Aktuelle Meldungen

Die meisten Erwachsenen leiden an Parodontitis, einer chronischen Entzündung des Zahnhalteapparates. Etwa zehn bis 15 Prozent der Betroffenen - zu denen vor allem ältere Menschen gehören - haben eine schwere Form der Krankheit. Parodontitis führt langfristig zu Knochenverlust, außerdem hat die chronisch-entzündliche Krankheit einen entscheidenden Einfluss auf die allgemeine Gesundheit. Sie erhöht das Risiko für Diabetes mellitus, chronische Lungenerkrankungen, Atherosklerose, und möglicherweise auch für rheumatische Arthritis.

Das Team vom Dresdner Mediziner Prof. Dr. Triantafyllos Chavakis hat nun gemeinsam mit dem Team von Prof. Dr. George Hajishengallis von der University of Louisville, School of Dentistry, im Tiermodell herausgefunden, dass Parodontitis mit einer verringerten Bildung des Glykoproteins Del-1 verbunden ist. Prof. Chavakis: „Mit zunehmendem Alter erhöht sich die Anfälligkeit für chronische Entzündungen wie beispielsweise die Parodontitis. Bei dieser Entzündung wandern sogenannte neutrophile Leukozyten (weiße Blutkörperchen) aus der Blutbahn an den Entzündungsherd. Diese Entzündungsreaktion wird durch eine komplexe Kaskade von weiteren Prozessen angetrieben.“

Die Forscher fanden heraus, dass das Protein Del-1 die Adhäsion (Anlagerung) der neutrophilen Leukozyten an das Endothel (Gefäßzellen) verhindert. Die Herunterregulation von Del-1 im Maus- sowie im humanen Periodontium (Zahnhalteapparat) ermöglicht die Entzündungskaskade. „Bislang war viel über Prozesse bekannt, die zur Leukozytenadhäsion führen aber wenig über körpereigene Prozesse, die die Leukozyten-Adhäsion und -Wanderung hemmen. Im Mausmodell zeigte sich nun, dass die verminderte Expression von Del-1, die im Alter vorkommt, die Gewebsentzündung und den entzündlichen Knochenschwund fördert. Ähnlich wurde verminderte Del-1 Expression im humanen Parodontitisgewebe gefunden. Somit ist der Zusammenhang zwischen der körpereigenen Bildung von Del-1 - am Beispiel der Parodontitis im Zahnhalteapparat - wichtig für die Verhinderung eines Entzündungsprozesses“, so Prof. Chavakis. Im Mausmodell zeigte sich ebenfalls, dass lokal verabreichtes Del-1 die Leukozytenansammlung und den Knochenverlust verhindert. Triantafyllos Chavakis: „Die Substanz Del-1 wird damit zum vielversprechenden therapeutischen Ansatz in der Behandlung der Parodontitis und vielleicht auch bei anderen entzündlichen und autoimmunen Erkrankungen.“

The leukocyte integrin antagonist Del-1 inhibits IL-17-mediated inflammatory bone loss. Nat Immunol. May 2012, Volume 13 No 5. Eskan MA, Jotwani R, Abe T, Chmelar J, Lim JH, Liang S, Ciero PA, Krauss JL, Li F, Rauner M, Hofbauer LC, Choi EY, Chung KJ, Hashim A, Curtis MA, Chavakis T, Hajishengallis G. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22447028

Kontakt:

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Medizinische Klinik und Poliklinik III

und

Institut für Physiologie der Medizinischen Fakultät der TU Dresden

Prof. Dr. med. Triantafyllos Chavakis

Tel.: +49 0351 458 3765

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Die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) haben vor,  die Rechnungen von Zahnärzten in Deutschland einer stärkeren Prüfung zu unterziehen.  "Wir wollen endlich Transparenz bei den Zahnarztrechnungen", fordert der Vize-Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Johann-Magnus von Stackelberg, der "Süddeutschen Zeitung" gegenüber.

Mit einem neuen Positionspapier fordern die Krankenkassen, demnächst auch den privaten Anteil der Zahnarztrechnung prüfen zu dürfen, also den, den die Patienten selbst zahlen müssen. Ausserdem wollen die Krankenkassen ein neues Abrechnungssystem für ihre Versicherten aufbauen.

Die gesetzlichen Kassen streben nach diesem Beschluss einen eigenen Leistungskatalog  für die privaten Zuzahlungen von gesetzlich Versicherten an, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Hiernach sollen die Zuzahlungen nicht mehr nach der gerade in Kraft getretenen  Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ 2012 ) sondern nach eigenen Vorgaben, die nach Ansicht der GKV-Experten zu niedrigeren Zuzahlungen führen würden.

"Das heutige System ist intransparent und lässt die Versicherten mit der privaten Rechnung für den Zahnersatz alleine", konstatierte Stackelberg. Ein Patient sei kaum in der Lage zu erkenne, ob die Rechnung für die neue Zahnkrone richtig und angemessen sei. Die Kassen hätten die Pflicht, dem Patienten die Rechnungsprüfung abzunehmen.

Anmerkung der Redaktion: Schon heute können Kassenpatienten ihre Rechnung durch ihre Krankenkasse prüfen lassen.

Quelle: implantate.com

 

Zahnersatz auf Implantaten, Veneer, Inlay, Onlay, Krone, Brücke, Totalprothese, Zahnersatz aus Keramik, Kunststoff, Gold oder Nicht-Edelmetallen: Patienten können aus einer umfangreichen Palette an zahntechnischen Versorgungsformen auswählen. Doch welche ist im konkreten Fall geeignet? Das Kuratorium perfekter Zahnersatz (KpZ) unterstützt Patienten dabei, die passende Lösung für ihren Befund zu finden, und bietet auch in diesem Jahr wieder telefonische Sprechstunden an.

Am Dienstag, 22. Mai, und am Dienstag, 25. September, jeweils von 17 bis 19 Uhr, sind die Experten erreichbar.

An diesen beiden Tagen hat jeder die Gelegenheit, eine unabhängige Expertenmeinung zum Thema Zahnersatz einzuholen. "Die Versorgung mit Zahnersatz ist eine individuelle Angelegenheit, bei der viele Aspekte beachtet werden müssen. Daher ist es wichtig, sich im Vorfeld einer Behandlung gut zu informieren. Zunächst natürlich beim eigenen Zahnarzt und nach Bedarf auch bei neutralen Experten", erklärt  Professor Hans-Christoph Lauer. Als Leiter des wissenschaftlichen Beirats des KpZ bietet er gemeinsam mit einem Team aus Zahnmedizinern und Zahntechnikern Patienten die Möglichkeit, fundierte Informationen einzuholen und sich die unterschiedlichen Versorgungen erklären zu lassen.

Ausführliche Informationen erleichtern den Experten die Beratung

Für die Experten ist es hilfreich, wenn die Patienten am Telefon Unterlagen zu ihrer aktuellen Zahnsituation und / oder zur geplanten zahntechnischen Versorgung bereithalten, zum Bespiel den Heil- und Kostenplan. "Und noch ein Tipp für die Anrufer: am besten vorab die wichtigsten Fragen notieren. Dann vergisst man nichts und kann alle Punkte, die wichtig sind, mit den Experten besprechen", empfiehlt Dr. Karin Uphoff, Leiterin der Marburger Pressestelle des KpZ.

Die telefonischen Sprechstunden finden statt am Dienstag, 22. Mai, und am Dienstag, 25. September (Tag der Zahngesundheit), jeweils von 17 bis 19 Uhr. Zu zahnmedizinischen Fragen geben Professor Lauer und weitere Zahnärztinnen und Zahnärzte unter der 069/ 665586-44 Auskunft. Zahntechnische Fragen beantworten Zahntechnikermeister unter 069/ 665586-55 (Anrufe zu den üblichen Festnetzkosten).

Außerhalb der Hotline können Patienten ihre Fragen schriftlich an das Kuratorium perfekter Zahnersatz stellen. Infos dazu und rund um die Themen Zahnersatz und Zahngesundheit: www.zahnersatz-spezial.de.

Quelle: implantate.com

 

Jeder, der schon einmal unter Zahnschmerzen gelitten hat, weiß wie unangenehm dieser pochende Schmerz ist. Doch Zahnschmerz ist nicht gleich Zahnschmerz. Je nach Ursache können die Schmerzen als pochend oder ziehend, stärker und schwächer wahrgenommen werden.

Zahnschmerzen können vielfältige Ursachen haben und oft strahlen auch Schmerzen, welche bei anderen Erkrankungen auftreten, in den Kiefer aus und erwecken den Anschein schmerzender Zähne.

Auslöser von Zahnschmerzen

Schmerzen in der Mundhöhle werden oft ganz allgemein als Zahnschmerzen bezeichnet. Oftmals ist es auch nicht leicht, den Schmerz genau zu lokalisieren. Zahnschmerzen entstehen durch die Reizung der empfindlichen Nerven in den Zähnen. Dies kann passieren durch Entzündungen zum Beispiel an der Zahnwurzelspitze, Verletzungen oder Druck, beispielsweise, wenn die Weisheitszähne zu wenig Platz im Kiefer haben. Zahnschmerzen können durch die umgangssprachlich bekannten Löcher in den Zähnen ausgelöst werden, also durch Zahnkaries, bei der es aufgrund von Bakterien zu Zahnfäulnis kommt. Auch häufig gilt die Parodontitis als Zahnschmerzverursacher. Bei der Parodontitis ist das Zahnfleisch entzündet und führt zu den Schmerzen am Zahn. Bei Erkrankungen wie Migräne, Ohrenschmerzen oder einer Nasennebenhöhlenentzündung kann es vorkommen, dass die Schmerzen in den Kiefer ausstrahlen und dann als Zahnschmerzen wahrgenommen werden.

Zahnschmerzen behandeln und vorbeugen

Durch eine regelmäßige und gründliche Pflege der Zähne und des Zahnfleischs können Erkrankungen wie Karies und Parodontitis vorgebeugt werden. Zur richtigen Mundhygiene gehört nicht nur das mindestens zweimalige Zähneputzen täglich, mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta, sondern auch die Benutzung von Zahnseide und die regelmäßigen Kontrollbesuche beim Zahnarzt. Treten dennoch Zahnschmerzen auf, sollte ein Termin beim Zahnarzt vereinbart werden, vor allem, wenn die Schmerzen stark sind. Oftmals vergehen Zahnschmerzen nach einiger Zeit von selber wieder, dennoch sollte der Besuch beim Zahnarzt erfolgen, um die Ursache abzuklären. Um Zahnschmerzen kurzfristig zu lindern, sollte die Stelle von außen gut gekühlt werden. Das Kauen von Gewürznelken kann aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle dazu beitragen, eine Entzündung zu hemmen und Schmerzen zu lindern. Wer den Geschmack von Nelken nicht mag, kann auf Salbeitee zurück greifen, dieser hat ebenfalls eine entzündungshemmende Wirkung. Bei starken Schmerzen können vorübergehend Schmerzmittel zur Schmerzlinderung eingenommen werden.

Weitere Informationen sowie den kompletten Ratgeber Gesundheit erhalten Sie unter www.arzneimittel.de

Quelle: ptext.de

 

Plötzlich sind sie in aller Munde: die kleinen, nützliche Programme für Smartphones und Tablet-PCs, kurz Apps genannt. Wer sich unterwegs rasch und unkompliziert über den aktuellen Stand der Zahngesundheit informieren möchte, kann mittlerweile auf ein reichhaltiges Angebot an entsprechende Apps zugreifen. Von Animationen über Zahnimplantate über Zahnputzhilfen für die Kleinen bis zur mobilen Zahnarztsuche ist alles  dabei. Oder möchten Sie Ihr Wissen zum Thema Dentalmedizin testen? Kein Problem, auch da wird man fündig. Für alle, die jetzt "App-etit" bekommen haben, aber sich noch nicht so richtig orientieren können, hat implantate.info eigens ein spezielles App-Menü entwickelt. Dort haben wir für Sie die aktuellen Apps rund um die Zahnmedizin genau unter die Lupe genommen und stellen Sie Ihnen in übersichtlichen Kurzberichten vor:

Hier finden Sie die besten Apps zum Thema Zahnmedizin

Online-Bewertungen von Medizinern nehmen an Bedeutung zu, heute wurde der Start eines weiteren Zahnarztbewertungsportals vorgestellt. Die Bundeszahnärztekammer und das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) haben deshalb bereits 2011 in Zusammenarbeit mit den Ärzten Qualitätskriterien für Bewertungsportale definiert.

„Mit wenigen Ausnahmen sind Bewertungsportale kaum in der Lage, Patienten Hilfestellung bei der Suche nach einer guten Praxis oder Klinik zu geben. Häufig stehen kommerzielle Interessen der Betreiber im Vordergrund“, so der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer Prof. Dr. Dietmar Oesterreich. „Die quantitative Grundlage der Bewertungen ist oftmals zu gering, eher subjektive Faktoren denn harte Fakten fließen in die Bewertung ein.“

Vor der Frage, wo finde ich einen guten Arzt, steht heute oft die Frage: wie finde ich ein verlässliches Portal? Wichtig ist es deshalb, allgemein gültige Qualitätsstandards für die Online-Bewertung zu nutzen. Das Einhalten dieser Standards soll für den Patienten die Verlässlichkeit der angebotenen Information gewährleisten. „Wir begrüßen es daher, wenn Anbieter sich bewusst mit den Qualitätsanforderungen auseinandersetzen und die Bedeutung dieser für die unbeeinflusste, seriöse Patienteninformation erkennen“, so Oesterreich weiter.

Auch wenn die aktuelle Qualitätsoffensive im Bereich der Online-Arztsuche ein positiver Beitrag ist, um die Rolle des aufgeklärten Patienten zu stärken, gilt es darauf hinzuweisen, dass kein Bewertungsportal die freie Entscheidung des Patienten übernehmen geschweige denn ersetzen kann.

Der Kriterienkatalog „Gute Praxis, Zahnarztbewertungsportale“ ist online eingestellt unter:

www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/qualitaet/1105_bewertungsportale.pdf

Quelle: implantate.com

 

Ein 3D-Drucker hat ermöglicht, dass erstmals einem Menschen ein Unterkiefer transplantiert werden konnte. Der Eingriff wurde bereits im Juni an einer 83 Jahre alten Frau durchgeführt. Wissenschaftler der Universiteit Hasselt haben die OP jedoch erst jetzt öffentlich gemacht. Das Transplantat wurde von LayerWise aus Titanpuder hergestellt, erhitzt und mittels Laser Schicht für Schicht zusammengebaut.

Vier-Stunden-OP

Die Patientin litt an einer chronischen Knocheninfektion. Ihre Ärzte gingen davon aus, dass ein Eingriff mittels wiederherstellender Chirurgie aufgrund ihres Alters zu riskant sein würde und entschieden sich daher für das neue Verfahren. Das komplexe Implantat besteht aus Gelenken, Aussparungen, die das Muskelwachstum fördern sollen und Rillen, die das erneute Wachstum von Nerven und Venen steuern.

Nach der Erstellung des Entwurfes dauerte der Ausdruck nur mehr wenige Stunden. "Nachdem wir das digitale 3D-Design erhalten hatten, wurde der Kiefer automatisch in 2D-Schichten aufgeteilt, die wir dann durch den Drucker geschickt haben", lässt sich Ruben Wauthle von LayerWise in einem BBC-Bericht zitieren. Für einen Millimeter an Höhe waren 33 Schichten erforderlich.

Nach der Fertigstellung erhielt das Transplantat eine Biokeramikbeschichtung. Die Operation selbst dauerte vier Stunden und damit nur ein Viertel der Zeit, die sonst benötigt worden wäre. Der leitende Operateur, Jules Poukens, berichtet, dass die Frau bereits kurz nach der Operation einige Worte gesprochen hat und bereits einen Tag später wieder schlucken konnte. Nach vier Tagen wurde die Frau entlassen.

Organ-Druck als Ziel

Der neue Kiefer wiegt 107 Gramm und ist nur etwas mehr als ein Drittel schwerer als zuvor. Die Mediziner sind jedoch zuversichtlich, dass die Patientin mit diesem zusätzlichen Gewicht gut zurechtkommen wird. Ein weiterer Eingriff wird im Februar stattfinden. Die Ärzte werden für die Heilung notwendige Teile des Implantats entfernen. Eine Zahnbrücke wird nun befestigt. In einem nächsten Schritt folgen dritte Zähne.

Im vergangenen Jahr zeigten Wissenschaftler der Washington State University, dass mit einem 3D-Drucker hergestellte keramische Gerüste für die Förderung des Wachstums von neuem Knochengewebe eingesetzt werden können. LayerWise selbst geht davon aus, dass diese beiden Projekte nur einen ersten Eindruck von den medizinischen Einsatzmöglichkeiten dieses Verfahrens geben.

Laut Wauthle ist das eigentliche Ziel das Drucken von Organen des Körpers. Er räumte allerdings auch ein, dass derartige Forschritte noch weit in der Zukunft liegen. "Es gilt immer noch, biologische und chemische Fragen zu klären. Derzeit nutzen wir für den Druck Metallpulver. Für organisches Gewebe und Knochen würden wir auch organisches Material als ,Tinte' benötigen. Technisch könnte das möglich sein."

Quelle: pressetext.com

 

Die Mehrheit der Deutschen geht regelmäßig kontrollorientiert zum Zahnarzt. Trotzdem empfindet gut jeder Zweite eine zumindest (leichte) emotionale Anspannung bei dem Gedanken an eine zahnmedizinische Behandlung. Zwölf Prozent der Erwachsenen geben an, stark ausgeprägte Ängste mit dem Zahnarztbesuch zu verbinden. Knapp die Hälfte hat nur 'etwas' oder 'wenig' Angst, ein gutes Drittel aber 'gar keine'. Diese Ergebnisse zeigt eine repräsentative Umfrage des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach.

"Auch, wenn der Anteil von Personen mit starkem Angstempfinden mit 12 Prozent den deutlich geringeren Anteil ausmacht, nehmen wir die Zahnbehandlungsangst seit Jahren sehr ernst. Letztendlich beeinflussen Behandlungsängste die (orale) Gesundheit und somit auch die Lebensqualität", so der Präsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), Dr. Peter Engel. "Vertrauen ist die Grundlage für eine erfolgreiche Therapie. Patienten sollten ihrem Zahnarzt gegenüber ihre Angst benennen, anstatt sie zu verbergen."

Für den Vorsitzenden des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Jürgen Fedderwitz, sind die Ergebnisse der Umfrage nicht ungewöhnlich: "Die für Deutschland ermittelten Werte decken sich mit denen von Untersuchungen in anderen Nationen wie den USA oder Australien. Für die Minderheit von Patienten, deren Ängste so stark ausgeprägt sind, dass sie den Gang zum Zahnarzt über Jahre vermeiden, stehen jedoch Behandlungsmöglichkeiten wie Psychotherapie und Hypnose zur Verfügung. In Fällen von ärztlich attestierter Phobie kommt sogar eine Vollnarkose in Betracht."

KZBV und BZÄK raten dazu, der Entstehung von Zahnbehandlungsängsten durch frühzeitige und regelmäßige Zahnarztbesuche vom Kleinkindalter an vorzubeugen. Bei den ersten Kontakten lernen Kinder die Praxis bzw. den Zahnarzt kennen. Sie gewöhnen sich an die regelmäßige Routineuntersuchung, mit der sich größere Zahnschäden und zahnmedizinische Eingriffe vermeiden lassen.

Hintergrund:

Die Studienergebnisse über "Einstellungen und Bewertungen der Bevölkerung zur zahnärztlichen Versorgung in Deutschland" stützen sich auf die Befragung von 1.788 Personen, die einen repräsentativen Querschnitt der erwachsenen deutschen Wohnbevölkerung in der Bundesrepublik bilden. Die Erhebung wurde im April/Mai 2011 vom Institut für Demoskopie Allensbach in Zusammenarbeit mit dem IDZ durchgeführt. Die Studie wurde als IDZ-Information I/2012 veröffentlicht. Sie ist erhältlich über: www.idz-koeln.de.

Quelle: presseportal.de

 

Angesichts gestiegener Kosten bei der Zahnbehandlung müssen Patienten seit Anfang diesen Jahres auch bei Implantaten tiefer in die Tasche greifen. Die Ursache dafür ist die neue Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). Es liegt auf der Hand, dass sich viele fragen, ob es nicht möglicherweise Einsparpotentiale bei einer Zahnimplantation gibt. Viele Praxen im Ausland werben zum Beispiel mit verbilligten Implantaten, doch der überwiegende Teil der Implantatpatienten möchte sich lieber zu Hause therapieren lassen. Für sie gibt es gute Nachrichten, denn tatsächlich bestehen auch hierzulande Spielräume bei der Implantatversorgung, die das Budget spürbar entlasten können: sei es beim Arzthonorar, bei den Implantaten selbst, oder beim Zahnersatz. Lesen Sie im neuen Fachartikel von implantate.info, wie Sie Ihre Implantate günstiger erhalten können.

Zahnarztpatienten sollten nach einer Behandlung mit Betäubung nichts essen und auf heiße Getränke verzichten, solange bis die Betäubung vollständig abgeklungen ist, mahnen die Experten der Initiative "proDente". Ansonsten bestehe ein hohes Risiko für die Gesundheit.??Die Kieferbetäubung muss vor dem Essen oder der Aufnahme heißer Getränke unbedingt vorbei sein, damit kein Verletzungsrisiko für die Patienten besteht, so die Aussage des Zahnarzt Joachim Hoffmann von der Initiative proDente in Köln gegenüber der Nachrichtenagentur „dpa“. Unter Umständen müssen die Zahnarztpatienten einige Stunden ohne Nahrung durchhalten, bevor die Narkose wieder vollständig abgeklungen ist.??Risiko von Verletzungen und Verbrennungen

Diese Zeit sollten sich die Patienten jedoch in jedem Fall nehmen, da bei noch vorhandener Kieferbetäubung die Gefahr besteht, dass die Betroffene sich auf die betäubte Lippe oder Wange beißen, ohne dies zu bemerken. Bei heißen Getränken und Speisen könnten sich die Patienten außerdem Verbrennungen im Mund- und Rachenraum zuziehen, warnte der Zahnarzt Joachim Hoffmann. Die Wirkung der Betäubungsspritze klingt laut Aussage des Experten - abhängig von der Art und Schwere der Zahnbehandlung – eine halbe oder auch mehrere Stunden nach der Behandlung wieder ab. Genauere Angaben können die Patienten bei ihrem behandelnden Zahnarzt erfragen.

Unterschiedlich Betäubungsmethoden für die Zahnbehandlung

Der Initiative porDente e.V. zufolge werden in Deutschland rund 52 Millionen lokale Anästhesien im Rahmen einer Zahnarztbehandlungen verabreicht. Für jede Zahnbehandlung - von Erneuerungen der Füllungen über die Beschleifung von Zähnen für Kronen oder das Ziehen von Zähnen bis hin zum Einsetzen eines Implantats - stehen heute moderne lokale Betäubungen (Lokalanästhetika) zur Verfügung, so die Angaben der Initiative proDente. Welche Betäubung zum Einsatz kommt, hänge von dem jeweiligen Eingriff ab. Grundsätzlich bieten sich dabei laut Aussage der Experten mehrere unterschiedliche Anästhesie-Verfahren an. So wird zum Beispiel bei der Infiltrationsanästhesie ein Anästhetikum direkt in Höhe der Zahnwurzelspitze unter die Schleimhaut gespritzt, wodurch die Nerven von ein bis zwei Zähnen nach rund ein bis drei Minuten betäubt werden. Für die Behandlung von „ein oder mehrere Backenzähne im Unterkiefer“ empfiehlt sich bei Bedarf nach einer Narkose eine Leitungsanästhesie, wobei der Zahnarzt ein Betäubungsmittel in die Nähe der Unterkiefernerven injiziert, so die Aussage der Initiative porDente. Auf diese Weise werde die gesamte Nervenleitungsbahn auf einer Kieferhälfte betäubt, was auch ein Taubheitsgefühl in der Unterlippe und der entsprechen die Zungenhälfte hervorrufen kann.

Betäubung einzelner Zähne und Oberflächenanästhesie

Den Zahnärzten ist es auch möglich mit Hilfe der sogenannten intraligamentären Anästhesie einzelne Zähne zu betäuben, falls die Patienten eine entsprechende Narkose wünschen. Dabei wird über die sehr dünne Nadel einer speziellen „Druckspritze“ das Betäubungsmittel direkt zwischen Zahn und Zahnfleisch beziehungsweise Zahnknochen injiziert, so die Aussage der Initiative proDente. Auch die sogenannte Oberflächenanästhesie kommt den Experten zufolge in der Zahnmedizin regelmäßig zum Einsatz, wobei diese meist als Spray verwendet wird, um den Einstichschmerz der anschließenden Betäubungsspritzen zu vermeiden. Zwar reicht diese Art der lokalen Betäubung für eine Zahnbehandlung nicht aus, doch bei Kindern und besonders empfindlichen Patienten könne auf diesem Weg der Einstichschmerz der nachfolgenden Spritze umgangen werden, so dass „die Betäubung für sie fast vollständig schmerzfrei“ ist, erklärt die Initiative proDente e.V auf ihrer Internetseite.

Quelle: heilpraxisnet.de

 

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