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Dämpfer für Billig-Implantate PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dr. Kersten   
Mittwoch, 01. Juli 2009 10:39
Der Anbieter von preiswerten Zahnimplantat-Systemen, Implant Direct, muss einen herben Rückschlag hinnehmen. Wie es heißt, hat Stefan Vogt, bislang Leiter der Europa-Sparte, seine Mitarbeit aufgekündigt.

Wir bieten dem Kunden die gleiche Qualität und die gleichen Erfolgschancen, die er bei anderen Herstellern auch findet – allerdings zu einem um bis zu 70 Prozent günstigeren Preis. Stefan Vogt, Chief Operating Officer von Implant Direct, schoss sich im Stocks-Interview (aktuelle Ausgabe vom 19. Juni) gegen die Premium-Anbieter Nobel Biocare und Straumann ein. Damit ist nun Schluss: Implant-Direct-Gründer Gerald Niznick und er haben sich überworfen. Niznick zeigt sich beratungsresistent, was die strategische Ausrichtung im Europa-Geschäft anbelangt, so Vogt gegenüber Stocks. Er hat seine Firmenanteile bereits dem Amerikaner verkauft, den einst das US-Wirtschaftsmagazin Barron's als Godfather of American Implant Dentistry zitierte.

Über zweieinhalb Jahre hat der ehemalige Straumann-Manager Vogt mitgeholfen, das Geschäft des Discounters in Europa aufzubauen. Kaum zufällig hat sich Implant Direct ausgerechnet in Zürich angesiedelt – in erster Linie deshalb, um die ebenfalls in der Schweiz domizilierten Marktführer quasi vor der Haustüre zu ärgern. Interimistisch wird das Geschäft derzeit von Tobias Richter geführt – vorderhand noch, wie böse Zungen behaupten.

Für Nobel Biocare und Straumann, die zusammen auf einen Marktanteil von knapp 60 Prozent kommen, war der Einfluss von Implant Direct bisher kaum spürbar. Die jüngsten Entwicklungen verschaffen indes vermehrt wieder denjenigen Stimmen Gehör, die Niznick pure Abzockerei vorwerfen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass er die Firma zu einem Preis von 200 Millionen Dollar bereits mehrfach zum Kauf angeboten hat – auch Nobel Biocare und Straumann.

Quelle: stocks.ch