implantate.info ImplanTicker Verbraucherzentrale: Zahntourismus lohnt sich meist nicht

Implantologensuche

Finden Sie einen qualifizierten Implantologen in Ihrer Nähe (in Deutschland, Österreich und der Schweiz).
 

ImplanTicker

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat einem klagenden Zahnarzt einen Unterlassungsanspruch gegen...

Der Boom von Energy- und Sportdrinks ist eine Gefahr für die Zähne: Ihr hoher Säurewert...

Die meisten Erwachsenen leiden an Parodontitis, einer chronischen Entzündung des...

Verbraucherzentrale: Zahntourismus lohnt sich meist nicht PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 22. Juni 2011 um 08:14 Uhr

Zahnbehandlungen im Ausland lohnen sich nach Ansicht der Gesundheitsexperten der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen für Kassenpatienten nur selten – da oftmals die Reisekosten nicht berücksichtigt werden.

„An sich ist es verlockend, wenn man sieht, wie die Kosten abweichen. Die Reisekosten können aber schnell die Einsparungen übersteigen“, erklärt Gesundheitsexperte Kai Vogel von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Die meisten der Patienten reisen wegen der hohen Eigenbeteiligung für Zahnersatz ins Ausland. Allerdings sind dafür immer mehrere Sitzungen nötig. „Es ist schwierig, die alle in einem Urlaub unterzubringen“, erklärte der Experte. Entweder muss man mehrfach anreisen oder über den gesamten Zeitraum bleiben, wodurch die Reisekosten ebenfalls in die Höhe schnellen.

Nun hat der Verband der gesetzlichen Krankenkassen aufgrund der geplanten Reform der Gebührenordnung für Zahnärzte deutlich vor steigenden Zahnarztrechnungen gewarnt. So müssten Kassenpatienten künftig für eine Krone 74 Euro mehr zahlen. Die neue Gebührenordnung, die für Kassenpatienten die Bezahlung bei Behandlungen, die über Standardleistungen hinausgehen, regelt, soll Anfang 2012 in Kraft treten. Hingegen hält die Bundeszahnärztekammer die Warnung für übertrieben.

Nach Ansicht der Experten kann sich eine Behandlung im Ausland für Deutsche, die beispielsweise nahe der polnischen Grenze wohnen, am ehesten auszahlen. Allerdings sollten sich Patienten jedoch auch bei ihrem heimischen Zahnarzt nach Einsparmöglichkeiten erkundigen. Laut Vogel haben vor allem Zahnärzte im Raum Berlin-Brandenburg manchmal Kooperationspartner im osteuropäischen Raum. Die kostengünstige Behandlung könne dann der Arzt im Ausland übernehmen, die Nachbehandlungen hingegen der Kollege in Deutschland. Zudem könnten die Patienten ihren deutschen Zahnarzt auch darum bitten, mit günstigerem Material aus dem Ausland zu arbeiten, „was aber nicht unbedingt sein muss“, da es auch bei inländischen Herstellern spürbare Preisunterschiede gebe, so Vogel.

Quelle: gesundial.net