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Die Mehrheit der Deutschen geht regelmäßig kontrollorientiert zum Zahnarzt. Trotzdem empfindet...

Angesichts gestiegener Kosten bei der Zahnbehandlung müssen Patienten seit Anfang diesen...

Zahnarztpatienten sollten nach einer Behandlung mit Betäubung nichts essen und auf heiße...

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Bohren mit oder ohne Spritze? PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 25. Mai 2011 um 16:27 Uhr

Allein das Geräusch ist schmerzhaft – vom Moment, in dem der Zahnbohrer dem Zahnnerv nahe kommt, ganz zu schweigen. Häufig lassen sich Patienten deshalb vor einer Zahnbehandlung ein lokales Betäubungsmittel spritzen. Doch als Arzneimittel haben auch solche Lokalanästhetika unerwünschte Nebenwirkungen. „Um die Wirkung lokal zu konzentrieren, sind diesen Betäubungsmitteln Hilfsstoffe zugesetzt, die bei Bluthochdruckpatienten Probleme bereiten können“, beschreibt PD Dr. Florentine Jahn eine mögliche Nebenwirkung. „Deshalb muss, wie jeder Arzt auch der Zahnarzt von allen Erkrankungen und Medikamenten seines Patienten wissen“, so die Arzneimittelbeauftragte der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde (Direktor: Prof. H. Küpper) am Universitätsklinikum Jena (UKJ).

Veränderte Altersstruktur der Patienten

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Thüringer Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde am UKJ, PD Dr. Wilfried Reinhardt organisiert sie die diesjährige Frühjahrstagung der Gesellschaft, deren zentrales Thema die Arzneimittel in der Zahnmedizin sind. „Wir möchten verschiedene Aspekte der Parodontologie, Kieferchirurgie sowie den Einsatz von Antibiotika, Lokalanästhetika und Analgetika unter aktuellen Gesichtspunkten diskutieren“, betont Wilfried Reinhardt. "Ein besonders wichtiger Gesichtspunkt ist dabei die sich ändernde Altersstruktur unserer Patienten."

Die Zahnmediziner können altersbedingte Veränderungen, wie zum Beispiel die verringerte Speichelbildung, gezielt medikamentös beeinflussen. Andere Vorerkrankungen erschweren die Zahnbehandlung: Einem Patienten, der nach einem Herzinfarkt Gerinnungshemmer einnimmt, kann nicht ohne weiteres ein Zahn gezogen werden. Haben die Krebs- oder Osteoporosepatienten bestimmte Medikamente über längere Zeit erhalten, können ein zahnärztlicher oder kieferchirurgischer Eingriff oder auch eine schlecht sitzende Zahnprothese sogar zum Absterben von Knochengewebe im Kiefer führen.

Die Tagung zum Buch

Aber auch über Schmerzmittel bei der Zahnbehandlung in der Schwangerschaft und den Einsatz bewährter und neuer Lokalanästhetika werden sich die Tagungsteilnehmer austauschen. „Wir freuen uns, dass wir viele Autoren eines jüngst herausgegebenen Fachbuches über die “Klinische Pharmakologie in der zahnärztlichen Praxis“ als Referenten für unsere Tagung gewinnen konnten“, so Florentine Jahn.

Etwa 300 Teilnehmer erwartet die Thüringer Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde am UKJ zu ihrer Frühjahrstagung am 28. Mai in Jena. Im Mittelpunkt stehen der Einsatz von Arzneimitteln in der Zahnmedizin, wirksame Alternativen zur Antibiotika-Therapie und die zahnmedizinischen Konsequenzen der medikamentösen Therapie anderer Erkrankungen.

Dr. Uta von der Gönna   Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Terminhinweis:

Frühjahrstagung der Thüringer Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde,

Samstag, 28. Mai 2011 ab 9.00 Uhr

Fair Hotel Jena, Ilmnitzer Landstraße 3, 07751 Jena

Tagungshomepage: http://www.conventus.de/tgzmk

 

Quelle: idw.de

 
Zahnzusatzversicherungen: Worauf sollte man achten? PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 21. Mai 2011 um 09:19 Uhr

Wer ein Implantat oder eine Keramikkrone benötigt, weiß: Die Gesetzliche Krankenversicherung leistet hier nur einen befundbezogenen Festkostenzuschuss. Damit bleiben große Teile der Zahnarztrechnung am Patienten hängen. Eine wirklich leistungsstarke Zahnzusatzversicherung deckt, ungeachtet der Kosten - medizinische Notwendigkeit vorausgesetzt - bis zu 80 oder 90 Prozent der Zahnarztrechnung. Damit wird hochwertiger Zahnersatz ermöglicht. Natürlich muss man für eine solche Zahnzusatzversicherung eine gewisse Summe im Monat investieren, doch man sollte sich darüber klar sein, dass auch im Alter die Zähne nicht wirklich besser werden und Zahnersatz irgendwann unausweichlich ist.

Eine Zahnzusatzversicherung soll für Zahnersatz leisten. Allerdings nicht nur, um den Festkostenzuschuss der Gesetzlichen Krankenversicherung aufzustocken, sondern auch um eine höherwertige Versorgung zu ermöglichen. Manche Gesellschaften locken mit günstigen Monatsbeiträgen von 10 Euro. Dabei muss man aber berücksichtigen, dass solche Tarife in der Regel nur den Festkostenzuschuss der Gesetzlichen Krankenversicherung verdoppeln. Mit höherwertiger Versorgung sieht es da eher schlecht aus.

Vorbeugung ist der beste Schutz gegen schlechte Zähne. Einige Gesellschaften bieten mit der Zahnzusatzversicherung auch die Übernahme der Kosten für die professionelle Zahnreinigung an. Damit soll vermeiden werden, dass in den Folgejahren höhere Kosten durch Zahnersatz entstehen. Besser in der Gegenwart ein bisschen in die Pflege investieren, als in den Jahren teuer für Zahnersatz zu erstatten. Auch andere erhaltenden Maßnahmen wie z. B. Füllungen werden von guten Tarifen der Zahnzusatzversicherung übernommen.

Quelle: ptext.de

 

 
Elektronische Zigarette für Patienten mit Zahnimplantaten riskant PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 15. Mai 2011 um 10:53 Uhr

Die E-Zigarette, wie die elektronische Zigarette genannt wird, qualmt nicht und ist geruchlos. Sie fällt auch nicht unter das Rauchverbot. Außerdem werden Zähne und Fingerkuppen nicht gelb gefärbt. Deshalb werden diese Zigaretten als  Alternative zu herkömmlichen Zigaretten angepriesen oder finden Verwendung, wenn Nikotinpflaster und andere Raucherentwöhnungsmittel nicht die gewünschte Wirkung erzielt haben. Bei der E-Zigarette inhaliert der Raucher Nikotinkonzentrat, welches ein Akku-Brennelement zuvor verdampft hat. Die Produzenten dieser Zigaretten geben an, dass dabei keine Schadstoffe aufgenommen werden. Die US-Behörde Food und Drug Administration (FDA) sieht dies jedoch anders und hat in Kondensat bereits krebsverursachende Nitrosamine sowie weitere schädliche Substanzen ausfindig gemacht.

Auch deutsche Mediziner warnen bereits vor diesen Produkten, die meist aus China importiert werden. Denn die Nikotinaufnahme durch diese E-Zigaretten ist besonders riskant für Menschen mit Zahnimplantaten. Nikotin bewirkt nämlich eine Verminderung der Durchblutung der Mundschleimhäute. Beim Konsum dieser Zigaretten besteht also für Patienten mit frisch eingesetzten Implantaten die Gefahr, dass diese Implantate nicht einheilen. Doch auch Patienten, bei denen die Zahnimplantate bereits fest eingewachsen sind, können mit unerfreulichen Folgeschäden konfrontiert sein. Der Nikotingehalt dieser Zigaretten ist oft höher als bei herkömmlichen Zigaretten. Daraus resultiert eine stärkere Schädigung der Mundschleimhäute und Kieferknochen.

Quelle: live-pr.com

 
Mehr Karies bei ärmeren Kindern PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 06. Mai 2011 um 08:26 Uhr

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Mundgesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland deutlich verbessert. Kleine Kinder partizipieren allerdings nicht in gleicher Weise an diesen Prophylaxeerfolgen. “Bei Kleinkindern ist der Kariesbefall leider immer noch zu hoch und bei Kindern in sozial schwierigen Lebenslagen tritt Karies insbesondere in Form der frühkindlichen Karies verstärkt auf. Deshalb ist es wichtig, spezielle Prophylaxe-Programme weiterzuentwickeln, wie zum Beispiel das Konzept der Intensivprophylaxe im Kindergarten.

Regelmäßige Unterweisungen in der Mundhygiene und Ernährungsberatung sind die wesentlichen Bausteine des Programms, so belegt es die Studie von Prof. Pieper“, erklärt der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Dr. Dietmar Oesterreich.

Mit der zweijährigen, nun mit dem Hufeland-Preis prämierten Forschung Piepers wurde überprüft, ob Kinder, die an einem Intensivzahnpflegeprogramm teilnehmen, gesündere Zähne haben als Kinder, die nur gelegentliche Zahnputzunterweisungen erhalten. Der Präsident der BZÄK, Dr. Peter Engel, begrüßte die Entscheidung: “Prof. Pieper hat sich um die Prävention besonders verdient gemacht. Die Anerkennung durch den Hufelandpreis zeigt, dass in der Zahnmedizin die Prophylaxe einen besonderen Stellenwert besitzt.“

Der Hufeland-Preis wird von der Hufeland-Stiftung ausgelobt, in der die Bundesärztekammer, die Bundeszahnärztekammer und die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. neben der Stifterin, der Deutschen Ärzteversicherung, vertreten sind.

Hintergrund: Der „Hufeland-Preis“, benannt nach dem deutschen Arzt Christoph Wilhelm Hufeland (1762-1836), wird seit 1959 jährlich für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Präventivmedizin verliehen. Er gilt als einer der angesehensten deutschen Medizinpreise.

Quelle: bzaek.de

 

 
Zahnerhalt im Alter große Herausforderung PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 29. April 2011 um 13:02 Uhr

Trotz der enormen Präventionserfolge der letzten zwei Jahrzehnte bleiben Karies und Parodontitis die Hauptgründe für den Verlust von Zähnen bei Erwachsenen. Das ist das Ergebnis einer Stichprobenuntersuchung auf Basis von 12.000 Beobachtungsfällen bei 600 Zahnärzten, die das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) in Kooperation mit der Zahnklinik Jena veröffentlicht hat.

Die Zahl der jährlichen Extraktionen ist deutlich zurückgegangen: von über 16 Mio. Anfang der neunziger Jahre auf ca. 13,4 Mio. im Jahr 2009 in der gesetzlichen Krankenversicherung. Dennoch bleiben Karies bei 29,7 Prozent und Parodontitis bei 28,5 Prozent aller Fälle ursächlich für die Extraktion. Ab Mitte 40 nehmen die Zahnverluste deutlich zu und erreichen bei den 66- bis 70-Jährigen einen Höhepunkt. Mit zunehmendem Lebensalter ist Parodontitis der Hauptgrund für Zahnverlust.

Der Vorsitzende des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Jürgen Fedderwitz, schlussfolgert aus der Studie: "Die Zahnverluste häufen sich im höheren Lebensalter und haben besondere, altersassoziierte Ursachen. Das zeigt, dass wir im Zuge der demografischen Veränderungen mehr Augenmerk auf die Alterszahnmedizin und die Versorgung älterer Menschen legen müssen. Unser Ziel ist, bei der Mehrheit der Patienten die eigenen Zähne möglichst vollständig bis ans Lebensende zu erhalten."

Auch der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Dietmar Oesterreich, sieht Handlungsbedarf: "Wir brauchen mehr Prävention und besondere Versorgungsansätze für ältere Patienten, insbesondere für jene, die zur persönlichen Mundhygiene oder zum Gang in die Zahnarztpraxis nicht mehr in der Lage sind. Gleichzeitig muss stärker über Ursachen und Folgen von Parodontalerkrankungen aufgeklärt werden, um Zahnverluste als auch die Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit zukünftig noch besser verhindern zu können."

Die aktuelle IDZ-Studie "Ursachen des Zahnverlustes in Deutschland" steht unter www.idz-koeln.de zum Download bereit.

Quelle: presseportal.de

 
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