Die Zahnimplantat-Firma Altatec macht einen beschaulichen Ort in der Region um Stuttgart zum Global Player in der Zahnmedizin.

Die Zeitungen schreiben vom aktuellen tiefen Tal, in der sich die Wirtschaft befindet. "Doch unsere Firma ist wie ein Fels in der Brandung", sagt Jean-Marie Wyss, 58-jähriger Schweizer und Geschäftsführer der Firma Altatec. Altatec entwickelt und fertigt hochwertige Zahnimplantate. Die Firma ist präsent auf vielen internationalen Märkten.

Man denke gar nicht daran, Arbeitsplätze abzubauen, sagt Wyss. Im Gegenteil. Gerade erst hat die Firma erweitert, die Produktionsfläche mal so eben mit 7500 zusätzlichen Quadratmetern verdoppelt, 15 Millionen Euro investiert. 180 Menschen arbeiten für Altatec in Wimsheim, Chemiker, Bauingenieure, Physiker, zehn verschiedene Berufe. "Und wir stellen weiter ein", sagt Jean-Marie Wyss - in diesem Jahr waren es schon 15 neue Kräfte. Hinzu kommen 70 Mitarbeiter des Vetriebsunternehmens Camlog, ein paar Räume weiter.

Beide Firmen, Altatec und Camlog gehören zur deutsch-schweizerischen Unternehmensgruppe Camlog: "2004 waren wir noch ein Nobody", erzählt Jean-Marie Wyss. Ursprünglich erwuchs Altatec vor zehn Jahren aus einer Dreherei in Wurmberg. 2004 übernahm die Investorengruppe das Ruder. "Heute sind wir in Deutschland die Nummer 2, weltweit die Nummer 6 in unserer Branche."

Das Herz von Altatec sind die großen Fertigungshallen. 50 Langdrehmaschinen stehen hier in Reih und Glied. Auf den aktuellen Erweiterungsflächen ist Platz für nochmal so viele. Höchsten 250 Sekunden benötigt eine Maschine, um ein Implantat herzustellen. Bis zu 2000 der kleinen Titanstücke verlassen Wimsheim jeden Tag. In 18 verschiedene Länder liefert Altatec, auch wenn Deutschland nach wie vor der größte Markt ist.

Warum gerade Altatec so erfolgreich ist? Wyss nennt das Geheimnis der Firma: die "Tube in Tube" - Verbindung der Implantate aus Wimsheim. Besonders "rotationssicher" seien sie, sehr belastbar. "Auch legen wir viel Wert auf Ästhetik."

Wenn die Fertigungshalle das Herz von Altatec ist, dann wirkt der Arbeitsplatz der Ingenieurin Ute Hätinger als Auge. Sie sitzt vor großen Bildschirmen, welche die Aufnahmen eines Elektronenmikroskopes zeigen. Die Implantate werden im Vakuum untersucht. Kleinste Unregelmäßigkeiten auf der Oberfläche kann die Diplom-Ingenieurin so finden. So entdeckt sie, wenn etwas nicht richtig geätzt oder eine Pore nicht fein genug ist. Einen Raum weiter "kaut" eine Art künstliches Gebiss als Prüfstand vor sich hin. Der "Hydropulser", eine servohydraulische Anlage testet wochenlang einzelne Implantate. Die Maschine bewegt sich auf und ab, mindestens zwei Millionen Mal. "So gewährleisten wir, dass unsere Implantate belastbar genug sind", erklärt der Geschäftsführer.

Altatec soll weiter wachsen und langfristig Erfolg haben: "In fünf Jahren wollen wir weltweit unter den Top drei sein und deutschlandweit die Nummer eins", gibt Wyss vor. Das Potenzial sei da. Fünf Millionen Menschen in Deutschland benötigen eigentlich Zahnimplantate", rechnet er vor. "Nur eine Million hat bisher welche."

Quelle: stuttgarter-zeitung.de
 
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