er – auch nach Durchsicht aller Patientenunterlagen - eine der Bewertung zugrunde liegende Implantatbehandlung in dem angegebenen Zeitraum gar nicht durchgeführt habe, die Bewertung folglich schon aus diesem Grund falsch sei. Der Provider fragte darauf hin bei seinem Kunden lediglich nach, ob sich der Sachverhalt so zugetragen habe wie von ihm dargestellt. Dies bejahte der Verfasser, dessen Identität nach wie vor allein dem Provider bekannt ist.
Mit dieser Antwort gab sich der Provider zufrieden. Er berief sich zudem auf das gemäß Telemediengesetz schützenswerte Anonymisierungsinteresse des Beitragsverfassers und schließlich darauf, dass wegen der ärztlichen Schweigepflicht eine „Pattsituation“ hinsichtlich des Wahrheitsgehaltes der widerstreitenden Angaben bestehe. Die vom Zahnarzt gerichtlich gerügten Teile der Bewertung löschte er nicht.
Die 11. Zivilkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth hat jetzt vorläufig festgestellt, dass der Internetprovider auf die konkrete Beanstandung des betroffenen Zahnarztes hin den Sachverhalt sorgfältiger hätte prüfen und sich von seinem Kunden einen Nachweis dafür hätte vorlegen lassen müssen, dass die Behandlung tatsächlich stattgefunden hat. Weil dies nicht geschehen sei und eine Verletzung von Persönlichkeitsrechten des Zahnarztes möglicherweise vorliegen könnte, hafte der Internetprovider - ungeachtet der Frage, ob die Bewertung zutreffend ist - nach den Grundsätzen der sogenannten Störerhaftung auf Unterlassung.
Der Streit um die Bewertung des Zahnarztes dürfte damit nicht abgeschlossen sein. Der Internetprovider hatte bereits im Termin zur mündlichen Verhandlung am 17.04.2012 angekündigt, im Falle seines Unterliegens das Hauptsacheverfahren zu betreiben und hier dem Wahrheitsgehalt der Bewertung auf den Grund gehen zu wollen.
Quelle: implantate.com
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Mittwoch, den 02. Mai 2012 um 13:58 Uhr |
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Der Boom von Energy- und Sportdrinks ist eine Gefahr für die Zähne: Ihr hoher Säurewert zerstört den Zahnschmelz, der die äußerste, harte Schicht des Zahnes darstellt. Mögliche Auswirkungen des Konsum beschreiben Zahnmediziner der Southern Illinois University http://www.siue.edu in der Fachzeitschrift "General Dentistry". "Junge Erwachsene konsumieren Energy- und Sportdrinks, weil sie dadurch sportlicher oder energiegeladener zu werden glauben. Die meisten sind schockiert, wenn sie erfahren, dass es sich dabei um ein Säurebad für die Zähne handelt", berichtet Studienleiterin Poonam Jain.
Zahnschmelz schmilzt dahin
Die Forscher untersuchten 13 bekannte Sportgetränken und neun Energydrinks. Überprüft wurde einerseits das Säureniveau, das laut den Ergebnissen von Marke zu Marke und auch von Geschmack zu Geschmack derselben Marke sehr unterschiedlich ist. Andererseits testete man jedoch auch, wie sich menschlicher Zahnschmelz in der Flüssigkeit verändert. Dazu wurden Proben viermal täglich abwechselnd je 15 Minuten in den Getränken, dann zwei Stunden in einer künstlichen Speichellösung gebadet.
Schon nach fünf Tagen veränderte sich der Zahnschmelz bei Energy- als auch bei Sportdrinks, wobei Erstere im Schnitt doppelt so viele Schäden verursachten. Für die Behauptung der Forscher, ihre Simulation entspreche den Zahnbedingungen vieler Jugendlicher, ernten sie jedoch auch Kritik. "Drei-Minuten-Versuchsbäder wären sinnvoller, da der Speichel die Säuren relativ rasch neutralisiert", betont Adrian Lussi, Direktor der Klinik für Zahnerhaltung der Universität Bern http://zmk.unibe.ch , im pressetext-Interview.
Tipp: Nuckeln vermeiden und Nachspülen
Grundsätzlich bestätigt der Berner Experte allerdings die Ergebnisse. "Viele Getränke - allen voran Energydrinks und viele Sportgetränke, jedoch auch Softdrinks, Champagner, Mineralwasser mit Zitronengeschmack, Orangensaft ohne zugesetztes Calcium, Grapefruitsaft oder Hagebuttentee - sowie Medikamente lassen den Zahnschmelz erodieren." Eigene Studien dazu hat Lussi kürzlich im "British Journal of Nutrition" http://bit.ly/JNSAH0 veröffentlicht. Deutlich wurde dabei, dass nicht der pH-Wert alleine die Zahnschmelz-Zerstörung bestimmt. "Es kommt auch auf die Art der Säure an. Mit der Phosphorsäure von Coca Cola kommt der Mund gut zurecht, mit Red Bull hingegen schlecht."
Da der Zahnschmelz tagelang braucht, um sich von Säureattacken zu erholen, empfiehlt Lussi einen möglichst schonenden Konsum säurehältiger Getränke. "Vermeiden sollte man, ständig an ihnen zu nuckeln, sie schluckweise zu trinken oder sie gar durch die Zähne zu ziehen. Ideal wäre auch, gleich im Anschluss die Zähne zu spülen." Differenziert sieht der Fachmann die landläufige Empfehlung, mit dem Zähneputzen danach abzuwarten. "Zahnproblem Nummer eins ist Karies, nicht Zahnschmelzerosion. Vergisst man zu putzen, sind viele Getränke auch aufgrund ihres Zuckergehaltes gefährlich."
Quelle: pressetext.de
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Mittwoch, den 25. April 2012 um 12:02 Uhr |
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Die meisten Erwachsenen leiden an Parodontitis, einer chronischen Entzündung des Zahnhalteapparates. Etwa zehn bis 15 Prozent der Betroffenen - zu denen vor allem ältere Menschen gehören - haben eine schwere Form der Krankheit. Parodontitis führt langfristig zu Knochenverlust, außerdem hat die chronisch-entzündliche Krankheit einen entscheidenden Einfluss auf die allgemeine Gesundheit. Sie erhöht das Risiko für Diabetes mellitus, chronische Lungenerkrankungen, Atherosklerose, und möglicherweise auch für rheumatische Arthritis.
Das Team vom Dresdner Mediziner Prof. Dr. Triantafyllos Chavakis hat nun gemeinsam mit dem Team von Prof. Dr. George Hajishengallis von der University of Louisville, School of Dentistry, im Tiermodell herausgefunden, dass Parodontitis mit einer verringerten Bildung des Glykoproteins Del-1 verbunden ist. Prof. Chavakis: „Mit zunehmendem Alter erhöht sich die Anfälligkeit für chronische Entzündungen wie beispielsweise die Parodontitis. Bei dieser Entzündung wandern sogenannte neutrophile Leukozyten (weiße Blutkörperchen) aus der Blutbahn an den Entzündungsherd. Diese Entzündungsreaktion wird durch eine komplexe Kaskade von weiteren Prozessen angetrieben.“
Die Forscher fanden heraus, dass das Protein Del-1 die Adhäsion (Anlagerung) der neutrophilen Leukozyten an das Endothel (Gefäßzellen) verhindert. Die Herunterregulation von Del-1 im Maus- sowie im humanen Periodontium (Zahnhalteapparat) ermöglicht die Entzündungskaskade. „Bislang war viel über Prozesse bekannt, die zur Leukozytenadhäsion führen aber wenig über körpereigene Prozesse, die die Leukozyten-Adhäsion und -Wanderung hemmen. Im Mausmodell zeigte sich nun, dass die verminderte Expression von Del-1, die im Alter vorkommt, die Gewebsentzündung und den entzündlichen Knochenschwund fördert. Ähnlich wurde verminderte Del-1 Expression im humanen Parodontitisgewebe gefunden. Somit ist der Zusammenhang zwischen der körpereigenen Bildung von Del-1 - am Beispiel der Parodontitis im Zahnhalteapparat - wichtig für die Verhinderung eines Entzündungsprozesses“, so Prof. Chavakis. Im Mausmodell zeigte sich ebenfalls, dass lokal verabreichtes Del-1 die Leukozytenansammlung und den Knochenverlust verhindert. Triantafyllos Chavakis: „Die Substanz Del-1 wird damit zum vielversprechenden therapeutischen Ansatz in der Behandlung der Parodontitis und vielleicht auch bei anderen entzündlichen und autoimmunen Erkrankungen.“
The leukocyte integrin antagonist Del-1 inhibits IL-17-mediated inflammatory bone loss. Nat Immunol. May 2012, Volume 13 No 5. Eskan MA, Jotwani R, Abe T, Chmelar J, Lim JH, Liang S, Ciero PA, Krauss JL, Li F, Rauner M, Hofbauer LC, Choi EY, Chung KJ, Hashim A, Curtis MA, Chavakis T, Hajishengallis G. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22447028
Kontakt:
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Medizinische Klinik und Poliklinik III
und
Institut für Physiologie der Medizinischen Fakultät der TU Dresden
Prof. Dr. med. Triantafyllos Chavakis
Tel.: +49 0351 458 3765
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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Donnerstag, den 12. April 2012 um 09:17 Uhr |
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Die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) haben vor, die Rechnungen von Zahnärzten in Deutschland einer stärkeren Prüfung zu unterziehen. "Wir wollen endlich Transparenz bei den Zahnarztrechnungen", fordert der Vize-Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg, der "Süddeutschen Zeitung" gegenüber.
Mit einem neuen Positionspapier fordern die Krankenkassen, demnächst auch den privaten Anteil der Zahnarztrechnung prüfen zu dürfen, also den, den die Patienten selbst zahlen müssen. Ausserdem wollen die Krankenkassen ein neues Abrechnungssystem für ihre Versicherten aufbauen.
Die gesetzlichen Kassen streben nach diesem Beschluss einen eigenen Leistungskatalog für die privaten Zuzahlungen von gesetzlich Versicherten an, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Hiernach sollen die Zuzahlungen nicht mehr nach der gerade in Kraft getretenen Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ 2012 ) sondern nach eigenen Vorgaben, die nach Ansicht der GKV-Experten zu niedrigeren Zuzahlungen führen würden.
"Das heutige System ist intransparent und lässt die Versicherten mit der privaten Rechnung für den Zahnersatz alleine", konstatierte Stackelberg. Ein Patient sei kaum in der Lage zu erkenne, ob die Rechnung für die neue Zahnkrone richtig und angemessen sei. Die Kassen hätten die Pflicht, dem Patienten die Rechnungsprüfung abzunehmen.
Anmerkung der Redaktion: Schon heute können Kassenpatienten ihre Rechnung durch ihre Krankenkasse prüfen lassen.
Quelle: implantate.com
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Dienstag, den 27. März 2012 um 09:15 Uhr |
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Zahnersatz auf Implantaten, Veneer, Inlay, Onlay, Krone, Brücke, Totalprothese, Zahnersatz aus Keramik, Kunststoff, Gold oder Nicht-Edelmetallen: Patienten können aus einer umfangreichen Palette an zahntechnischen Versorgungsformen auswählen. Doch welche ist im konkreten Fall geeignet? Das Kuratorium perfekter Zahnersatz (KpZ) unterstützt Patienten dabei, die passende Lösung für ihren Befund zu finden, und bietet auch in diesem Jahr wieder telefonische Sprechstunden an.
Am Dienstag, 22. Mai, und am Dienstag, 25. September, jeweils von 17 bis 19 Uhr, sind die Experten erreichbar.
An diesen beiden Tagen hat jeder die Gelegenheit, eine unabhängige Expertenmeinung zum Thema Zahnersatz einzuholen. "Die Versorgung mit Zahnersatz ist eine individuelle Angelegenheit, bei der viele Aspekte beachtet werden müssen. Daher ist es wichtig, sich im Vorfeld einer Behandlung gut zu informieren. Zunächst natürlich beim eigenen Zahnarzt und nach Bedarf auch bei neutralen Experten", erklärt Professor Hans-Christoph Lauer. Als Leiter des wissenschaftlichen Beirats des KpZ bietet er gemeinsam mit einem Team aus Zahnmedizinern und Zahntechnikern Patienten die Möglichkeit, fundierte Informationen einzuholen und sich die unterschiedlichen Versorgungen erklären zu lassen.
Ausführliche Informationen erleichtern den Experten die Beratung
Für die Experten ist es hilfreich, wenn die Patienten am Telefon Unterlagen zu ihrer aktuellen Zahnsituation und / oder zur geplanten zahntechnischen Versorgung bereithalten, zum Bespiel den Heil- und Kostenplan. "Und noch ein Tipp für die Anrufer: am besten vorab die wichtigsten Fragen notieren. Dann vergisst man nichts und kann alle Punkte, die wichtig sind, mit den Experten besprechen", empfiehlt Dr. Karin Uphoff, Leiterin der Marburger Pressestelle des KpZ.
Die telefonischen Sprechstunden finden statt am Dienstag, 22. Mai, und am Dienstag, 25. September (Tag der Zahngesundheit), jeweils von 17 bis 19 Uhr. Zu zahnmedizinischen Fragen geben Professor Lauer und weitere Zahnärztinnen und Zahnärzte unter der 069/ 665586-44 Auskunft. Zahntechnische Fragen beantworten Zahntechnikermeister unter 069/ 665586-55 (Anrufe zu den üblichen Festnetzkosten).
Außerhalb der Hotline können Patienten ihre Fragen schriftlich an das Kuratorium perfekter Zahnersatz stellen. Infos dazu und rund um die Themen Zahnersatz und Zahngesundheit: www.zahnersatz-spezial.de.
Quelle: implantate.com
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