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Die Mehrheit der Deutschen geht regelmäßig kontrollorientiert zum Zahnarzt. Trotzdem empfindet...

Angesichts gestiegener Kosten bei der Zahnbehandlung müssen Patienten seit Anfang diesen...

Zahnarztpatienten sollten nach einer Behandlung mit Betäubung nichts essen und auf heiße...

Aktuelle Meldungen
Symposium über Biomaterialien in Jena am 13./14. April PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 13. April 2011 um 08:53 Uhr

Wenn es um Biomaterialien geht, denken die meisten Menschen wohl an Zahnimplantate oder künstliche Hüftgelenke. Doch auch eine von Muscheln überwucherte Schiffswand gehört dazu. „Alle von Menschen hergestellten Materialien, die Grenzflächen mit Kontakt zu einem biologischen System haben, werden als Biomaterialien bezeichnet“, sagt Prof. Dr. Klaus Jandt von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Für Biomaterialien gibt es eine Fülle von Einsatzmöglichkeiten und deshalb wächst dieses Feld sehr stark, konstatiert der Jenaer Materialwissenschaftler Jandt. Über den aktuellen Stand und die Entwicklungen der Zukunft tauschen sich Materialwissenschaftler aus 30 Ländern am 13. und 14. April bei der Euro BioMat 2011 in Jena aus. Das zweitägige Symposium vereint 270 Wissenschaftler aus Europa und Übersee und dürfte damit die bislang größte internationale Veranstaltung zu diesem Thema in Thüringen werden. Ausgerichtet wird das „European Symposium on Biomaterials and Related Areas“ von der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM) mit Sitz in Frankfurt/M. Klaus Jandt, bei der BioMat aktuell Tagungspräsident, leitet den Fachausschuss Biomaterialien der DGM.

„Weltweit führend bei der Entwicklung von Biomaterialien sind die USA, China, Japan und Großbritannien“, schätzt Jandt ein und fährt fort: „Jena ist einer der führenden Standorte für Biomaterialien in Deutschland“. Es dürfe deshalb als Erfolg gewertet werden, dass Experten aus diesen Ländern zur Jenaer Tagung kommen werden, obwohl deren Fokus auf Europa gerichtet ist.

Zu den Höhepunkten rechnet Prof. Jandt den Vortrag von Prof. Thomas Webster von der Brown University aus Providence, USA. Webster spricht über den Einsatz von Nanotechnologie in der regenerativen Medizin und künftige Entwicklungen.

Die Wissenschaftler von der Universität Jena präsentieren neuartige Beschichtungen für Implantate, mit denen durch Nanostrukturen das Zell- und Bakterienwachstum beeinflusst werden kann. „Bei Dauerimplantaten sollen sich die Zellen möglichst rasch an der Oberfläche ansiedeln“, sagt Prof. Jandt. Der gegenteilige Effekt sei hingegen bei Schraubverbindungen erwünscht, wie sie nach Knochenbrüchen für eine Zeitlang im Körper verbleiben.

Die zweite Jenaer Innovation ist eine Nanofaser aus körpereigenem Eiweiß, die gerade einmal einen Nanometer dick ist – also ein Millionstel Millimeter stark. Aus dieser Faser entwickeln die Materialwissenschaftler von der Uni Jena Schwamm-Strukturen, die als Knochen-Ersatz zum Einsatz kommen sollen. „Wir stehen an der Schwelle zur klinischen Erprobung des neuen Materials“, sagt Klaus Jandt. Abgeschaut werden dabei die Bauprinzipien der Natur. Ziel ist es, künstlich Knochen und Knorpel herzustellen. Angesichts einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung in den Industrieländern ein Wachstumsmarkt mit enormem Potenzial.

Weitere Informationen zur Tagung unter: www.dgm.de/dgm/biomat/.

Quelle: implantate.com

 

 
Jeder dritte Deutsche geht nicht zum Zahnarzt PDF Drucken E-Mail
Samstag, den 09. April 2011 um 07:31 Uhr

Haben Männer Angst vorm Zahnarzt? Oder essen Frauen mehr Süßigkeiten? Der erste Zahnreport der BARMER GEK offenbart interessante Geschlechterdifferenzen: Bei der Behandlungsrate, den Kontakten und den Ausgaben im vertragszahnärztlichen Bereich liegen Frauen meist vorne. Der Unterschied beginnt kurz vor dem zehnten Lebensjahr und beträgt bis zu 14 Prozentpunkte. Besonders zahnarztscheu sind junge Männer in der Altersgruppe der 20- bis 25-Jährigen.

Beachtlich ist auch der Ost-West-Unterschied: Während Sachsen und Thüringer auf durchschnittlich 2,4 Zahnarztkontakte pro Jahr und Einwohner kommen, erreichen Rheinland-Pfälzer durchschnittlich 1,9 und Saarländer gar nur 1,8. Bei der Inanspruchnahme von Prophylaxe-Leistungen liegen die neuen Bundesländer gleichfalls vorne.

Hoher Prophylaxe-Anteil bei Jugendlichen

Auf jeden Bundesbürger entfielen im Jahr durchschnittlich 2,15 Zahnarztkontakte. Laut BARMER GEK Zahnreport ist das Präventionsniveau im zahnärztlichen Bereich vergleichsweise hoch: 68,6 Prozent der 6- bis unter 18-Jährigen nahmen 2009 zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch, schon bei den 2- bis 5-Jährigen lag der Anteil bei 31,8 Prozent. Insgesamt erhielten 52 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal im Jahr Prophylaxe-Leistungen, 47,6 Prozent ließen sich mindestens einmal im Jahr den Zahnstein entfernen

Gleichwohl gibt es Verbesserungsmöglichkeiten: "Wenn fast jeder Dritte ohne Zahnarztkontakt bleibt, stellt sich schon die Frage: Ist es individuelle Zahnarztangst oder schrecken die größer werdenden privaten Finanzierungsanteile ab?", gibt BARMER GEK Vizechef Dr. Rolf-Ulrich Schlenker zu bedenken. Noch ein kritisches Detail: Fast sechs Prozent aller Füllungen entfallen auf Milchzähne. Die BARMER GEK plädiert deshalb dafür, die Gruppenprophylaxe noch weiter auszubauen und die Intensivbetreuung von Vorschulkindern zu forcieren, insbesondere bei Kindern aus sozial schwachen Familien.

Bislang musste Versorgungsforschung auf Basis von Krankenkassen-Abrechnungsdaten die zahnärztliche Versorgung aussparen. Der für Auswertungen erforderliche Versichertenbezug ist erst mit den 2009er-Daten möglich geworden. Das ISEG hat nun erstmals für Deutschlands größte Krankenkasse die vertragszahnärztlichen Leistungsdaten analysiert.

Quelle: barmer-gek.de

 

 

 

 
Kassen müssen Implantate für Contergan-Geschädigte nicht bezahlen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dr. Kersten   
Freitag, den 01. April 2011 um 08:33 Uhr

Das Sozialgericht Aachen entschied in seinem Urteil vom 1.2.11, dass Implantologische Leistungen grundsätzlich kein Teil des Leistungsumfangs der gesetzlichen Krankenversicherung darstellen, das gilt auch für den Fall eines Contergan-Geschädigten, der auf Übernahme der Kosten einer Implantatbehandlung geklagt hatte. Die gesetzlich festgelegten Ausnahmeindikationen für die Kostenübernahme von Implantaten setzen unter anderem spezielle Grunderkrankungen im Kieferbereich, zu denen die Conterganschädigung nicht gehört, sowie nicht mögliche Zahnersatzlösungen ohne Implantate voraus.

Das Gericht folgte durchaus dem Vortrag des Klägers, dass die beklagte Erforderlichkeit einer Zahnersatzversorgung durchaus auch und nicht unwesentlich auf die Conterganschädigung zurückzuführen ist. Die Missbildung der oberen Extremitäten zwingt die Geschädigten verstärkt ihre Zähne (z.B. beim Öffnen von Flaschen) zu nutzen. Dadurch ist herkömmlichen herausnehmbaren Zahnersatz ein weitreichendes Problem. Trotzdem käme laut Richterspruch eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen nicht in Frage, da die klaren Vorgaben der Behandlungsrichtlinie eine solche ausschliessen.  Allerdings, so liessen es die Richter offen, könne hier der Staat für Personen mit conterganbedingten Missbildung eine Erweiterung seiner Verpflichtungen für Folgeschäden dieser Art durch höhere Leistungen der "Conterganstiftung für behinderte Menschen" oder aber andere steuerfinanzierte Hilfen in Betracht ziehen.

Sozialgericht Aachen, Urteil vom 01.02.2011 ?S 13 KR 235/10

Quelle: implantate.com

 
Eltern gehen mit ihren Kindern zu spät zum Zahnarzt PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 25. März 2011 um 09:53 Uhr

Um die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten der Kariesprohylaxe sowie über weitere zahnmedizinische Themen allgemeinverständlich zu informieren, geht das Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ZMK) am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden mit dem neuen Magazin Dresdner ZahnWelt in die Offensive. Die halbjährlich erscheinende Publikation ist ab sofort als pdf-Datei im Internet unter http://www.uniklinikum-dresden.de/zmk abrufbar. Gedruckte Exemplare liegen zudem in den zahnmedizinischen Ambulanzen des Unklinikums aus. Neben dem Thema frühkindliche Karies informiert die erste Ausgabe über kieferorthopädische Korrekturen des Gebisses sowie die moderne Wurzelkanalbehandlung. Aktuelle Studien zur Zahngesundheit belegen, dass ein hoher Anteil Kleinkinder unter Karies und damit verbundenen Zahnschmerzen leidet. Dabei ist die Zahnerkrankung leicht zu vermeiden, wenn die Eltern einige Tipps zur Ernährung ihrer Kinder beherzigen und sie frühzeitig zur Kontrolle einem Zahnarzt vorstellen würden, betonen die Experten des Dresdner ZMK.

Die Dresdner Zahnwelt ist ein weiterer Beitrag der Dresdner Hochschulmedizin, sich aktiv für die Vorbeugung von Volkskrankheiten zu engagieren. Angesichts der großen Herausforderungen, vor denen das Gesundheitswesen in Deutschland steht, sind solche Informationen die beste Medizin: Sie können wesentlich dazu beitragen, dass die Krankenversorgung auch künftig finanzierbar bleibt, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Dresdner Universitätsklinikums.

Besonders besorgniserregend ist nach Erkenntnissen der Experten des Zen¬trums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Anstieg frühkindlicher Karies in sozialen Brennpunkten hier sind bereits bis zu 35 Prozent der Dreijährigen betroffen. Ursachen dafür sind unter anderem das häufige Nuckeln süßer oder gesüßter Getränken aus der Saugerflasche, aber auch das abendliche Stillen über das erste Lebensjahr hinaus, bei dem das Kind an der Brust der Mutter einschläft. Die Ursachen für die Entstehung der Karies bei Kleinkindern liegen häufig im fehlenden Wissen beziehungsweise Fehlverhalten der Eltern, sagt Dr. Gabriele Viergutz, Fachzahnärztin für Kinderzahnheilkunde am Universitätsklinikum Dresden. Die Eltern wissen oft schlichtweg nicht, dass eine regelmäßige Untersuchung der Zähne schon unmittelbar nach dem Durchbruch der Milchzähne erfolgen sollte. So können eventuelle Schäden frühzeitig behandelt und Prophylaxe-Tipps vermittelt werden. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass Eltern oft erst dann mit ihrem Kind zum Zahnarzt gehen, wenn es drei Jahre oder noch älter ist.

Für die Vorbeugung der sogenannten Nuckelflaschenkaries ist es dann oft zu spät, weil bereits erste irreparable Schäden erkennbar sind. Deshalb setzt das ZMK des Uniklinikums auf eine frühzeitige Information der Eltern. Das neue Patientenmagazin Dresdner ZahnWelt, informiert in seiner ersten Ausgabe über die frühkindliche Karies und gibt Hinweise zu deren Vorbeugung. Natürlich wissen die Eltern, dass Süßigkeiten schlecht für die Zähne sind, doch dass auch viele Getränke und sogar Muttermilch den ersten Zähnchen schaden können, ist vielen unbekannt, erklärt Dr. Viergutz. In einer praktischen Checkliste gibt sie Eltern die Möglichkeit, Ernährungsroutinen ihrer Kinder zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen.

So sollten dem Kind weniger süße oder gesüßte Getränke gegeben werden. Wenn doch, dann keinesfalls nachts in Saugerflaschen. Beim Trinken von Milch oder Babynahrung mit einem Sauger hält ein Erwachsener das Fläschchen in der Hand. Zum Durststillen zwischendurch am besten Wasser oder ungesüßten Kräutertee aber keinen Granulattee geben. Ab dem sechsten Lebensmonat können Kleinkinder aus der Trinklerntasse, ab dem ersten Geburtstag aus der Tasse trinken. Nach Durchbruch der ersten Milchzähne ihrer Babys sollten Mütter vermeiden, dass der Säugling beim nächtlichen Stillen an der Brust einschläft. Es ist auch wichtig, frühzeitig feste Essgewohnheiten in der Familie zu etablieren: Die Kinder sollten an reguläre Mahlzeiten mit Ruhezeiten für die Zähne zwischendurch gewöhnt werden.

Ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns steht nach jedem Essen zudem das Zähneputzen an. Dabei sollten die Eltern einmal täglich eine kleine Menge Kinderzahnpaste mit einem Fluoridgehalt von 500ppm verwenden. Ab dem zweitem Geburtstag wird zweimal täglich mit einer erbsengroßen Menge geputzt. Die Eltern sollten bis zum Schuleintritt einmal täglich nachputzen. Wenn Eltern sich an diese einfachen Richtlinien im Alltag orientieren, lassen sich Schäden an den Milchzähnen vermeiden. Doch auch nach der Diagnose Karies können Erwachsene und Kinder mit einer Umstellung der Ernährung und regelmäßigen Kontrollen diese Erkrankung erfolgreich bekämpfen.

 

Kontakt:

Universitätsklinikum der TU Dresden

Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

Direktor: Prof. Thomas Hoffmann

Telefon: 03 51 / 4 58 27 12

 

Quelle: www.uniklinikum-dresden.de

 

 
Implantate unter Strom PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dr. Kersten   
Freitag, den 18. März 2011 um 09:31 Uhr

Infektionen an Zahnimplantaten sind gefürchtet. Das Risiko ist groß, dass sich dadurch der Kieferknochen zurückbildet. Forscher haben nun eine Methode entwickelt, die den entzündungsverursachenden Bakterien effizient zu Leibe rücken könnte.

Die Titanschraube eines Zahnimplantats unter Strom setzen? Was eher nach einer Foltermethode tönt, ist völlig ungefährlich und medizinisch durchaus sinnvoll, denn die richtige Dosis Strom lässt Bakterien absterben. Allerdings ist alles eine Frage des Masses: Die wenigen Milliampere, die dafür ausreichen, werden vom Patienten kaum wahrgenommen oder äussern sich höchstens durch ein leichtes Muskelzucken. Das zeigen die Experimente, die Dirk Mohn im Rahmen seiner Doktorarbeit bei ETH-Professor Wendelin Stark vom Institut für Chemie- und Bioingenieurwissenschaften in Zusammenarbeit mit Thomas Imfeld, Professor am Zentrum für Zahnmedizin der Universität Zürich, durchgeführt hat.

Zehn Prozent der Implantate machen Probleme

In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der eingesetzten Zahnimplantate in Europa und den USA verdoppelt. "In den industrialisierten Ländern wurden im Jahr 2009 schätzungsweise fünf Millionen Zahnimplantate eingesetzt, davon etwa eine Million in Deutschland und 100.000 in der Schweiz", sagt Thomas Imfeld. Bei circa zehn Prozent der Implantate treten Probleme auf, meist im ersten Jahr nach dem Eingriff. Das Implantat verheilt erst gar nicht mit dem Knochen oder das Gewebe rund um ein Implantat kann sich infizieren. Eine Infektion kann schließlich bis zum Knochenschwund führen und dazu, dass das Implantat wieder entfernt werden muss.

Die Behandlung solcher Entzündungen erfolgt heute mechanisch oder mit lokal angewendeten Antibiotika – dies bedeutet in vielen Fällen eine Belastung für die Patienten. Ziel der Zürcher Forscher war es deshalb, ein nicht-invasives Verfahren zu entwickeln, um diese Entzündungen effizient und schonend zu behandeln. "Die Idee stammt aus der Wasserreinigung, wo durch die klassische Elektrolyse keimfreies Wasser produziert wird", sagt Dirk Mohn. Um die Situation im Kiefer zu simulieren, nutzen die Wissenschaftler ein mit physiologischer Kochsalzlösung hergestelltes Gelatinepräparat. In dieses platzierten sie original Titan-Implantate, die sie zuvor mit einem Bakterienfilm aus E.coli-Bakterien beschichteten.

Bakterien nach 15 Minuten beseitigt

Im Experiment dient für den Stromfluss je ein Implantat als Kathode (Minuspol) und eines als Anode (Pluspol). Die Implantate werden 15 Minuten lang einer Stromstärke zwischen 0 und 10 Milliampere ausgesetzt. Die durch das erzeugte Spannungsfeld verursachte Elektrolyse führte dazu, dass Wassermoleküle an der Kathode in Hydroxid-Ionen zerlegt werden und somit der pH-Wert steigt. Farbindikatoren in der Gelatine zeigen das alkalische Milieu durch einen Farbumschlag an. An der Anode hingegen sinkt der pH-Wert, es bildet sich ein saures Milieu. Aus der Kochsalzlösung entstehen stark oxidative – in dieser Konzentration aber ungefährliche – Substanzen wie Chlor. Diese Substanzen haben eine viel höher desinfizierende Wirkung als das rein alkalische Milieu an der Kathode. Die Versuchsreihen mit unterschiedlichen Stromstärken zeigen, dass bei den Implantaten, bei denen ein saures Milieu erzeugt wurde, nach einer fünfzehnminütigen Behandlung 99 Prozent der Bakterien abgetötet werden.

In Zukunft würde deshalb das Implantat von Patienten die Funktion der Anode übernehmen. Ein Clip an der Lippe könnte als Kathode verwendet werden, sagt Mohn. Momentan sind die Wissenschaftler dabei, ein entsprechendes Gerät zu entwickeln, das zum Beispiel bei Hunden eingesetzt und damit getestet werden könnte. Parallel dazu erweitern die Wissenschaftler ihre In-vitro-Versuche mit einer breiteren Bakterienpopulation, die der Bakterienvielfalt im Mund entspricht.

Originalpublikation: Electrochemical Disinfection of Dental Implants – a Proof of Concept/Dirk Mohn et al.; PLoS ONE 6(1), e16157, 2011

Quelle: ETH Zürich

 
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