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Eine weitverbreitete Folge vom Diabetes sind erhebliche Probleme rund um die Mundhöhle. Patienten sind in der Regel dreimal so häufig betroffen wie Menschen ohne Diabetes. Diabetes – volkstümlich Zuckerkrankheit genannt – beeinflusst die Gesundheit von Zähnen, Zahnfleisch und –schmelz gerade deshalb, weil die Krankheit wesentlich anfälliger für bakterielle Infektionen macht. Diese Munderkrankungen bringen wiederum Probleme für den gesamten Organismus mit sich, da eine Parodontitis (Zahnbettentzündung) im Umkehrschluss die Diabetestherapie negativ beeinflussen kann.

Diabetes mellitus ist eine chronische Krankheit, die zwar sehr gut kontrolliert und behandelt werden, jedoch bis heute nicht geheilt werden kann. Vor dem Hintergrund vieler anderer Folgeerkrankungen wissen viele Diabetiker nicht, dass der durch die Krankheit veränderte Stoffwechsel auch die Zahngesundheit erheblich beeinflusst. Das Hormon Insulin ist für die Regulation des Blutzuckerspiegels verantwortlich. Liegt ein Mangel vor, sind die Blutzuckerwerte erhöht, was wiederum zu Ablagerungen sowie zu Funktionsbeeinträch-tigungen und Durchblutungsstörungen an den kleinen Gefäßen führen kann. Diese Störungen, auch Miroangiopathien genannt, wirken sich auf die gesamte Versorgung von Gewebe und Zahnfleisch mit Sauerstoff und Nährstoffen aus.

Erhöhte Anfälligkeit für Bakterien

Diabetiker reagieren weit häufiger und auch wesentlich heftiger auf bakterielle Reize als gesunde Menschen. Zusätzlich leiden sie oftmals an einer Wundheilungsstörung. Sie sollten demnach insbesondere auf eine optimale Mundhygiene achten, um Erkrankungen am Zahnhalteappart, wie Gingivitis (Zahnfleischentzündung) oder Parodontitis, vorzubeugen. Erhöhte Blutzuckerwerte haben außerdem einen verminderten Speichelfluss zur Folge, der jedoch eine wichtige Aufgabe übernimmt. Der Speichel verdünnt zum einen die Säuren, die durch Zucker in der Mundhöhle entstehen. Zum anderen enthält der Speichel wichtige Abwehrstoffe gegen Bakterien. Als Mineralstofflieferant ist er auch dafür zuständig, beginnende Zahnschäden zu beheben.

Vorbeugen: Mundhygiene ist sehr wichtig

Um die Zahl der Mundbakterien so gering wie möglich zu halten, können Diabetiker einiges tun. Zu allererst sollte der Stoffwechsel sehr gut eingestellt sein, damit es zu keinen Blutzuckerschwankungen kommt. Stabile, normale Blutzuckerwerte beugen dabei nicht nur Zahnerkrankungen, sondern auch vielen anderen  Folgeerkrankungen vor. Bei der weiteren Prophylaxe gilt für Diabetiker das gleiche wie auch für gesunde Menschen. Die Zähne sollten zweimal täglich mit kreisenden Bewegungen geputzt und die Zahnzwischenräume zusätzlich einmal täglich mit einem speziellen Hilfsmittel wie Zahnseide oder Interdentalraumbürstchen gereinigt werden. Zum besonderen Schutz eignen sich als Zahnpasta täglich eine fluoridhaltige Paste sowie zusätzlich einmal wöchentlich ein spezielles Fluoridgel aus der Apotheke. Zur Vorbeugung von Bakterien, die zwischen den Zahnbürstenborsten sitzen, sollte die Zahnbürste etwa alle sechs Wochen gewechselt werden. Um zwischen den Mahlzeiten den Säurehaushalt zu neutralisieren oder zumindest so gering wie möglich zu halten, sind zuckerfreie Zahnpflegekaugummis empfehlenswert. Auch kann mit einer gesunden Ernährung der Zahnschmelz gestärkt und die Anfälligkeit reduziert werden. Raucher sollten im besten Fall ihr Laster aufgeben, da Nikotin zusätzlich den Zahnschmelz angreift und die Bakterienverbreitung fördert. ?Darüber hinaus sollten Diabetiker grundsätzlich zweimal pro Jahr den Zahnarzt zur Kontrolle aufsuchen - unabhängig davon ob Beschwerden vorliegen. Liegt bereits eine  Zahnfleischentzündung vor, sollte der Arzt umgehend aufgesucht werden.

Parodontitis in Kurzform

Bei Diabetikern tritt am häufigsten die zahn-medizinische Erkrankung Parodontitis auf. Bemerkbar macht sie sich, indem das Zahnfleisch zurückgeht und die Zähne im Kiefer locker werden. Hauptursache dafür ist die Bildung von Zahnbelag (Plaque), da dieser Speisereste, Bestandteile des Speichels und vor allem Bakterien enthält. Durch den Speichel wird der Zahnbelag zu Zahnstein verhärtet, der wiederum eine mechanische Reizung verursacht. Die Bakterien tragen ihrerseits ihren Teil dazu bei, indem sie den in den Nahrungsmitteln enthaltenen Zucker zu Säuren verarbeiten. Durch diese Kombination entstehen häufig Rötungen und Schwellungen des Zahnfleischs - die sogenannte Gingivitis (Zahnfleischentzündung). Wird diese nicht rechtzeitig behandelt wird das Zahnfleisch blutig und eine Taschenbildung im Zahnfleisch ist die Folge. In dieser wiederum lagert sich ein neuer Belag ab, wodurch die Größe der Tasche so lange zunimmt, bis der knöcherne Teil des Zahnes ebenfalls angegriffen wird. Ab diesem Stadium spricht der Zahnarzt von einer: Parodontitis.

Parodontitis: Behandlung

Parodontitis lässt sich nach ihrem Auftreten nicht einfach beseitigen.  Dies gelingt nur, wenn der Patient übermäßig penibel auf seine Mundhygiene achtet und seine Zähne überdurchschnittlich sauber hält. Er muss besonders auf die regelmäßige Entfernung von Belägen auf dem Zungenrücken achten. Die Parodontitisbehandlung besteht grundsätzlich darin, den Entzündungszustand des Zahnfleisches sowie des Zahnhalteapparats zu beseitigen. Plaque, Zahnstein und andere  entzündungsfördernde Faktoren, wie Rauchen oder eine schlechte Ernährung, müssen ab sofort reduziert werden. In vielen Fällen dauert die Behandlung jedoch das ganze Leben: Ein Kreislauf beginnt. Der Patient muss immer wieder zum Arzt, um Plaque und Zahnstein entfernen zu lassen, um die Bildung von Zahntaschen zu vermeiden. Eine einmalige Kontrolle und Behandlung reichen nicht aus, da ein großes Risiko besteht, dass die Krankheit unbemerkt fortschreitet.

Einfluss auf Diabetes nachgewiesen

Seit längerer Zeit ist bekannt, dass Parodontitis den Diabetes mellitus sich wechselseitig beeinflussen. Beobachtungen zeigen, dass Zahnerkrankung Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat. Nach einer Parodontitisbehandlung ohne chirurgischen Einfluss von Diabetikern vom Typ-2 sank in Kombination mit einer Behandlung mit Antibiotika ihr Blutzuckerspiegel. Derzeit wird vermutet, dass die Parodontitis auslösende Bakterien eine entscheidende Rolle spielen. Um aber einen genauen Zusammenhang nachweisen zu können, sind noch weitere Forschungsarbeiten notwendig.

Quelle: diabetesgate.de

Ein neuartiges Implantat aus Titanschaum ähnelt im Aufbau der Struktur im Knocheninneren. Dies macht ihn nicht nur weniger steif als herkömmliche massive Implantate. Es fördert auch das Einwachsen in den angrenzenden Knochen.

Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben. Dasselbe gilt für seine Knochen: Werden sie stärker belastet, entwickelt sich dichteres Gewebe. Weniger stark beanspruchte Teile des Skeletts weisen eine geringere Knochendichte auf. Der Reiz der Belastung stimuliert das Wachstum der Matrix. Diesen Effekt wollen Mediziner künftig verstärkt nutzen, um Implantate dauerhafter und stabiler mit den Knochen des Patienten zu verbinden. Dafür muss der Knochenersatz jedoch so gestaltet sein, dass er ein Einwachsen begünstigt – mit Poren und Kanälen, durch die Blutgefäße und Knochenzellen ungehindert hindurch wachsen können. Material der Wahl bei Implantaten ist Titan der Legierung Ti6Al4V. Es ist langlebig, stabil und belastbar und wird vom Körper gut vertragen. Eher problematisch ist dagegen seine Verarbeitung: So reagiert Titan unter hohen Temperaturen mit Sauerstoff, Stickstoff und Kohlenstoff. Es wird dadurch spröde und brüchig. Entsprechend begrenzt ist die Palette der Produktionsverfahren.

Komplexe Innenstrukturen lassen sich mit den etablierten Verfahren noch nicht herstellen. Deshalb werden bei Defekten lasttragender Knochen hauptsächlich massive Titan-Implantate eingesetzt. Viele verfügen zwar über strukturierte Oberflächen, um Knochenzellen Halt zu bieten. Doch die entstandene Verbindung bleibt fragil. Hinzu kommt, dass massive Implantate andere mechanische Eigenschaften aufweisen als das menschliche Skelett: Sie sind wesentlich steifer. »Der angrenzende Knochen wird kaum noch belastet und bildet sich im schlimmsten Fall sogar zurück. Das Implantat lockert sich und muss ausgetauscht werden«, erklärt Dr. Peter Quadbeck vom Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden. Quadbeck koordiniert das Projekt »TiFoam«, in dem ein Titan-Werkstoff für eine neue Generation Implantate entstand. In seiner schaumartigen Struktur ähnelt der Werkstoff der Spongiosa im Knocheninneren.

Der Titanschaum entsteht durch ein pulvermetallurgisches Abformverfahren, welches sich bereits zur industriellen Herstellung keramischer Filter für den Aluminium-Guss bewährt hat: Offenzellige Schäume aus Polyurethan (PU) werden mit einer Lösung aus Bindemittel und feinem Titanpulver imprägniert. Das Pulver lagert sich an den Zellstrukturen der Schäume an. PU und Binder werden verdampft. Zurück bleibt ein Abbild der Schaumstrukturen, das schließlich gesintert wird. »Die mechanischen Eigenschaften der so hergestellten Titanschäume kommen denen des menschlichen Knochens sehr nahe«, berichtet Quadbeck. »Das betrifft vor allem die Balance zwischen hoher Festigkeit und geringer Steifigkeit.« Ersteres ist eine wichtige Voraussetzung für die Verwendung in Knochen, die Gewicht und Bewegung standhalten müssen. Eine knochenähnliche Steifigkeit leitet Belastungsreize weiter und fördert mit der Neubildung von Knochenzellen das Einheilen des Implantats. Dieses kann und soll deshalb sofort nach dem Einsetzen belastet werden.

Im Projekt »TiFoam« haben sich die Partner darauf konzentriert, die Tauglichkeit des Titanschaums beim Ersatz defekter Wirbelkörper nachzuweisen. Er eignet sich ebenso zur »Reparatur« anderer stark belasteter Knochen. Neben den Werkstoff-wissenschaftlern der Fraunhofer-Institute IFAM und IKTS, dem Institut für Keramische Technologien und Systeme in Dresden, waren Mediziner der Uniklinik der TU Dresden sowie mehrere Unternehmen an der Entwicklung des Titanschaums beteiligt. Projektpartner InnoTERE hat bereits angekündigt, künftig aus dem »TiFoam«-Werkstoff Knochenimplantate zu entwickeln und herzustellen.

Quelle: idw-online.de

Die Gesundheit der Zähne hängt ganz entscheidend davon ab, wie man sich ernährt. Zu diesem Schluss kommen Forscher um Carole Palmer von der Tufts Unversity School of Dental Medicine in der Zeitschrift "Nutrition Today". In ihrer Analyse knöpfen sich die Zahnmediziner Mythen über den Zusammenhang von Nahrung und Zähnen vor, die sich hartnäckig in der Bevölkerung halten, und widerlegen sie auch.

Mythos 1: Zahnhygiene nur für Mund wichtig

Wenn Zähne krank sind, leiden meist auch der restliche Körper und Geist. Bei Kindern etwa können Zahnschmerzen wegen Karies, der bei weitem häufigsten Kinderkrankheit, die Konzentration in der Schule beeinträchtigen. Zudem bedeutet die Umstellung auf leicht kaubare Nahrung oft eine Verschlechterung der Ernährung, was laut Palmer die Hirnentwicklung oder das Körpergewicht schädigen kann. Fehlende Mineralstoffe während der Schwangerschaft steigern hingegen das spätere Karies-Risiko des Ungeborenen.

Mythos 2: Mehr Zucker heißt mehr Karies

Über die Entwicklung von Karies entscheidet nicht die Zuckermenge, sondern die Zeitdauer, in der Zucker und Zähne aufeinander treffen. Zum Problem wird dies besonders bei Süßigkeiten, die sich nur langsam auflösen, oder bei ständigem Konsum von Softdrinks. "Zähne sind in diesen Fällen länger den Säuren ausgesetzt, die Mundbakterien aus dem Zucker bilden", so die US-Zahnmedizinerin.

Mythos 3: Milchzahnkaries ist harmlos

Besonders weit verbreitet ist die Meinung, dass Kinder und Babys ruhig Zahnfäule haben dürfen, da Milchzähne ohnehin ausfallen. Weit gefehlt, so Palmer. Denn Karies schädigt die Entwicklung der Zahnkronen der bleibenden Zähne. Zudem kann ein zu früher Verlust eines Milchzahns dazu führen, dass der darunter liegende zweite Zahn in schlechter Position herauskommt und später zahnärztliche Korrektur braucht.

Mythos 4: Osteoporose schadet nur Rücken und Hüfte

Osteoporose kann auch das Ende von Zähnen bedeuten. Denn der Gesichtsknochen, der die Zähne zusammenhält, kann ebenso brüchig werden. "Damit macht sich fehlendes Kalzium, Vitamin D und K in der Ernährung auch im Kiefer bemerkbar", so Palmer. Um den Mundraum und seine tragenden Strukturen in Schwung zu halten, ist eine ausgewogene Ernährung unverzichtbar, denn Kiefer, Zahnfleisch, Lippen und Gaumen erneuern sich das ganze Leben lang.

Mythos 5: Dritte Zähne verbessern die Ernährung

Ähnlich wie Zahnschmerzen wegen Karies wirkt sich auch ein künstliches Gebiss aus, das schlecht passt und daher schmerzt. Ältere Menschen, die davon betroffen sind, werden automatisch Essen bevorzugen, das sie wenig kauen müssen. "Da steigt die Versuchung, zum Kuchen oder Süßgebäck zu greifen. Träger dritte Zähne sollten daher darauf pochen, dass ihr Gebiss gut sitzt. Zudem ist gesunde Ernährung und ausreichend Flüssigkeit weiter wichtig", so Palmers.

Mythos 6: Karies ist kein Thema für Erwachsene

Obwohl der "süße Zahn" nach der Jugend etwas schwindet, ist nur ein Prozent der Erwachsenen kariesfrei. Problematisch sind hier besonders der Zahnfleischrückgang, der Wurzelkaries begünstigt, sowie fehlender Speichel, der sonst den Mund reinigt. "Auch Antidepressiva, Harntreiber, Antihistaminika und Beruhigungsmittel trocknen den Mund aus. Wer diese einnimmt, sollte häufiger Wasser trinken", rät Palmer. Besonderes Augenmerk auf die Zähne sei weiter auch bei chronischen Krankheiten wie Diabetes zu raten.

Quelle: zp-aktuell.de

Frei von gesundheitlich bedenklichen Inhaltsstoffen sind viele Kinder-Zahncremes. Das hat nun eine Überprüfung durch das Magazin "Öko-Test" ergeben. Doch in einigen bei Verbrauchern besonders beliebten Produkten stecken demnach ungesunde Substanzen.

Auf dem Prüfstand haben sich insgesamt 21 Zahncremes für Kinder befunden, davon 17 mit Fluorid und vier ohne. Die Preisspanne reicht von 0,32 Euro pro 50 ml bis zu 3,45 Euro. Zehn Mal ist die Wertung "sehr gut" vergeben worden, fünf Mal "gut" und drei Mal "befriedigend". Ebenso oft sind Produkte mit der Note "mangelhaft" abgestraft worden. Getroffen hat dies drei bei Verbrauchern beliebte Zahnreinigungsmittel: "Colgate Smiles 0-6 Jahre", "Odol-Med 3 Milchzahn 0-6 Jahre" und "Signal Milchzahn-Gel mit Fluorid".

Kritisiert worden ist an diesen Produkten unter anderem, dass sie PEG/PEG-Derivate enthalten. Diese Stoffe sorgen als Emulgatoren dafür, dass sich Fette und Wasser in den Pasten nicht trennen. Den Substanzen wird nachgesagt, die Schleimhaut zu reizen und diese für Fremdstoffe durchgängig machen zu können. Sie sind auch in der mit "befriedigend" bewerteten "Elmex Kinder-Zahnpasta" enthalten, die allerdings anders als die drei Schlusslichter nicht auch noch zusätzlich Natriumlaurylsulfat oder halogenorganische Verbindungen aufweist.

Doch dem Verbraucher stehen insgesamt genügend "sehr gute" Kinderzahncremes – mit oder ohne Fluorid – zur Auswahl. Zudem empfehlen die Tester in Bezug auf die Dosierung: kleine Erbsen anstelle langer Würmer. Denn Kinder schlucken bis zu einem bestimmten Alter mehr von der Zahncreme, als sie wieder ausspucken.

Quelle: zahn-online.de

Wenn es um den Ersatz von einzelnen oder mehreren Zähnen geht, sind heute in vielen Fällen Implantate eine sehr gute Lösung. Die künstlichen Zahnwurzeln dienen als Anker für Kronen, Brücken und Prothesen. Eine Voraussetzung für das erfolgreiche Einsetzen eines Implantats ist jedoch ein gesunder und starker Kieferknochen. Patienten, welche über Jahrzehnte hinweg klassische Brücken und Prothesen getragen haben, verfügen meist über zu wenig Knochen rund um das Implantat. Hier kann die moderne Implantologie mit einem Kieferknochenaufbau Abhilfe schaffen.

Entscheidend für den Erfolg eines Zahnimplantates ist ein bestimmtes Knochenvolumen. Je mehr Knochen vorhanden und je dichter ein Kieferknochen ist, umso besser. Ein Implantat sollte mindestens von1 mm besser von 2 mm Knochensubstanz umgeben sein. Auch in der Höhe muss genügend Knochensubstanz vorhanden sein, so dass eine ausreichende Implantatlänge möglich ist. Neun bis zehn Millimeter sollten hierbei nur in Ausnahmefällen unterschritten werden.

Kieferknochen einfach verstärken

Mangelt es an genügend Knochensubstanz ‚augmentieren’ die Spezialisten in leichteren Fällen. „Der Arzt entnimmt zum Beispiel in einem ambulante Eingriff am Kinn oder im Mund im Bereich des hinteren Ober- und Unterkiefer Knochensplitter und fügt sie dort ein, wo das Implantat gesetzt werden soll“, erklärt Dr. Silke Liebrecht, Oberärztin im Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Köln und proDente-Expertin.  Der Zweiteingriff am Kinn oder im Kiefer ist in der Regel gefahrlos. Es kann in Einzelfällen aber durchaus zu postoperativen Schmerzen und Schwellungen kommen. ?Werden nur geringe Mengen Knochensplitter benötigt, können diese während der Implantation gewonnen werden, indem Knochenspäne beim Bohrvorgang mit speziellen Filtern aufgefangen werden. Eine weitere Möglichkeit bietet künstlicher Knochenersatz. Er wird meist aus Beta-Tricalciumphosphat oder aus Meeresalgen im Labor synthetisch hergestellt. „Leider ist der künstliche Knochenersatz nicht ausreichend  - es muss 50 % Eigenknochen dazugemischt werden“, so Dr. Liebrecht.

Der ‚Sinuslift’ für die komplizierten Fälle

In komplizierten Fällen wenden Implantologen den sogenannten ‚Sinuslift’, eine Operation im Oberkiefer, an. Bei den betroffenen Patienten ist der Knochen im Oberkiefer so gering, dass ein Implantat keinen stabilen Halt hat. Beim Sinuslift verstärkt der Implantologe die entsprechende Stelle mit Knochenmaterial, indem der Boden der Kiefernhöhle angehoben wird. Je nach Fall, erfolgt die Implantation gleichzeitig mit dem Knochenaufbau oder erst nachdem der eingelagerte Knochen sicher eingeheilt ist. Je nach Ausmaß des Eingriffes, muss man in diesen Fällen zwischen drei und neun Monaten warten, da der menschliche Knochen langsam wächst.

Modernste Zahnmedizin züchtet Knochen

Seit zwei Jahren werden bei Sinuslift-Operationen zunehmend gezüchtete Kieferknochentransplantate eingesetzt. Dr. Liebrecht: „Dafür wird dem Patienten ein ca. ein Zentimeter großes Stück Knochenhaut des Kiefers entnommen. Anschließend werden daraus unter sterilen Laborbedingungen autologe Kambiumzellen isoliert.“ Diese haben die Fähigkeit, Knochengewebe zu produzieren. Die isolierten Zellen werden vermehrt und bilden schließlich Knochenchips von ein Zentimeter Durchmesser und drei Millimeter Dicke. Je größer der Defekt im Kiefer, um so mehr gezüchtete Knochenchips kommen zum Einsatz. „Bislang sind nach der Transplantation von gezüchteten Kieferknochen keine Abstoßungsreaktionen aufgetreten“, berichtet Dr. Liebrecht. In der Regel verwächst das Transplantat in drei bis vier Monaten mit dem Knochen.

Quelle: prodente.de

Für viele Menschen gehört der Griff zum Mundwasser wie selbstverständlich zur täglichen Zahnhygiene. Doch ein solches Produkt sollte nicht dauerhaft verwendet werden.

Dadurch zerstört man seine natürliche Mundflora», sagt Zahnarzt Peter Bührens aus Schwerin. Denn im Mundraum leben Hunderte von Bakterienarten, deren Hauptaufgabe es ist, Krankheitserreger abzuwehren.

Regelmäßig verwendete Mundspülungen zerstörten auch diese «guten» Bakterien. «Vor allem aggressive Keime vermehren sich dann verstärkt», mahnt Bührens. Das bloße Zähneputzen reiche als Reinigungsmaßnahme vollkommen aus.

Mundwasser sei lediglich zur kurzfristigen Anwendung geeignet, ergänzt der Zahnarzt: «Für etwa zwei bis drei Wochen. Beispielswiese weil man im Mund eine Entzündung hat.» Oder nach einer Operation im Mundbereich, um den Heilungsprozess zu unterstützen.

Zahnärzte empfehlen für solche Zwecke meist sogenannte «medizinische Mundwässer», die nur in Apotheken erhältlich sind. Sie enthalten oftmals den bakterientötenden Wirkstoff Chlorhexidin und häufig Alkohol zur Desinfektion.

Manche Patienten verwenden ein solches Mundwasser auch während eines Krankenhausaufenthaltes, weil sie sich beispielsweise die Zähne nicht putzen können. Im Gegensatz zu kosmetischen Mundwässern oder einfachen Mundspülungen muss ein medizinisches Mundwasser seine Wirksamkeit anhand von Untersuchungen nachgewiesen haben.

«Häufig benutzen Menschen ein Mundwasser in der Hoffnung, so ihren Mundgeruch loszuwerden», ist die Erfahrung des Zahnarztes. «Das ist aber der vollkommen falsche Behandlungsweg.» Mundgeruch-Geplagte sollten sich stattdessen einer zahnärztlichen Behandlung unterziehen.

Denn hinter schlechtem Atem verbergen sich laut Bührens zerstörte Zähne, ein entzündetes Zahnfleisch oder auch Infektionen im Nasen-Rachenraum: «Ist der Mund richtig behandelt, bleibt auch der Mundgeruch aus.»

Quelle: zahn-online.de

Geht es um „die Dritten”, entscheiden sich zunehmend mehr Menschen für implantatgestützten Zahnersatz. Zahnärzte setzen derzeit schätzungsweise eine Million Implantate jährlich. Studien belegen, dass implantatgetragener Zahnersatz im Vergleich zu herkömmlichen Prothesen die mundbezogene Lebensqualität der Patienten signifikant verbessert: Implantatträger haben nicht nur beim Essen und Sprechen weniger Probleme. Auch andere Dimensionen der Lebensqualität – Emotionalität, Vitalität und soziale Funktionen – sind besser. Allerdings stammen diese Ergebnisse aus Untersuchungen, bei denen zahnlose Patienten mit Implantaten versorgt wurden.

2008 zeigte eine Wissenschaftler-Gruppe um Dr. Hans-Joachim Nickenig und Prof. Dr. Manfred Wichmann von der Universitätsklinik Erlangen-Nürnberg erstmals durch eine Untersuchung mit mehr als 200 Patienten, dass die Lebensqualität durch eine Implantatbehandlung auch dann bereits signifikant besser wird, wenn teilbezahnte Patienten versorgt werden. Diese Untersuchung dient den ECDI-Zentren als Referenz-Studie. Da in den Zentren pro Jahr mehr als 15.000 Implantate gesetzt werden, können die bisher vorliegenden wissenschaftlichen Ergebnisse an großen Patientenzahlen überprüft werden.

Alle Patienten, die an den ECDI-Zentren implantologisch behandelt werden, erhalten die verkürzte Version eines standardisierten und international anerkannten Fragebogen Oral Health Impact Profile (OHIP) den sie wiederholt ausfüllen: Vor der Behandlung, in der Einheilphase und nach Abschluss der prothetischen Behandlung. Die Ergebnisse werden verglichen mit der mundbezogenen Lebensqualität von Patienten, denen keine Zähne fehlen.

„Nur vereinzelte Patienten lehnen die Teilnahme an der Studie ab“, so die ersten Erfahrungen aus den ECDI-Zentren nach Start der Studie. Die meisten Patienten finden es gut, dass die Zentren eine solche Untersuchung gestartet haben.

Quelle: implantate.com

Viele Patienten stellt die Diagnose "Zahnersatz" vor zahlreiche Fragen: Was muss ich nun tun? Welche Fragen sollte ich dem Arzt stellen? Wie hole ich Vergleichsangebote ein? Oft haben Patienten zunächst das Gefühl, angesichts der anstehenden Investition sowie der Sorge um die eigene Gesundheit einem Berg an Entscheidungen und Aufgaben gegenüberzustehen. Fünf Schritte helfen, den passenden Zahnersatz zu finden.

Schritt eins: Die Diagnose

Ihr Zahnarzt teilt Ihnen nach gründlicher Untersuchung mit, dass Sie eine Krone, Brücke oder ein Implantat benötigen. Er händigt Ihnen sowohl den Befund als auch eine Einschätzung der Kosten in Form eines Heil- und Kostenplans aus. Dieser bildet die Grundlage für die Höhe des Zuschusses der Krankenkasse.

Schritt zwei: Die Kostenvoranschläge

Nach der Genehmigung des Kostenplans durch Ihre Krankenkasse können Sie auf dieser Basis Angebote bei Dentallaboren einholen. Ein üblicher Schritt, für den der behandelnde Arzt Verständnis hat. Schließlich ist ihm daran gelegen, dass Sie optimal versorgt werden – und dazu gehört neben der Therapie auch der Preis.

Schritt drei: Die Entscheidung

Diskutieren Sie die eingeholten Kostenvoranschläge mit Ihrem Zahnarzt. Denn er ist es, der den neuen Zahnersatz plant und einsetzt. Seine Praxis übernimmt für den Patienten die Abwicklung mit einem externen Partner: Der Zahnarzt erteilt den Auftrag, an ihn wird die fertige Arbeit geschickt und er führt die komplette Behandlung durch.

Schritt vier: Die Ausführung des Auftrags

Nach der Auftragserteilung erstellt das beauftragte Dentallabor Ihren individuellen Zahnersatz nach den Anforderungen Ihres Zahnarztes.

Schritt fünf: Der Abschluss der Behandlung

Der fertige und geprüfte Zahnersatz wird Ihrem Zahnarzt überreicht. Er prüft die Arbeit ein letztes Mal und setzt den Zahnersatz ein.

Quelle: lifepr.de

"Zahnversicherungen sind zunehmend ein Thema bei der Beratung in unseren Praxen“, sagt der Präsident der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern Dr. Dietmar Oesterreich anlässlich der Publikation einer Patienteninformation zu diesem Thema. „Bitte vergleichen Sie sorgfältig die Angebote der Zahnversicherungen,“ ist sein Rat. Die privaten Krankenversicherungen bieten teils in Kooperation mit den gesetzlichen Krankenkassen eine Vielzahl von Zahnversicherungen an. Vor allem für Patienten, die sich im Bedarfsfall auch hochwertigen Zahnersatz leisten wollen, kann eine solche Absicherung sinnvoll sein.

Die Versicherungsbedingungen sind allerdings selbst für Experten oft schwer zu durchschauen. Informationen von Verbraucherzentralen sind dabei ebenso empfehlenswert wie Berichte der Stiftung Warentest (z.B. „Finanztest 5/2010“).

Die meisten Versicherungen lassen vor Vertragsabschluss kontrollieren, in welchem Zustand die Zähne sind. Für Behandlungen, die der Zahnarzt bereits vor Abschluss des Vertrags angeraten, geplant oder begonnen hat, muss die Versicherung später nicht zahlen. Auch ist Zahnersatz für Zahnlücken, die bereits bei Abschluss der Versicherung bestehen, in der Regel nicht mitversichert. Dies ist besonders bei Versicherungsgesellschaften zu beachten, die keine Gesundheitsprüfung vor Versicherungsbeginn fordern, jedoch im Fall der Leistungsinanspruchnahme den behandelnden Zahnarzt im Rahmen der Schweigepflichtentbindung zur Auskunft auffordern. Der Zahnarzt ist verpflichtet, umfassend und schonungslos über den tatsächlichen Gesundheitszustand des Patienten Auskunft zu erteilen.

„Der Zahnarzt kann zwar den Mundgesundheitszustand beurteilen und feststellen, welches Erkrankungsrisiko vorliegt, eine bestimmte Versicherung empfehlen kann er aber nicht. Nach wie vor gilt: den besten Schutz vor Zahnverlust und notwendigem Zahnersatz bietet eine optimale häusliche Mundhygiene und die regelmäßige Vorsorge“ , betont Dr. Oesterreich. Ein ausführliches Informationsblatt liegt in den Zahnarztpraxen vor. Weitere Informationen unter www.zaekmv.de, Menüpunkt Patientenberatung.

Quelle: zaekmv.de

 

Ein strahlendes Lächeln als optischer Blickfang ist von besonderer Bedeutung: Eine Umfrage mit mehr als 1.000 Teilnehmern  hat ergeben, dass das Merkmal 'schöne Zähne' deutlich vor Faktoren wie Gesicht, Kleidung und Haut liegt. Dementsprechend ist auch das persönliche Engagement für die Zahnpflege sehr hoch.

Etwa die Hälfte aller Befragten verwendet noch weitere Zahnpflegeprodukte außer Zahnpasta. 84 Prozent der Befragten ist die Gesundheit ihrer Zähne wichtig bis sehr wichtig. Somit sind Sie auch zu einem finanziellen Einsatz bereit, wenn es um ihre Zähne geht: Jeder Fünfte investiert über die Kassenleistungen hinaus in die Zahngesundheit.

Besonders häufig wird dabei eine professionelle Zahnreinigung gewählt – dieses Angebot nutzen 33 Prozent der Umfrage-Teilnehmer regelmäßig. Der Zusammenhang zwischen der Gesundheit der Zähne und dessen Aussehen wird in den Umfrageergebnissen ebenfalls deutlich: 88% der Befragten, denen das Aussehen ihrer Zähne sehr wichtig ist, legen großen Wert auf die Zahngesundheit. Diese Ergebnisse verdeutlichen einmal mehr, wie wichtig es ist, sich frühzeitig intensiv mit der Zahngesundheit zu beschäftigen.

Quelle: dmg-dental.com

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ImplanTipps

Zahnlücken, auch da, wo sie nicht sichtbar sind, sollten mit geeignetem Zahnersatz (z.B. Zahnimplantaten) versorgt werden: sonst droht eine Kettenreaktion.

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