Mindestens zweimal am Tag greifen wir zur Zahnbürste, vorbildliche Zeitgenossen öfter, zum Beispiel nach jeder Mahlzeit. Zur elektrischen Zahnbürste greifen entweder bequeme Naturen, die sich die Putzarbeit vereinfachen wollen oder jene, die an besonders gründlicher Reinigung interessiert sind.

Letzteres ist jedenfalls das Versprechen der Hersteller von elektrischen Zahnbürsten und diese werden auch nicht müde, ihre Assistenten für die Mundpflege mit immer raffinierteren Funktionen auszustatten. Die einfache, rotierende Bürste ist dabei noch das simpelste Merkmal und wird zunehmend durch schallgetriebene Bürsten ersetzt, die man nur noch an den Zähnen entlangführen muss.

Die reinigen aber nicht mit Ultraschall, wie so mancher glaubt, sondern ihre Borsten werden durch Schwingungen in Bewegung gesetzt, die höhere Frequenzbereiche des Schalls bis hin zum Ultraschall (ab 20.000 Hertz) erreichen. Die Putzwirkung entsteht jedoch allein durch die Bewegung der Borsten. Eine Ultraschallreinigung wäre nur in Flüssigkeiten möglich – so wie bei der Brillenreinigung beim Optiker – und ist damit nicht im herkömmlichen Sinne per Zahnbürste möglich.

Moderne Zahnbürsten schwingen bis 40.000-mal pro Minute, während klassische, rotierende Modelle ohne Schallantrieb rund 4000 Schwingungen schaffen. Ob die elektrischen Putzhilfen besser oder schlechter sind, hat unter anderem die Stiftung Warentest untersucht. Der letzte Test stammt zwar aus dem Jahr 2006, aber das tut seiner Aussagekraft keinen Abbruch. Denn eine Revolution hat seitdem nicht stattgefunden, vielmehr werden die Geräte verfeinert und im Leistungsumfang aufgewertet.

Alle Bürsten im Test putzten gut, waren sanft zum Zahnfleisch und machten keine Probleme bei der Haltbarkeit. Allerdings können auch elektrische Zahnbürsten keine Sorgfalt ersetzen: Bei den Zahnzwischenräumen kommen auch sie an ihre Grenzen und bei den Putzbewegungen muss sich der Putzer nach wie vor ums Zahnfleisch und die schwierigen Zahnbereiche kümmern. Generell gilt laut Stiftung Warentest: Wer ordentlich putzt, erreicht auch per Hand perfekte Ergebnisse, die elektrische Zahnbürste ist lediglich bequemer.

Das Hauptaugenmerk beim Kauf muss daher eher auf der Gesamtleistung einer Bürste liegen: Ist die Bürste gut zu handhaben – also möglichst wenig klobig und schwer? Sind die Folgekosten in Ordnung? Die Bürstenköpfe wollen rund alle drei Monate gewechselt werden, was mit rund zehn Euro zu Buche schlägt.

Sehr wichtig ist eine lange Akkulaufzeit – da unterscheiden sich die einzelnen Modelle erheblich. Von 30 Minuten bis 170 Minuten ist in allen Preislagen alles dabei. Geht man von einer täglichen Nutzungsdauer von 15 Minuten aus (dreimal putzen), müssen die schwächsten Bürsten alle zwei Tage geladen werden, während die besten zwölf Tage durchhalten. Nutzen mehrere Personen per Wechselkopf-System eine Bürste, wird die Batterielaufzeit umso wichtiger.

Ansonsten entscheidet der Preis, wie luxuriös die allmorgendliche Zahnreinung ausfällt. Da gibt es spezielle Reinigungs- und Aufbewahrungslösungen, spezielle Zusatzbürsten, besonders breite Putzwinkel, drahtlose Putzzeit-Anzeigen, eine Putzhilfe alias Kieferquadrantenführung, eine Andruckkontrolle gegen zu heftiges Putzen und vieles mehr.

Ein Wort zur mehreren Geräten vorhandenen Putzzeit-Anzeige: Die sind eine nette Sache, stehen aber oft im Widerspruch zu den stetig wechselnden Empfehlungen von Zahnärzten, Fachverbänden oder anderen Herstellern. Dirk Kropp vom Verein prodente nennt drei Minuten als gutes Maß, wie es auch Zahnärzte empfehlen.

Quelle: news.de
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