Der Einsatz von Zahnimplantaten führt zu einer deutlich verbesserten Lebensqualität. Das ist das Ergebnis einer detaillierten, umfangreichen Befragung von rund 4000 Patienten durch die European Centers for Dental Implantology (ECDI), unter deren Dach 18 spezialisierte zahnmedizinische Praxen und Zentren in Deutschland zusammengeschlossen sind.

"Das Plus an Lebensqualität zeigt sich nicht nur beim Essen, Sprechen oder Aussehen", stellt der Kölner Privatdozent Dr. Hans-Joachim Nickenig fest, der die seit Mitte 2010 laufende Studie durchführt. "Bemerkenswert ist, dass sich die Patienten nach erfolgter Implantation weitaus weniger Sorgen um ihre Mundgesundheit machen als vorher."

Die Erkenntnisse gelten laut Nickenig nicht nur für Menschen, die ihre Zähne zuvor komplett verloren hatten, sondern vor allem auch für Patienten mit Einzellücken im Gebiss oder mit einer sogenannten Freiendlücke - wenn ein Kieferabschnitt in der Seite ohne Zähne ist und diese Lücke nach hinten nicht durch einen Zahn begrenzt wird.

Patienten, die während der Einheilphase ihrer Implantate Prothesen benutzen mussten, gaben dagegen für diesen Zeitraum so gut wie keine Verbesserung ihrer Lebensqualität durch den Interims-Zahnersatz an, so ein weiteres Ergebnis der ECDI-Befragung. Anlass der ECDI-Studie sind frühere Untersuchungen, die deutliche Hinweise darauf geben, wie sehr Zahnverlust die mundbezogene Lebensqualität mindert.

Die EDCI-Befragung der Patienten erfolgte in drei Schritten: vor der Implantation, während der Einheilphase und in der Gebrauchsphase. Die Studie, die weiter fortgesetzt wird, benutzt den 21-Punkte-Fragenkatalog des Oral Health Impact Profile (OHIP), einem wissenschaftlichen Standardinstrument zur Ermittlung oraler Lebensqualität. Der Fragebogen wurde durch die Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln genehmigt.

Die bisherigen Ergebnisse der Befragung sind für die ECDI-Mediziner Grund genug, die Studie weiter fortzuführen. "Aus wissenschaftlicher Sicht lässt sich die Aussagekraft durch noch längere Beobachtungszeiträume und umfangreichere Patientengruppen weiter erhöhen", so Dr. Nickenig. Die Erfassung der mundbezogenen Lebensqualität sei zudem ein wichtiges Instrument zur Qualitätskontrolle. Die weiteren Ergebnisse werden die ECDI-Zentren fortlaufend dokumentieren und veröffentlichen.

"Insgesamt ist es ist sehr erfreulich," so Dr. Nickenig, "wenn sich nach erfolgter Implantation nicht nur der medizinische Befund, sondern auch das persönliche Befinden der Patienten stets positiv darstellt."

Über ECDI: Unter dem Dach der European Centers for Dental Implantology (ECDI) sind 18 Zentren in Deutschland zusammengeschlossen. Zentren in Österreich und der Schweiz kommen hinzu. Die ECDI stehen für höchste und vor allem für eine geprüfte und transparente Qualität in der Zahn-Implantologie. Ihre Ärzte müssen seit mindestens 15 Jahren implantologisch tätig sein und mindestens 3.000 Implantate gesetzt haben. Die Leistungszahlen der Zentren werden jährlich überprüft und veröffentlicht. Die Zentren sind einer leitliniengerechten und wissenschaftlich gesicherten Therapie verpflichtet. www.zahnimplantate.com

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Quelle: presseportal.de

 

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