Aktuelle Meldungen

Die Entfernung von Zahnstein beim Zahnarzt wird oftmals fast als kosmetische Maßnahme hingenommen. Nun konnte in einer groß angelegten Studie mit 17.000 Probanden ein wesentlicher Gesundheitseffekt identifiziert werden, den die Säuberung der Zähne von hartnäckigen Belägen mit sich bringt: das Verhindern von Vorhofflimmern, einer schweren Herzrhythmusstörung. In der Studie aus Korea wurden dafür 17.000 bis dato herzgesunde Probanden über 60 über einen Beobachtungszeitraum von 3 Jahren beobachtet. Bei der einen Gruppe wurde mindestens 1 mal jährlich Zahnstein entfernt (3400 Patienten), die Kontrollgruppe bestand aus 13500 Probanden, die ohne diese Zahnsteinentfernung auskommen mussten.

Nach 3 Jahren lag die Rate an Neuerkrankung mit Vorhofflimmern bei den Probanden, bei denen der Zahnstein entfernt wurde Zahnsteinentfernungs-Gruppe signifikant niedriger als in der Kontrollgruppe. Eine 2-maliges Zahnreinigung im Jahr konnte das Risiko für Vorhofflimmern noch weiter gesenkt werden.?Die Zahnsteinentfernung wurde von den Autoren als einfache und effektive Maßnahme bewertet, um vor dieser Herzrhythmusstörung zu schützen.

Quelle: implantate.com

 

Mithilfe eines winzigen Sensors, der in die menschlichen Zähne integriert wird, soll es demnächst möglich sein, präzise zu unterscheiden, wann und mit welcher Häufigkeit der Träger etwas isst, trinkt, atmet, spricht, hustet oder raucht. Das Implantat ist von Forschern der National Taiwan University entwickelt worden. Es soll den Arzt zudem über die schlechten Gewohnheiten seines Patienten in Kenntnis setzen.

Indikator für Gesundheitszustand

"Ich glaube, dass dieser Zahnsensor für wissenschaftliche Untersuchungen durchaus interessant sein könnte. Doch für die tägliche Arbeit in der Praxis wird er derzeit wohl kaum von Nutzen sein", so Claudius Ratschew, Pressereferent der Österreichischen Zahnärztekammer http://www.zahnaerztekammer.at , gegenüber pressetext. Zudem habe es keinen Sinn, über den Einsatz von Technologien der Zukunft in der Allgemeinpraxis nachzudenken, solange Patienten noch an einen Kassenvertrag aus dem Jahr 1957 gebunden sind.

Der Chip kann an einer Zahnprothese fixiert werden. Spätere Versionen könnten zusätzlich in eine Zahnfüllung oder eine Zahnkrone eingebettet werden. Zudem verfügt das Implantat über einen Beschleunigungsmesser, der dazu fähig ist, genau zu ermitteln, wenn der Träger seinen Kiefer bewegt. Diese Informationen werden anschließend via Bluetooth an ein Smartphone übertragen sowie an den zuständigen Arzt weitergeleitet.

Stromversorgung bleibt große Hürde

Die Entwickler haben den Prototypen bereits an acht Probanden einschlägig getestet. Laut dem britischen Wissenschaftsmagazin New Scientist http://newscientist.com hat das System die Bewegungen des Kiefers zu 94 Prozent richtig interpretiert. Probleme bestehen aber noch hinsichtlich der Stromversorgung, da der Sensor während der Labortests an eine externe Stromquelle angeschlossen werden musste.

Dem Forschungsteam zufolge lassen sich mithilfe dieses Zahnimplantates Daten gewinnen, die Aufschluss über die körperliche Gesundheit des Betroffenen geben. Außerdem wäre es sehr hilfreich für Zahnärzte, da es viele Informationen liefere, welche über die Ernährung und das Rauchen hinausgehen. Der Zahnsensor soll beim International Symposium on Wearable Computers präsentiert werden.

Aussender: pressetext.redaktion. Ansprechpartner: Carolina Schmolmüller. E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Tel.: +43-1-81140-319

Website: www.pressetext.com

 

Neue Forschungsergebnisse zu Wechselwirkungen zwischen parodontalen und systemischen Erkrankungen haben die European Federation of Periodontology (EFP) und die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DGParo) dazu veranlasst, eine umfangreiche Aufklärungskampagne für ein besseres Mundgesundheitsbewusstsein einzuleiten. Im Rahmen des ersten transatlantischen Parodontologie-Workshops der EFP und der American Academy of Periodontology (AAP) Ende 2012 bei Segovia (Spanien) wurde dazu die Basis gelegt. Gemeinsam wurden die Zusammenhänge zwischen Parodontitis und Diabetes, kardiovaskulären Erkrankungen sowie möglichen Komplikationen in der Schwangerschaft eingehend beleuchtet. Aus den Erkenntnissen leiteten die Teilnehmer neue Handlungsanweisungen für eine effektivere Krankheitsprävention und -therapie sowohl für Zahnärzte als auch die Ärzteschaft ab. Die DGParo will daher sowohl die Zahnärzteschaft als auch die Humanmediziner in Deutschland für dieses Thema sensibilisieren und gleichzeitig in Richtung Patienten aufklären, wie ihr Präsident, Prof. Dr. Peter Eickholz, betont.

Vor dem Hintergrund neuester Übersichtsarbeiten, die belegen, dass Parodontitis das Risiko u.a. für Diabetes oder kardiovaskuläre Erkrankungen erhöht, bekommt die Rolle von Zahnärzten und Parodontologen für die Gesundheitsversorgung von Patienten einen noch wichtigeren Stellenwert. Die eindeutigen Zusammenhänge sowie die Entdeckung von plausiblen Mechanismen könnten bewirken, dass die Zahnmedizin durch die Parodontologie zu einer neuen und wichtigen Zusammenarbeit mit dem allgemeinmedizinischen Bereich führt. So könnten regelmäßige Check-ups zur Überprüfung der parodontalen Gesundheit in der Zukunft auch als Screening-Untersuchung für systemische Erkrankungen genutzt werden.

Aktuelle Erkenntnisse erfordern eine gemeinsame, interdisziplinäre Behandlungsstrategie

Dies bedeutet, dass Zahnärzte viel enger mit Spezialisten wie Kardiologen und Gynäkologen zusammenarbeiten werden, um frühzeitig auf entsprechende Warnzeichen von Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Schwangerschafts-komplikationen hinzuweisen. "Bei ausreichender Evidenz für einen Zusammenhang zwischen Parodontitis und einem erhöhten Risiko einiger systemischer Erkrankungen, wäre der nächste logische Schritt, die klinische Relevanz dieser Effekte zu bestimmen. Letztlich müssen wir dann zeigen, dass die Prävention und Behandlung von Parodontitis sich nicht nur in Bezug auf die Zahnerhaltung lohnt, sondern auch zu klinisch relevanten Verbesserungen dieser systemischen Zustände führt" betont DGParo-Vorstand Prof. Dr. Thomas Kocher.

Parodontitis - ein großes Problem der Volksgesundheit

Basierend auf der umfassenden Analyse der wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse über Zusammenhänge zwischen Parodontitis und systemischen Erkrankungen fordert die international erarbeitete EFP-Grundsatzerklärung eine fundamentale Veränderung in der Wahrnehmung des zahnärztlichen Zuständigkeitsbereiches hin zu einem Verständnis, auch für eine bessere Allgemeingesundheit zu sorgen. Sie bekräftigt des Weiteren, dass die Bedürfnisse der Patienten am besten durch eine Zusammenarbeit von zahnärztlicher und allgemeinärztlicher Seite mittels interdisziplinärer Ansätze und Leitlinien befriedigt werden können.

Im interdisziplinären Dialog ist Deutschland bereits einen Schritt weiter. Am Beispiel der Wechselwirkung zwischen Parodontitis und Diabetes mellitus hat ein Expertengremium von Diabetologen und Parodontologen, darunter auch DGParo-Vorstände, Empfehlungen für ein abgestimmtes Vorgehen unter behandelnden Ärzten erarbeitet. Gut belegte wissenschaftliche Studien zeigen, dass Parodontitis die glykämische Situation verschlechtert und eine unzureichende Blutzuckereinstellung sich wiederum negativ auf parodontale Erkrankungen auswirkt. "Hier sind die Zahnärzte als regelmäßige Ansprechpartner der Patienten gefordert, die hohe Kontaktrate für eine Verbesserung der medizinischen Versorgung zu nutzen", appelliert Kocher, der auch Mitglied der Konsensusgruppe Diabetes ist.

Kampagne soll das Profil der Zahnmedizin stärken

Die auf breiter Basis von der EFP angestoßene Aufklärungskampagne, unterstützt von Colgate-Palmolive und GABA, soll die neuesten Erkenntnisse für Parodontitis und systemische Erkrankungen unter den 340.000 Zahnärzten und Dentalhygienikern in ganz Europa sowie in der Öffentlichkeit verbreiten. Die Informationen werden auf den großen europäischen Zahnmedizin-Veranstaltungen sowie in allgemeinen Nachrichtenmedien präsent sein und durch den Kontakt mit den 26 nationalen Verbänden für Parodontologie verstärkt. Weiterhin sollen soziale Netzwerke eingesetzt werden, um mit der Kampagne breite Interessengruppen zu erreichen. Zu diesen gehören die wissenschaftlichen Gesellschaften, Mediziner außerhalb der Dentalbranche, Universitäten und Forschungsinstitute, medizinische Einrichtungen und Behörden, gesundheitspolitische Entscheidungsträger, Geldgeber, Unternehmen, Patienten und die Öffentlichkeit.

Aktuelle Informationen: ?Ein erläuterndes Dokumentarvideo (http://www.youtube.com/watch?v=bHMTgMKPFG8) , über den transatlantischen Perioworkshop "Parodontitis und Allgemeinerkrankungen: die lebenswichtigen Zusammenhänge" ist verfügbar. ?Zudem gibt es eine speziell entwickelte Website (http://perioworkshop.efp.org/) . ?Für Journalisten stellt die DGParo aktuelle Informationen und Pressemitteilungen auf ihre Website (http://www.dgparo.de) .

Quelle: presseanzeiger.de

Wunde Stellen, Ekzeme, Brennen im Mund: Oft handelt es sich dabei um eine Allergie. Schätzungen zufolge leidet jeder dritte Deutsche unter solchen Abwehrreaktionen des Körpers. Die Suche nach einer Ursache ist häufig schwierig: Über 20.000 unterschiedliche Auslöser sind bekannt. „Materialien, die bei Zahnersatz verwendet werden, können dazu gehören berichtet Professor Hans-Christoph Lauer, Leiter des wissenschaftlichen Beirats des Kuratoriums perfekter Zahnersatz (KpZ).

Die moderne Zahnmedizin und Zahntechnik bieten heute viele verschiedene Optionen – von Klebern, Zementen und Abformmaterialien über Kunststoffe und Keramiken hin zu Amalgam, Gold, Titan und Legierungen (Mischungen verschiedener Metalle). „Es kommt vor, dass ein Patient bis zu zwanzig verschiedene Materialien im Mund hat. Dadurch erhöht sich das Risiko einer allergischen Reaktion sagt Professor Jürgen Geis-Gerstorfer, der wie Lauer dem wissenschaftlichen Beirat des KpZ angehört. Der Experte für dentale Materialien leitet die Sektion Medizinische Werkstoffkunde und Technologie am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen.

„Meine Nickelallergie ist viel schlimmer geworden. Liegt das möglicherweise an den Metallsteckverbindungen meines neuen Zahnersatzes, wollte kürzlich ein Patient wissen. Nickel hat tatsächlich eine hohe allergene Potenz, sehr viele Menschen reagieren darauf. Lauer: „Der behandelnde Zahnarzt ist bei solchen Fragen wichtiger Ansprechpartner. Er kann Auskunft darüber geben, welche Werkstoffe in welchem Anteil für die Legierung eingesetzt wurden.

Wichtig: Informationen über verwendete Materialien aufbewahren

Allergiker sollten ihre Zahnarztpraxis vor einer Therapie über kritische Materialien oder Medikamente in Kenntnis setzen. Da Zahnersatz Jahre und oft sogar Jahrzehnte im Mund verbleibt, raten die Experten des KpZ außerdem, Informationen über den Zahnersatz gut aufzuheben. Die verwendeten Materialien sind in der so genannten Konformitätserklärung aufgeführt. Zahnärzte sind verpflichtet, sie ihren Patienten bei einer Versorgung mit Zahnersatz am Ende der Behandlung auszuhändigen. „Der Zahnarzt kann dann bei nachfolgenden zahntechnischen Arbeiten nachvollziehen, welche Materialien bereits eingesetzt sind erklärt Geis-Gerstorfer. Er empfiehlt, das Thema Materialien vor einer Therapie offen mit dem Zahnarzt zu besprechen.

Tipps rund um Zahnersatz und Allergien

Brennen im Mund: Wenn es im Mund zu brennen scheint, sprechen Fachleute von Glossodynie oder vom Burning Mouth Syndrome (BMS). Fünf Prozent der Deutschen kennen das Problem, schätzen Ärzte. Hintergrund kann auch eine Allergie auf Dentalmaterialien, Nahrungsmittel, Zahnpasta oder Mundwasser sein.

Keramik ist sehr gut verträglich. Vollkeramik sieht dem natürlichen Zahnschmelz täuschend ähnlich und gilt als besonders bio-kompatibel. Allergien gegen das körperfreundliche Material sind keine bekannt. Keramik kann als Inlay, Onlay/Teilkrone, Vollkrone oder für Brücken verwendet werden – sogar Implantate sind möglich.

Konformitätserklärung gibt Patienten Auskunft und Sicherheit. Konformitätserklärung – ein Zungenbrecher, der das Leben leichter macht: In diesem Dokument sind Details der verwendeten Dentalmaterialien aufgeführt. Besonders wichtig ist das beispielsweise dann, wenn später einmal weitere Versorgungen aus metallischen Werkstoffen anstehen: Legierungen (Mischungen verschiedener Metalle) können sich elektro-chemisch unterscheiden. Entsteht im Mund ein „Metallmix kommt es möglicherweise zu Unverträglichkeiten. Mit der Konformitätserklärung können Patienten, Zahnarzt und Dentallabor gemeinsam die optimale Versorgung planen.

Gut informiert über Zahnersatz: Interessantes und Wissenswertes rund um Zahnersatz bietet das Patientenportal des Kuratoriums perfekter Zahnersatz: http://www.zahnersatz-spezial.de. Aktuelle Meldungen finden Interessierte außerdem auf der Facebook-Seite des KpZ: http://www.facebook.com/perfekterZahnersatz

Telefonische Sprechstunde: Persönliche Fragen zu Zahnersatz und Mundgesundheit beantwortet das Kuratorium perfekter Zahnersatz (KpZ) wieder am Tag der Zahngesundheit, 25. September 2013 von 17 bis 19 Uhr. Für zahnmedizinische Fragen gilt die Telefonnummer 069/ 665586-44, für zahntechnische Fragen die 069/ 665586-55 (Anrufe zu den üblichen Festnetzkosten).

Quelle: PR-Inside.com

Die Zunahme frühkindlicher Karies (ECC - Early Childhood Caries) ist ein zentrales Problem, obwohl die deutschen Zahnärzte in der Präventionsarbeit mit Kleinkindern gut aufgestellt sind. Dies zeigt eine bundesweite Befragungsstudie des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ).

Neben der Fluoridierung setzen Zahnmediziner in erster Linie auf eine intensive Elternarbeit. Jedoch werden die Eltern nicht immer erreicht oder setzen zu oft wichtige Hinweise nicht richtig um. Die Zahnärzteschaft fordert daher den Gesetzgeber auf, die notwendigen Rahmenbedingungen für eine systematische Prävention frühkindlicher Karies bei 0- bis 3-jährigen Kindern zu schaffen.

Die heute veröffentlichte IDZ-Studie "Erfahrungen, Probleme und Einschätzungen niedergelassener Zahnärzte bei der Behandlung jüngerer Kinder" zeigt, dass 98,9 Prozent der befragten Zahnärzte Eltern über eine zahngesunde Ernährung aufklären. Zudem dokumentierten 85 Prozent die Ernährungsgewohnheiten von Kindern unter sechs Jahren. Dies ist eine wichtige Präventionsmaßnahme, denn eine ständige Kohlenhydratzufuhr gilt als ein Hauptrisikofaktor für frühkindliche Karies. Gleichzeitig geben mehr als 90 Prozent der Zahnärzte an, dass es Eltern oftmals schwer fällt, diese Hinweise zuhause umzusetzen. Zudem möchten viele Eltern nicht auf die zahnschädigende Nuckelflasche für ihr Kind verzichten.

"Die steigenden Prävalenzzahlen im Bereich ECC und die Erfahrungen der Zahnärzte in den Praxen zeigen deutlich, dass zahnmedizinische Präventionsbemühungen von Pädiatern allein nicht ausreichen. Hier geht es um ein zahnmedizinisches Versorgungsproblem, das wir Zahnärzte am besten lösen können. Und deshalb müssen die bestehenden Rahmenbedingungen geändert werden.", betont Dr. Jürgen Fedderwitz, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung.

Dr. Peter Engel, Präsident der Bundeszahnärztekammer, ergänzt: "Die frühkindliche Karies lässt sich erfolgreich verhindern, wenn schon werdende Eltern von Hebammen und Gynäkologen aufgeklärt werden. Daher erarbeitet die Zahnärzteschaft derzeit gemeinsam mit dem Deutschen Hebammenverband ein umfassendes Konzept, um die Versorgungslücke für die Jüngsten endlich zu schließen. Gemeinsam können wir unser Ziel erreichen, dass im Jahr 2020 80 Prozent der dann 6- bis 7-jährigen Kinder kariesfrei sind."

Die IDZ-Studie steht ab sofort zum kostenlosen Download bereit unter www.idz-koeln.de

Quelle: ad-hoc-news.de

In Deutschland leiden Schätzungen zufolge rund fünf Millionen Erwachsene an einer Zahnarztphobie. Damit ist nicht das mulmige Gefühl gemeint, das fast jeden beim Summen des Bohrers befällt. Die Betroffenen sehen sich vielmehr außerstande, zum Zahnarzt zu gehen - manchmal jahrzehntelang. Dafür müsse sich niemand schämen, sagt der Zahnarzt Dr. Michael Leu, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zahnbehandlungsphobie, in der "Apotheken Umschau": "Es betrifft auch Extremsportler, Skirennfahrer und Führungskräfte."

Speziell geschulte Zahnärzte bieten den Betroffenen verschiedene Methoden an, etwa Hypnose, Lachgas und bei größeren Eingriffen auch die Behandlung in Vollnarkose. Hat der Patient den Start einmal gewagt, kann sich die Phobie weitgehend verlieren. "Die Angst der Patienten geht auf ein normales Maß zurück, und die meisten sind danach zahnärztlich behandelbar", so Leus Erfahrung. Hier können Patienten sich informieren: Deutsche Gesellschaft für Zahnbehandlungsphobie e. V. www.dgzp.de und www.zahnarztangst.de

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 6/2013 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Pressekontakt:

Ruth Pirhalla

Tel. 089 / 744 33 123

Fax 089 / 744 33 459

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Patienten stehen viele Wahlmöglichkeiten beim Zahnersatz zur Verfügung, resümiert die Bundeszahnärztekammer anlässlich der Daten des aktuellen BARMER GEK „Zahnreports“. „Von einer kostengünstigen Versorgung über die Regelversorgung der gesetzlichen Krankenversicherung (mehr als zwei Drittel aller Fälle) bis zur Zuzahlung in mehreren Abstufungen bei höherwertigen und höchst ästhetischen Lösungen hat der Patient eine breite Palette an Optionen“, erklärt der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel. „Hier kann weniger von einer Kostenbelastung gesprochen werden - denn hier entscheidet der Patient, welche Erwartungen und Ansprüche er an seinen Zahnersatz hat - als von wissenschaftlich anerkannten Therapieoptionen.“

Eine höherwertige Versorgung zieht in der Regel auch höhere Material- und Laborkosten nach sich, immerhin 60 bis 70 Prozent der Gesamtkosten. Das veränderte Entscheidungsverhalten der Patienten aufgrund neuer wissenschaftlicher und technischer Möglichkeiten ist ein Indiz für ein gestiegenes Gesundheits- und Qualitätsbewusstsein.?„Eine qualitativ hochwertige Behandlung und Teilhabe am wissenschaftlichen Fortschritt sollte für Patienten der privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen nach ihrer eigenen Entscheidung möglich sein“, so Engel.

Quelle: implantate.com

Genau 12.483 Gutachten zu vermuteten Behandlungsfehlern haben die Gutachterinnen und Gutachter der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung (MDK) bundesweit im Jahr 2012 durchgeführt. Etwa jeder dritte Patient lag mit seinem Verdacht richtig. Das geht aus der aktuellen Statistik zur Behandlungsfehlerbegutachtung hervor, die der Medizinische Dienst am 15. Mai in Berlin vorgestellt hat. Die Frage „Liegt ein Behandlungsfehler vor?“ wurde in fast jedem dritten Fall (31,5%) bejaht. Rund zwei Drittel der Vorwürfe, nämlich 8.607 Fälle, richteten sich gegen Krankenhäuser; davon wurden 30% bestätigt. 3.872 Fälle – das ist rund ein Drittel – betrafen niedergelassene Ärztinnen und Ärzte. Hier bestätigten die MDK-Gutachter 36% der Fehler-Vorwürfe.

„Patientinnen und Patienten, die vermuten, falsch behandelt worden zu sein, sind auf unabhängigen medizinischen Sachverstand angewiesen. Nur so haben sie eine Chance, ihre Schadensersatzansprüche durchzusetzen. Diesen Sachverstand bietet der MDK. Er schafft mit seinen Gutachten Klarheit und Sicherheit für geschädigte Patienten“, so Dr. Stefan Gronemeyer, Leitender Arzt und stellvertretender Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des GKV-Spitzenverbandes (MDS).

Die meisten Vorwürfe erheben Patientinnen und Patienten im Zusammenhang mit Operationen. Die operativen Fächer Orthopädie/Unfallchirurgie und Allgemeinchirurgie sind besonders betroffen. Danach folgen Zahnmedizin, Innere Medizin und Gynäkologie. „Eine hohe Zahl von Vorwürfen ist aber nicht gleichzusetzen mit einer hohen Zahl tatsächlicher Fehler“, erläutert Prof. Dr. Astrid Zobel, Leitende Ärztin Sozialmedizin des MDK Bayern, der die Daten aller Medizinischen Dienste gemeinsam mit dem MDS ausgewertet hat. „Gemessen an der Zahl der Vorwürfe werden die meisten Fehler in der Pflege, in der Zahnmedizin und in der Gynäkologie bestätigt.“ Bei der Interpretation der Zahlen mahnt Zobel zur Zurückhaltung: „Wir können Fehlerhäufungen in bestimmten Fachgebieten erkennen. Dies erlaubt aber keinen Rückschluss auf die Behandlungsqualität insgesamt, da weder die Gesamtzahl der Behandlungen noch die Zahl aller Behandlungsfehler bekannt sind.“ Laut MDK-Statistik traten die meisten Fehler bei der Wurzelbehandlung der Zähne auf, gefolgt vom Hüft- und Kniegelenksersatz.

Weiter Handlungsbedarf bei Verbesserung der Patientensicherheit

Angesichts der Zahl der Behandlungsfehlervorwürfe sieht MDS-Vize Gronemeyer keinen Grund zur Entwarnung. „Die nahezu unveränderte Zahl der Vorwürfe und bestätigten Behandlungsfehler zeigt, dass nach wie vor Handlungsbedarf besteht.“ Das kürzlich in Kraft getretene Patientenrechtegesetz habe die Situation der Patientinnen und Patienten bei vermuteten Behandlungsfehlern nur teilweise verbessert. „Aus Sicht der Patienten bleibt unbefriedigend, dass das Gesetz keine neue Verteilung der Beweislast zwischen Behandler und Patient gebracht hat“ so Gronemeyer. Er sprach sich dafür aus, dass zumindest in jenen Fällen, in denen ein fachärztliches Gutachten den Behandlungsfehler bestätigt, in Zukunft die Beweislast für den Patienten erleichtert werden sollte. Außerdem forderte Gronemeyer ein bundesweites Behandlungsfehlerregister, in dem die Daten aller Institutionen zusammengeführt werden sollten, die in die Bearbeitung von Behandlungsfehlern eingebunden sind. Defizite bestünden zudem in der Umsetzung konkreter Maßnahmen zur Verbesserung der Patientensicherheit wie der Anwendung von Checklisten und Teamtrainings.

Hintergrund

Behandlungsfehlervorwürfe werden im MDK durch spezialisierte Gutachterteams bearbeitet. Die Gutachterinnen und Gutachter des MDK gehen bei einem Verdacht auf einen Behandlungsfehler der Frage nach, ob die Behandlung nach dem anerkannten medizinischen Standard abgelaufen ist. Liegt ein Behandlungsfehler vor, wird außerdem geprüft, ob der Schaden, den der Patient erlitten hat, tatsächlich durch den Fehler verursacht worden ist. Nur dann sind Schadensersatzforderungen aussichtsreich. Auf der Basis des MDK-Gutachtens kann der Patient entscheiden, welche weiteren Schritte er unternimmt. Die MDK-Begutachtung umfasst neben der Beurteilung von Fehlern in der Medizin auch zahnmedizinische und Pflege-Fehler. Die Begutachtung durch den MDK ist für gesetzlich Versicherte kostenfrei.

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) ist der sozialmedizinische Beratungs- und Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und der Pflegeversicherung. Er ist auf Landesebene als eigenständige Arbeitsgemeinschaft organisiert.

Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) berät den GKV-Spitzenverband in medizinischen und pflegerischen Fragen. Er koordiniert und fördert die Durchführung der Aufgaben und die Zusammenarbeit der MDK in medizinischen und organisatorischen Fragen.

Pressekontakt: MDS, Pressestelle, Christiane Grote, Tel. 0201 8327-115, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Quelle: implantate.com

 

Implantologische Leistungen müssen von den gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich nicht erstattet werden, wenn eine konventionelle Zahnprothese möglich ist. Dies hat der erste Senat des Bundessozialgerichts in Kassel in seinem Urteil (AZ: B 1 KR 19/12 R) festgelegt. Die Klage wurde von einem Jugendlichen aus dem Raum Speyer angestrebt.

Bei ihm waren genetisch bedingt im Oberkiefer 10 von normalerweise 14 Zähnen und im Unterkiefer 12 bleibende Zähne nicht angelegt. Deshalb beantragte er bei der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland die Kostenerstattung für insgesamt elf Zahnimplantate sowie für den dafür erforderlichen Knochenaufbau und den dazu gehörigen Zahnersatz.

Die AOK lehnte die Kostenübernahme mit der Begründung ab, eine konventionelle Zahnprothese sei ausreichend. Nach den Richtlinien für die Ausnahmeindikationen von Implantatversorgungen bei Kassenpatienten müssen bei genetischer Nichtanlage von Zähnen die Mehrheit der der Zähne nicht angelegt sein, was in diesem Klagefall auch vorlag. Allerdings muss ein 2. Punkt ebenfalls erfüllt sein: eine konventionelle Zahnersatz-Lösung darf nichtmöglich sein, was in diesem Fall wiederum nicht zutraf. So urteilte das BSG im Sinne der AOK.

 

Quelle: implantate.com

Zahnimplantate sind nur so gut wie ihre Pflege, denn bei unzureichender Mundhygiene können schnell gefährliche Entzündungen entstehen. Um Patienten bei der Implantatpflege zu unterstützen, hat das Aktionsbündnis gesundes Implantat gemeinsam mit Fachverbänden den ImplantatPass für Sicherheit & Pflege entwickelt.

Zahnimplantate haben sich in den letzten 20 Jahren als hochwertiger Ersatz für verlorengegangene Zähne bewährt. Doch Zahnfleischentzündungen am Implantat können bis zum Verlust des teuren Zahnersatzes führen. Wissenschaftler sind sich darin einig, dass eine sehr gute häusliche Mundhygiene sowie regelmäßige Kontroll- und Prophylaxetermine in der Zahnarztpraxis Entzündungen vorbeugen können.

Der neue ImplantatPass für Sicherheit & Pflege, den das Aktionsbündnis gesundes Implantat in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Dentalhygieniker/-innen in Deutschland e.V. entwickelt hat, unterstützt Patienten bei der notwendigen Implantatpflege. Der ImplantatPass ist ähnlich wie ein Impfpass oder ein Serviceheft über viele Jahre ein hilfreicher Begleiter, der die dringend notwendige Implantatpflege nie in Vergessenheit geraten lässt und auf einen Blick alle wichtigen Informationen zu den eigenen Implantaten bereithält.

In dem handlichen Pass vermerkt der Zahnarzt die Häufigkeit der Praxistermine und, so vorhanden, individuelle Risikofaktoren wie Rauchen oder Diabetes, da diese ggf. eine vermehrte Kontrolle erfordern. Der ImplantatPass bietet Platz für insgesamt zwölf Praxistermine und informiert darüber, ob während des Termins eine Kontrolle, eine Prophylaxe oder eine Therapie durchgeführt werden soll. Auch Position und Art der Implantate werden hier notiert. Davon profitieren Patienten besonders bei einem Zahnarztwechsel oder einer Notfallbehandlung. Im ImplantatPass können zudem die individuell empfohlenen Pflegeprodukte oder besondere Putzhinweise eingetragen werden.

Den ImplantatPass für Sicherheit & Pflege erhalten Patienten in ihrer zahnmedizinischen Praxis. Darüber hinaus hält das Aktionsbündnis gesundes Implantat mit seiner Internetseite www.gesundes-zahnimplantat.de und der Patientenbroschüre 'Implantate brauchen Pflege' wertvolle Informationen für Implantatpatienten bereit.

Kontakt Aktionsbündnis gesundes Implantat c/o DentaMedica GmbH Harkortstr. 7 04107 Leipzig Tel: +49 (0) 341 - 99 99 76 -43 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kontakt goDentis Klaus Schenkmann Tel: +49 (0) 221 - 578 1283 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Quelle: ad-hoc-news.de

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Auch bei gesetzlich Versicherten beteiligt sich die Krankenkasse an den Kosten für ein Zahnimplantat. Bei einer Einzelzahnlücke etwa kann der Zuschuss bis zu 355 Euro betragen.

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