Aktuelle Meldungen

Bei Zahnschmerzen verarbeitet das Gehirn die Signale aus dem Ober- und Unterkiefer auf so ähnliche Weise, dass eine Unterscheidung schwer möglich ist. Aus dem Grund können Patienten ihren Zahnärzten oft nicht sagen, welcher Zahn sie quält. Mit Hilfe eines bildgebenden Verfahrens haben Forscher von der Universität Erlangen-Nürnberg und vom finnischen Turku University Central Hospital die Gehirne von Freiwilligen untersucht, bei denen an oberen und unteren Eckzähnen kurze Schmerzimpulse verursacht worden sind. So haben die Experten laut ihrem Bericht im Fachmagazin "Pain" nachweisen können, welche Hirnareale bei der Verarbeitung der Schmerzreize aktiv werden. 

Weil Menschen bei einer bestimmten Schmerzintensität nicht genau sagen können, ob ein Zahn im Ober- oder Unterkiefer Probleme bereitet, ist die Situation für Zahnärzte schwierig. Selbst wenn klar ist, ob sich der schmerzende Zahn oben oder unten befindet, kann nicht jeder Patient konkret sagen, welcher Zahn der Auslöser der Pein ist. Ist von außen nichts zu erkennen, fertigen Zahnärzte deshalb oft Röntgenaufnahmen an, um die Quelle der Schmerzen zu lokalisieren.

Quelle: umwelt-panorama.de
Wo sonst nur Implantate, Zahnkronen oder Inlays zu Hause sind, soll plötzlich ein Hörgerät schlummern, mit dem man nicht nur hören, sondern womöglich auch noch essen kann: Genau das ist das Ziel des US-Unternehmens Sonitus Medical, das derzeit eine Technologie testet, die den wunderbaren Namen SoundBite trägt. Erste Fotos zeigen, dass die kleine Plastik-Metall-Schiene sich tatsächlich so in der Cavitas oris versenken lässt, dass sie zumindest bei einem dezenten Lachen nicht groß auffällt.

Doch der Reihe nach: Hören mit dem Mund? Klingt schräg, geht aber, und zwar unter Ausnutzung des Prinzips der Knochenleitung. Um die Umgebungsgeräusche wahrzunehmen, benötigt der Patient mit Mittelohrschwerhörigkeit selbstverständlich erst einmal ein Mikrofon. Das wird im äußeren Gehörgang eingelagert und ist dort für Außenstehende quasi unsichtbar. Das Mikrofon ist über einen winzigen, ebenfalls kaum sichtbaren Schlauch verbunden mit einer BTE („behind the ear“) genannten Übertragungseinheit, die hinter dem Ohr klemmt. Weil das BTE wirklich nur eine Übertragungseinheit ist und sonst nichts, kann es prinzipiell relativ klein gemacht werden, wesentlich kleiner jedenfalls als alles, was bei konventionellen Hörgeräten so hinter dem Ohr verstaut werden muss.

Das BTE verfügt über einen Drahtlosfunk und überträgt die vom Ohr-Mikrofon aufgezeichneten Außengeräusche in den Mund. Dort wartet die ITM-Komponente („in the mouth“) des Systems und erzeugt gemäß dem Muster der ankommenden Lautsprecherinformationen lautlose und nicht spürbare Vibrationen. Die werden wiederum erst über die Zähne und dann über den Knochen weitergeleitet, bis sie schließlich bei der Cochlea ankommen. Deren Sinneshärchen geraten durch den Knochenschall ordentlich in Wallungen und erzeugen einen Höreindruck entsprechend dem Input, den das Mikrofon geliefert hat. 

Prinzipiell hat das SoundBite-System – das derzeit noch nicht in einer endgültigen Produkt-Version erhältlich ist – einige charmante Seiten, die es durchaus zu einem Erfolg werden lassen könnten. Es ist zum einen vergleichsweise unscheinbar und damit sehr gesellschaftsfähig. Es ist außerdem hoch flexibel, weil die Mundkomponente ähnlich einer Zahnspange einfach rausgenommen werden kann, wenn der Schwerhörige zum Beispiel essen möchte. Geplant ist zudem, den Kunden mit zwei ITMs auszustatten, damit eines gelegentlich gereinigt werden kann. Das soll problemlos möglich sein, weil die Elektronik hermetisch abgeriegelt ist.

Leider ist das Unternehmen Sonitus Medical nicht das erste, das auf die Idee des Hörens mit den Zähnen gekommen ist. Schon vor einigen Jahren machte das israelische Startup AudioDent Schlagzeilen, das von drei Zahnärzten gegründet wurde und eine ähnliche Vision verfolgte. Ein marktreifes Produkt ist daraus bisher nicht entstanden. Ende Januar berichtete der israelische Nachrichtendienst Globes sogar, dass das Unternehmen vom Kapitalgeber abgewickelt werde. Mit den Zähnen hören geht also. Ob sich damit auch Geld verdienen lässt, bleibt bis auf Weiteres offen.

Quelle: news.doccheck.com
Wenn Allergiker von Pollen heimgesucht werden, kann dies eine Ursache für Mundatmung sein. Die damit verbundenen physischen, medizinischen und sozialen Probleme sind den meisten Medizinern jedoch unbekannt, wie eine Studie der General Dentistry des Journals der Academy of General Dentistry (AGD) herausfand. Zahnärzte sehen ihre Patienten typischweise alle sechs Monate, öfter als diese ihren Hausarzt besuchen. Vor diesem Hintergrund sind Zahnmediziner häufig die ersten, die die Symptome der Mundatmung identifizieren können.

Häufig sind Allergien der Grund für Verstopfungen der oberen Atemwege und damit für die Mundatmung der Patienten, erläutert Yosh Jefferson, DMD, Autor der Studie. In fast jeder Familie gebe es jemanden, der unter Mundatmung leidet, darunter auch Kinder.

Kindern mit unbehandelter Mundatmung droht im Laufe der Zeit eine von der Norm abweichende Gesichts- und Zahnentwicklung, wie lange schmale Gesichter und Münder, "gummy smiles" (beim Lächeln zuviel Zahnfleisch sichtbar) und krumme Zähne. Die schlechten Schlafgewohnheiten, die aus der Mundatmung resultieren, können die geistige und körperliche Entwicklungen nachteilig beeinflussen. Zusätzlich kann Mundatmung zu mangelhafter Sauerstoffkonzentration im Blut führen, was zu hohem Blutdruck, Herzproblemen, Schlafapnoe und anderen medizinischen Problemen führen kann.

Kinder mit Mundatmung schlafen typischweise nicht gut, dadurch sind sie den Tag über müde und können sich möglicherweise nicht in der Schule konzentrieren. Wenn Kinder in der Schule frustriert sind, entfalten sie Verhaltensprobleme. Kein Wunder also, dass bei Kindern mit ausgeprägter Mundatmung nicht selten die Fehldiagnose  Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS-Syndrom) und Hyperaktivität gestellt wird, wie Jefferson ausführt. 

Mundatmung sollte daher behandelt werden. Sie lässt sich gut unter Kontrolle bringen, wenn sie rechtzeitig erkannt wird. Ein Zahnarzt kann die Symptome der Mundatmung erkennen und sollte auch die Mandeln überprüfen. Geschwollene Mandeln und/oder Polypen können chirurgisch vom Hals-Nasen-Ohrenarzt entfernt werden.

Nach der Chirurgie und/oder kieferorthopädischer Intervention zeigten viele Patienten Verbesserungen bei Energieniveau, Schulleistungen, Peer-Akzeptanz und Wachstum, sagt Leslie Grant, DDS, Sprecherin der AGD. Die Behandlung der Mundatmung kann somit die Lebensqualität signifikant verbessern.

Quelle: agd.org
Wirbt eine Zahnklinik in ihrer Werbebroschüre mit einer regelmäßigen Erinnerung an halbjährliche Kontrolltermine, um eine siebenjährige Gewährleistung auf Zahnersatz zu erhalten, folgt daraus für den Patienten noch kein Anspruch auf Garantieleistungen. Das entschied der 5. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Oldenburg in einer jetzt veröffentlichten Entscheidung (AZ: 5 U 141/09).
 
Der Kläger hatte sich in einer Zahnklinik vier Implantate einsetzen lassen und die Kontrolltermine regelmäßig wahrgenommen. Dennoch mussten nach drei Jahren drei Implantate wieder entfernt werden. Er verklagte die Zahnklinik, wies auf die Werbebroschüre hin und verlangte eine kostenfreie Versorgung mit neuen Implantaten.
 
Nach der Entscheidung des Oberlandesgerichts ist jedoch allein durch die Garantie-Aussage in der Werbebroschüre kein selbstständiger Garantievertrag mit dem Kläger geschlossen worden. Der Hinweis in der Broschüre sei eine schlichte Werbeaussage. Um vertragliche Gewährleistungsansprüche zu haben, müsse ausdrücklich ein selbstständiger Garantievertrag geschlossen oder zumindest eine „Garantieurkunde“ übergeben worden sein.
 
Besondere gesetzliche Bestimmungen, die dem Schutz des Verbrauchers bei Garantiezusagen in der Werbung dienten, seien nur für Kaufverträge und nicht für einen wie vom Kläger mit der Klinik geschlossenen Dienstvertrag gültig, stellte das OLG fest.

Quelle: nwzonline.de ?
Die gesetzliche Krankenkasse deckt nur eine Grundversorgung beim Zahnarzt ab. Sind Inlay, Krone, Brücke, Prothese oder Implantate fällig, heißt es aus eigener Tasche zuzahlen.
Und selbst wenn jemand sich genau an die Regelversorgung hält, muss er 35 bis 50 Prozent der Kosten übernehmen, je nachdem wie regelmäßig er laut Bonusheft in den zurückliegenden zehn Jahren beim Zahnarzt war. Für eine Brücke über einen fehlenden Zahn zahlt er 200 bis 300 Euro, so Finanztest.

Wer diese Kosten verringern oder ganz vermeiden möchte, kann eine private Zahnzusatzversicherung abschließen. Doch wie gut sind diese Versicherungen?

Finanztest hat 110 Angebote geprüft: 65 Zahntarife, die nach Art der Lebensversicherung kalkuliert sind. In diesen Tarifen kann es nach Vertragsschluss keine altersabhängigen Beitragssteigerungen geben. Und 45 Zahntarife, die nach Art der Schadensversicherung kalkuliert sind. Hier können die Beiträge nach Vertragsschluss mit zunehmendem Alter des Versicherten steigen.

Beitragsunterschiede: Für die leistungsstärksten Zahnversicherungen müssen z.B. 43-jährige männliche Neukunden zwischen 18 und 37 Euro im Monat zahlen, gleich alte Frauen 19 bis 49 Euro.

Angebote gesetzlicher Kassen: Hier ist laut Finanztest-Experten die Gefahr groß, trotz des kleinen Preisnachlasses nicht das beste Angebot auf dem Markt zu bekommen. Denn jede Kasse kooperiert nur mit einem oder wenigen Versicherern. Vertragspartner für den Versicherten ist aber die private Gesellschaft. Die Leistungen der Tarife entsprechen meist einem Angebot, das auch ohne Vermittlung der Kasse erhältlich ist.

Abschluss: Die Zusatzpolice sollte abgeschlossen werden, bevor eine teure Behandlung notwendig wird. Für Behandlungen, die bereits vor Vertragsabschluss begonnen oder empfohlen wurden, muss die Versicherung später nicht zahlen. Erst nach Ablauf einer Wartezeit von acht Monaten besteht Anspruch auf die vertraglichen Leistungen. Oft sind diese außerdem in den ersten drei bis sechs Jahren auf bestimmte Höchstsummen begrenzt. Manchmal gelten sogar dauerhafte jährliche Obergrenzen.

Höhe der Zahlung: Die Versicherer geben ihre Leistungen als Prozentsatz an. Wichtig ist jedoch, auf welchen Basisbetrag sich dieser bezieht. Das kann beispielsweise der gesamte Rechnungsbetrag sein, oder der Betrag nach Abzug der Kassenleistung bzw. des Kassenbonus. Wechsel: Vor dem Wechsel zu einer anderen Kasse sollten Fakten von Punkt „Abschluss“ bedacht werden. Finanztest-Tipp: Prüfen, ob Sie nicht bei derselben Versicherungsgesellschaft in einen günstigeren Vertrag wechseln können und somit Wartezeiten etc. anerkannt werden.

Quelle: bz-berlin.de
Nicht selten häufen sich Zahnarztbesuche mit zunehmendem Alter. Doch auch aufgrund von Unfällen verlieren Menschen Zähne und sind auf die zur Verfügung stehenden Alternativen angewiesen. Dabei sind Zahnimplantate immer beliebter. Welche Kassen die Kosten der teuren Behandlung bis zu welchem Maß tragen, berichtet das Versicherungsportal www.private-krankenversicherung.de.

Privatversicherte haben im Bereich des Zahnersatzes weitaus mehr Möglichkeiten als staatlich Versicherte. Das Ausmaß hängt von der Tarifspanne ab und bewegt sich zwischen ’etwas mehr’ und ’besonders hochwertig’. Die gesetzlichen Versicherungen umfassen hingegen generell keinen Zahnersatz in Form von Implantaten. Hier wird im Fall von Zahnverlust und -lücken auf Brücken zurückgegriffen. Die Kosten für Implantate müssen vom Patienten selbst getragen werden.

Zahnimplantate haben in den letzten Jahren immer mehr Befürworter gefunden und werden immer häufiger genutzt. Um Lücken zu schließen wird ein Stift beziehungsweise eine künstliche Wurzel in den Kiefer eingesetzt, an welchem der Zahnersatz befestigt wird. Bei dentalen Teiltarifen sind die Leistungen meist auf einen jährlichen Betrag wie zum Beispiel 2.000 Euro beschränkt oder auf eine Implantatanzahl von vier Stück im Ober- und Unterkiefer. Derartigen Einschränkungen kann man mit der Wahl eines leistungsstarken Tarifes entgehen. In einigen Fällen sind diese jedoch erst sieben Jahre nach dem Abschluss der Versicherung unbegrenzt nutzbar oder durch einen Maximalbetrag eingeschränkt, wie zum Beispiel 5.000 Euro im Jahr.

Es lohnt sich hier sich vor Abschluss der Versicherung ausreichend Informationen zu besorgen oder eine detaillierte Beratung in Anspruch zunehmen. Die meisten privaten Krankenversicherungen umfassen eine allgemeine Leistung bei Zahnimplantaten, einige bieten auch umfassende Tarife.

Quelle:live-pr.com

Zähne sind das Aushängeschild eines jeden Menschen: Vier von Fünf verbinden mit guten und gepflegten Zähnen eine positive Ausstrahlung und Attraktivität. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Dabei ist fast jeder Fünfte in Deutschland mit der Gesundheit und dem Aussehen seiner Zähne unzufrieden. Dennoch geht durchschnittlich jeder Sechste erst bei akuten Zahnproblemen zum Zahnarzt.

"Bei jüngeren Menschen ist dieses Verhalten noch ausgeprägter", weiß Annelore Penno, Expertin für die zahnmedizinische Versorgung bei der TK. Die Umfrage zeigt, dass fast ein Drittel aller Befragten zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr erst den Zahnarzt aufsucht, wenn der Zahn bereits schmerzt.

Manchmal ist es dann bereits zu spät und ein Zahndefekt muss möglicherweise mit einem Zahnersatz repariert werden. Je nachdem was für ein Zahnersatz benötigt wird, können die Kosten schnell in die Höhe gehen. Deshalb empfiehlt die TK-Zahnexpertin auch: "Um Zahn- und Zahnfleischerkrankungen vorzubeugen, bedarf es neben einer konsequenten Zahnpflege und Mundhygiene auch der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt." Regelmäßig heißt: bei Erwachsenen einmal im Kalenderjahr; bei Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Geburtstag einmal im Kalenderhalbjahr.

"Wer sich die Zahnvorsorgetermine auch noch in dem so genannten Bonusheft bestätigen lässt, bekommt im Falle eines Zahnersatzes auf den Festzuschuss einen zusätzlichen Bonus von seiner Krankenkasse", so Penno. Sind im Bonusheft die regelmäßigen Untersuchungen der letzten fünf Jahre eingetragen, dann gibt es einen um 20 Prozent höheren Festzuschuss. Werden die letzten zehn Jahre belegt, erhöht sich der Festzuschuss sogar um 30 Prozent. Die Forsa-Umfrage ergab, dass immer noch knapp ein Viertel aller gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland auf ihr Bonusheft verzichten und damit viele Euro beim Zahnersatz verschenken.

Hierfür hat die TK-Zahnexpertin kein Verständnis: "Die Abrechnung der regelmäßigen Vorsorgetermine beim Zahnarzt erfolgt einfach über die Krankenversichertenkarte; eine Praxisgebühr fällt nicht an." Die Teilnahme bestätigt der Zahnarzt im Bonusheft, das man in jeder Zahnarztpraxis bekommt. "Wahrgenommene Termine, die nicht gleich im Bonusheft eingetragen wurden, muss der behandelnde Zahnarzt auch nachträglich im Bonusheft bestätigen", so Penno weiter.

Quelle: unikosmos.de

Die Universität von Iowa veröffentlichte eine Studie, wonach Videospiele neben anderen körperlichen Symptomen häufig auch schlechte Zähne mit sich bringen soll. Die amerikanischen Forscher untersuchten dafür Personen im Alter von 12 bis 16 Jahren.

Jordon Poss von der Universität Iowa und sein Team haben das Essverhalten, die zu sich genommenen Nahrungsmittel und die Gesundheit der Zähne bei Kids untersucht. Entscheidend sei demnach unter anderem, wie regelmäßig Mahlzeiten zu sich genommen werden. Kinder ohne strukturierten Tagesablauf sollen 30% häufiger an Zahnproblemen leiden. Wenn die Kinds dann ihren Hunger mit Softdrinks und Junkfood stillen, wird die Entstehung von Karies und Parodontose stark gefördert. Der Konsum von Snacks während man spielt sei ursächlich für die schlechten Zähne von vielen Teenagern, so die Forscher. Dauerspieler sollen mehr als doppelt so oft Zahnprobleme wie solche Kinder und Jugendliche bekommen, die ihren Tag aktiv verbringen.

Die Macher der Studie versuchen den besonderen Wert ihrer Erhebung herauszustreichen. Eine derartige Studie hätte es in diesem Konsens bisher nicht gegeben. Jedes Mal, wenn man zuckerhaltige Lebensmittel zu sich nimmt, seien die Zähne für bis zu einer Stunde unter Beschuss. Der Zucker agiert mit dem Zahnbelag, die Mischung daraus greift die Zähne an. Laut dem Portal WalesOnline haben in Großbritannien rund die Hälfte aller Teenager eine Spielkonsole in ihrem Zimmer stehen, 97% der Teens spielen regelmäßig damit. Es sei besser drei reguläre Mahlzeiten zu sich zu nehmen, anstatt 10x Snacks zu verzehren. Wer zwischendurch etwas essen möchte, soll zum Wohl der Gesundheit seiner Zähne auf zuckerhaltige Nahrungsmittel komplett verzichten.

Quelle: www.gulli.com
Muscheln produzieren ihren eigenen Klebstoff, um auf Steinen, Korallen und sogar glatten Schiffsrümpfen zu haften. Ein deutsches Forscherteam baut diesen Klebstoff nach und will ihn in der Medizin einsetzen. Der erste Test steht jetzt bevor.
 
Muscheln sind unglaublich zäh. Im eiskalten Wasser der Ozeane besiedeln sie tief unten auf dem Meeresboden Steine und Korallen, aber genauso die glatten, metallenen Rümpfe der Schiffe und sie fallen nicht ab. Ganz gleich, wie kalt oder salzig das Meer auch sein mag, oder wie hoch die Wellen schlagen. Dafür produzieren sie selbst eiweißhaltige Fäden. Ein wasserfester Kleber in der Natur –  wie der wohl zusammengesetzt ist und funktioniert – dafür interessieren sich die Wissenschaftler des Bremer Fraunhofer Instituts für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung – kurz IFAM – brennend. Der Chemiker Dr. Klaus Rischka erklärt, warum:
 
"Aus klebtechnischer Sicht ist die Muschel hochinteressant, denn kleben im Wasser, unter Wasser, damit haben technische Klebstoffe –  wie man sie bis jetzt erhält –  Probleme. Das kennen Sie vielleicht, wenn Ihnen mal eine Tasse kaputt gegangen ist, sie dann einfach einen Sekundenklebstoff nehmen, die Tasse drei-, viermal in die Spülmaschine stecken, dann fällt Ihnen die Tasse wieder auseinander. Mit so einem Muschelklebstoff wird das wahrscheinlich nicht passieren."
 
Mit der ehrgeizigen Idee, die wasserfesten Muschelfäden nachzubauen und daraus einen ganz neuartigen medizinischen Klebstoff zu entwickeln, mit dem man im feuchten Inneren des menschlichen Körpers kleben kann, statt zu nähen, gewann das Institut im Forscherverbund mit der Staatlichen Materialprüfungsanstalt –  MPA –  der Technischen Universität Darmstadt, der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Uniklinik Frankfurt/Main und einem Implantate-Hersteller den "Innovationswettbewerb zur Förderung der Medizintechnik" –  des Bundesforschungsministeriums. Klaus Rischka:
 
"Wir gucken uns auf molekularer, auf atomarer Ebene an, wie funktioniert der Klebprozess und übertragen das in einen technischen Vorgang, ein technisches Produkt."
 
In zwei Jahren intensiver Arbeit haben Techniker, Chemiker und Mediziner Teile dieses Muschelklebers im Labor nachgebaut. Jetzt steht der erste Test an tierischen Körperzellen bevor. Das Team ist gespannt. Sind sie auf dem richtigen Weg?
 
"Man setzt die Zellen diesem Klebstoff aus. Im günstigen Fall passiert den Zellen nichts, im ungünstigen Fall sterben die, das wäre natürlich nicht gut. Wenn wir sehen, dass die Zellversuche positiv verlaufen, würden wir in ein Tierexperiment gehen. Das könnte eine Maus sein. Da würde man eine Modell-Operation durchführen, um zu sehen, wie ist das mit den klebtechnischen Eigenschaften und ob sich Entzündungsreaktionen zeigen."
 
Ist der Kleber verträglich, wird er als Nächstes an einem Zahnimplantat-Modell getestet. Denn er soll später Hohlräume zwischen Gewinde und Zahnfleisch auffüllen, weil sich dort bisher gerne Keime ansiedeln und oft Entzündungen im Kiefer hervorrufen.
 
"Zahnimplantate bestehen ja aus Titan, dann versuchen wir die Zahnimplantate mit diesem Klebstoff zu verkleben, gucken, hält der Klebstoff überhaupt auf Titan. Dann würde der Klebstoff genauso an einem lebenden Tier ausprobiert werden müssen. Es darf dann keine Entzündungsreaktion geben, es darf keine Reizung des Zahnfleischs geben."
 
Die Forscher sind zuversichtlich - sollte der neue Klebstoff "in Serie gehen" halten sie den Einsatz im OP für machbar. Vielleicht kann man dann eine gerissene Milz kleben, statt sie wie bisher zu entfernen, Implantate mit lebendem Körpergewebe verbinden oder winzige Ohrknöchelchen einkleben, die man sonst überhaupt gar nicht ersetzen könnte, weil man sie nicht annähen kann. Bis dahin werden aber noch mindestens zwei Jahre vergehen.

Quelle: dradio.de
Kinder und Jugendliche aus niedrigen sozialen Schichten und Problemfamilien haben häufiger extreme Angst vor Zahnarztbesuchen als ihre Altersgenossen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Universität Göteborg (Schweden). 

Annika Gustafsson, Spezialistin für Kinderzahnheilkunde, verglich dazu 250 Kinder und Jugendliche mit bekannten Problemen beim Zahnarzt mit einer Kontrollgruppe. Im Rahmen der Fragebogenerhebung zeigte sich, dass auch die Eltern der betroffenen Kinder ihre liebe Not mit Zahnbehandlungen haben. 

Gustafsson vermutet daher eine negative Vorbildwirkung. Die Studienautorin regte an, die Angst vor dem Zahnarzt nicht zu belächeln, sondern ernst zu nehmen und die betroffenen Patienten "mit Respekt" zu behandeln. Eine Zusammenarbeit mit sozialen Einrichtungen wäre sinnvoll. In Schweden leiden etwa fünf Prozent der Bevölkerung unter schwerer Angst vor zahnmedizinischen Behandlungen.

Quelle: orf.at
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Auch bei gesetzlich Versicherten beteiligt sich die Krankenkasse an den Kosten für ein Zahnimplantat. Bei einer Einzelzahnlücke etwa kann der Zuschuss bis zu 355 Euro betragen.

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