Wie genau es die Österreicher mit der Mundhygiene halten und wer die Zahnpflege-Muffel in der Alpenrepublik sind, hat eine aktuelle Studie von Marketagent.com, Österreichs führendem Online Markt- und Meinungsforschungsinstitut, untersucht.

500 Österreicher im Alter zwischen 14 und 59 Jahren wurden rund um die Themen „Zahnpflege“ und „Kontrollbesuche beim Zahnarzt“ befragt. Ergebnis: Drei Viertel der Österreicher putzen mindestens 2 Mal täglich ihre Zähne. Geputzt wird dabei noch mehrheitlich mit der guten alten Handzahnbürste. Jeder Vierte ist ein echter „Zahnputz-Mufffel“, bei dem maximal einmal pro Tag Mundhygiene ansteht, wobei mit steigendem Alter der Griff zur Zahnbürste tendenziell seltener wird. Zu regelmäßigen Kontrollen zum Zahnarzt gehen nur zwei von drei Österreichern. Die Mehrheit betritt eine Zahnarztpraxis mit einem mulmigen Gefühl oder sogar panischer Angst.

Mit zunehmendem Alter nachlässiger

„Zwei Mal täglich Zähne putzen“ – an diese Devise halten sich drei Viertel der Österreicher. Knapp zwei Drittel putzen zwei Mal täglich ihre Zähne (63,4 Prozent), 8,6 Prozent sogar noch öfter. Ein echter „Zahnputz-Mufffel“, bei dem maximal einmal pro Tag Mundhygiene ansteht, ist hierzulande immerhin rund jeder Vierte (28 Prozent), wobei sich feststellen lässt, dass mit steigendem Alter der Griff zur Zahnbürste tendenziell seltener wird. Während es die 14- bis 19-Jährigen mit der Zahnpflege vergleichsweise sehr genau nehmen - 84,2 Prozent pflegen mindestens zweimal am Tag ihre „Beißerchen“ - ist es unter den 40-Plus-Jährigen rund ein Drittel, das keine regelmäßige Mundhygiene macht („1 Mal täglich“ oder „seltener“: 40-49 Jährige: 33,1 Prozent; 50-59-Jährige: 36 Europark). Geputzt wird in der Alpenrepublik noch mehrheitlich mit der guten alten Handzahnbürste (57,4 Prozent), eine elektrische Zahnbürste verwenden immerhin 27,0 Prozent.
 
Auf Zahnzwischenräume nicht vergessen

Nur 30,4 Prozent der Befragten aus dem Marketagent.com Online Access Panel reinigen ihre Zähne im Durchschnitt länger als 2 ½ Minuten, bei einem Fünftel dauert die durchschnittliche Putzdauer sogar nur maximal 1 ½ Minuten (21,8 Prozent). Aber nicht nur die Zähne, sondern auch die Zahnzwischenräume müssen gepflegt werden. Jeder dritte Österreicher verwendet zumindest einmal pro Woche Zahnseide oder eine Interdentalbürste (32,2 Prozent). Im Vergleich legen Frauen mehr Sorgfalt bei der Zahnpflege an den Tag. 37,9 Prozent der Männer benützen nie Zahnseide, während es beim weiblichen Geschlecht nur 25,3 Prozent sind. Gegen schlechten Atem und auch noch etwas für die Zahngesundheit tut in etwa jeder Vierte regelmäßig etwas. 27,8 Prozent verwenden zumindest einmal pro Woche eine Mundspülung, weitere 35,4 Prozent zumindest ab und zu. 

Regelmäßige Zahnarztbesuche eher selten

Wenn es um den Kontrollbesuch beim Zahnarzt geht, zeigt sich rund jeder Dritte schleißig. „Nur zwei von drei Österreichern gehen laut Studienergebnis zu regelmäßigen Kontrollen zum Zahnarzt, der Rest wartet ab, bis akute Beschwerden auftreten“, erklärt Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com. Im Schnitt suchen 38,4 Prozent mindestens zweimal pro Jahr den Zahnarzt auf, 36,4 Prozent etwa einmal pro Jahr. Bei rund 25 Prozent können sogar mehrere Jahre zwischen den einzelnen Kontrollbesuchen liegen (25,2 Prozent). 

Angsthasen-Zahnärzte hoch im Kurs: Jeder dritte Österreicher hat beim Betreten einer Zahnarztpraxis ein mulmiges Gefühl in der Bauchgegend (36,0 Prozent). Regelrecht Panik schon allein beim Anblick eines Zahnarztstuhls bekommt mehr als jeder fünfte Österreicher (22,0 Prozent), ganz zu Schweigen, wenn es erst ans Bohren geht. „Unter den Frauen sind es sogar fast 30 Prozent (Frauen: 28,8 Prozent; Männer: 14,8), die Horror vor (etwaigen) zahnärztlichen Eingriffen haben. Richtige „Coolness“ beim Zahnmediziner bewahren nur 42,0 Prozent in der Alpenrepublik. 

Quelle: salzburg.com
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