Aus Las Vegas sind derzeit überall In den Nachrichten Berichte über neue technische Errungenschaften von dem US-Verband für die Consumer Electronics Show (CES). Die Branche boomt nicht ohne Grund, das Internet ist nahezu überall zu moderaten Preisen verfügbar. Auch wenn die Neuigkeiten inzwischen auch kritisch im Hinblick auf Ihre Innovation und den damit verbundenen Aufwand sowie Kosten und Stückzahl analysiert werden, beeindrucken viele der neuen technischen Möglichkeiten: Kühlschränke bestellen Lebensmittel nach, Telefonate werden über eine Uhr geführt, Umweltdaten über eine App gesteuert, sogar der Blutdruck kann über eine Schwimmbrille aufgezeichnet werden. Interessant für Zahnputzmuffel oder -performer sind die neuen Zahnbürsten mit Datenaufzeichnung und -versendung via Bluetooth.

 

Mit unzähligen Tablet Computern, Smartphones und Standcomputern gehen User unterschiedlicher Altersstufen mehrmals täglich trotz großer Bedenken der Datenschützer online. Die Vernetzung mit den sogenannten Wearables über ein Smartphone liegt besonders stark im Trend, ermöglicht durch immer mehr technische Spielereien mit Sensoren und Sendern von und in u.a. Smartphones, Autos, Wäschtrocknern, Kühlschränken und sich an den Körper schmiegenden kleineren Computersystemen wie u.a. Brillen, Uhren und Armbändern. Die Sensoren funktionieren wie Sinnesorgane der smarten Produkte und können über die Fernbedienung Smartphone, Tablet und Co. gesteuert, abgefragt und analysiert werden.

Immer vielfältiger werden trotz Bedenken der Datenschützer nun auch die neuen Modelle der zu den Input-Geräten gehörenden Wearables: Das Marktsegment der Input-Geräte soll in Zukunft auch stärker im Bereich der präventiven Gesundheitsfürsorge Anwendung finden. Im Bereich der Zahnhygiene steht ein gegen Karies und Parodontitis präventiv und kurativ wirkendes Input-Gerät als Zahnbürste bereits zur Verfügung: Der französische, ehemalige Google-Mitarbeiter T. Serval hat sich zu diesem Zweck eine Zahnbürste ausgedacht, die neben der inzwischen üblichen Kontrolle von Putzdruck und Putzlänge mittels Sensoren u.a. per Bluetooth automatisch auch die Putzaktivitäten aufzeichnet. Thomas Servals kleine Tochter hatte diesen zu dieser Entwicklung den Anstoß gegeben, ihre abendlichen Aussagen über ihr Zähneputzen hatten den Vater und Erfinder nicht überzeugt. In Zukunft reicht die nasse Handzahnbürste als Beweis für eine abendliche Zahnputzorgie eines Kindes also nicht mehr aus. Mit dieser laut Herstellerangaben 100-200 Dollar teuren, elektrischen Zahnbürste ist ein „Betuppen“ nicht mehr möglich, der Nachweis über Zeit und Häufigkeit wird von der Zahnbürste an das elterliche Smartphone gesendet. Psychologisch sinnvoll für die im Kindesalter häufig nicht der geschriebenen Sprache mächtigen Kinder wären dann auch – ähnlich wie bei Fitness-Apps und Armbändern – motivierende „Ansprachen“ durch eine Stimme, die Kinder oder auch Erwachsene im Sinne von „Das war ein intensives Putzen, Sie/Du haben/hast wie ein Athlet geputzt oder Sie haben 10. Millionen Keime verscheucht“....anlassgerecht loben würden.

 

Aufzeichnung, Analyse, Bewertung und bestenfalls Motivation werden bei den Wearables über Sensoren erfasst und je nach Vernetzung sogar vielleicht über cloud-basierte Anwendungen an Ärzte oder Pflegestellen übermittelt werden. Kritische Stimmen der Datenschützer, Software-Kompatibilitätsprobleme oder die Bewertung eines vielleicht in Zukunft dann rein computergesteuerten Gesundheitswesens sollten allerdings bei aller Freude über neue faszinierende Techniken auch immer bedacht werden.

 

Quelle: BBc News technology; VDI Nachrichten/CES

 

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