Wurzelentzündungen gehen von abgestorbenen Zähnen aus, sind schmerzhaft und nicht ungefährlich., da sie als Vereiterungen nach aussen drängen können (Abszess)  oder als Herd Bakterien in den Körper streuen. Eine Behandlung ist also notwendig. Mit genügend Aufwand lassen sich die meisten wurzel-entzündeten Zähne retten und müssen nicht gezogen werden.

Die üblichen Therapien einer Wurzelentzündung beinhalten:

  • Primäre Wurzelbehandlung, wenn der abgestorbene Zahn noch nicht behandelt wurde
  • Revision (Erneute Wurzelbehandlung), Kosten werden nicht von der gesetzlichen Krankenkasse getragen
  • Wurzelspitzenresektion (WSR, operative Kappung der Wurzelspitze)

Eine Antibiotikatherapie ist dagegen nicht zu empfehlen, da sie die Ursache der Erkrankung (verbliebene Bakterien im Wurzelkanal) nicht behandelt und daher nur in Ausnahmefällen in der Lage ist, den Entzündungsprozess an der Wurzelspitze zur Ausheilung zu bringen.

Was spricht gegen den Zahnerhalt eines wurzeltoten Zahnes?

  • Keine Wurzelbehandlung möglich (Entzündung nicht aufzubereitenden Kanäle)
  • Erfolglose Wurzelbehandlung und Wurzelspitzenresektion
  • Großflächige Entzündungsprozesse (Geringe Erfolgsaussichten bei unbestimmter Therapiedauer)
  • Herdsanierung aus medizinischen Gründen
  • Ausgeprägte Parodontitis (Paro-Endo-Läsion) oder andere hinzu tretende Aspekte

Bedeutung für Implantatversorgung

Sofern die Entzündung komplett ausgeheilt ist, kann  eine Insertion von Implantaten vorgenommen werden. Von einer Sofortimplantation sollte allerdings Abstand genommen werden, da sie in einem entzündeten Umfeld  ein zu großes Risiko darstellt. Wir raten zu einer verzögerten Sofortimplantation oder sicherer  zu einer Spätimplantation.

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