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Zahnprobleme durch Rheuma PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dr. Kersten   
Dienstag, 02. Februar 2010 12:19
Rheuma-Patienten sollten besonders sorgfältig ihre Zähne pflegen, empfiehlt der Bundesverband Deutscher Rheumatologen (BDRh). Der Grund: Beide Erkrankungen können sich gegenseitig verstärken. Das zeigen mehrere aktuelle Studien der Berliner Charité.

"Über die Hälfte der Patienten mit rheumatoider Arthritis leidet unter bakteriellen Entzündungen des Zahnhalteapparates", erklärt Dr. Edmund Edelmann, Vorsitzender des BDRh in einer Pressemitteilung. Da sowohl Rheuma als auch Parodontitis entzündlich bedingte Erkrankungen seien, könnten sie sich gegenseitig befeuern. Das bedeutet: Rheumatoide Arthritis begünstigt eine Parodontitis, und diese wiederum kann die Aktivität einer rheumatischen Erkrankung verstärken.
 
Beide Erkrankungen führen letztendlich zu einem schleichenden Abbau von körpereigenem Gewebe wie Knorpel und Knochen: Bei rheumatoider Arthritis werden die Gelenke zerstört, bei Parodontitis der Zahnhalteapparat. "Daran beteiligt sind in beiden Prozessen dieselben entzündungsfördernden Substanzen wie zum Beispiel bestimmte Zytokine und Prostaglandine", weiß Prof. Gerd-Rüdiger Burmester, Leiter der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie.
 
Wer bereits an rheumatoider Arthritis leidet, sollte deshalb auf eine regelmäßige und sorgfältige Zahnpflege achten. Falls eine zahnmedizinische Therapie oder eine spezielle Pflegeanleitung notwendig wird, ist ein Besuch beim Zahnarzt ratsam, meint Edelmann.

Quelle: netdoktor.de