Studien zeigen, dass allein in Deutschland mindestens fünf Millionen Menschen eine mehr oder weniger ausgeprägte Zahnarztphobie mit Angst vor dem Zahnarzt und Angst vor der Zahnbehandlung haben. Bei solchen Patienten bricht schon beim Gedanken an den Zahnarzt oder eine Zahnarztpraxis Panik aus. 

Das Herz beginnt zu rasen, der Blutdruck steigt, Schweißausbrüche folgen, Zittern greift auf den gesamten Körper über, viele Patienten hyperventilieren und verlieren sogar kurzzeitig das Bewusstsein: Die Angst kann sich bis zum Unerträglichen steigern. Die empfundene Ohnmacht lässt die Menschen verzweifeln. Die Angst oder vielmehr die Panik ist stärker als jeder Zahnschmerz, der durch die Abstinenz vom Zahnarzt immer häufiger und bohrender wird. Auch die Pein, die Patienten haben, wenn sie den Mund beim Sprechen öffnen und die "Ruinen" im Mund nicht mehr verstecken können, kann nicht so tragisch sein wie ein Zahnarzt-Termin. 

Oft beginnt es dann mit einem kleinen Löchlein und danach greift Karies im Mundraum um sich. Das Zahnfleisch verändert sich krankhaft und das Zähneputzen ist eine Qual. Es ist von Schmerzen und Zahnfleischbluten begleitet. Für viele Menschen entwickelt sich der Zahnarzt gedanklich zum Teufel, der in der Hölle, der Zahnarztpraxis, seinen Dreizack, den Bohrer, schwingt. Es entwickelt sich ein Teufelskreis aus Angst und Scham. Wie sich Zahnarztangst entwickelt Zahnarztangst entsteht, wenn Patienten schlechte Erfahrungen mit dem Zahnarzt gemacht haben. 

Angst ist eine Reaktion auf eine als bedrohlich empfundene Situation, erläutert die Berliner Diplom-Pädagogin Almut Carlitscheck. Ein Zahnarztbesuch ist sicherlich unangenehm, da er oftmals Schmerzen verursacht, aber Menschen lernen normalerweise, mit solchen belastenden Situationen umzugehen oder sie durchzustehen. Der Angstpatient lässt sich von seiner Angst in die Flucht schlagen und setzt sich der bedrohlichen Situation nicht mehr aus, da er davon überzeugt ist, ihr nicht gewachsen zu sein, informiert Almut Carlitscheck. 

Aber es gibt Wege aus der Zahnarztangst, die die psychologische Beraterin empfiehlt: 

1. Das Bewusstsein schaffen, dass es sich um eine irrationale Angst handelt. 

2. Die Zahnarztangst kritisch unter die Lupe nehmen. 

3. Eine Zahnarztpraxis einfach nur betreten und ansehen. 

4. Bei der ersten Terminvereinbarung unmissverständlich auf die Zahnarztangst hinweisen. 

5. Beim ersten Termin nur um ein Gespräch mit dem Zahnarzt bitten. 

6. Parallel eine Entspannungstechnik erlernen und anwenden, um weitere Zahnarztbesuche trotz Angst zu überstehen. 

7. Einen spezialisierten Zahnarzt zur Diagnostik und Therapie aufsuchen. 

8. Bei schmerzhaften Eingriffen auf ausreichende schmerzstillende Maßnahmen bestehen und sich nicht beirren lassen. 

9. Bei ausgeprägter Zahnarztangst vom Hausarzt eine psychotherapeutische Behandlung einleiten lassen. 

10. Die Zahnarztangst meistern und regelmäßig zum spezialisierten Zahnarzt gehen. 

Es gibt immer mehr Zahnärzte, die im Umgang mit Zahnarztangst-Patienten geschult sind. Von der schmerzstillenden Spritze über den Dämmerschlaf bis zur Vollnarkose reicht das Spektrum der Möglichkeiten, Schmerzen zu stillen und damit Phobien zu bekämpfen. 

Quelle: pr-inside.com
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