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Geschrieben von: Dr. Kersten
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Samstag, den 20. November 2010 um 12:10 Uhr |
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Ältere Menschen leben nicht nur immer länger, sie haben tendenziell heute auch mehr eigene Zähne als früher. Häufig sind sie jedoch nicht in der Lage, selbst die erforderliche Mundhygiene zu betreiben oder eine Praxis aufzusuchen.
Es besteht Bedarf für mobile zahnärztliche Versorgung - diese kann derzeit aber nicht flächendeckend gewährleistet werden, hieß es am Montag in Wien bei der Konferenz "Mundgesundheit bei Erwachsenen". Die von der Gesundheit Österreich GmbH und dem Gesundheitsministerium veranstaltete Fachtagung der Koordinationsstelle Zahnstatus steht ganz im Zeichen des demografischen Wandels und der daraus resultierenden Herausforderungen für die Mundhygiene-Therapie und -Prophylaxe bei Erwachsenen. Derzeit sind laut Expertenangaben hierzulande rund 560.000 Menschen pflegebedürftig, in 20 Jahren dürften es um die 800.000 sein. Aufgrund der umgekehrten Alterspyramide ist von einer doppelten demographischen Alterung auszugehen. Im Jahr 2050 dürften Herr und Frau Österreicher im Schnitt zwischen 84 und 89 Jahre alt werden.
Grundsätzlich sind die vorliegenden Daten auf den ersten Blick erfreulich, erläuterte Gerwin Arnetzl von der Grazer Universitätsklinik für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde. Waren beispielsweise 1993 27,8 Prozent der Senioren "bezahnt", lag die Zahl 2008 bereits bei 42,7 Prozent. Allerdings werden viele aufgrund der abnehmenden Mobilität und eingeschränkten Geschicklichkeit ihre Mundhygiene nur mangelhaft betreiben können. Zahnarztbesuche, sowohl zur Prophylaxe als auch bei Beschwerden, sind für viele Betroffene sehr beschwerlich - mobile zahnmedizinische Betreuung gerade für Patienten in häuslicher Pflege oder auch für Menschen in Langzeitpflegeeinrichtungen dürfte ein Konzept der Zukunft sein.
Arnetzl zitierte aus einer Diplomarbeit aus dem Jahr 2009, die sich mit mobiler Zahnmedizin in Niederösterreich befasste. Bedarf und Akzeptanz derartiger Versorgungsmöglichkeiten sind laut der Untersuchung zwar nachzuweisen, das Angebot fehlt aber besonders im Bereich häuslicher Pflege fast vollständig. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass die Mundgesundheit direkte Auswirkungen auf den allgemeinen Gesundheitszustand hat, kann eine flächendeckende Versorgung die generelle Lebensqualität der älteren Bevölkerung erhöhen.
Wie Expertin Gabriele Sax darlegte, belegen laut "Mundgesundheitsbefragung 2010" die Zahlen zwar die stetige Verbesserung von Gebiss-Status und parodontaler Gesundheit der erwachsenen Bevölkerung generell, individueller Versorgungsbedarf in präventiver und kurativer Hinsicht bestünde aber weiterhin. Karies und Parodontitis zählen zu den Hauptkrankheiten im Mund, ergänzte Corinna Bruckmann von der Österreichischen Gesellschaft für Parodontologie. Vor allem letztere werde selten adäquat behandelt, auch wenn die halbjährige "Mundhygiene" für immer mehr Österreicher bereits dazugehört. Bruckmann sieht das kritisch: einerseits kann man unter "Mundhygiene" unterschiedlichste Behandlungen verstehen, andererseits brächten viele Patienten eine ganz individuelle Prophylaxe. Derzeit werde meist einfach "durchgeputzt".
Quelle: relevant.at
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Geschrieben von: Dr. Kersten
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Dienstag, den 16. November 2010 um 09:03 Uhr |
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An einer Parodontitis leidet mehr als die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland. Die wenigsten Betroffenen wissen allerdings, dass diese Erkrankung nicht nur einer Behandlung, sondern auch einer zumeist lebenslangen Nachsorge bedarf.
Mit Parodontitis ist die entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparats (Parodontium) gemeint. Dieser besteht aus Zahnfleisch, Knochen und Haltefasern. Die Parodontitis ist im Gegensatz zu anderen Zahnerkrankungen wie etwa Karies ein komplexes Krankheitsbild. Zu einer Entzündung dieser Gewebe kommt es, wenn sich Zahnbelag (Plaque) angesammelt hat und gleichzeitig die darin enthaltenen Bakterien auf eine geschwächte Immunabwehr des jeweiligen Patienten treffen. Letztere kann etwa erblich bedingt sein. Außerdem trifft sie häufig Diabetiker oder sie wird durch Einnahme von Immunsystem-unterdrückenden Medikamenten ausgelöst. Bestimmte schädliche Bakterien können sich in einer dieser Konstellationen ungestört in der Mundhöhle vermehren.
Zu Beginn einer Parodontitis steht immer eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis), die dem Patienten meist als vermehrtes Zahnfleischbluten auffällt. Im weiteren Verlauf greift die Entzündung auf die Zahnhaltefasern und den Knochen über, bis sich diese schließlich abbauen und der Zahn selbst sich lockert. Häufig bemerken Patienten erst dann, dass die zahnhaltenden Strukturen massiven Schaden genommen haben. Der Zahnarzt kann mit einer simplen Messmethode (parodontales Screening) feststellen, ob eine Parodontitis vorliegt, lange bevor sich die ersten Zähne lockern. Bei Verdachtsfällen fertigt er zusätzlich Röntgenaufnahmen an, um die Diagnose abzusichern.
Lassen sich viele Zahnschäden wie beispielsweise eine Karies heutzutage in ein bis zwei Sitzungen beheben, erfordert die Behandlung einer Parodontitis stets eine systematische Therapie von mehreren Sitzungen. Am Beginn stehen Vorbehandlungen, bei denen alle harten und weichen Zahnbeläge oberhalb des Zahnfleisches entfernt werden. Speziell geschulte Zahnarzthelferinnen reinigen die Zähne und geben dem Patienten Tipps für eine effiziente Zahnpflege zu Hause. Sind alle Beläge entfernt und die oberflächlichen Entzündungen abgeklungen, behandelt der Zahnarzt die Entzündung unterhalb des Zahnfleisches. Er entfernt auch hier alle harten und weichen Auflagerungen auf den Zahnwurzeln und glättet die Wurzeloberflächen.
Meistens ist bei einer Parodontitis, bei der der Zahnhalteapparat schon stärker vorgeschädigt war, nicht mehr mit einer vollständigen Ausheilung der Gewebe zu rechnen. Restdefekte bleiben nach der systematischen Therapie zurück, die Zahnhälse liegen an diesen Stellen ein Stück weit frei und die Zähne erscheinen optisch länger. Bei erneuter Plaqueansammlung können sich diese Restdefekte wieder entzünden. Nach einer auf die Erstbehandlung folgenden längeren stabilen Phase kann die Erkrankung schubartig weiter voranschreiten. Dies ist der Fall, wenn sich das Bakterienmilieu in der Mundhöhle erneut zugunsten der parodontal-schädlichen Keime verschiebt. Daher sind regelmäßige Kontrollen der Mundhygiene und des Zustands von Zahnfleisch und -halteapparat in der Zahnarztpraxis besonders wichtig.
Aber der Patient kann auch selbst viel tun: Eine intensive Zahnpflege mit Zahnbürste, Zahnseide und/oder Zahnzwischenraumbürstchen schützt vor einem Wiederaufflammen der Parodontitis. Zusätzlich zu den Kontrollterminen sind regelmäßige professionelle Zahnreinigungen für Patienten mit Parodontitis nach erfolgter Erstbehandlung ebenfalls sehr zu empfehlen. Denn sogar bei intensiver eigener Zahnpflege kann der Patient selbst nicht alle Beläge restlos entfernen, insbesondere diejenigen, die sich an schwer zugänglichen Stellen und unterhalb des Zahnfleisches befinden.
Grundsätzlich kann jeder Zahnarzt eine Parodontitis diagnostizieren und behandeln. Die Erhebung des sogenannten parodontalen Screeningindexes erstatten die gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre zusätzlich zur normalen Zahnuntersuchung. Liegt eine schwere oder schnell fortschreitende Parodontitis vor, ist es manchmal sinnvoll, einen Spezialisten für parodontale Erkrankungen aufzusuchen. Mehr Informationen sowie einen ausgebildeten und geprüften Parodontologen in der Nähe finden Betroffene auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (http://www.dgparo.de) und auf dem Webportal des Berufsverbandes der Fachzahnärzte und Spezialisten für Parodontologie e.V. (http://www.fachzahnaerzte-parodontologie.de).
Quelle: ratschlag24.com
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Geschrieben von: Dr. Kersten
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Donnerstag, den 11. November 2010 um 12:57 Uhr |
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Lachen ist nicht nur gesund: Ein schönes Lächeln erhöht auch die Chancen beträchtlich, Konkurrenten beim Vorstellungsgespräch auszustechen, sagt Zahnarzt Dr. Rüdiger Butz in einem Interview.
Wissenschaftler sind sich sicher, dass Lachen die Lungenfunktion verbessert, das Gehirn mit Sauerstoff versorgt, die Immunabwehr steigert und Stresshormone abbaut. Weitere Beispiele zeigen die vielfältigen Auswirkungen des Lachens: So steigt durch Lachen im Speichel und im gesamten Hals-Nasen-Rachenraum die Konzentration von Immunglobulin A an. Die körpereigenen Abwehrstoffe verhindern dort Bakterien und Viren, die Schnupfen, Husten, Halsweh, Erkältung und Grippe verursachen. Eine gänzlich andere Auswirkung ist die auf unsere Mitmenschen. Die Initiative Prodente, die sich zum Ziel gesetzt hat, fundiertes Fachwissen aus den Bereichen Zahnmedizin und Zahntechnik zu vermitteln, befragte zu diesem Thema Zahnarzt Dr. Rüdiger Butz.
Herr Dr. Butz, wie macht man einen guten ersten Eindruck beim Vorstellungsgespräch?
Butz: Der erste Eindruck über einen Menschen läuft in Sekundenschnelle ab. Natürlich spielt hierbei das gesamte Erscheinungsbild eine große Rolle. Entscheidend ist aber der Ausdruck des Gesichts. Und hierzu gehören gepflegte Zähne. Denn es nützen weder gute Zeugnisse noch teure Klamotten – wenn die Zähne stark zerstört oder verfärbt sind. Deshalb sind eine gründliche und regelmäßige Zahnpflege wichtig, um beim Gegenüber zu punkten.
Ist man auf der sicheren Seite, wenn man dann die Stelle bekommen hat?
Butz: Was die Karriere angeht, nein. Denn – was für den Berufseinstieg gilt, zählt auch im Nachhinein. Studien seriöser Meinungsforschungsinstitute haben nachgewiesen, dass Menschen mit strahlend weißen Zähnen im Berufsleben schneller Karriere machen und besser verdienen. Grund: Das gepflegte Lachen steht für Gesundheit, Stärke, Ausgeglichenheit, Kompetenz und Glaubwürdigkeit.
Spielen gepflegte Zähne in den eigenen vier Wänden auch so eine große Rolle?
Butz: Auf jeden Fall. Eine repräsentative Studie des Emnid-Instituts belegt: Mehr als zwei Drittel der Deutschen beurteilen die Schönheit und Anziehungskraft des jeweils anderen Geschlechts anhand eines schönes Lächelns. Allerdings muss es echt sein. Zu einem schönen Lächeln gehören nicht nur weiße Zähne, vielmehr auch ein symmetrischer, harmonischer Zahnbogen und intakte Zahnfleischverhältnisse. Laut Emnid-Studie wissen die Deutschen um den Wert von schönen Zähnen und sind bereit, in ein gesundes und schönes Lächeln zu investieren.
Quelle: news.de
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Geschrieben von: Dr. Kersten
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Freitag, den 05. November 2010 um 12:23 Uhr |
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Wer eine schlecht sitzende Prothese trägt, spricht ungern darüber. Schlimmer noch: Er sagt überhaupt wenig, weil es ihm schwer fällt - ebenso wie das Kauen. Eine attraktive, aber vielen noch unbekannte Alternative stellt die Stabilisierung der Prothese durch Mini-Implantate dar.
Es ist immer noch ein Tabuthema, obwohl sehr viele Prothesenträger in Österreich davon betroffen sind. Nicht wenige von ihnen können nicht optimal kauen oder haben mit Pfeif- oder Zischgeräuschen beim Sprechen zu kämpfen, insbesondere bei der Aussprache von F-, S- und SCH-Lauten. Oder sie wünschen sich ganz allgemein ein Mehr an Lebensqualität durch das Gefühl von festsitzenden Zähnen.
Eine Option besteht in der Stabilisierung der vorhandenen Prothese durch Mini-Implantate. Sie sind deutlich schlanker als klassische Implantate und können daher minimalinvasiv in den Kiefer eingebracht werden - ein vergleichsweise unspektakulärer Eingriff unter örtlicher Betäubung und in der Regel in einer einzigen Sitzung. Die vorhandene Prothese findet über einen Schnapp-Mechanismus auf den Mini-Implantaten festen Halt und lässt sich jederzeit einfach einsetzen und wieder herausnehmen. Oft ist sogar eine sofortige Belastung möglich, so dass der Patient schon direkt nach dem Eingriff die wieder gewonnene Lebensqualität auskosten kann.
Quelle: pressetext.at
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Geschrieben von: Dr. Kersten
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Freitag, den 29. Oktober 2010 um 10:50 Uhr |
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Parodontitis- und Kariesbakterien können beim Küssen übertragen werden. Experten weisen darauf hin, dass vor allem schwerere Fälle von Parodontitis spezielle Keime entwickeln würden, die beim Küssen in andere Münder gelangen können.
Entscheidend für den Ausbruch einer Zahnkrankheit sei aber nicht das Küssen, sondern nach wie vor die Mundhygiene. Das sagte Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. Wer Zähne nicht regelmäßig putzt oder raucht, bietet den Bakterien mehr Angriffsfläche. Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnbetts, die zum Rückgang des Zahnfleisches und zur Lockerung von Zähnen führen kann. Auch Karies, das klassische «Loch im Zahn», wird durch übertragbare Bakterien ausgelöst. Säuglinge sind für diese Krankheit besonders anfällig. Mütter sollten deshalb heruntergefallene Schnuller nie im eigenen Mund, sondern lieber in Wasser reinigen, rät Oesterreich.
Quelle: zahn-online.de
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