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Implantate nach der all on four Methode
Geschrieben von: Anne   
Freitag, 06. Februar 2009 02:25
Hallo liebe Leute, bin neu hier und werde versuchen meine Erfahrungen, die ich demnächst machen werde mit der oben genannten Methode, an euch weiterzugeben. Ich habe eine wahre Odyssee hinter mir. Im Mai 2007 wurden mir alle Zähne im OK gezogen, im UK sind drei verblieben, die mit Kronen versehen wurden. Im OK bekam ich einen herausnehmbaren Zahnersatz mit so einer Gaumenplatte. Damit fing mein Elend an und meine Lebensqualität war nicht mehr vorhanden. Ich konnte weder essen, geschweige denn vernünftig reden. Ich sitze an einer Supermarktkasse und rede mir den ganzen Tag den Mund fusselig. Es war das Grauen. Der Zahnarzt konnte keine Erklärung dafür geben, warum ich mit diesem Zahnersatz nicht vernünftig sprechen kann. Es folgten wöchentliche Besuche bei ihm,bei denen er versuchte, meine sprachliche Situation zu verbessern. Es gelang ihm nicht. Mittlerweile hatte ich schon leichte Depressionen entwickelt, da es mir bei meiner Arbeit so schwer fiel, mich zu artikulieren. Langer Rede, kurzer Sinn: Ich landete auf eigenen Wunsch bei einem Gutachter, der auch keine Erklärung dafür hatte, warum ich mit diesem herausnehmbaren Zahnersatz so große Probleme hatte. Ich war schon völlig verzweifelt, dann suchte ich mir im Internet einen erfahrenen Implantologen und stellte mich ihm vor. Nach eingehender Untersuchung und Auswertung des CT`s eröffnete er mir, dass bei mir die all on four Methode, vor allem im Oberkiefer die einzige Möglichkeit sei, bei mir festsitzenden Zahnersatz zu ermöglichen. Das bedeutet, es werden sowohl im Oberkiefer als auch im Unterkiefer jeweils 4 Implantate gesetzt, ich glaube im 45° Winkel, das geht, vor allem wenn nur wenig Knochen vorhanden ist. Nun, die Implantation der 8 Implantate wird am 20. März 2009 in Vollnarkose in der Praxis bei meinem Implantologen erfolgen. Ich werde danach Provisorien bekommen und nach einer Einheilzeit von ca. 4 Monaten wieder festsitzende Zähne haben. Dadurch dass dieser Zahnarzt einer Arbeitsgemeinschaft für bezahlbaren Zahnersatz angehört, ist es zwar immer noch teuer, kostet aber die Hälfte, was ich normal bezahlen müßte. Wenn ich den Eingriff hinter mir habe, werde ich euch natürlich darüber berichten. Bis dahin lieben Gruß Anne
 
Kommentare (3)
All-on-four
3 Sontag, 27. September 2009 13:48
Betroffener
Diese Methode funktioniert im Unterkiefer eher als im Oberkiefer, da im Unterkiefer die Knochenqualität meist besser ist. Zu beurteilen wäre ein Erfolg sowieso erst nach mehreren Jahren, da sich Über- oder Fehlbelastungen erst nach einigen Monaten oder Jahren bemerkbar machen. Also ein momentaner Erfolg könnte in ein paar Jahren schon zu einem Misserfolg werden. Konsens herrscht über fast alle Fachgesellschaften, dass eine nicht herausnehmbare Versorgung im Oberkiefer acht und im Unterkiefer sechs Implantate benötigt. Alles Andere ist klinisch noch nicht langzeit-erprobt.

Grüße K.
All-in-four
2 Mittwoch, 09. September 2009 09:03
Johanna
Mich würde sehr interessieren, ob die Behandlung erfolreich war. Wie hoch sind die Kosten? Kann man danach gut essen und - was besonders wichtig ist - auch gut und deutlich sprechen.
Grüsse J.
all-on-four
1 Mittwoch, 18. Februar 2009 18:30
implantatfreak
habe auch von dieser Methode gehört, allerdings sagte mein Zahnarzt, dass das keine sichere Sache sei und eher ein "Austetsen von Grenzen". Würde mich aber mal intressieren, wie es weitergeht.
Gruß
if

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