Die bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates, die in einer weitgehend irreversiblen Zerstörung endet, ist die wohl häufigste Ursache für Zahnverlust im Erwachsenenalter. Dabei ist meist das gesamte Gebiss betroffen. Ob eine Parodontitistherapie (Parodontosebehandlung) einen Zahn retten kann, hängt von einigen Faktoren ab:

Ausmass des Knochenabbaus

  • Bei einem Knochenbettverlust von mehr als 50% wird die Situation als ungünstig eingestuft.
  • Bei einem Knochenbettverlust von mehr als 70% wird die Situation als hoffnungslos eingestuft.

Scmerzen, Eiterungen, akute Beschwerden

Eine Parodontitis verläuft oftmals unauffällig ohne stärkere Beschwerden. Allerdings kann es im akuten Stadium zu starken Entzündungen mit Eiterungen (Parodontalabzess) kommen, die mit  starken Schmerzen einhergehen können. Oftmals herrscht geleichzeitig ein stärkere Kochenabbau mit Zahnlockerung vor. In diesem Stadium liegt eine Zahnentfernung nah.

Zusätzliche Zahnerkrankungen

In einer ungünstigen Konstallastion kann es z.B. durch eine tiefe Karies zu einer zusätzlichen Wurzelentzündung kommen (Paro-Endo-Läsion). Ebenso ungünstig wäre hier eine Karies an der Zahnwurzel. Auch eine Wurzelentzündung bei einem bereits wurzelbehandelten Zahn ist ein zusätzlicher Extraktionsgrund.

Therapierbarkeit

Einwurzelige Zahne sind grundsätzlich einfacher zu Behandeln, da mehrwurzelige Zähnen durch die Wurzelgabelung größeren Raum für Bakterien liefern um sich einer Beseitigung zu entziehen . Bei einem Furkationsbefall (Parodontitis. zwischen den Wurzeln) ist der langfristige Zahnerhalt zweifelhaft.

Individuelle Vorraussetzungen

Jeder Mensch reagiert anders bzw. nicht gleich auf eine Therapie. Sollten alle Behandlungsmethoden die fortschreitende Parodontitis nicht aufhalten können, ist es sinnvoll, die Entscheidung für eine Zahnentfernung rechtzeitig zu stellen, damit der Knochenverlust für eine mögliche spätere  Implantattherapie  nicht zu gross wird.

Planung des Zahnersatzes

Sofern die Parodontose gestoppt wurde, muss ein Zahn mit Knochenabbau nicht direkt gezogen werden. Er sollte ab einem gewissen Knochenverlust allerdings nicht in die Planung eines festen Zahnersatzes (Brücke) miteinbezogen werden, da er als Pfeilerzahn langfristig nicht stabil genug ist.  In einen herausnehmbaren Zahnersatz (z.B. Telskopkrone) hingegen kann ein solcher Zahn durchaus mit einbezogen werden, da. diese Zahnersatzform wandelbar ist. Siehe Gründe für Zahnersatz

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