Aktuelle Meldungen

Wer eine schlecht sitzende Prothese trägt, spricht ungern darüber. Schlimmer noch: Er sagt überhaupt wenig, weil es ihm schwer fällt - ebenso wie das Kauen. Eine attraktive, aber vielen noch unbekannte Alternative stellt die Stabilisierung der Prothese durch Mini-Implantate dar.

Es ist immer noch ein Tabuthema, obwohl sehr viele Prothesenträger in Österreich davon betroffen sind. Nicht wenige von ihnen können nicht optimal kauen oder haben mit Pfeif- oder Zischgeräuschen beim Sprechen zu kämpfen, insbesondere bei der Aussprache von F-, S- und SCH-Lauten. Oder sie wünschen sich ganz allgemein ein Mehr an Lebensqualität durch das Gefühl von festsitzenden Zähnen.

Eine Option besteht in der Stabilisierung der vorhandenen Prothese durch Mini-Implantate. Sie sind deutlich schlanker als klassische Implantate und können daher minimalinvasiv in den Kiefer eingebracht werden - ein vergleichsweise unspektakulärer Eingriff unter örtlicher Betäubung und in der Regel in einer einzigen Sitzung. Die vorhandene Prothese findet über einen Schnapp-Mechanismus auf den Mini-Implantaten festen Halt und lässt sich jederzeit einfach einsetzen und wieder herausnehmen. Oft ist sogar eine sofortige Belastung möglich, so dass der Patient schon direkt nach dem Eingriff die wieder gewonnene Lebensqualität auskosten kann.

Quelle: pressetext.at

Parodontitis- und Kariesbakterien können beim Küssen übertragen werden. Experten weisen darauf hin, dass vor allem schwerere Fälle von Parodontitis spezielle Keime entwickeln würden, die beim Küssen in andere Münder gelangen können.

Entscheidend für den Ausbruch einer Zahnkrankheit sei aber nicht das Küssen, sondern nach wie vor die Mundhygiene. Das sagte Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. Wer Zähne nicht regelmäßig putzt oder raucht, bietet den Bakterien mehr Angriffsfläche. Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnbetts, die zum Rückgang des Zahnfleisches und zur Lockerung von Zähnen führen kann. Auch Karies, das klassische «Loch im Zahn», wird durch übertragbare Bakterien ausgelöst. Säuglinge sind für diese Krankheit besonders anfällig. Mütter sollten deshalb heruntergefallene Schnuller nie im eigenen Mund, sondern lieber in Wasser reinigen, rät Oesterreich.

Quelle: zahn-online.de

"Eigene Zähne sind mit Gold nicht aufzuwiegen" sagte mir eine ältere Patientin, als ich ihr eine Teleskopprothese einsetzte. Recht hatte sie mit dieser Aussage, denn die eigenen Zähne sind der wertvollste Besitz, den man hat. Heutzutage bedauere sie, dass sie früher nicht intensiver ihre eigenen Zähne gepflegt hatte und meinte, dass nach den vielen Extraktionen ihre Probleme erst angefangen hätten. Gründliche Pflege dieses Schatzes dauert nicht einmal eine halbe Stunde täglich und hätte hier vorbeugen können. Hingegen bedarf es eines hohen Kosten- und Zeitaufwandes, sich das Kauvermögen beim Zahnarzt wieder zu "erkaufen".

Das menschliche Gebiss erfüllt mehrere Funktionen. Die wichtigste ist sicherlich die Aufnahme und Zerkleinerung von Nahrung. Daneben haben die Zähne aber auch eine kommunikative Funktion bei der Lautbildung unserer Sprache, denn ohne Zähne wäre eine wohlartikulierte und verständliche Sprache nicht denkbar. Das Aussehen und somit ein ästhetischer Gesamteindruck eines Menschen ist die dritte Aufgabe, den das Gebiss erfüllt. Redewendungen wie "ein steiler Zahn" oder "jemandem die Zähne zeigen" verdeutlichen eindrucksvoll die Bedeutung der eigenen Zähne. Alle drei Funktionen tragen zur Schaffung des Wohlbefindens bei und dienen dem Erhalt von Lebensqualität im höheren Lebensalter. Zahnlose klagen daher oft über Probleme im Umgang und Kontakt mit ihren Mitmenschen, was sich teilweise in einem verminderten Selbstwertgefühl und in einer Abwendung von der Gesellschaft äußern kann.

Daher ist die Zahnlosigkeit zunächst ein Problem, mit dem sich die meisten der Betroffenen logischerweise direkt an einen Zahnarzt wenden. Meist wünschen die Patienten eine schnelle, perfekt sitzende und darüber hinaus kostengünstige Lösung. Ein solcher Zahnersatz müsste erst noch erfunden werden. Der Zahnarzt ist hierbei oft Psychologe, Finanzberater und Allgemeinmediziner in einer Person. Zahnersatz kann somit immer nur ein Kompromiss aus finanzieller, kaufunktioneller und ästhetischer Sicht sein.

Bei der Versorgung älterer Patienten, insbesondere bei der "betreut" und stationär wohnender Seniorinnen und Senioren, treten die Anforderungen an das Aussehen und die Sprache aufgrund reduzierter sozialer Kontakte in den Hintergrund. Sehr treffend zeigt sich nach dem Zitat aus William Shakespeare's König Lear "Doch wo die größre Krankheit Sitz gefasst, fühlt man die mindre kaum...", dass die Multimorbidität, das Auftreten und Zusammentreffen mehrerer Allgemeinerkrankungen wie Arteriosklerose, Herzerkrankungen, Osteoporose, Arthrose, Diabetes, psychogener Erkrankungen und Allergien solche Menschen leidensfähiger werden lässt. Vielfach begnügen sich gerade Bewohner von Seniorenheimen damit, dass sie halbwegs mit ihrem alten Zahnersatz die Mahlzeiten zu sich nehmen können.

Die Sicherstellung der Nahrungsaufnahme, die Zerkleinerung von Speisen und deren Vorbereitung für die Verdauung sind besonders im Seniorenalter nicht mehr ganz unproblematisch. Gerade das Fehlen von Zähnen oder ganzer Zahngruppen bereitet dem betreuenden Zahnarzt oft Probleme bei seinem Wunsch, den Patienten optimal zu versorgen. Oft fehlt an den gewünschten Positionen im Kiefer ein Zahn, der als Anker für die Befestigung einer Brücke dienen könnte. Da aufgrund der Vielzahl von Erkrankungen im höheren Lebensalter auch die Osteoporose nicht selten anzutreffen ist und auch im Kiefer der Knochenabbau nicht Halt macht, ist ein Implantat oftmals contraindiziert. Auch schrecken die Kosten viele Senioren von dieser Versorgung ab. Somit bleibt meist nur eine mit Klammern verankerte Teilprothese oder eine Teleskopprothese als möglicher Ersatz. Anzumerken sei aber, dass herausnehmbarer Zahnersatz nicht den Kaukomfort bietet wie eigene Zähne bzw. Kronen und Brücken. Der mittlere Kaudruck liegt bei Totalprothesen bei nur etwa 10% gegenüber bezahnten Kiefern, da dieser beim Beißen nicht auf Restzähne, sondern nur auf die Mundschleimhaut übertragen werden kann.

In einer derzeit laufenden Studie über das Ernährungs- und Mundhygieneverhalten sowie den Zahnersatz von Bewohnern in Bonner Seniorenheimen wird die Problematik deutlich. Nahezu 86% der bisher Untersuchten sind völlig zahnlos, 90% von ihnen haben eine Totalprothese in beiden Kiefern, 10% eine Prothese nur in einem Kiefer oder sind unversorgt. Jedoch saßen bei nur knapp einem Drittel von ihnen die Prothesen adäquat. Mehr als die 60% der Prothesenträger gab trotz teilweise schlecht sitzenden Zahnersatzes subjektiv keinerlei Beschwerden an, ein Drittel bemängelte Druckstellen, schlechten Geschmack oder einen mangelnden Prothesenhalt. Bewohner mit eigenen Zähnen oder festsitzendem Zahnersatz wie Kronen und Brücken berichteten vielfach über Probleme bei der Reinigung ihrer Zähne, gaben jedoch an, nahezu alles mit ihren Zähnen kauen zu können.

Die Berücksichtigung des Kauvermögens bei der Essenszubereitung erfolgt in vielen Fällen schon fast automatisch. Man darf hierbei aber nicht die Gewohnheiten der älteren Menschen und die Ausgewogenheit der Nahrung vernachlässigen. In Seniorenheimen wird dies zumeist über einen festgelegten Menü- oder Speiseplan geregelt.

Problematisch sind hingegen vielfach die relativ selbständigen Senioren mit fehlendem oder funktionell mangelhaftem Zahnersatz, die sich meist noch selbst versorgen können. Oft kann hier wenig abwechslungsreiche und ballaststoffarme Nahrung eine ganze Problemkaskade mit sich ziehen: Ein insuffizientes Gebiss kann die Nahrung nur unzureichend zerkleinern, hierdurch wird die enzymatische Aufbereitung beeinträchtigt. Die zu großen Speiseboli werden oft hinuntergeschlungen und nur schwer im Magen aufgeschlossen und so zur weiteren Verdauung an Dünn- und Dickdarm weitergegeben. Die Verstoffwechslung der Speise bleibt nur unvollständig, darüber hinaus kommt es zu mechanischen Beeinträchtigungen und zur Ermüdung des Darmsystems durch Mehrbelastung. Genauso kann es bei der ausschließlichen Aufnahme von pürierten Speisen mit breiartiger Konsistenz ebenso zu Opstipation durch Minderbelastung kommen. Daher ist bei Verdauungsproblemen in erster Linie ein Allgemeinmediziner zu Rate zu ziehen, der u.U. eine Konsultation zu einem Internisten bzw. Gastroenterologen anrät. Doch sollten sowohl Patient als auch der human-medizinische Kollege hierbei an einen möglicherweise nicht funktionstüchtigen Zahnersatz denken.

Der Forschungsbereich Alterszahnheilkunde an der Universität Bonn hat sich gerade die Erarbeitung neuer Konzepte, die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit ärztlichen und pflegerischen Disziplinen und die Koordination eines betreuenden alterszahnärztlichen Dienstes zum Ziel gesetzt.

Quelle: bagso.de

Im Rahmen einer aktuellen klinischen Studie sucht die Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik des Universitätsklinikums Heidelberg Patienten mit zahnlosem Unterkiefer, die mit ihrer Prothese unzufrieden sind. Teilnehmer erhalten jeweils zwei Implantate mit einer neuartigen Verbindungstechnik, durch die sich die Einheilphase von bis zu sechs Monaten auf wenige Tage verkürzen soll. Dabei sparen sie 50 Prozent der Kosten, die normalerweise für das Einsetzen der Implantate und die Anfertigung des Zahnersatzes anfallen. Die Forscher wollen die Technik mit bestehenden Systemen vergleichen und Aspekte wie Lebensqualität oder Kauleistung beleuchten.

In Deutschland ist etwa ein Viertel der 65- bis 74-Jährigen zahnlos. Eine Totalprothese stellt jedoch vor allem im Unterkiefer für viele Patienten eine unbefriedigende Lösung dar. Weil die Prothese ausschließlich auf der Schleimhaut aufliegt, kann sie beim Kauen klebriger oder harter Nahrung verrutschen. Häufige Begleiterscheinungen sind schmerzhafte Druckstellen, manchmal auch ein Würgereiz oder eine gestörte Aussprache. Viele Betroffene meiden die Öffentlichkeit, und ihr Selbstbewusstsein leidet.

Bereits mit zwei Zahnimplantaten und darauf fixierten Druckknöpfen oder anderen Halteelementen bekommt eine Totalprothese stabilen Halt. Dadurch steigen Kauleistung und Lebensqualität. In der Regel müssen Implantate jedoch zuvor mehrere Monate unbelastet einheilen. Um diese Durststrecke für die Patienten abzukürzen, wurden Implantate und Halteelemente entwickelt, die auch eine sehr frühe Belastung ermöglichen.

Interessierte können an der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik einen unverbindlichen Beratungstermin unter Telefon 06221 / 56 60 40 vereinbaren.

Weitere Informationen über die Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik im Internet:

www.klinikum.uni-heidelberg.de/Poliklinik-fuer-Zahnaerztliche-Prothetik.106827.0.html

Ansprechpartner:

Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik

Mund-Zahn-Kiefer Klinik

Universitätsklinikum Heidelberg

Im Neuenheimer Feld 400

69120 Heidelberg

Tel.: 06221 / 56 60 40

Fax: 06221 / 56 53 71

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Quelle: idw.de

 

Zahnimplantate sind in vielen Fällen von Zahnverlust heute die erste Wahl – Als Dauerlösung ist die Mitarbeit der Patienten gefragt.

Auch eine Variante: In der Generation unserer Großmütter wurden Zähne noch reihenweise gerissen. Ob gesund oder krank spielte dabei wenig Rolle. Eine herausnehmbare Totalprothese schien damals ein probater Ersatz für die eigenen Beisserchen. Der Gedanke dahinter: Betroffene könnten sich hinkünftig jegliche Zahnprobleme ersparen. Mitnichten, denn ein zahnloses Kiefer tendiert zu schrumpfen, was das Tragen einer Vollprothese langfristig erheblich erschwert.

„Heute agiert man wesentlich zurückhaltender, die Zahnextraktion ist immer die letzte Option", erzählt Josef Piribauer, ärztlicher Leiter der Dentalklinik Margareten in Wien und ergänzt, dass das Produzieren vollkommen zahnloser Münder in der Vergangenheit vornehmlich das Werk von Dentisten war. Eine Berufsgruppe, die auch heute noch oft synonym mit der Bezeichnung Zahnarzt verwendet wird, in Österreich jedoch schon seit 1975 nicht mehr existiert. Das Können der Dentisten bewegte sich vornehmlich im Bereich der Zahntechnik, zahnmedizinisch ausgebildet waren sie nicht.

Fortschritt der Zahnmedizin

Zum Teil ist dieses rigorose Vorgehen in der Vergangenheit aber nachvollziehbar, denn die Voraussetzungen für den Erhalt der eigenen Zähne damals, sind mit heute nicht mehr vergleichbar. Moderne diagnostische Maßnahmen helfen Zahn- und Kiefererkrankungen früher zu erkennen und die Möglichkeiten in krankhafte Prozesse einzugreifen sind um vieles besser geworden. Diverse Füllungsmaterialien, Inlays und Kronen bieten sich nunmehr als zahnerhaltende Maßnahmen an. Die Zahnprävention ist zum fixen Bestandteil der Zahnmedizin geworden. Ein funktionstüchtiges und ästhetisches Gebiss ist in den westlichen Industrienationen ein gesellschaftliches Muss.

Vermeidbar ist Zahnverlust allerdings auch heute nicht immer. Traumatische Ereignisse, entzündliche Prozesse oder Karies zeigen sich nach wie vor für zahlreiche Zahnlücken verantwortlich. Das Zahnimplantat beim kariesfreien Gebiss ist in der Einzelzahnversorgung für Piribauer heute die erste Wahl. „Auch als Halte-Fixierelement für Prothesen, Brücken oder Einzelzahnkronen ist der Vorteil unumstritten", weiß der Experte. Das Implantat steht dabei dem eigenen Zahn funktionell und ästhetisch um fast nichts mehr nach. Die künstlichen Zahnwurzeln aus Titan oder Zirkonoxid sind fest im Kieferknochen verwurzelt. Kauverlust und Probleme bei Sprach- und Lautbildung sind kein großes Thema mehr.

Die billige Lösung

Eine rasante Entwicklung und dennoch ist die konventionelle Zahnprothese nicht obsolet. Zum einen, weil für viele Menschen der mobile Zahnersatz der einzig leistbare ist, zum anderen ist die Prothese auch als Zwischenlösung nach dem Verlust von Zähnen eine sinnvolle Alternative. „Vor Implantationen ist meist ein Knochenaufbau erforderlich. Hier braucht man die Total- bzw. Teilprothese um den Patienten auch zwischenzeitlich Kaufunktion und Ästhetik zu geben", so Piribauer.

Ist die Compliance schlecht, ist die Zahnprothese immer die alleinige Option. „Zahnimplantate brauchen eine Wartung", betont der Wiener Zahnmediziner. Damit die High-Tech-Produkte auch langfristig halten was sie versprechen, bedarf es nicht weniger Pflege und Sorgfalt als es die eigenen Zähne erfordern. Konsequente Mundhygiene und regelmäßige Begutachtung durch den Zahnarzt sind deshalb zwingend. Ansonsten ist der Patient vor einer Periimplantitis (entzündlicher Prozess um das Implantat, Anm.Red.) und dem frühzeitigen Verlust der teuren Implantate nicht gefeit.

Mitarbeit ist jedoch auch bei den herausnehmbaren Dritten gefragt. Viele Patienten kämpfen mit Druckstellen und schlecht sitzenden Prothesen. Nachbearbeitungen und Anpassungen sind häufig erforderlich.

Rauchen erhöht das Verlustrisiko

Die Vorteile des fixen Zahnersatzes als Dauerlösung liegen also auf der Hand. Im Unterkiefer ganz besonders, denn hier bietet sich der Totalprothese im Vergleich zum Oberkiefer eine relativ kleine Auflagefläche. Saug- und Haftkraft sind reduziert - ein Problem, das sich in aller Regel auch mit einer Haftcreme nicht befriedigend lösen lässt.

Die Implantologie, ein Teilgebiet der Zahlheilkunde mit unbegrenzten Möglichkeiten? Nahezu. In Amerika wird mancherorts Rauchern der künstliche Zahnersatz generell verweigert. Piribauer agiert hier weniger kategorisch, bestätigt aber, dass das Verlustrisiko der Implantate unter Rauchern höher ist.

„Bestimmte Medikamente, wie die Einnahme von Bisphosphonaten sind eine relative Kontraindikation für die Implantation", weiß der Zahnexperte. Die Einheilung der Implantate wird durch diese Osteoporosepräparate verzögert, das Risiko eine Kieferknochennekrose zu entwickeln ist deutlich erhöht.

Doch nicht nur Bisphosphonate sind problematisch, auch Knochenerkrankungen und Wundheilungsstörungen können zum Verlust von Implantaten führen. Eine ausführliche Anamnese ist daher neben der Sanierung und professionellen Reinigung des Gebisses die Voraussetzung, um optimale Bedingungen für das zukünftige Implantat zu schaffen.

Quelle: derStandard.at

Mitten in der Nacht Essen zu sich zu nehmen, kann die Zähne ernsthaft schädigen. Zu diesem Ergebnis sind Forscher der Kobenhavns Universitet  gekommen. Diese Angewohnheit kann das Risiko eines Zahnverlustes erhöhen. Dabei spielt es keine Rolle, was gegessen wird.

Geringer Speichelfluss

Das Team um Jennifer Lundgren macht die Veränderungen im Speichelfluss verantwortlich. Dieser neigt dazu, in der Nacht nur mehr sehr gering zu sein. Ausreichend Speichel ist jedoch entscheidend, damit die Essensreste aus dem Mund entfernt werden, argumentieren die Wissenschaftler im Fachmagazin Eating Behaviours.

Gemeinsam mit US-amerikanischen Kollegen untersuchte das Team die Krankenblätter von 2.217 Dänen, die bereits an einer medizinischen Studie teilnahmen. 173 von ihnen - oder acht Prozent - gehörten zu den nächtlichen Essern. Das bedeutet, dass sie ein Viertel oder mehr ihrer täglichen Kalorienmenge nach dem Abendessen zu sich nahmen oder mindestens zwei Mal in der Woche mitten in der Nacht aufwachten und zu essen begannen. Als die Daten für einen Zeitraum von sechs Jahren verglichen wurden, zeigten sich signifikante Unterschiede.

Risiko für Zahnverlust

Die nächtlichen Esser verloren eher mehr Zähne. Dieser Zusammenhang blieb auch bestehen, als andere Faktoren wie Alter, Rauchen und die gegessene Menge an Zucker und Kohlehydraten berücksichtigt wurden. Laut Lundgren können Zahnärzte ihre Patienten wahrscheinlich nicht komplett vom nächtlichen Essen abhalten. Sie sollten sie jedoch über die dabei entstehenden Risiken aufklären.

Damien Walmsley von der British Dental Association erklärte laut BBC, dass das Essen in der Nacht - wenn der Mund am trockensten ist und das Essen daher länger im Mund bleibt - die Auswirkungen von zucker- und säurehaltigen Lebensmitteln und Getränken verstärkt. Es sei entscheidend, dass vor dem Zubettgehen die Zähne geputzt werden. Wenn möglich sollte mindestens eine Stunde vor dem letzten Zähneputzen nur noch Wasser getrunken werden.

Quelle: derStandard.at

Mit Hilfe von Stammzellen können lockere Zähne wieder fest mit dem Kiefer verwachsen. Dieses Forschungsergebnis aus den USA könnte den Weg für neue Behandlungsmöglichkeiten bei Erkrankungen des Zahnhalteapparats ebnen. Durch Krankheiten wie Parodontose verlieren viele Erwachsene im Laufe ihres Lebens Zähne. Diese werden locker, weil sich das stützende Gewebe zurückbildet.

In ihren Experimenten haben die Experten der University of Illinois nun Stammzellen, die aus der Wurzelhaut von Zähnen gewonnen worden sind, auf die Wurzeln lockerer Zähne von Ratten aufgetragen. Tatsächlich hat sich in den Versuchen neues Gewebe gebildet und die Zähne sind nach einigen Monaten wieder fest mit dem Kieferknochen verwachsen gewesen. Weitere Versuche müssen nun klären, ob Stammzellen auch menschliche Zähne wieder fest im Kiefer verankern können.

Quelle: business-panorama.de

Titan wird als ideales Material für Zahnimplantate und zunehmend auch für orthopädische Implantate angesehen – und das seit mittlerweile mehr als zwei Jahrzehnten. Der Grund: man ging davon aus, dass es keine Allergien auslöst. Heute weiß man, dass Titan bei mehr als 15 Prozent der Bevölkerung durchaus immunologische Reaktionen hervorruft. Bisher gab es aber keine Möglichkeit, diese "Überentzündlichkeit" bei Patienten sicher zu prognostizieren. Nun zeigte eine neue Studie, dass solche Patienten vorher durch einfache Labortests herausgefiltert werden können. Diese "Überentzündlichkeit" ist somit ein unabhängiger Risikofaktor, den der Zahnarzt bei der Auswahl des Materials und bei seiner Therapieplanung berücksichtigen sollte, um Patienten lange Leidenswege zu ersparen.

"In der Tat ruft Titan aus rein immunologischer Sicht keine Allergien hervor", berichtet Sabine Schütt vom Berliner Institut für Medizinische Diagnostik. Aber die Aussage "keine Allergie" ist bei weitem nicht mit "keine Unverträglichkeit oder absolute Biokompatibilität" gleichzusetzen. "Sicher verzeichnen wir bei Titanimplantationen hohe Einheilquoten. Dennoch gibt es immer wieder Patienten, bei denen es zu Unverträglichkeiten kommt, die zu einer verzögerten Einheilung oder in einigen Fällen sogar zum fehlenden knöchernen Einwachsen des Implantates führen." Bei der Entwicklung eines Labortestes durch das Berliner Institut für Medizinische Diagnostik zeigte sich, dass sogar mehr als 15 Prozent der Patienten bei der Versorgung mit Titan Entzündungen am Implantat, oder auch an anderen Stellen des Körpers, entwickeln. Ein alarmierendes Ergebnis, werden doch heutzutage weit über 90 Prozent der Zahnimplantate und mehr als 95 Prozent aller Knochenimplantate aus Titan hergestellt.

Die Leiterin der Studie, die Zahnärztin Elisabeth Jacobi-Gresser aus Mainz, hat Patienten, die mit den Jahren sogar schon drei oder vier ihrer Implantate aus Titan verloren haben. So verlor eine Patientin etliche Titanimplantate durch Entzündungen rund um das Implantat, eine sogenannte Periimplantitis. Bei einem anderen Patienten musste ein Titanimplantat entfernt werden, weil es sich in der Einheilphase nicht fest im Knochen integrierte.

"Wie eine Blutuntersuchung im Labor des Berliner Institutes für Medizinische Diagnostik ergeben hat, gehören beide Patienten zu den sogenannten genetischen High-Respondern, was bedeutet, dass die Betroffenen auf einen Reiz, so auch auf ein Titanimplantat, mit einer erhöhten Entzündungsantwort im Körper reagieren", erklärt Jacobi-Gresser. "In diesen Fällen sollte natürlich kein reines Titanimplantat verwendet werden, sondern ich würde da ein zirkonbeschichtetes Titanimplantat oder ein Vollzirkonimplantat empfehlen."

Zwei Laborverfahren möglich

Um die potenzielle Reaktion auf Titanmaterialien eines Patienten vor aufwendigen Versorgungen mit diesem Material im Labor abzuklären, stehen zwei Laborverfahren zur Verfügung, mit deren Hilfe heute auf eine Titanunverträglichkeit getestet werden kann: Wird Titan in den Körper eingebracht, oxidiert es permanent. Die etwa bakteriengroßen Titanoxidpartikel werden dann vom Immunsystem als fremd angesehen und von den sogenannten Makrophagen (Fresszellen) gefressen.

"Im Zuge dieser Makrophagen-Tätigkeit werden aber leider auch bestimmte Botenstoffe ausgeschüttet, nämlich Interleukin-1 und TNF-alpha", erklärt Sabine Schütt. Die haben die Aufgabe, bei Infektionen mit Viren oder Bakterien eine schnelle Entzündung hervorzurufen, um diese zügig zu bekämpfen. Während eine starke Entzündungsantwort auf solche Eindringlinge wie Bakterien und Viren gewollt und biologisch sinnvoll ist, ist die Reaktion der Fresszellen auf die eigentlich harmlosen Titanpartikel störend und schädlich. "Bei Menschen mit einer entsprechenden genetischen Veranlagung kommt es bei der Titanoxid-Fressaktion zu einer deutlich erhöhten Ausschüttung dieser entzündungsfördernden Botenstoffe – und das kann dann zu einer Reihe unerwünschter gesundheitlicher Folgen wie zum Beispiel entzündlichen Dauerreaktionen führen", sagt Schütt.

Diese genetische Veranlagung kann mit einem Gentest nachgewiesen werden. In einem zweiten Test werden die Fresszellen des Patienten im Labor mit Titanoxidpartikeln zusammengebracht und die dabei freigesetzten Mengen an Botenstoffen gemessen. Auch so lässt sich nachweisen, ob die Fresszellen des Patienten unerwünscht heftig auf Titan reagieren. Die Kombination dieser neuen Untersuchungsmethoden erlaubt eine sichere Austestung der potenziellen Titanunverträglichkeit, bevor man mit kostenintensiven und aufwendigen Titanimplantationen beginnt.

Kosten liegen bei 100 Euro

"In jedem Fall würde ich, bevor ich mir überhaupt ein Implantat einsetzen lasse, einen Verträglichkeitstest machen", rät Jakobi-Gresser. "Die Kosten dafür liegen nur bei etwa 100 Euro und sind angesichts der hohen Kosten, die bei aufwendigen Zahnsanierungen anfallen, eine sinnvolle Investition. Man kann sich eine Menge Schmerzen und Unannehmlichkeiten dadurch ersparen." Viele private Kassen übernehmen für den Test sogar schon die Kosten.

Auch in der Orthopädie sind Probleme mit Titanimplantaten bekannt. Der Hamburger Sportmediziner Til Steinmeier hat zum Beispiel einen Patienten, der einen Knochentumor im Oberschenkel hatte und den halben Oberschenkel durch Titan ersetzt bekam. Nach einigen Jahren stellte sich eine Titanunverträglichkeit ein, und nun leidet der junge Mann unter großen Entzündungsherden und enormen Schmerzen. "Wenn es erst einmal so weit kommt, ist es unheimlich schwer, solchen Patienten zu helfen", sagt Steinmeier. "Deshalb ist es generell nicht in Ordnung, wenn den Patienten Werkstoffe wie Titan einfach so eingesetzt werden, ohne sie vorher auf eine Unverträglichkeit geprüft zu haben. Denn auch andere Werkstoffe wie zum Beispiel Polyethylen, mit dem Titanimplantate oft beschichtet werden, können bei manchen Patienten starke Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen."

Quelle: wienerzeitung.at

Einer aktuellen Studie der Universität Bergen zufolge werden gesunde und beschwerdefreie Weisheitszähne durch Zahnärzte häufig zu schnell gezogen. Infolge dessen haben viele Zahnarzt-Patienten schlechte Erfahrungen mit Weisheitszahnbehandlungen gemacht.

Aus wissenschaftlicher Sicht ist eine generelle Empfehlung für das Ziehen von symptomlosen Weisheitszähnen bisher nicht gegeben. Das Ziehen der Weisheitszähne erfolgt bei vielen Patienten aus prophylaktischen Gründen und das auch dann, wenn keine Beschwerden vorliegen. Nach den Ergebnissen der Studie der Universität Bergen treten die meisten gesundheitlichen Komplikationen erst nach dem Entfernen der Zähne auf.

Aufgrund dessen kann eine generelle Empfehlung zur operativen Entfernung nicht gegeben werden. Dabei argumentieren vor allem Kieferorthopäden oft gegenüber den Patienten, dass die Entfernung der Weisheitszähne erforderlich ist um eine Verschiebung der Frontzähne zu vermeiden. Bisher besteht hierzu jedoch keine wissenschaftliche Grundlage. Des Weiteren konnte bisher nicht belegt werden, dass die Weisheitszähne durch das eigene Wachstum andere Zähne verschieben. Während der aktuellen Studie stellten die Wissenschaftler fest, dass Weisheitszähne nicht dazu in der Lage sind, andere Zähne zu verschieben.

Derzeit bestehen keine langfristig angelegten Vergleichsstudien, die Aufschluss darüber geben, ob das Belassen oder die Entfernung von Weisheitszähnen vorteilhaft ist. Dr. Lars Hendrickson, der als Autor der Studie agierte, erklärte, dass jede Zahnentfernung mit schwersten Risiken für den Patienten verbunden ist. Wenn ein Nerv verletzt wird, kann zum Beispiel eine Gesichtslähmung auftreten. Demnach gefährdet die leichtfertigte Indikation einen Patienten unnötig.

Dr. Lars Hendrickson wandte sich in Bezug auf die Studienergebnisse zudem mit deutlicher Kritik an seine Kollegen und erklärte, dass es sich bei der Entfernung von den Weisheitszähnen um ein finanziell überaus lukratives Geschäfte handelt. Hendrickson erklärte, dass die Entfernung von beschwerdefreien Weisheitszähnen ohne wissenschaftliche Grundlage zeigt, wie skrupellos Zahnärzte agieren. Durch die Entfernung der beschwerdefreien Weisheitszähne wird die Gesundheit des Patienten leichtfertig aufs Spiel gesetzt.

Bei den Weisheitszähnen handelt es sich um die achten Zähne, die ab der vertikalen Mittellinie im Gebiss auftreten. Normalerweise hat ein Mensch vier Weisheitszähne, wobei in jedem Gebissquadranten einer zu finden ist. Im Vergleich zu anderen Zähnen entwickeln sie sich erst spät. Auch wenn sie sich in Röntgenbildern teilweise im Alter von 14 Jahren erkennen lassen, brechen sie meist erst im Erwachsenenalter durch.

Die Entfernung von Weisheitszähnen kann mit erheblichen Beschwerden wie Hämatomen und Schmerzen einhergehen. Entscheidend für die Wundheilung ist das richtige Verhalten nach der Operation. So sollten Betroffene die Wunde in den ersten 24 Stunden kühlen. Dadurch kann eine zu große Schwellung vermieden werden. Beim Kühlen sollte auf Eis verzichtet werden, da es zu kalt ist. Ideal sind Coolpacks und nasse Waschlappen.

Quelle: gesundial.de

Zum 20. Jubiläum richtet der Tag der Zahngesundheit seinen Blick auf die erreichten Erfolge - aber auch auf die neuen Herausforderungen der Zahnmedizin: Das diesjährige Motto "Gesund beginnt im Mund – Lachen ist gesund" liefert einen passenden Anlass für beide Aspekte.

Zu den Erfolgen gehört die beeindruckende Entwicklung der Mundgesundheit in Deutschland: "Repräsentative Studien belegen in erster Linie den deutlichen Kariesrückgang bei Kindern und Jugendlichen, aber auch den zunehmenden Zahnerhalt und das hohe Versorgungsniveau bei Erwachsenen und Senioren", sagte Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), bei der zentralen Pressekonferenz zum Tag der Zahngesundheit 2010 am 17. September in Berlin. Maßgeblich dafür sei nicht zuletzt "der Paradigmenwechsel hin zu einer präventionsorientierten Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde." Dieser Weg sei durch die "Einführung der Gruppen- und Individualprophylaxe in der gesetzlichen Krankenversicherung zu Beginn der 90er Jahre" wie auch durch die hohe Verbreitung fluoridhaltiger Zahnpasten unterstützt worden. Sehr erfreulich sei, dass sich die Einstellung zur Mundgesundheit genauso positiv entwickelt habe wie das Mundhygieneverhalten der Bevölkerung. Dr. Michael Kleinebrinker, Referent für die vertragszahnärztliche Versorgung beim GKV-Spitzenverband, untermauerte diese Verbesserung bei der Pressekonferenz mit Zahlen: "Die neueste Studie der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege (DAJ) hat ergeben, dass sich Zwölfjährige 1994 noch mit 2,44 erkrankten Zähnen plagen mussten - heute dagegen liegt dieser Wert bei nur noch 0,72." Als positiv zu betrachten sei auch die gesunkene Anzahl an Zahn-Extraktionen sowie die weitgehende Konstanz in der Nutzung der - nicht überall in Europa möglichen - kieferorthopädischen Therapie als Kassenleistung. Dr. Kleinebrinker: "Für die zahnärztliche Behandlung ihrer Versicherten haben die Krankenkassen in den letzten 13 Jahren konstant ca. 11 Mrd. Euro jährlich zur Verfügung gestellt, wobei sich der Anteil für Prophylaxe-Leistungen kontinuierlich erhöht hat." Es gebe allen Grund, den 20. Tag der Zahngesundheit mit einem fröhlichen Lachen zu begehen.

Dass "Lachen" gesund ist, erklärte die wissenschaftliche Referentin bei der Pressekonferenz, PD Dr. Anne Wolowski, Universität Münster: "Unter anderem ist beim Lachen, das rund 300 Muskeln insgesamt im Körper aktiviert, die Sauerstoffaufnahme um das Drei- bis Vierfache erhöht." Offenbar reduziert Lachen das Schmerzgefühl, zudem die Stresshormone und optimiert so das Immunsystem.

Das Lachen kann aber so manchem Patienten vergangen sein. Zum Beispiel, so PD Dr. Wolowski, sei hier eine erkrankte Mundhöhle mit fehlenden bzw. geschädigten Zähne zu nennen, die einen vernachlässigten Eindruck vermittelten. Dr. Kleinebrinker, GKV-Spitzenverband, unterstrich dies, betonte aber, dass zwischen medizinisch notwendiger Behandlung und kosmetischer Wunschleistung genau unterschieden werden müsse.

Als eine der neuen Herausforderungen erweist sich den Experten zufolge die erhebliche Zunahme psychischer Belastungen in der Bevölkerung. Sie wirke sich vielfältig auch auf die Mundgesundheit aus. Während auf der einen Seite die Mundsituation selbst für seelische Belastungen sorgen könne, gehe es in der Praxis zudem um deutliche Diskrepanzen zwischen dem Befinden des Patienten und den zahnmedizinischen Befunden. "Manche dieser Störungen in der Mundgesundheit sehen wie körperlich verursacht aus - sie haben ihre Ursache aber in seelischen Konfliktsituationen. In diesen Fällen sprechen wir von Psychosomatik", so PD Dr. Wolowski. Der Leidensdruck der Betroffenen könne extrem sein und führe oft zur Chronifizierung: "Die Beschwerden können mit der Zeit ein selbständiges Krankheitsbild darstellen mit weit reichenden psychosozialen Folgen. Dabei muss betont werden: Diese Patienten sind keine Simulanten!" Allerdings sei es manchmal schwierig, ihnen angemessen zu helfen, da sie eine zu einem späten Zeitpunkt diagnostizierte psychosomatische Störung oft als Kränkung empfänden. Zudem erfolge der Zahnarztbesuch fast immer mit rein "somatischer Behandlungserwartung". Dr. Wolowski empfiehlt möglichst frühzeitige Intervention durch entsprechend fortgebildete Zahnärzte: "Erst die Bereitschaft beider Seiten, sich mit dem Phänomen einer psychosomatischen Störung auseinanderzusetzen, macht eine effektive Therapie möglich."

Die Bedeutung dieser Problematik für die zahnärztliche Versorgung unterstrich Dr. Oesterreich, BZÄK: "Psychische und psychosomatische Beschwerden können eine Therapie zum Scheitern bringen!" Zwischen 25 und 35 Prozent der Patienten in einer allgemeinmedizinischen Praxis leiden an einer psychischen bzw. psychosomatischen Störung. Deswegen ist auch in der zahnärztlichen Praxis von einer hohen Bedeutung für die Auslösung oder Überlagerung zahnärztlicher Erkrankungen auszugehen. Im Rahmen einer bundesweiten zahnärztlichen Befragungsstudie durch das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) sei festgestellt worden, dass z.B. der Bruxismus (Zähneknirschen) das am meisten zunehmende Krankheitsbild in den Praxen sei.

Da 70 Prozent der Bevölkerung einmal jährlich zur Kontrolle in die Zahnarztpraxen kämen, haben "die Diagnostik und das bio-psycho-soziale Krankheitsverständnis für den Zahnarzt eine hohe Bedeutung", so Dr. Oesterreich. Die Bundeszahnärztekammer habe mit einem 2006 veröffentlichten Leitfaden "Psychosomatik in der Zahn- Mund- und Kieferheilkunde" einen wissenschaftlich begründeten und praxisnahen Problemaufriss für die Zahnärzte als Orientierungshilfe herausgegeben. Es seien aber mehr Fachbereiche gefordert als die Zahnmedizin: "Tabuisieren und Verdrängen aus Sicht des Patienten müssen abgebaut und noch intensiver in die ärztlich-medizinische Versorgung einbezogen werden." Die Zahnmedizin könne bei Prävention und Früherkennung von psychosomatischen Erkrankungen eine wichtige Rolle im Gesamtsystem einnehmen. "Wenn vom heutigen Tag der Zahngesundheit 2010 dazu ein Signal ausgehen würde", so Dr. Oesterreich, "haben wir ein weiteres wichtiges Ziel unserer gemeinsamen Aktivitäten erreichen können."

Hintergrund-Informationen zum Tag der Zahngesundheit (der Tag selbst ist alljährlich der 25. September) und zum Aktionskreis sowie Hinweise zu geplanten regionalen Veranstaltungen 2010 unter: www.tag-der-zahngesundheit.de

Quelle. presseportal.de

 

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