Annähernd eine Million Zahnimplantate werden jährlich in Deutschland eingepflanzt. Ein Ende der Entwicklung ist nicht abzusehen. Implantate zählen mit einer Erfolgsrate von über 90 Prozent zu den sehr sicheren Formen des Zahnersatzes. Doch der zunehmende Erfolg hat auch eine Schattenseite. Mit dem Erfolg der Implantate kommt es vermehrt zu entzündlichen Erkrankungen des Zahnfleisches rund um das Implantat – der Periimplantitis. Die Krankheit ähnelt im Verlauf der Volkskrankheit Parodontitis (Parodontose). Doch was genau löst ein Periimplantitis aus?

Mangelnde Pflege

Eine der Hauptursachen ist eine mangelnde Pflege des implantierten Zahnersatzes. Hinzu kommt das ähnlich wie bei den natürlichen Zähnen das Rauchen dem Zahnersatz schadet. Nach Untersuchungen der Charité in Berlin steigt das Risiko, innerhalb von 10 Jahren Implantate zu verlieren, bei Rauchern um den Faktor 10. Auch eine schlecht eingestellte Zuckerkrankheit (Diabetes) kann ein Zahnimplantat gefährden. Ältere Menschen sind grundsätzlich nicht gefährdeter. Allerdings führen körperliche Beeinträchtigungen – beispielsweise bei behinderten Menschen oder im hohen Alter – zu einer schlechteren Zahnpflege. Auch das stellt eine mögliche Gefahr dar. Zudem kann die Krankheit kann durch eine vererbte Veranlagung ausgelöst werden.
 
Im schlimmsten Fall Verlust

Die möglichen Komplikationen führen im schlimmsten Fall zum Verlust des Implantates. Daher wird Patienten neben einer individuellen häuslichen Zahnpflege geraten, konsequent auf die Nachsorge zu achten. Treten dennoch Entzündungen rund um das Implantat auf, sollte frühzeitig eine Therapie eingeleitet werden.

Quelle: prodente.de
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