Viele Menschen in ihren 50ern interessieren sich für Zahnimplantate. Sie kommen der natürlichen Gebisssituation am nächsten und helfen, soziales Leben mit Speisen und Lachen wieder auszukosten. Die Gesellschaft für Zahngesundheit, Funktion und Ästhetik (GZFA) weist darauf hin, das die Entscheidung für ein Zahnimplantat eine präventive Wirkung für das hohe Alter mit einschließt. Der Grund: Zahnimplantate unterstützen die Kaufunktion besser als eine Prothese und stabilisieren Kieferknochen und Restgebiss.

Es sind besonders Bundesbürger zwischen 50 und 70 Jahren, die sich für Zahnimplantate als Alternative zur Prothese interessieren. Das ergab eine Fragebogenaktion, die die GZFA 2008 und 2009 mit knapp 750 Besuchern ihrer öffentlichen Vorträge durchgeführt hat. Mehr als 22 Prozent unter ihnen trugen bereits eine Teil- (168) und knapp 12 Prozent eine Vollprothese (88).

Die Entscheidung für Zahnimplantate begünstigt zugleich einen guten Gebisszustand im hohen Alter, argumentiert Franz Weiß, Geschäftsführer der GZFA. So stabilisieren Implantate bei Prothesenträgern das Restgebiss und unterstützen zahnlose Kieferkämme nachhaltig durch ihren funktionsgerechten Gebrauch. Damit wird das Phänomen Knochenabbau verhindert, wie es bei nicht perfekt sitzenden Prothesen oder Zahnlücken der Fall sein kann.

Tatsächlich finden sich ältere Menschen oft mit Prothesen ab, die Wundscheuern verursachen und das Kauen beeinträchtigen. In einem schleichenden Prozess schrauben sie ihre Bedürfnisse herunter. Berüchtigt ist die Feststellung der Beratungsagentur Markenzeichen food von 2006, nach der jedes vierte Glaskostprodukt von über 50Jährigen gekauft und verzehrt wird. Alterszahnmediziner weisen darum zu Recht darauf hin, dass eine veränderte Altersstruktur auch neue Konzepte für die zahnmedizinische Versorgung erfordern.

Mundgesundheit bei pflegebedürftigen Menschen

Das gilt insbesondere für pflegebedürftige Menschen, die ihre Zahnpflege und Prophylaxe-Termine beim Zahnarzt nicht mehr selbst umsetzen können. Sie sind auf Angehörige, Pflegemitarbeiter und Zahnärzte angewiesen, die sich verstärkt um ihre Mundgesundheit kümmern. Studien der letzten Jahre haben gezeigt, dass diese nicht nur viel für das Gebiss bewirken, sondern gleichzeitig das Risiko für Atemwegserkrankungen erheblich vermindern können. Schon die umsichtige Reinigung von Zähnen, Zunge und Zahnersatz reicht aus, Pilzinfektionen und Bakterien in der Mundflora zu verhindern, die in Verbindung mit Herzklappenentzündungen stehen. Ein wegweisender Ansatz sind beispielsweise Schulungen in Zahn- und Prothesenhygiene durch zahnmedizinische Mitarbeiter, wie in einem Seniorenheim in Tokyo durchgeführt. In der begleitenden Studie ließ sich parallel eine deutlich geringere Häufigkeit von Fiebererkrankungen oder Lungenentzündung nachweisen.

Ein weiteres Beispiel ist die Behandlung durch den ‚reisenden Zahnarzt’. Der kann anhand einer mobilen Behandlungseinheit auch am Krankenbett Schmerzbehandlungen, Füllungen und Zahnextraktionen vornehmen. Mit einer professionellen Zahnreinigung entfernt er bei seinem pflegebedürftigen Patienten Plaque und Zahnstein und verhindert so Entzündungserscheinungen wie Parodontitis und Periimplantitis. Dieses mobile Behandlungsverfahren ist nicht nur bei einzelnen Zahnärzten, sondern mittlerweile auch im Rahmen von Modellprojekten zu finden. Es zeichnen sich langfristig sogar Kosteneinsparungen ab.

Quelle: deutsche-zahnarztauskunft.de

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