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Geschrieben von: Dr. Kersten
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Montag, den 25. Oktober 2010 um 14:49 Uhr |
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"Eigene Zähne sind mit Gold nicht aufzuwiegen" sagte mir eine ältere Patientin, als ich ihr eine Teleskopprothese einsetzte. Recht hatte sie mit dieser Aussage, denn die eigenen Zähne sind der wertvollste Besitz, den man hat. Heutzutage bedauere sie, dass sie früher nicht intensiver ihre eigenen Zähne gepflegt hatte und meinte, dass nach den vielen Extraktionen ihre Probleme erst angefangen hätten. Gründliche Pflege dieses Schatzes dauert nicht einmal eine halbe Stunde täglich und hätte hier vorbeugen können. Hingegen bedarf es eines hohen Kosten- und Zeitaufwandes, sich das Kauvermögen beim Zahnarzt wieder zu "erkaufen".
Das menschliche Gebiss erfüllt mehrere Funktionen. Die wichtigste ist sicherlich die Aufnahme und Zerkleinerung von Nahrung. Daneben haben die Zähne aber auch eine kommunikative Funktion bei der Lautbildung unserer Sprache, denn ohne Zähne wäre eine wohlartikulierte und verständliche Sprache nicht denkbar. Das Aussehen und somit ein ästhetischer Gesamteindruck eines Menschen ist die dritte Aufgabe, den das Gebiss erfüllt. Redewendungen wie "ein steiler Zahn" oder "jemandem die Zähne zeigen" verdeutlichen eindrucksvoll die Bedeutung der eigenen Zähne. Alle drei Funktionen tragen zur Schaffung des Wohlbefindens bei und dienen dem Erhalt von Lebensqualität im höheren Lebensalter. Zahnlose klagen daher oft über Probleme im Umgang und Kontakt mit ihren Mitmenschen, was sich teilweise in einem verminderten Selbstwertgefühl und in einer Abwendung von der Gesellschaft äußern kann.
Daher ist die Zahnlosigkeit zunächst ein Problem, mit dem sich die meisten der Betroffenen logischerweise direkt an einen Zahnarzt wenden. Meist wünschen die Patienten eine schnelle, perfekt sitzende und darüber hinaus kostengünstige Lösung. Ein solcher Zahnersatz müsste erst noch erfunden werden. Der Zahnarzt ist hierbei oft Psychologe, Finanzberater und Allgemeinmediziner in einer Person. Zahnersatz kann somit immer nur ein Kompromiss aus finanzieller, kaufunktioneller und ästhetischer Sicht sein.
Bei der Versorgung älterer Patienten, insbesondere bei der "betreut" und stationär wohnender Seniorinnen und Senioren, treten die Anforderungen an das Aussehen und die Sprache aufgrund reduzierter sozialer Kontakte in den Hintergrund. Sehr treffend zeigt sich nach dem Zitat aus William Shakespeare's König Lear "Doch wo die größre Krankheit Sitz gefasst, fühlt man die mindre kaum...", dass die Multimorbidität, das Auftreten und Zusammentreffen mehrerer Allgemeinerkrankungen wie Arteriosklerose, Herzerkrankungen, Osteoporose, Arthrose, Diabetes, psychogener Erkrankungen und Allergien solche Menschen leidensfähiger werden lässt. Vielfach begnügen sich gerade Bewohner von Seniorenheimen damit, dass sie halbwegs mit ihrem alten Zahnersatz die Mahlzeiten zu sich nehmen können.
Die Sicherstellung der Nahrungsaufnahme, die Zerkleinerung von Speisen und deren Vorbereitung für die Verdauung sind besonders im Seniorenalter nicht mehr ganz unproblematisch. Gerade das Fehlen von Zähnen oder ganzer Zahngruppen bereitet dem betreuenden Zahnarzt oft Probleme bei seinem Wunsch, den Patienten optimal zu versorgen. Oft fehlt an den gewünschten Positionen im Kiefer ein Zahn, der als Anker für die Befestigung einer Brücke dienen könnte. Da aufgrund der Vielzahl von Erkrankungen im höheren Lebensalter auch die Osteoporose nicht selten anzutreffen ist und auch im Kiefer der Knochenabbau nicht Halt macht, ist ein Implantat oftmals contraindiziert. Auch schrecken die Kosten viele Senioren von dieser Versorgung ab. Somit bleibt meist nur eine mit Klammern verankerte Teilprothese oder eine Teleskopprothese als möglicher Ersatz. Anzumerken sei aber, dass herausnehmbarer Zahnersatz nicht den Kaukomfort bietet wie eigene Zähne bzw. Kronen und Brücken. Der mittlere Kaudruck liegt bei Totalprothesen bei nur etwa 10% gegenüber bezahnten Kiefern, da dieser beim Beißen nicht auf Restzähne, sondern nur auf die Mundschleimhaut übertragen werden kann.
In einer derzeit laufenden Studie über das Ernährungs- und Mundhygieneverhalten sowie den Zahnersatz von Bewohnern in Bonner Seniorenheimen wird die Problematik deutlich. Nahezu 86% der bisher Untersuchten sind völlig zahnlos, 90% von ihnen haben eine Totalprothese in beiden Kiefern, 10% eine Prothese nur in einem Kiefer oder sind unversorgt. Jedoch saßen bei nur knapp einem Drittel von ihnen die Prothesen adäquat. Mehr als die 60% der Prothesenträger gab trotz teilweise schlecht sitzenden Zahnersatzes subjektiv keinerlei Beschwerden an, ein Drittel bemängelte Druckstellen, schlechten Geschmack oder einen mangelnden Prothesenhalt. Bewohner mit eigenen Zähnen oder festsitzendem Zahnersatz wie Kronen und Brücken berichteten vielfach über Probleme bei der Reinigung ihrer Zähne, gaben jedoch an, nahezu alles mit ihren Zähnen kauen zu können.
Die Berücksichtigung des Kauvermögens bei der Essenszubereitung erfolgt in vielen Fällen schon fast automatisch. Man darf hierbei aber nicht die Gewohnheiten der älteren Menschen und die Ausgewogenheit der Nahrung vernachlässigen. In Seniorenheimen wird dies zumeist über einen festgelegten Menü- oder Speiseplan geregelt.
Problematisch sind hingegen vielfach die relativ selbständigen Senioren mit fehlendem oder funktionell mangelhaftem Zahnersatz, die sich meist noch selbst versorgen können. Oft kann hier wenig abwechslungsreiche und ballaststoffarme Nahrung eine ganze Problemkaskade mit sich ziehen: Ein insuffizientes Gebiss kann die Nahrung nur unzureichend zerkleinern, hierdurch wird die enzymatische Aufbereitung beeinträchtigt. Die zu großen Speiseboli werden oft hinuntergeschlungen und nur schwer im Magen aufgeschlossen und so zur weiteren Verdauung an Dünn- und Dickdarm weitergegeben. Die Verstoffwechslung der Speise bleibt nur unvollständig, darüber hinaus kommt es zu mechanischen Beeinträchtigungen und zur Ermüdung des Darmsystems durch Mehrbelastung. Genauso kann es bei der ausschließlichen Aufnahme von pürierten Speisen mit breiartiger Konsistenz ebenso zu Opstipation durch Minderbelastung kommen. Daher ist bei Verdauungsproblemen in erster Linie ein Allgemeinmediziner zu Rate zu ziehen, der u.U. eine Konsultation zu einem Internisten bzw. Gastroenterologen anrät. Doch sollten sowohl Patient als auch der human-medizinische Kollege hierbei an einen möglicherweise nicht funktionstüchtigen Zahnersatz denken.
Der Forschungsbereich Alterszahnheilkunde an der Universität Bonn hat sich gerade die Erarbeitung neuer Konzepte, die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit ärztlichen und pflegerischen Disziplinen und die Koordination eines betreuenden alterszahnärztlichen Dienstes zum Ziel gesetzt.
Quelle: bagso.de
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Geschrieben von: Dr. Kersten
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Freitag, den 22. Oktober 2010 um 11:51 Uhr |
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Im Rahmen einer aktuellen klinischen Studie sucht die Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Heidelberg Patienten mit zahnlosem Unterkiefer, die mit ihrer Prothese unzufrieden sind. Teilnehmer erhalten jeweils zwei Implantate mit einer neuartigen Verbindungstechnik, durch die sich die Einheilphase von bis zu sechs Monaten auf wenige Tage verkürzen soll. Dabei sparen sie 50 Prozent der Kosten, die normalerweise für das Einsetzen der Implantate und die Anfertigung des Zahnersatzes anfallen. Die Forscher wollen die Technik mit bestehenden Systemen vergleichen und Aspekte wie Lebensqualität oder Kauleistung beleuchten.
In Deutschland ist etwa ein Viertel der 65- bis 74-Jährigen zahnlos. Eine Totalprothese stellt jedoch vor allem im Unterkiefer für viele Patienten eine unbefriedigende Lösung dar. Weil die Prothese ausschließlich auf der Schleimhaut aufliegt, kann sie beim Kauen klebriger oder harter Nahrung verrutschen. Häufige Begleiterscheinungen sind schmerzhafte Druckstellen, manchmal auch ein Würgereiz oder eine gestörte Aussprache. Viele Betroffene meiden die Öffentlichkeit, und ihr Selbstbewusstsein leidet.
Bereits mit zwei Zahnimplantaten und darauf fixierten Druckknöpfen oder anderen Halteelementen bekommt eine Totalprothese stabilen Halt. Dadurch steigen Kauleistung und Lebensqualität. In der Regel müssen Implantate jedoch zuvor mehrere Monate unbelastet einheilen. Um diese Durststrecke für die Patienten abzukürzen, wurden Implantate und Halteelemente entwickelt, die auch eine sehr frühe Belastung ermöglichen.
Interessierte können an der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik einen unverbindlichen Beratungstermin unter Telefon 06221 / 56 60 40 vereinbaren.
Weitere Informationen über die Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik im Internet:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Poliklinik-fuer-Zahnaerztliche-Prothetik.106827.0.html
Ansprechpartner:
Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
Mund-Zahn-Kiefer Klinik
Universitätsklinikum Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 400
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 60 40
Fax: 06221 / 56 53 71
E-Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Quelle: idw.de
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Geschrieben von: Dr. Kersten
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Mittwoch, den 20. Oktober 2010 um 08:37 Uhr |
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Zahnimplantate sind in vielen Fällen von Zahnverlust heute die erste Wahl – Als Dauerlösung ist die Mitarbeit der Patienten gefragt.
Auch eine Variante: In der Generation unserer Großmütter wurden Zähne noch reihenweise gerissen. Ob gesund oder krank spielte dabei wenig Rolle. Eine herausnehmbare Totalprothese schien damals ein probater Ersatz für die eigenen Beisserchen. Der Gedanke dahinter: Betroffene könnten sich hinkünftig jegliche Zahnprobleme ersparen. Mitnichten, denn ein zahnloses Kiefer tendiert zu schrumpfen, was das Tragen einer Vollprothese langfristig erheblich erschwert.
„Heute agiert man wesentlich zurückhaltender, die Zahnextraktion ist immer die letzte Option", erzählt Josef Piribauer, ärztlicher Leiter der Dentalklinik Margareten in Wien und ergänzt, dass das Produzieren vollkommen zahnloser Münder in der Vergangenheit vornehmlich das Werk von Dentisten war. Eine Berufsgruppe, die auch heute noch oft synonym mit der Bezeichnung Zahnarzt verwendet wird, in Österreich jedoch schon seit 1975 nicht mehr existiert. Das Können der Dentisten bewegte sich vornehmlich im Bereich der Zahntechnik, zahnmedizinisch ausgebildet waren sie nicht.
Fortschritt der Zahnmedizin
Zum Teil ist dieses rigorose Vorgehen in der Vergangenheit aber nachvollziehbar, denn die Voraussetzungen für den Erhalt der eigenen Zähne damals, sind mit heute nicht mehr vergleichbar. Moderne diagnostische Maßnahmen helfen Zahn- und Kiefererkrankungen früher zu erkennen und die Möglichkeiten in krankhafte Prozesse einzugreifen sind um vieles besser geworden. Diverse Füllungsmaterialien, Inlays und Kronen bieten sich nunmehr als zahnerhaltende Maßnahmen an. Die Zahnprävention ist zum fixen Bestandteil der Zahnmedizin geworden. Ein funktionstüchtiges und ästhetisches Gebiss ist in den westlichen Industrienationen ein gesellschaftliches Muss.
Vermeidbar ist Zahnverlust allerdings auch heute nicht immer. Traumatische Ereignisse, entzündliche Prozesse oder Karies zeigen sich nach wie vor für zahlreiche Zahnlücken verantwortlich. Das Zahnimplantat beim kariesfreien Gebiss ist in der Einzelzahnversorgung für Piribauer heute die erste Wahl. „Auch als Halte-Fixierelement für Prothesen, Brücken oder Einzelzahnkronen ist der Vorteil unumstritten", weiß der Experte. Das Implantat steht dabei dem eigenen Zahn funktionell und ästhetisch um fast nichts mehr nach. Die künstlichen Zahnwurzeln aus Titan oder Zirkonoxid sind fest im Kieferknochen verwurzelt. Kauverlust und Probleme bei Sprach- und Lautbildung sind kein großes Thema mehr.
Die billige Lösung
Eine rasante Entwicklung und dennoch ist die konventionelle Zahnprothese nicht obsolet. Zum einen, weil für viele Menschen der mobile Zahnersatz der einzig leistbare ist, zum anderen ist die Prothese auch als Zwischenlösung nach dem Verlust von Zähnen eine sinnvolle Alternative. „Vor Implantationen ist meist ein Knochenaufbau erforderlich. Hier braucht man die Total- bzw. Teilprothese um den Patienten auch zwischenzeitlich Kaufunktion und Ästhetik zu geben", so Piribauer.
Ist die Compliance schlecht, ist die Zahnprothese immer die alleinige Option. „Zahnimplantate brauchen eine Wartung", betont der Wiener Zahnmediziner. Damit die High-Tech-Produkte auch langfristig halten was sie versprechen, bedarf es nicht weniger Pflege und Sorgfalt als es die eigenen Zähne erfordern. Konsequente Mundhygiene und regelmäßige Begutachtung durch den Zahnarzt sind deshalb zwingend. Ansonsten ist der Patient vor einer Periimplantitis (entzündlicher Prozess um das Implantat, Anm.Red.) und dem frühzeitigen Verlust der teuren Implantate nicht gefeit.
Mitarbeit ist jedoch auch bei den herausnehmbaren Dritten gefragt. Viele Patienten kämpfen mit Druckstellen und schlecht sitzenden Prothesen. Nachbearbeitungen und Anpassungen sind häufig erforderlich.
Rauchen erhöht das Verlustrisiko
Die Vorteile des fixen Zahnersatzes als Dauerlösung liegen also auf der Hand. Im Unterkiefer ganz besonders, denn hier bietet sich der Totalprothese im Vergleich zum Oberkiefer eine relativ kleine Auflagefläche. Saug- und Haftkraft sind reduziert - ein Problem, das sich in aller Regel auch mit einer Haftcreme nicht befriedigend lösen lässt.
Die Implantologie, ein Teilgebiet der Zahlheilkunde mit unbegrenzten Möglichkeiten? Nahezu. In Amerika wird mancherorts Rauchern der künstliche Zahnersatz generell verweigert. Piribauer agiert hier weniger kategorisch, bestätigt aber, dass das Verlustrisiko der Implantate unter Rauchern höher ist.
„Bestimmte Medikamente, wie die Einnahme von Bisphosphonaten sind eine relative Kontraindikation für die Implantation", weiß der Zahnexperte. Die Einheilung der Implantate wird durch diese Osteoporosepräparate verzögert, das Risiko eine Kieferknochennekrose zu entwickeln ist deutlich erhöht.
Doch nicht nur Bisphosphonate sind problematisch, auch Knochenerkrankungen und Wundheilungsstörungen können zum Verlust von Implantaten führen. Eine ausführliche Anamnese ist daher neben der Sanierung und professionellen Reinigung des Gebisses die Voraussetzung, um optimale Bedingungen für das zukünftige Implantat zu schaffen.
Quelle: derStandard.at
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Geschrieben von: Dr. Kersten
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Montag, den 04. Oktober 2010 um 10:23 Uhr |
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Mitten in der Nacht Essen zu sich zu nehmen, kann die Zähne ernsthaft schädigen. Zu diesem Ergebnis sind Forscher der Kobenhavns Universitet gekommen. Diese Angewohnheit kann das Risiko eines Zahnverlustes erhöhen. Dabei spielt es keine Rolle, was gegessen wird.
Geringer Speichelfluss
Das Team um Jennifer Lundgren macht die Veränderungen im Speichelfluss verantwortlich. Dieser neigt dazu, in der Nacht nur mehr sehr gering zu sein. Ausreichend Speichel ist jedoch entscheidend, damit die Essensreste aus dem Mund entfernt werden, argumentieren die Wissenschaftler im Fachmagazin Eating Behaviours.
Gemeinsam mit US-amerikanischen Kollegen untersuchte das Team die Krankenblätter von 2.217 Dänen, die bereits an einer medizinischen Studie teilnahmen. 173 von ihnen - oder acht Prozent - gehörten zu den nächtlichen Essern. Das bedeutet, dass sie ein Viertel oder mehr ihrer täglichen Kalorienmenge nach dem Abendessen zu sich nahmen oder mindestens zwei Mal in der Woche mitten in der Nacht aufwachten und zu essen begannen. Als die Daten für einen Zeitraum von sechs Jahren verglichen wurden, zeigten sich signifikante Unterschiede.
Risiko für Zahnverlust
Die nächtlichen Esser verloren eher mehr Zähne. Dieser Zusammenhang blieb auch bestehen, als andere Faktoren wie Alter, Rauchen und die gegessene Menge an Zucker und Kohlehydraten berücksichtigt wurden. Laut Lundgren können Zahnärzte ihre Patienten wahrscheinlich nicht komplett vom nächtlichen Essen abhalten. Sie sollten sie jedoch über die dabei entstehenden Risiken aufklären.
Damien Walmsley von der British Dental Association erklärte laut BBC, dass das Essen in der Nacht - wenn der Mund am trockensten ist und das Essen daher länger im Mund bleibt - die Auswirkungen von zucker- und säurehaltigen Lebensmitteln und Getränken verstärkt. Es sei entscheidend, dass vor dem Zubettgehen die Zähne geputzt werden. Wenn möglich sollte mindestens eine Stunde vor dem letzten Zähneputzen nur noch Wasser getrunken werden.
Quelle: derStandard.at
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Geschrieben von: Dr. Kersten
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Freitag, den 01. Oktober 2010 um 08:18 Uhr |
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Mit Hilfe von Stammzellen können lockere Zähne wieder fest mit dem Kiefer verwachsen. Dieses Forschungsergebnis aus den USA könnte den Weg für neue Behandlungsmöglichkeiten bei Erkrankungen des Zahnhalteapparats ebnen. Durch Krankheiten wie Parodontose verlieren viele Erwachsene im Laufe ihres Lebens Zähne. Diese werden locker, weil sich das stützende Gewebe zurückbildet.
In ihren Experimenten haben die Experten der University of Illinois nun Stammzellen, die aus der Wurzelhaut von Zähnen gewonnen worden sind, auf die Wurzeln lockerer Zähne von Ratten aufgetragen. Tatsächlich hat sich in den Versuchen neues Gewebe gebildet und die Zähne sind nach einigen Monaten wieder fest mit dem Kieferknochen verwachsen gewesen. Weitere Versuche müssen nun klären, ob Stammzellen auch menschliche Zähne wieder fest im Kiefer verankern können.
Quelle: business-panorama.de
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