Eine klare abschließende Aussage trifft das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem soeben veröffentlichten Heft 47 zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes: "Eine Verschiebung des Therapiespektrums in Richtung des festsitzenden, "komfortableren" Zahnersatzes unter der vermehrten Einbeziehung von Zahnimplantaten ist zu erwarten." Zu den Vorteilen von Implantaten zählt das RKI auch die präventiven Aspekte: "Durch frühzeitige und relativ aufwendige Implantation nach Zahnentfernung und funktionelle Belastung des Knochens an strategisch wichtigen Orten kann der Knochenabbauprozeß verlangsamt oder zusammen mit Knochenaufbaumaßnahmen gesteuert werden." Wiederholt wird betont, dass bei Implantatversorgung private Zuzahlung notwendig sei und Implantate daher "nur bei einem geringen Anteil von Patientinnen und Patienten zum Einsatz" kommen. Allerdings sprächen viele Vorteile für diese Form der prothetischen Lösung: "Festsitzender oder implantatgetragener Zahnersatz bietet oftmals eine bessere Ästhetik, Funktionalität und einen besseren Tragekomfort als herausnehmbarer Zahnersatz." Das RKI sagt in seiner rund 50-seitigen Übersicht über die Mundgesundheit in Deutschland dezidiert: "Wenn möglich, sollte eine Zahnlücke festsitzend mit Brücken oder Implantaten versorgt werden."

"Was das Robert-Koch-Institut in seinem aktuellen, von vielen wissenschaftlichen Einrichtungen unterstützten Übersichtsbeitrag zum Thema Implantologie übermittelt, entspricht genau dem, was wir bei unserem Curriculum und auch beim Master-Studiengang erleben", sagt dazu Prof. Dr. Günter Dhom, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie/DGI: "Die Zahnärztinnen und Zahnärzte in Deutschland sehen die Entwicklung für die Implantologie offenbar genauso positiv, denn die sogenannte 'Krise' hat keineswegs zu Rückgängen bei den Anmeldungen geführt. Implantatversorgung ist ein fester, ja wachsender Bestandteil der zahnmedizinischen Zukunft - und deshalb ist das Interesse auch so groß, sich hier profund ausbilden zu lassen." Auch die RKI-Publikation macht eindringlich deutlich, dass sich die Zahnmedizin in den Praxis verschieben wird zu mehr und komfortablerer Versorgung des wachsenden Anteils älterer und alter Menschen unter den Patienten - und wiederholt die Bedeutung von Ästhetik und Lebensqualität als Kriterien für patientengerechte Prothetiklösungen. Die DGI intensiviere und aktualisiere entsprechend regelmäßig ihre Kurse für Einsteiger, Erfahrene und Fortgeschrittene, so Prof. Dhom, und fühle sich auf diesem Weg von der RKI-Einschätzung deutlich unterstützt: "Die Versorgung älterer und alter, möglicherweise auch multimorbider Patienten ist eine besonders anspruchsvolle Aufgabe, der sich die Implantologie heute sehr gut stellen kann - insofern bestätigt sich nicht zuletzt die Notwendigkeit der Etablierung unseres Master-Studiengangs, der ein hohes Niveau an Ergebnissen auch für solche besonderen Herausforderungen vermittelt und damit bestens rüstet für die Bewältigung der auf die Praxen zurollenden Aufgaben."

Quelle: zahn-online.de
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