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Zähne können bis ins hohe Alter erhalten bleiben. Leider erreicht diesen Idealzustand nicht jeder. Trotz verbesserter Mundgesundheit betrifft das gerade ältere Menschen. Die vierte Deutsche Mundgesundheitsstudie zeigt, dass in der Altersgruppe der 65- bis 74-Jährigen ca. 50 % aller eigenen Zähne verloren gegangen sind.??Der Zahnersatz - ob festsitzend oder herausnehmbar - bedarf einer besonderen Pflege. Ein regelmäßig gepflegter Zahnersatz sieht nicht nur schöner aus, er verleiht dem Träger auch ein Gefühl der Sicherheit und beugt ernährungsbedingten Krankheiten und Parodontitis vor. Hier einige Pflegetipps:

1. Als einfache Grundregel gilt, die Prothese nach jeder Mahlzeit unter fließendem Wasser abzuspülen und den Mund auszuspülen.

2. Zum Putzen des Zahnersatzes und des eigenen Gebisses verwendet man am besten eine fluoridhaltige Zahnpasta.

3.Bei Implantaten ist der Übergang zwischen Zahn und Zahnfleisch an der Implantatstelle leichter durchlässig – das Risiko, dass Bakterien hier eindringen und im Umfeld des Implantates eine Entzündung hervorrufen, ist also nicht gering. Hier ist eine besonders gründliche Zahnpflege notwendig: Die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide und auch den Bereich rund um das Einzelzahnimplantat ist deshalb wichtig: Wenn hier etwas mehr Platz ist, kann auch ein dickerer "Faden" verwendet werden. Im Implantatbereich sind  metallfreie Bürstchen  zu empfehlen

4. Bei Brückenversorgungen liegen die Zwischenglieder  je nach Gestaltung nicht oder nur geringflächig auf der Schleimhaut auf. Darunter ist ein Bereich, der zwar schwer zu sehen ist, dennoch hygienisch sauber gehalten werden muss. Die hygienische Reinigung kann mit einer vorreinigenden Munddusche unterstützt und dickem Floss oder Interdentalraumbürstchen ohne Metallkern durchgeführt werden.

5. Den größten Pflegeaufwand braucht herausnehmbarer Zahnersatz. Dieser sollte zweimal täglich und auch nach Bedarf gereinigt, werden, so können auch eventuelle Geruchsbildende bakterielle Fäulnis-Prozesse verhindert werden. Zur Reinigung eignet sich eine spezielle Prothesenzahnbürste und Gelzahnpasta oder Reinigungstabletten. Leichte Ansätze von Zahnstein können durch ein Bad in warmem Essigwasser  entfernt werden. Neben der Reinigung des Zahnersatzes sollte die der eigenen Zähne und des Zahnfleisches nicht vergessen werden.

6. Zur Reinigung sollten Sie sich Zeit nehmen und sich nach Möglichkeit dazu hinsetzen.

7. Für manuell behinderte Patienten sind individuell gestaltete Griffe der Zahnbürtsten oftmals eine Hilfe.

8. Älteren Menschen, deren Geschicklichkeit abgenommen hat, sollte man bei der Pflege ihrer Zähne helfen.

9. Wichtig ist auch die regelmäßige Vorsorge. Träger von festsitzendem oder herausnehmbarem Zahnersatz sollten zweimal jährlich zur Kontrolle zum Zahnarzt gehen, auch dann wenn keine Probleme vorliegen.

Übrigens: Die wenigsten Patienten wissen, dass sie zweimal jährlich Anspruch auf einen kostenlose Prüfung durch ihren Zahnarzt haben. Dabei leben in Deutschland schätzungsweise 15 Millionen Prothesenträger. Sie können ohne Praxisgebühr zu bezahlen, beim Check den Sitz der Prothese überprüfen lassen.

Quelle: www.prodente.de

Brücke, Krone, Prothese: Kaum ein Patient fragt seinen Zahnarzt bei Behandlungsbeginn, wo sein Zahnersatz hergestellt werden soll. Im Ausland oder beim Meisterlabor aus der Region? Billigimport oder geprüfte Qualität und Sicherheit? Das Kuratorium perfekter Zahnersatz (KpZ) rät: "Sprechen Sie Ihren Zahnarzt an - er wird sie über die Möglichkeiten und Alternativen informieren!"

Wenn eine Versorgung ansteht, sollten sich Patienten bei ihrem Zahnarzt ausführlich über geeignete Zahnersatz-Möglichkeiten informieren - und auch über den geplanten Herstellungsort. Für den Patienten ist es nämlich nicht unerheblich ob der Zahnersatz von einem meistergeführten Dentallabor in der Nähe angefertigt oder aus dem Ausland importiert werden soll: Denn durch die hohen Sicherheits- und Qualitätsbestimmungen für Zahnersatz in Deutschland ergeben sich aus der Kooperation mit einem lokalen Labor viele Vorteile für den Patienten. Darauf sollte er nicht leichtfertig verzichten.

Sicherheit für den Patienten – die Konformitätserklärung

So ist in Deutschland jedes Dentallabor verpflichtet, eine Konformitätserklärung auszustellen. Es garantiert damit, dass es das Medizinproduktegesetz (MPG) beachtet und nur Materialien verwendet, die das CE-Zeichen tragen. Die Erklärung listet außerdem die verwendeten Zahnersatz-Materialien und Legierungen sowie deren Zusammensetzung auf.

"Besonders bei Patienten mit Allergien und Unverträglichkeiten sind die einzelnen Bestandteile des Zahnersatzes wichtig für einen langfristigen Behandlungserfolg", so Professor Lauer, Leiter des wissenschaftlichen Beirats des KpZ und Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der Universität Frankfurt am Main. Schließlich bleibe der Zahnersatz über Jahre und oft sogar Jahrzehnte im Mund - die Informationen zu den verwendeten Materialien sollten daher gut aufgehoben werden. Und auch für nachfolgenden Zahnersatz ist es hilfreich zu wissen, welche Materialien sich schon im Mund befinden und gut vertragen werden.

Viele Meisterlabore in Deutschland geben dem Patienten ein ausführliches Hersteller-Zertifikat mit. Damit bestätigt das Labor, dass der Zahnersatz in qualitätsgesicherten Arbeitsabläufen unter Einhaltung der Qualitätskriterien für zahntechnische Leistungen des Fachverbandes VDZI hergestellt wurde. Im Internet können Patienten auf der Seite www.q-amz.de nachlesen, welche der zahntechnischen Labore ein Hersteller-Zertifikat ausstellen. Allgemeine Informationen rund um das Thema Zahnersatz bietet das Patientenportal www.zahnersatz-spezial.de.

Quelle: implantate.com

 

Ein brennendes Haus kann man nicht versichern, so ein geflügeltes Sprichwort. So verhält es sich auch mit der Zahnzusatzversicherung. Wenn der Zahnarzt schon mit Terminen und Heil- und Kostenplänen in Wartestellung steht, dann hilft für diesen konkreten Fall die Zahnzusatzversicherung nicht mehr. Vielfach entsteht der Bedarf für eine Zahnzusatzversicherung erst im Behandlungsstuhl - doch dann ist es häufig zu spät.

Die Zahnzusatzversicherung soll das Kostenrisiko beim Zahnarzt reduzieren, da die Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung in den letzten Jahren erheblich gedrosselt wurden. Wer auf hochwertigen Zahnersatz nicht verzichten will, muss also entweder tief in die eigene Tasche greifen oder eben auf die Leistungen einer Zahnzusatzversicherung zurückgreifen.

In den letzten Jahren mussten zur Zahnzusatzversicherung die Beiträge immer wieder angepasst werden. Der Grund hierfür ist naturgemäß in der Entwicklung der Kosten zu sehen. Viele Kunden sind der festen Überzeugung, dass man die eingezahlten Beiträge irgendwie wieder herausbekommen muss. Doch wer mit dieser Vorstellung eine Zahnzusatzversicherung abschließen möchte, lässt lieber die Finger davon. Denn letztendlich verursachen solche Kunden sehr hohe Kosten, die dann auf alle Versicherten umgelegt werden müssen.

Zahlreiche neue Tarife sind im Bereich der Zahnzusatzversicherung in den letzten Jahren auf den Markt gekommen. Eines haben fast alle Gesellschaften gemeinsam: die sogenannte Leistungsstaffelung. Nach Ablauf der Wartezeit von acht Monaten werden Kosten nicht in unbegrenzter Höhe übernommen, sondern über einen Zeitraum von mehreren Jahren nur begrenzt übernommen. Der Grund liegt klar auf der Hand. Kunden, die mit einem bereits sanierungsbedürftigen Gebiss eine Zahnzusatzversicherung abschließen, können nicht sofort mit der vollen Behandlung beginnen.

Patienten, die jedoch über ein gesundes Gebiss verfügen, brauchen sich über die Erstattung bei einer notwendigen Maßnahme keine Gedanken machen. Die Leistung der Zahnzusatzversicherung im Zusammenspiel mit der Erstattung durch die Gesetzliche Krankenversicherung ist auch schon nach ein, zwei Jahren ausreichend.

Quelle: www.ptext.de

 

Nachtrag: Neuerdings gibt es einen Anbieter, der auch für bereits entstandene Schäden leistet. Hier finden Sie weitere Informationen.

 

Mehr als die Hälfte der Deutschen fasst einer Forsa-Studie zufolge für 2011 den Vorsatz, mehr Sport zu treiben. 44 Prozent der Befragten planen, sich gesünder zu ernähren. Gesündere Zähne zählen nicht zu den Top Ten der guten Vorsätze. Aber: „Ein gründlicher Zahn-Check gehört zum Frühling“, so Yvonne Wowk vom Experten-Netzwerk Excellence25. Die Zahnärztin erklärt, was dazu gehört und präsentiert die Checkliste zum „Frühjahrsputz für die Zähne“:

Check 1: Zahngesunde Ernährung

Zur Grundlage guter Zahngesundheit gehört eine ausgewogene Ernährung. Vitamin A (in Mohrrüben oder Kürbis) und Kalzium (in Milchprodukten) stärken Zähne und Zahnfleisch. Vollkornprodukte regen den Speichelfluss an und schützen vor Karies. Faserhaltiges Gemüse wie Mohrrüben und Radieschen entfernt beim Kauen Ablagerungen. Vorsicht: Zitrusfrüchte sind gerade in der kalten Jahreszeit ein wertvoller Vitaminspender, ihr hoher Säureanteil birgt aber Gefahren für die Zähne. Säure greift die Zahnoberflächen an und wirkt entmineralisierend. Zum Neutralisieren der Säure empfiehlt die Expertin: „Zwischen Obstessen und Zähneputzen immer Wasser oder Milch trinken.“

Check 2:

Zahngesundes Putzverhalten??Beim Zähneputzen kommt es auf die Technik an. Kinder lernen das Putzen bei der Individualprophylaxe, die Technik kontrolliert der Zahnarzt oder die Prophylaxeassistentin regelmäßig. Yvonne Wowk weiß, dass viele Erwachsene unbemerkt falsch putzen. „Im Rahmen des Frühjahrs-Checks kann jeder seine Putztechnik vom Zahnarzt überprüfen lassen“, empfiehlt die Expertin. Neben dem richtigen und regelmäßigen Putzen (zwei- bis dreimal täglich) schützen insbesondere das Reinigen der Zahnzwischenräume und Mundspülungen vor Karies und Parodontitis. Insgesamt sollte das Putzverhalten zum Lebensstil passen. Wer häufiger etwas Kleines zwischendurch zu sich nimmt, ist mit Zahnpflegekaugummis gut beraten.

Check 3: Professionelle Hilfe

Im Winter wird überdurchschnittlich viel Zucker konsumiert. „Gerade zu Weihnachten strapazieren viele ihre Zähne“, weiß die Expertin. Darum empfiehlt sie eine Kontrolluntersuchung zu Beginn des Jahres. Krankenversicherungen zahlen zwei solcher Untersuchungen pro Jahr. Regelmäßige Kontrollen verbessern die Chance, Zahnerkrankungen vorzubeugen. Zahngesunde Menschen sollten zudem zweimal jährlich zur professionellen Zahnreinigung gehen, Patienten mit Vorerkrankungen oder besonderen Risiken entsprechend häufiger. Die Prophylaxeassistentin entfernt bei der Prophylaxe alle Ablagerungen auf den Zähnen und den erreichbaren Zahnwurzeloberflächen und gibt individuelle Tipps zur Zahnpflege.

Quelle: themenportal.de

Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins "BABY und Familie", durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg (1001 Personen mit Kindern, darunter 457 Mütter und 544 Väter), kommt zu folgendem Ergebnis: In Deutschlands Familien achten überwiegend die Frauen aufs Zahnpflegeprogramm der Sprösslinge.

Dabei gaben fast neun von zehn Mütter (88,0 %) an, sie achteten bei ihren Kindern sehr auf die tägliche Zahnpflege. Den Männern scheint das allmorgendliche und -abendliche Zähneputzen hingegen weniger wichtig zu sein (81,9 %)

Quelle: zahn-online.de

 

Mängel an Zahnprothesen müssen innerhalb von zwei Jahren geltend gemacht werden - danach ist kein Schadenersatz mehr möglich. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt in einem Urteil.

Nach Auffassung des Gerichts greift die für handwerkliche Leistungen geltende Verjährungsfrist von zwei Jahren und nicht die für die zahnärztliche Leistung laufende Frist von drei Jahren (Aktenzeichen: 8 U 111/10). Das Gericht wies die Schadensersatzklage einer Frau ab. Sie hatte ihre Zahnprothese reklamiert, weil sie sich verfärbt hatte. Allerdings machte sie ihre Ansprüche gerichtlich erst mehr als zwei Jahre nach der Zahnbehandlung geltend. Anders als das Landgericht meinte das OLG, die Herstellung der Prothese sei kein Arbeiten «am lebenden Menschen», sondern an einer Sache. Daher gelte die kürzere Verjährungsfrist.

Quelle: zahn-online.de

 

Kann man sich die Zähne einfach weiß schrubben? Ja, glauben zumindest hoffnungsvolle Kunden, die nicht wenig Geld für Zahnweißcremes ausgeben. Doch wissenschaftliche Beweise, dass die Sache funktioniert, gibt es nicht. Wer es dennoch versuchen will, sollte zu billigen No-Name-Produkten greifen, rät die Zeitschrift "Ökotest". Für ein strahlendes Lächeln investiert man gerne etwas mehr: Eine Tube Zahnpasta kann schon mal zehn Euro kosten, wenn sie blendend weiße Zähne verspricht. Wer auf dauerhafte Aufhellung hofft, muss allerdings schärfere Geschütze auffahren und in ein professionelles Bleaching investieren. Zahnweißcremes, die in Apotheken, Drogerien oder beim Discounter verkauft werden, helfen jedenfalls kaum mehr als ganz normale Zahncremes. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift "Ökotest", die 22 Produkte unter die Lupe genommen hat.

Die Tester untersuchten die Inhaltsstoffe und ließen sich von den Herstellern die Wirkungsweise erklären. Wenn es um die harten Fakten ging, wurden die Werbeversprechen schnell relativiert: Von "strahlend weißen Zähnen" war dann weniger die Rede, stattdessen sollen die Produkte laut Herstellerangaben dazu beitragen, die natürliche Zahnfarbe wiederzuerlangen. Das heißt in erster Linie: Beläge lockern und Verfärbungen, etwa durch Nikotin oder Kaffee entfernen. Genau das allerdings ist auch die Aufgabe von ganz normalen Zahncremes. Viel mehr können die Weiß-Pasten auch gar nicht ausrichten, weil sie die Zahnsubstanz nicht verändern dürfen. Blau soll weiß machen

Dennoch weisen einige Hersteller auf die angeblich besonderen Hinweisstoffe hin. So sollen etwa bei der "Signal White Now" die Zähne durch einen blauen Farbstoff sofort weißer erscheinen. Abgesehen davon, dass es sich hier lediglich um einen optischen Kurzzeiteffekt handelt, gibt es leider auch keine unabhängigen Studien, die diesen Effekt glaubhaft belegen. Davon abgesehen ist der Farbstoff auch in sieben weiteren Pasten enthalten, ohne dass deren Hersteller damit besondere Versprechungen verbinden würden.

Wer es trotzdem versuchen möchte, muss nicht viel Geld ausgeben. Denn die Laborergebnisse zeigen, dass gerade No-Name-Produkte vom Discounter oder aus der Drogerie ohne problematische Inhaltsstoffe auskommen. In Zahnweißcremes der Markenhersteller stecken dagegen etwa Farbstoffe, die Unverträglichkeitsreaktionen wie Hautausschläge oder Juckreiz hervorrufen können, aber auch PEG/PEG-Derivate, die die Haut für Fremd- und eventuell auch Schadstoffe durchlässiger machen. In der "Colgate Total Whitening" fanden die Tester Triclosan, das oft mit Dioxinen verunreinigt ist und im Verdacht steht, die Resistenz von Bakterien auch gegen Antibiotika zu fördern. Es soll laut Bundesinstitut für Risikobewertung nicht für Kosmetika verwendet werden. In neun Pasten fanden die Tester auch das Tensid Natriumlarylsulfat, das unter anderem für ordentlich Schaum sorgen soll. Weil es die Mundschleimhaut reizen kann, gab es auch hierfür Minuspunkte.

Fazit: Wissenschaftliche Beweise, dass die Pasten funktionieren, sind die Hersteller schuldig geblieben. Billig-Produkte sind aber zumindest gesundheitlich unbedenklich.

Quelle: implantate.com

Die alle zehn Jahre durchgeführte Publikumsumfrage der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft SSO bestätigt lang anhaltende Trends: Die Schweizer Bevölkerung betreibt eine gute Mundhygiene. Zwei Drittel der Patienten lassen ihre Zähne regelmässig kontrollieren und sind mit ihrem Zahnarzt, ihrer Zahnärztin sehr zufrieden. Befragt wurden 1129 Personen im Alter von 15 bis 74 Jahren.

Die neuste Publikumsumfrage der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft SSO belegt: Die Schweizer Bevölkerung achtet auf die Gesundheit ihrer Zähne. Seit 20 Jahren stagniert die Anzahl der Zahnarztkonsultationen. 2010 gaben 96% der Befragten an, ihre Zähne beim Zahnarzt behandeln zu lassen. Romands und Personen mit tiefer Schulbildung meiden die Zahnarztpraxis häufiger. Drei Viertel der Befragten waren vor weniger als einem Jahr letztmals in zahnärztlicher Behandlung. Inzwischen gehen zwei Drittel der Patienten lediglich zur Kontrolle, ein Viertel wegen Zahnschmerzen und weniger als ein Fünftel wollte «alle Zähne in Ordnung bringen lassen». In den letzten 30 Jahren reduzierten sich diese kostenintensiven Totalsanierungen des Gebisses um mehr als die Hälfte.

Zahnarztbesuch im Ausland

Auf die Frage, ob man schon einmal einen Zahnarzt im Ausland aufgesucht habe, antworteten ein Fünftel der Befragten mit «Ja». Die wichtigsten Gründe: Dentaltourismus, Arbeit als Grenzgänger, Zahnarztbesuch im Herkunftsland sowie Notfälle. Dentaltouristen wollen vermeintliche Preisvorteile des Auslandes ausnützen, Grenzgänger lassen sich gerne am Wohnort behandeln - dies vor allem im Kanton Genf, wo sich mehr als jeder zweite Befragte schon einmal im Ausland behandeln liess. Die Zunahme der ausländischen Wohnbevölkerung fördert Zahnarztbesuche im Ausland: 36% der befragten Migranten lassen sich vorzugsweise in ihrem Heimatland behandeln. Die beliebtesten Destinationen für Zahnbehandlungen im Ausland sind Deutschland, Frankreich, Italien. Ungarn folgt gleichauf mit Italien an vierter Stelle. Von den im Ausland behandelten Patienten gaben über ein Viertel an, sich künftig nicht mehr im Ausland behandeln zu lassen.

Gutes Vertrauensverhältnis zwischen Zahnarzt und Patient

Die Umfrage zeigt, dass die Patienten mit ihrem Zahnarzt sehr zufrieden sind: 96% der Befragten erklärten sich «zufrieden» bis «sehr zufrieden», Frauen sogar noch mehr als Männer. Patientinnen und Patienten nehmen die hohen Qualitätsstandards der SSO wahr: Wer bei einem SSO-Zahnarzt in Behandlung ist, erklärt sich signifikant zufriedener als einer, der von einem Nichtmitglied versorgt wird. Kommunikation und zwischenmenschliche Beziehungen sind wichtig: Patienten legen viel Wert auf Freundlichkeit. Zudem erwarten sie vom Zahnarzt und seinem Team, dass diese Behandlungsschritte erklären, über Behandlungskosten orientieren und sich Zeit nehmen.

Wichtigste Gründe für Unzufriedenheit mit einer Behandlung sind überhöhte Rechnungen, Angst oder Behandlungsmängel. Die enge persönliche Bindung zum Zahnarzt zeigt sich in der Bereitschaft, auch bei einem Wohnortswechsel beim bisherigen Zahnarzt zu bleibent: Über die Hälfte der Befragten würde den Zahnarzt nicht wechseln. Wer einen neuen Zahnarzt wählt, verlässt sich in erster Linie auf die Empfehlung durch Verwandte oder Bekannte.

Mundhygiene und Prophylaxe

Die meisten Befragten kennen die gängigen Prophylaxemassnahmen wie Zahnpflege, Vermeiden von Zucker, Einsatz von Fluoriden und zahnärztliche Kontrollen. Mehr als die Hälfte der Interviewten gibt an, die Zähne täglich zweimal zu putzen, meist morgens und abends; ein gutes Drittel sogar noch häufiger, nämlich immer nach den Mahlzeiten. Der Anteil der Personen, die ihre Zähne nur bei Gelegenheit oder täglich einmal putzen, ist seit 1980 kontinuierlich zurückgegangen. Inzwischen verwenden 30% der Befragten eine elektrische Zahnbürste, der Trend zur vermehrten Benutzung von Zahnseide hat sich 2010 bestätigt. Frauen und Personen mit höherem Bildungsgrad benutzen signifikant häufiger solche Zahnpflegeprodukte. Über 80% der Befragten wissen inzwischen, dass Zahnkaries vermeidbar ist. Tendenz: weiter zunehmend. Auch das Wissen um die Vermeidbarkeit von Erkrankungen des Zahnfleischs (Gingivitis) und des Zahnhalteapparats (Parodontitis) hat sich in den letzten zwanzig Jahren stetig verbessert. Befragte, die bei SSO-Zahnärzten in Behandlung sind und zur Dentalhygienikerin gehen, sind signifikant besser über die Vermeidbarkeit von Zahnfleischerkrankungen informiert.

Quelle: Presseportal.ch

Vorsorge ist bekanntermaßen wichtig und kann schweren Krankheiten vorbeugen. Wie ernst die Deutschen dies nehmen, ist abhängig von der Art der Vorsorgeuntersuchung und vom Geschlecht. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des Gesundheitsportals www.apotheken-umschau.de. Bei allen Untersuchungen haben die Frauen die Nase ein wenig vorn. Spitzenreiter ist der Studie zufolge die Karies- und Paradontitis-Prophylaxe beim Zahnarzt. Mehr als acht von zehn Frauen (81,5 Prozent) und fast drei Viertel der Männer (74,3 Prozent) nehmen diese wahr. Sehr wichtig ist vielen Befragten der Impfschutz. Auf Schutzimpfungen wie Grippe oder Tetanus achten rund 70 Prozent der Frauen (69,9 Prozent) bzw. mehr als 60 Prozent der Männer (61,5 Prozent). In der Hitliste der wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen folgen weiter die monatliche Kontrolle des Körpergewichts (Frauen 68,4 Prozent, Männer 52,0 Prozent), die halbjährliche Kontrolle des Blutdrucks (Frauen 54,2 Prozent, Männer 42,6 Prozent), die Vorsorgeuntersuchung Check-Up 35 (Frauen 42,9 Prozent, Männer 32,5 Prozent), der Darmkrebs-Test auf verborgenes Blut (Frauen 35,9 Prozent, Männer 29,6 Prozent) sowie die Messung des Augeninnendrucks zur Früherkennung des Grünen Stars (Frauen 34,6 Prozent, Männer 25,7 Prozent). Schlusslicht in der Beliebtheitsskala bildet mit 18,3 Prozent bei den Männern das Hautkrebs-Screening (Frauen 31,5 Prozent) und bei den Frauen die Darmspiegelung mit 23,2 Prozent (Männer 20,7 Prozent).

Quelle: apotheken-umschau.de

Viele Menschen in ihren 50ern interessieren sich für Zahnimplantate. Sie kommen der natürlichen Gebisssituation am nächsten und helfen, soziales Leben mit Speisen und Lachen wieder auszukosten. Die Gesellschaft für Zahngesundheit, Funktion und Ästhetik (GZFA) weist darauf hin, das die Entscheidung für ein Zahnimplantat eine präventive Wirkung für das hohe Alter mit einschließt. Der Grund: Zahnimplantate unterstützen die Kaufunktion besser als eine Prothese und stabilisieren Kieferknochen und Restgebiss.

Es sind besonders Bundesbürger zwischen 50 und 70 Jahren, die sich für Zahnimplantate als Alternative zur Prothese interessieren. Das ergab eine Fragebogenaktion, die die GZFA 2008 und 2009 mit knapp 750 Besuchern ihrer öffentlichen Vorträge durchgeführt hat. Mehr als 22 Prozent unter ihnen trugen bereits eine Teil- (168) und knapp 12 Prozent eine Vollprothese (88).

Die Entscheidung für Zahnimplantate begünstigt zugleich einen guten Gebisszustand im hohen Alter, argumentiert Franz Weiß, Geschäftsführer der GZFA. So stabilisieren Implantate bei Prothesenträgern das Restgebiss und unterstützen zahnlose Kieferkämme nachhaltig durch ihren funktionsgerechten Gebrauch. Damit wird das Phänomen Knochenabbau verhindert, wie es bei nicht perfekt sitzenden Prothesen oder Zahnlücken der Fall sein kann.

Tatsächlich finden sich ältere Menschen oft mit Prothesen ab, die Wundscheuern verursachen und das Kauen beeinträchtigen. In einem schleichenden Prozess schrauben sie ihre Bedürfnisse herunter. Berüchtigt ist die Feststellung der Beratungsagentur Markenzeichen food von 2006, nach der jedes vierte Glaskostprodukt von über 50Jährigen gekauft und verzehrt wird. Alterszahnmediziner weisen darum zu Recht darauf hin, dass eine veränderte Altersstruktur auch neue Konzepte für die zahnmedizinische Versorgung erfordern.

Mundgesundheit bei pflegebedürftigen Menschen

Das gilt insbesondere für pflegebedürftige Menschen, die ihre Zahnpflege und Prophylaxe-Termine beim Zahnarzt nicht mehr selbst umsetzen können. Sie sind auf Angehörige, Pflegemitarbeiter und Zahnärzte angewiesen, die sich verstärkt um ihre Mundgesundheit kümmern. Studien der letzten Jahre haben gezeigt, dass diese nicht nur viel für das Gebiss bewirken, sondern gleichzeitig das Risiko für Atemwegserkrankungen erheblich vermindern können. Schon die umsichtige Reinigung von Zähnen, Zunge und Zahnersatz reicht aus, Pilzinfektionen und Bakterien in der Mundflora zu verhindern, die in Verbindung mit Herzklappenentzündungen stehen. Ein wegweisender Ansatz sind beispielsweise Schulungen in Zahn- und Prothesenhygiene durch zahnmedizinische Mitarbeiter, wie in einem Seniorenheim in Tokyo durchgeführt. In der begleitenden Studie ließ sich parallel eine deutlich geringere Häufigkeit von Fiebererkrankungen oder Lungenentzündung nachweisen.

Ein weiteres Beispiel ist die Behandlung durch den ‚reisenden Zahnarzt’. Der kann anhand einer mobilen Behandlungseinheit auch am Krankenbett Schmerzbehandlungen, Füllungen und Zahnextraktionen vornehmen. Mit einer professionellen Zahnreinigung entfernt er bei seinem pflegebedürftigen Patienten Plaque und Zahnstein und verhindert so Entzündungserscheinungen wie Parodontitis und Periimplantitis. Dieses mobile Behandlungsverfahren ist nicht nur bei einzelnen Zahnärzten, sondern mittlerweile auch im Rahmen von Modellprojekten zu finden. Es zeichnen sich langfristig sogar Kosteneinsparungen ab.

Quelle: deutsche-zahnarztauskunft.de

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Auch bei gesetzlich Versicherten beteiligt sich die Krankenkasse an den Kosten für ein Zahnimplantat. Bei einer Einzelzahnlücke etwa kann der Zuschuss bis zu 355 Euro betragen.

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