Kennen Sie das? Direkt nach dem Aufwachen schmerzt die Kiefermuskulatur oder die Zähne tun weh. Unbewusstes, nächtliches Knirschen und Pressen mit den Zähnen können die Ursache dafür sein. Wer jedoch glaubt, damit nur seinen Bettnachbarn zu stören, der irrt: Das "Arbeiten" der Zähne im Schlaf kann bleibende Spuren an ihnen hinterlassen und nicht zuletzt auch dem gesamten Körper schaden.

"Wer wiederholt nach dem Aufstehen Schmerzen im Mundraum spürt, sollte schnellstmöglich seinen Zahnarzt oder Kieferorthopäden aufsuchen. Eine zu hohe Füllung oder Krone beziehungsweise ein schlecht sitzender Zahnersatz können unter anderem Auslöser des Knirschens sein", erläutert Dr. Eberhard Steglich, Vizepräsident der Landeszahnärztekammer Brandenburg (LZÄKB).

Eine schnelle Behandlung ist dabei wichtig, denn durch das Knirschen können Zähne, Zahnfleisch und Kiefergelenke langfristig geschädigt werden. Als mögliche erste Maßnahme gegen das Knirschen - in der Fachsprache auch "Bruxismus" genannt - eignet sich dabei eine so genannte Knirscher- oder Aufbissschiene, die nachts über die Zähne gezogen wird. Der Zahnarzt nimmt dafür einen Abdruck des Gebisses, im Labor wird dann die Schiene aus Kunststoff gefertigt. "Sie schränkt die Bewegungen der Zähne während des Schlafens ein, so dass das Knirschen unterbunden wird. Dennoch: Die Schiene ersetzt nicht die Ursachenforschung", betont Dr. Steglich.

Dabei muss der Grund nicht nur im Mundraum selbst liegen. Seelische Probleme oder nicht verarbeiteter Stress können sich ebenfalls nachts Bahn brechen. Wenn das Knirschen nichts mit den Zähnen selbst zu tun hat, verweist der Zahnarzt den Patienten an den Allgemein- oder aber Schlafmediziner. "Dieser muss prüfen, wo die Ursache liegt und eine entsprechende Behandlung einleiten. Denn letztlich wirkt sich das Knirschen nicht nur auf Zähne und Kiefergelenke, sondern auch auf den Schlaf und damit auf die Gesundheit des ganzen Körpers aus", so der Vizepräsident der LZÄKB.

 Quelle: firmenpresse.de 

 

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