Aktuelle Meldungen

Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hat fast jeder Fünfte in Deutschland Angst vor der zahnärztlichen Behandlung. Einer von Vieren fürchtet sich nur vor größeren Eingriffen des Zahnarztes. Immerhin 56 Prozent der Befragten gaben an, dass sie gar keine Angst vor dem Zahnarztstuhl haben.
 
Dazu Johannes Klüsener, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut bei der TK: "Eine gewisse Form von Angst oder Unbehagen vor dem Zahnarztbesuch ist ganz normal. Völlig entspannt auf dem Behandlungsstuhl zu sitzen, erscheint eher ein übertriebener Anspruch an sich selbst. Wir haben gelernt, dass die Person in dem weißen Kittel mit Mundschutz zwar freundlich ist, es aber bei einer Zahnbehandlung auch einmal unangenehm bis schmerzhaft werden kann."
Diese Erfahrungen gekoppelt mit den Geräuschen, Gerüchen und anderen Merkmalen aus der Zahnarztpraxis reichen dann als Auslöser, um beim nächsten Besuch angespannt in den Zahnarzttermin zu gehen. Viele nehmen diese Veränderung nicht einmal als Angst wahr.
 
Bei einigen Menschen kann die Angst vor dem Zahnarzt aber auch extrem ausfallen. "Bei besonders starker Angst kann es beim Betreten der Praxis oder beim Platz nehmen im Zahnarztstuhl zu starkem Herzklopfen, Schwitzen, Zittern oder auch Muskelverkrampfungen kommen", so der TK-Experte weiter.
 
Als besonders furchteinflößend beim Zahnarztbesuch empfinden die Forsa-Befragten unter anderem:
 
   - das Bohren am Zahn (49 Prozent)
   - eine Wurzelbehandlung (47 Prozent)
   - das Ziehen eines Zahnes (45 Prozent)
   - den Schmerz während der Behandlung (42 Prozent)
   - das Spritzen der Narkose (31 Prozent)
   - den typischen Geruch der Zahnarztpraxis (13 Prozent) 
 
TK-Experte Johannes Klüsener: "Angstpatienten wissen, dass diese starke Form der Angst im Prinzip unbegründet ist, können sie aber nicht kontrollieren. Eine Entspannung setzt erst wieder ein, wenn sie die Zahnarztpraxis verlassen - sie der Situation entfliehen oder sie vermeiden. Somit zögern sie Termine immer weiter hinaus und gehen oft über Jahre nicht zum Zahnarzt. Selbst bei Zahnschmerzen oder schlechten Zähnen wagen sie den Gang in die Praxis nicht mehr." So ergab die Forsa-Umfrage auch, dass jeder siebte Bundesbürger aus Angst vor dem Zahnarzt schon einmal einen Behandlungstermin vor sich hergeschoben hat.
 
Methoden wie zum Beispiel Musik hören, Entspannungsverfahren oder Atemübungen helfen bei leichter Angst oder Unbehagen. "Bei starkem Angstempfinden lenken diese Methoden zwar kurzfristig ab, die Angst bleibt aber grundsätzlich erhalten; wer massiv unter seinen Ängsten leidet, sollte sich therapeutische Unterstützung suchen", so der TK-Experte.
 
Die starke Form der Angst kann mit wenigen verhaltenstherapeutischen Sitzungen sehr gut behandelt werden. "Allerdings kann sie nur abgebaut werden, indem man sich aktiv mit der Angst auseinander setzt - allein auf diesem Wege ist ein Umlernen hin zu einem stressfreieren Umgang mit der Situation möglich", so Klüsener.

Quelle: presseportal.de
Die Zahnimplantat-Firma Altatec macht einen beschaulichen Ort in der Region um Stuttgart zum Global Player in der Zahnmedizin.

Die Zeitungen schreiben vom aktuellen tiefen Tal, in der sich die Wirtschaft befindet. "Doch unsere Firma ist wie ein Fels in der Brandung", sagt Jean-Marie Wyss, 58-jähriger Schweizer und Geschäftsführer der Firma Altatec. Altatec entwickelt und fertigt hochwertige Zahnimplantate. Die Firma ist präsent auf vielen internationalen Märkten.

Man denke gar nicht daran, Arbeitsplätze abzubauen, sagt Wyss. Im Gegenteil. Gerade erst hat die Firma erweitert, die Produktionsfläche mal so eben mit 7500 zusätzlichen Quadratmetern verdoppelt, 15 Millionen Euro investiert. 180 Menschen arbeiten für Altatec in Wimsheim, Chemiker, Bauingenieure, Physiker, zehn verschiedene Berufe. "Und wir stellen weiter ein", sagt Jean-Marie Wyss - in diesem Jahr waren es schon 15 neue Kräfte. Hinzu kommen 70 Mitarbeiter des Vetriebsunternehmens Camlog, ein paar Räume weiter.

Beide Firmen, Altatec und Camlog gehören zur deutsch-schweizerischen Unternehmensgruppe Camlog: "2004 waren wir noch ein Nobody", erzählt Jean-Marie Wyss. Ursprünglich erwuchs Altatec vor zehn Jahren aus einer Dreherei in Wurmberg. 2004 übernahm die Investorengruppe das Ruder. "Heute sind wir in Deutschland die Nummer 2, weltweit die Nummer 6 in unserer Branche."

Das Herz von Altatec sind die großen Fertigungshallen. 50 Langdrehmaschinen stehen hier in Reih und Glied. Auf den aktuellen Erweiterungsflächen ist Platz für nochmal so viele. Höchsten 250 Sekunden benötigt eine Maschine, um ein Implantat herzustellen. Bis zu 2000 der kleinen Titanstücke verlassen Wimsheim jeden Tag. In 18 verschiedene Länder liefert Altatec, auch wenn Deutschland nach wie vor der größte Markt ist.

Warum gerade Altatec so erfolgreich ist? Wyss nennt das Geheimnis der Firma: die "Tube in Tube" - Verbindung der Implantate aus Wimsheim. Besonders "rotationssicher" seien sie, sehr belastbar. "Auch legen wir viel Wert auf Ästhetik."

Wenn die Fertigungshalle das Herz von Altatec ist, dann wirkt der Arbeitsplatz der Ingenieurin Ute Hätinger als Auge. Sie sitzt vor großen Bildschirmen, welche die Aufnahmen eines Elektronenmikroskopes zeigen. Die Implantate werden im Vakuum untersucht. Kleinste Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche kann die Diplom-Ingenieurin so finden. So entdeckt sie, wenn etwas nicht richtig geätzt oder eine Pore nicht fein genug ist. Einen Raum weiter "kaut" eine Art künstliches Gebiss als Prüfstand vor sich hin. Der "Hydropulser", eine servohydraulische Anlage testet wochenlang einzelne Implantate. Die Maschine bewegt sich auf und ab, mindestens zwei Millionen Mal. "So gewährleisten wir, dass unsere Implantate belastbar genug sind", erklärt der Geschäftsführer.

Altatec soll weiter wachsen und langfristig Erfolg haben: "In fünf Jahren wollen wir weltweit unter den Top drei sein und deutschlandweit die Nummer eins", gibt Wyss vor. Das Potenzial sei da. Fünf Millionen Menschen in Deutschland benötigen eigentlich Zahnimplantate", rechnet er vor. "Nur eine Million hat bisher welche."

Quelle: stuttgarter-zeitung.de
 
Gebissreiniger sollen Zahnprothesen laut Werbung innerhalb kurzer Zeit gründlich säubern. Dieses Versprechen halten bei weitem nicht alle Produkte, wie jetzt die Zeitschrift "Ökotest" in einer Überprüfung herausgefunden hat. Analysiert worden sind 19 Gebissreiniger verschiedener Hersteller. Die Preise für die einzelnen Anwendungen lagen zwischen 2 Cent und 19 Cent. Im Test sollten die Produkte beweisen, wie gut sie gegen Hefezellen (Candida albicans) und bestimmte Bakterien wirken. Manche Produkte haben hierbei schlecht abgeschnitten, was zu Abwertungen in der Gesamtnote geführt hat. Von den Testteilnehmern konnten fünf die Bewertung "gut" für sich verbuchen, fünf die Wertung "befriedigend". Je viermal haben die Tester das Gesamturteil "ausreichend" und "mangelhaft" vergeben sowie einmal die Note "ungenügend".

Die "guten" Produkte sind preisgünstig, sie kosten pro Anwendung je zwei beziehungsweise drei Cent. Es handelt sich bei diesen Testsiegern um die "Blend-A-Dent Complete Reinigungs-Tabs", die "Friscodent Gebissreiniger", die "Perlodent med Tabs", die "Sensident Gebissreinigungs-Tabs" und die "Tip Regadont Reinigungstabletten für die 3. Zähne". Sie alle konnten mit einer hohen Reinigungswirkung punkten und mit guten oder sogar sehr guten Teilergebnissen bei der antimikrobiellen Wirkung aufwarten. Problematische Inhaltsstoffe sind in diesen Produkten nicht nachgewiesen worden.

Mit "mangelhaft" bewertet worden sind die Produkte "Corega Tabs 3 Minuten", "Corega Tabs Dental Weiss für Raucher geeignet", "Fittydent Super Reinigungs Tabletten" und "Kukident Aktiv Plus extra stark". Das Kukident-Produkt enthält einen problematischen Inhaltsstoff (Methenamin), außerdem konnten die Tabs allesamt bei der antimikrobiellen Wirkung nicht sonderlich überzeugen. Bei den "Corega Tabs 3 Minuten" und bei den Kukident-Tabs ist die Reinigungsleistung schlecht, die anderen beiden Produkte konnten in diesen Teilbereichen die Bewertung "sehr gut" erlangen. In dem Test belegen die "Bonyplus Express Gebiss-Reinigungstabletten" mit der Note "ungenügend" den letzten Platz. Ihre Reinigungsleistung ist mangelhaft und die antimikrobielle Wirkung ungenügend, kritische Inhaltsstoffe konnten die Tester nicht nachweisen. Mit 13 Cent pro Anwendung ist das letztplatzierte Produkt das teuerste im Testfeld.

Quelle: zahn-online.de
Mundgeruch ist vielen Menschen peinlich. Manche haben so viel Angst davor, dass sie sich den schlechten Atem sogar einbilden. Wenige wagen aber deshalb den Weg zum Zahnarzt. Bestätigt er, dass der Atem tatsächlich „müffelt“, bekommt das Problem einen medizinischen Namen: Halitosis bzw. Foetor ex ore. „In etwa achtzig bis neunzig Prozent der Fälle liegt die Ursache für Mundgeruch in der Mundhöhle selbst“, konstatiert Dr. Désirée Burg, Zahnärztin der Gemeinschaftspraxis Dr. Burg, Dr. Schmelzer & Partner in Idar-Oberstein.
 
Obwohl der Glaube weit verbreitet ist, dass die Hauptursachen für einen schlecht riechenden Atem der Magen oder der Stoffwechsel sind, Mundgeruch entsteht in der Regel, wenn Bakterien in der Mundhöhle ihr Unwesen treiben. Unsere normale Mundflora setzt sich aus Billionen von Mikroben, die sich an Essensresten, abgestorbenen Zellen und Blut laben. Sie kleben an den Zähnen, in Zahnzwischenräumen, in Zahnfleischtaschen und an defekten Füllungen. Sie besiedeln auch den Zungenrücken. Die Mikro-Organismen ernähren sich aber nicht nur, sie scheiden auch aus, unter anderem Schwefel-Verbindungen. Die nimmt unsere Nase dann als Mundgeruch wahr.
 
 • Der erste Schritt gegen Mundgeruch ist also, dass feststellt wird, ob Mundgeruch überhaupt existiert oder nicht. Der zweite Schritt ist dann die Feststellung, von wo die Geruchsquelle herrührt. 
• Um eine regelmäßige und gründliche Mundhygiene kommt dabei niemand herum. Mindestens zweimal am Tag Zähne zu putzen ist ein Muss, Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten helfen Bakterienanlagerungen zu beseitigen.
• Stammt der Geruch von bakteriellen Ablagerungen auf dem Zungenrücken empfiehlt sich die Anwendung eines Zungenschabers oder einer Zungenbürste.
• Parodontitis oder defekte Zähne sind wohl die häufigste Ursache für Mundgeruch. Die muss der Zahnarzt behandeln.
• Weitere regelmäßige Kontrollbesuche beim Zahnarzt beugen der Bildung von Mundgeruch vor.
• Tritt trotzdem dauernder Mundgeruch auf, sollte unbedingt geprüft werden, ob eventuell Erkrankungen des Nasen-Rachenraumes, Störungen der Verdauungsorgane oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes vorliegen.
 
Sprechen Sie ruhig Freunde, Kollegen oder Partner an, wenn Sie schlechten Atem feststellen. Es mag zwar im ersten Moment für beide Seiten peinlich scheinen, doch dann bekommt der Betroffene wenigstens eine Chance, an seinem schlechten Duft etwas zu ändern. 

Quelle: firmenpresse.de
Mit einer klinischen Studie hat Zahnmediziner Stefan Zimmer von der Universtiät Witten/Herdecke die Putzleistung weicher, mittlerer und harter Zahnbürsten untersucht. Sein Ergebnis: Weiche Zahnbürsten putzen am schlechtesten, die harten am besten, schädigen aber das Zahnfleisch, die mittelharten sind die Kompromisslösung. 120 Probanden bekamen eine Zahnbürste zugelost und mussten acht Wochen zwei mal täglich zwei Minuten putzen. Die drei Gruppen wurden vorher und nachher auf Zahnbelag und Zahnfleischzustand untersucht.

"Die harte Bürste schrubbt den Zahnbelag am besten runter und das soll sie ja, um den Bakterienfilm zu entfernen, der für Karies verantwortlich ist", erklärt Zimmer, Inhaber des Lehrstuhls für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin. Aber er fügt auch hinzu: "Bei falscher Putztechnik, wie dem horizontalen Schrubben oder zu starkem Druck führt die harte Bürste zu kleinen Verletzungen. Diese Schäden sind schlimmer, als ein bisschen Restbelag."

Seine Empfehlung: Bei der Auswahl einer Zahnbürste individuelle Besonderheiten zu berücksichtigen. Die harten Bürste ist gut für alle, bei denen besonders viel Zahnbeläge vorhanden sind, die aber keine Probleme mit Zahnfleischverletzungen haben. Diejenigen, die regelmäßig unter Zahnfleischverletzungen leiden und möglicherweise auch schon Putzdefekte an den Zähnen haben, sollten eine weiche Zahnbürste verwenden. Sie müssen aber wissen, dass deren Reinigungskraft geringer ist und daher noch sorgfältiger putzen. Für alle anderen die mittlere, die in Bezug auf Belagentfernung und Zahnfleischschädigung im Mittelfeld rangiert. "Die klarste Aussage aus unserer Studie ist, dass es nicht sinnvoll ist, jedem die gleiche Zahnbürste zu empfehlen. Am besten, Sie fragen ihren Zahnarzt beim nächsten Besuch", fasst Zimmer zusammen. 

Quelle: standard.at
Dank guter Mundhygiene und intensiver zahnärztlicher Betreuung gehen die Zähne immer später verloren. Damit entsteht oft erst bei betagten Patienten der Wunsch nach fest sitzenden "Dritten".

Eine gute Prothese ist nicht nur für die Optik und das Sprechen wichtig. Sie trägt auch zur gesunden Ernährung bei. Denn Kaustörungen sind der Hauptgrund für Mangelernährung im Alter.

Der "Mercedes" unter dem Zahnersatz ist nach wie vor das Implantat, das fest in den Kieferknochen einheilt und dann im Prinzip wie ein körpereigener Zahn funktioniert. Dank neuer Verfahren können immer mehr Senioren mit Implantaten versorgt werden. Moderne Techniken und Werkstoffe erlauben es oft, die Wartezeit bis zum endgültigen Einsetzen des Zahnersatzes auf zwei bis drei Monate zu verkürzen. Doch auch Implantate müssen gepflegt werden.

Neben dem Zahnverlust sind Wurzelkaries, Abnutzung der Zahnsubstanz, Zahnbetterkrankungen und Mundtrockenheit typische Probleme von älteren Menschen. Um ihnen entgegen zu wirken, sollte der Zahnarzt die noch vorhandenen Zähne, den Zahnersatz und die Mundschleimhaut regelmäßig untersuchen.

Neben der Therapie kann der Zahnarzt auch zeigen, wie man zum Beispiel bei eingeschränktem Seh- oder Bewegungsvermögen Zähne, Prothese und Mundschleimhaut gut pflegt. Unterstützend wird er vielleicht eine professionelle Zahnreinigung anbieten.

Quelle: www.boennigheimerzeitung.de
Wer einen kariösen Zahn hat, muss sich die betroffene Stelle vom Zahnarzt entfernen und das Loch füllen lassen. Eine solche Zahnfüllung hat jedoch nur eine gewisse Haltbarkeit, denn sie wird beim Kauen abgenutzt und verliert mit der Zeit an Form und Höhe. Wie lange eine Füllung hält, sei unter anderem abhängig von dem Material, das dafür verwendet wird. Darauf weist der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Dietmar Österreich, hin.

Am langlebigsten sind Einlagefüllungen mit einem hohen Goldanteil. Diese werden nicht vom Zahnarzt selbst hergestellt, sondern nach einem Abdruck im Labor des Zahntechnikers gegossen. Die Haltbarkeit dieser sogenannten Inlays liege bei etwa 15 Jahren. Wegen ihrer goldenen Farbe können sie jedoch nur im nicht sichtbaren Bereich der Zähne eingesetzt werden.

Keramikinlays und Kunststofffüllungen, die der Zahnfarbe angepasst sind, werden im sichtbaren Bereich der Zähne verwendet. Da sich die Qualität des dafür verwendeten Kunststoffs in den letzten Jahren erheblich verbessert habe, würden diese inzwischen eine Haltbarkeit von sechs bis acht Jahren haben. Ein wesentlicher Vorteil von Kunststoff als Füllmaterial: Beim Austausch der Füllungen werde die Zahnsubstanz geschont.

Österreich ging auch auf das in der Öffentlichkeit noch immer umstrittene Amalgam ein, das seit mehr als hundert Jahren in der Zahnmedizin verwendet wird. Die preiswerte Quecksilberlegierung wird häufig im Backenzahnbereich eingesetzt, wo der Druck beim Kauen besonders groß ist. Im Vergleich mit Kunststoffen komme es beim Amalgam seltener zu Allergien und es habe eine hohe Haltbarkeit von mehr als zehn Jahren. Die Annahme, dass es gesundheitsschädlich sei, konnte nicht nachgewiesen werden. Solange es nicht während der Schwangerschaft, bei Milchzähnen oder Quecksilber-Allergikern eingesetzt wird, sei es völlig unbedenklich.

Wenn auch eine durchschnittliche Haltbarkeit für die verschiedenen Füllmaterialien bekannt ist, gebe es keine festen Standards dafür, betont Österreich. Grundsätzlich müssten Füllungen ausgetauscht werden, wenn sie brüchig oder unansehnlich werden oder wenn sich zwischen Füllung und Zahn erneut Karies gebildet hat.

Quelle: lexisnexis.de
Eine klare abschließende Aussage trifft das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem soeben veröffentlichten Heft 47 zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes: "Eine Verschiebung des Therapiespektrums in Richtung des festsitzenden, "komfortableren" Zahnersatzes unter der vermehrten Einbeziehung von Zahnimplantaten ist zu erwarten." Zu den Vorteilen von Implantaten zählt das RKI auch die präventiven Aspekte: "Durch frühzeitige und relativ aufwendige Implantation nach Zahnentfernung und funktionelle Belastung des Knochens an strategisch wichtigen Orten kann der Knochenabbauprozeß verlangsamt oder zusammen mit Knochenaufbaumaßnahmen gesteuert werden." Wiederholt wird betont, dass bei Implantatversorgung private Zuzahlung notwendig sei und Implantate daher "nur bei einem geringen Anteil von Patientinnen und Patienten zum Einsatz" kommen. Allerdings sprächen viele Vorteile für diese Form der prothetischen Lösung: "Festsitzender oder implantatgetragener Zahnersatz bietet oftmals eine bessere Ästhetik, Funktionalität und einen besseren Tragekomfort als herausnehmbarer Zahnersatz." Das RKI sagt in seiner rund 50-seitigen Übersicht über die Mundgesundheit in Deutschland dezidiert: "Wenn möglich, sollte eine Zahnlücke festsitzend mit Brücken oder Implantaten versorgt werden."

"Was das Robert-Koch-Institut in seinem aktuellen, von vielen wissenschaftlichen Einrichtungen unterstützten Übersichtsbeitrag zum Thema Implantologie übermittelt, entspricht genau dem, was wir bei unserem Curriculum und auch beim Master-Studiengang erleben", sagt dazu Prof. Dr. Günter Dhom, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie/DGI: "Die Zahnärztinnen und Zahnärzte in Deutschland sehen die Entwicklung für die Implantologie offenbar genauso positiv, denn die sogenannte 'Krise' hat keineswegs zu Rückgängen bei den Anmeldungen geführt. Implantatversorgung ist ein fester, ja wachsender Bestandteil der zahnmedizinischen Zukunft - und deshalb ist das Interesse auch so groß, sich hier profund ausbilden zu lassen." Auch die RKI-Publikation macht eindringlich deutlich, dass sich die Zahnmedizin in den Praxis verschieben wird zu mehr und komfortablerer Versorgung des wachsenden Anteils älterer und alter Menschen unter den Patienten - und wiederholt die Bedeutung von Ästhetik und Lebensqualität als Kriterien für patientengerechte Prothetiklösungen. Die DGI intensiviere und aktualisiere entsprechend regelmäßig ihre Kurse für Einsteiger, Erfahrene und Fortgeschrittene, so Prof. Dhom, und fühle sich auf diesem Weg von der RKI-Einschätzung deutlich unterstützt: "Die Versorgung älterer und alter, möglicherweise auch multimorbider Patienten ist eine besonders anspruchsvolle Aufgabe, der sich die Implantologie heute sehr gut stellen kann - insofern bestätigt sich nicht zuletzt die Notwendigkeit der Etablierung unseres Master-Studiengangs, der ein hohes Niveau an Ergebnissen auch für solche besonderen Herausforderungen vermittelt und damit bestens rüstet für die Bewältigung der auf die Praxen zurollenden Aufgaben."

Quelle: zahn-online.de
Durch Stöße im Gesicht können Zähne gelockert werden. Anfangs verursacht eine solche Verletzung oft Schmerzen. Nachdem sie abgeklungen sind, denken viele Betroffene nicht mehr über das Zahnproblem nach – was sich später durch den Verlust des Zahns rächen kann.

Denn obwohl der Zahn fest im Kiefer verwurzelt zu sein scheint, können sich Probleme ergeben. Spätkomplikationen bleiben häufig zunächst unbemerkt, so kann es beispielsweise zu einem verzögerten Absterben von Zahnnerven kommen. Deshalb rät die Deutsche Gesellschaft für Endodontie e.V. (DGEndo) nach jedem Zahnunfall zu einer engmaschigen Kontrolle durch einen Zahnarzt. 

Die Palette möglicher Spätfolgen ist weit gefächert. Bei sehr heftigen Stößen können Zähne ausgeschlagen werden oder abbrechen. Selbst wenn nach einer weniger starken Krafteinwirkung kein Schaden zu sehen ist, könnten im Zahnhalteapparat die Haltefasern gerissen sein. Auch eine Quetschung der sich dort befindenden Zellen ist möglich, diese führt zum Absterben des Gewebes. Die im Inneren des Zahnes liegenden Blutgefäße können ebenfalls durch einen Stoß platzen oder reißen. Eine denkbare Folge ist das Absterben des weichen Zahngewebes, der sogenannten Pulpa. Ferner können durch eine solche Verletzung Bakterien ins Zahninnere eindringen, Entzündungen verursachen und den Zahnnerv schädigen.

Falls dieser abstirbt, ist der Zahn oft durch eine Wurzelkanalbehandlung trotzdem noch zu retten. Die Grundvoraussetzung dafür ist jedoch, dass rechtzeitig und regelmäßig ein Zahnarzt aufgesucht wird. Bei der ersten Kontrolle nach dem Zahnunfall ist mit dem behandelnden Arzt abzuklären, wann dieser erneut einen Blick auf den Zahn werfen möchte. Erst nach einem Jahr wieder zum Arzt zu gehen, ist häufig viel zu spät.

Quelle: die-topnews.de
Bereits eine professionelle Zahnreinigung alle drei Monate verbessert die Mundgesundheit bei älteren Menschen. Zusätzliche Motivation zur Mund- und Prothesenpflege und die Betreuung durch professionelles Personal haben keinen weiteren positiven Einfluss. 

Dies ist das Ergebnis einer Pilotstudie unter Leitung von Privatdozent Dr. Alexander Hassel von der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Heidelberg. Die Forschungsarbeit wurde anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung mit dem Wrigley-Prophylaxe-Preis 2009 in Höhe von 4.000 Euro (1. Preis) ausgezeichnet. Gestiftet wird der Preis von Wrigley Oral Healthcare Programs. 

Die tägliche Zahn- und Prothesenpflege kommt häufig zu kurz 

Je mehr Zahnersatz sich im Mund befindet, desto komplizierter wird die Pflege. Mit dem Alter wird jedoch gerade diese häufig vernachlässigt. Hinzu kommt eine Umstellung der Lebensgewohnheiten: "Ältere Menschen essen mehr Süßes und Weiches, gleichzeitig nimmt die Regelmäßigkeit der Zahnarztbesuche ab", sagt Dr. Alexander Hassel. Angehörige und Pflegepersonal in Altersheimen sind oft nicht über die speziellen Anforderungen der Mundhygiene bei älteren Menschen informiert. "Der Zahnarzt wird oft nur in Seniorenheime gerufen, wenn ein Zahn oder ein Zahnersatz bricht", sagt Dr. Alexander Hassel.

Wie lässt sich mit wenig Aufwand die Mundhygiene verbessern?

In der prämierten Forschungsarbeit wurde die Wirksamkeit von vorbeugenden Maßnahmen bei 102 Senioren, die geistig und körperlich noch recht fit waren, aus acht Seniorenheimen des Rems-Murr-Kreises untersucht. Die Senioren wurden in drei Therapie- und eine Kontrollgruppe eingeteilt. Alle Therapiegruppen erhielten zu Beginn der dreimonatigen Studie eine professionelle Zahn- und Prothesenreinigung; außerdem wurden die Teilnehmer über die weitere Pflege ihrer Zähne informiert, erhielten kostenlose Pflegemittel und wurden später nochmals motiviert. Eine Therapiegruppe blieb ohne weitere Motivation, die zweite Therapiegruppe wurde im weiteren Studienverlauf von einem Zahnarzt und die dritte Therapiegruppe von vorab geschultem Pflegepersonal betreut. 

Zusätzliche Motivation blieb ohne Effekt 

Das Ergebnis: Alle drei Therapiegruppen zeigten eine deutliche Verbesserung der Mundhygiene gegenüber der Kontrollgruppe. Zwischen den Therapiegruppen konnte jedoch kein Unterschied festgestellt werden - eine zusätzliche, persönliche Motivation oder eine zusätzliche Betreuung durch Zahnarzt oder geschultes Pflegepersonal hat keinen Effekt. Im nächsten Schritt sollen diese Informationen nun für interessierte Seniorenheime und Zahnärzte aufbereitet werden. 

Quelle: idw-online.de

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Eine Zusatzversicherung kann einen wesentlichen Teil der bei einer Zahnimplantation anfallenden Kosten übernehmen. Entscheidend ist, dass diese Versicherung rechtzeitig abgeschlossen wird und genau die benötigten Leistungen (Implantate, Kronen) abdeckt.

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