Aktuelle Meldungen

Zum Beschluss der Regierungskoalition, die Praxisgebühr abzuschaffen, erklärt der Vorsitzende des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Jürgen Fedderwitz: "Die Abschaffung der Praxisgebühr ist für den Bereich der vertragszahnärztlichen Versorgung ein richtiger und überfälliger Schritt. Sie war hier immer fehl am Platz. Das Phänomen des doctor hopping, das man durch die Gebühr einzudämmen gehofft hatte, hat es im zahnärztlichen Sektor nie gegeben. Die Gebühr hat außerdem eine präventionspolitisch negative Steuerungswirkung entfaltet. Sie hat einen Teil der Patienten von kontrollorientierten Zahnarztbesuchen abgehalten. Das ist kontraproduktiv, denn Zahnmedizin ist Vorsorgemedizin. Wir haben uns immer für die Abschaffung der Praxisgebühr eingesetzt. Es ist gut, dass sie ab 1. Januar 2013 Geschichte ist."

Quelle: implantate.com

Ein Implantologe stellte fest, dass ihn ein anonymer User in einem Internetportal negativ beurteilt hatte. Daraufhin verlangte er vom Portalbetreiber, den Eintrag zu löschen. Weil sich Betreiber weigerte, mussten sich die Gerichte mit dem Fall befassen – mit der Folge, dass der Portalbetreiber verpflichtet wurde, den Kommentar zu entfernen. Die Begründung des Urteils und weitere Details erfahren Sie hier:

http://www.e-recht24.de/news/blog-foren-web20/7293-nutzerinhalte-muessen-bewertungsportale-nutzerkommentare-auf-rechtswidrigkeit-pruefen.html

 

 

In Deutschland setzen Zahnmediziner jedes Jahr circa eine Million Zahnimplantate. Diese künstlichen Zahnwurzeln sind eine gute Alternative zu Brücken und Prothesen. Doch das Zahnfleisch um die Implantate kann sich entzünden, was die Langlebigkeit von Implantatversorgungen gefährdet. Um das zu verhindern, entwickeln 30 deutsche Zahnarztpraxen erstmals ein Vorsorgeprogramm für Implantatpatienten.

Ein Zahnimplantat bekommt im Gegensatz zu einem natürlichen Zahn zwar keine Karies - allerdings besteht das Risiko einer Zahnfleischentzündung. Als Folge kann sich das Implantat lockern oder muss manchmal sogar wieder entfernt werden. Nach der kostenintensiven Implantattherapie beginnt dann die Suche nach dem passenden Zahnersatz von vorn.

Zwar ist bekannt, dass Zahnfleischentzündungen an natürlichen Zähnen durch regelmäßige professionelle Zahnreinigungen und das tägliche Zähneputzen wirksam vorgebeugt werden kann. Fundierte Kenntnisse zur Vorbeugung von Zahnfleischentzündungen an Implantaten fehlen aber bislang. Diese Wissenslücke wollen nun 30 Zahnarztpraxen schließen: Sie sind auf Prophylaxe spezialisiert und betreuen für eine bislang einzigartige Studie Patienten, die kürzlich ein Implantat erhalten haben. Alle Zahnarztpraxen, die an dieser Studie teilnehmen, sind unter www.gesundes-implantat.de/forschung/studienzentren aufgeführt.

Als Ergebnis der Multizenterstudie erwarten die Studienleiter Prof. Dr. Johannes Einwag, Priv.-Doz. Dr. Dirk Ziebolz und Sylvia Fresmann, dass erstmals konkrete Nachsorgekonzepte für Implantatpatienten entwickelt werden können, damit die neuen Zähne möglichst ein Leben lang gesund bleiben. "Entzündungen an Zahnimplantaten werden durch bakterielle Beläge verursacht. Bei der professionellen Zahnreinigung werden diese Beläge entfernt, was das Entzündungsrisiko reduziert", erklärt Prof. Einwag. Im Rahmen der Studie führt eine Dentalhygienikerin dreimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung nach dem aktuellsten Wissensstand der Zahnmedizin durch und schult den Patienten in der korrekten häuslichen Mundhygiene. Die Universität Göttingen wertet diese Daten aus. Die Studie soll belegen, dass eine regelmäßige professionelle Reinigung und die gezielte häusliche Belagentfernung Zahnfleischentzündungen an Implantaten vorbeugen kann.

Pressekontakt:

Kristin Jahn

Aktionsbündnis gegen Periimplantitis

c/o DentaMedica GmbH

Tel.: 0341/99 99 76 43

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Quelle: presseportal.de

Eine Szene im Drogeriemarkt, wie wir sie alle kennen: Ratlosigkeit vor den Regalen bei den unzähligen Tuben, Pasten und Bürsten. "Was hat mir mein Zahnarzt nochmal empfohlen?" Eine Frage, die sich Patienten mit mobilen App von Parostatus.de jetzt auf Knopfdruck beantworten können.

Das Berliner Unternehmen hat sein Prophylaxekonzept aktualisiert und mit zahlreichen Neuerungen ausgestattet. Für die Patienten der Zahnarztpraxen, die ihre Qualitätsprophylaxe mit ParoStatus.de durchführen, ist vor allem die mobile App interessant. "Erstmals können Patienten ihre nächsten Prophylaxetermine direkt per QR-Code in ihren Kalender übertragen. Der aktuelle Gesundheitszustand von Zähnen und Zahnfleisch kann per Smartphone abgerufen werden. Auch die zahnärztlichen Empfehlungen für die optimalen Pflegeprodukte hat der Patient jederzeit griffbereit", erläutert Dentalhygienikerin Sylvia Fresmann, Mitgeschäftsführerin der ParoStatus.de GmbH.

Ein Service, den die Zahnarztpraxen ihren Patienten sehr leicht anbieten können. Nach der Prophylaxesitzung erhält der Patient einen Ausdruck mit allen relevanten Informationen und Empfehlungen zu seiner Mundgesundheit. Über einen QR-Code kann er sich seine individuelle App auf das Smartphone laden, die auch eine Routenplanung zur jeweiligen Praxis enthält.

ParoStatus.de ist ein Computersystem, das die Zahnarztpraxen in der der Prophylaxe und der Parodontaltherapie unterstützt. Parodontitis, landläufig auch "Parodontose" genannt, ist der häufigste Grund für Zahnverlust bei erwachsenen Menschen in Deutschland. Diese chronische Entzündung des Zahnhaltapparates kann aber auch zu weiteren erheblichen Beeinträchtigungen der Gesundheit führen. So können Risiken für Diabetes, Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen, Gelenkbeschwerden, Frühgeburten und rheumatische Arthritis steigen.

Die regelmäßige Prophylaxe in der Zahnarztpraxis kann eine Parodontitis verhindern. Genauso wichtig ist die optimale Pflege zuhause. Und wer mal wieder nicht weiß, welche Bürste für ihn die richtige ist - einfach mal einen Blick auf das Handy werfen.

Zahnarztpraxen mit der Prophylaxe nach dem ParoStatus.de-Standard finden Sie unter: www.parostatus.de.

Weitere Details zur neuen App und zu weiteren Apps zum Thema Zahngesundheit finden Sie hier bei implantate.info in einem exklusiven Kapitel üner dentale Apps.

Pressekontakt:

Sylvia Fresmann

030-695450350

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Am 1. Januar 2012 ist die novellierte Gebührenordnung Zahnärzte (GOZ) in Kraft getreten. Doch diese GOZ wird bei weitem noch nicht in allen Zahnarztpraxen regelkonform angewandt. Oft werden Abrechnungsmöglichkeiten einfach vergessen, zum Teil sind sie gar nicht bekannt. Da kommt die Unterstützung durch eine neue, von IWW-Institut entwickelte App exakt zum richtigen Zeitpunkt: Das Abrechnungsquiz „Der GOZ-Trainer“ verschafft den für die Abrechnung Verantwortlichen in den Zahnarztpraxen spielerisch mehr Sicherheit im Umgang mit der GOZ.

Und so funktioniert es: „Der GOZ-Trainer“ enthält insgesamt 70 Fragen mit jeweils drei möglichen Antworten zur GOZ. Zu jeder Frage gibt es nur eine korrekte Lösung, die nach der Beantwortung sofort angezeigt wird. Pro Runde werden zehn Fragen gegen die Zeit gespielt. Abhängig von den richtigen Antworten und der dafür jeweils benötigten Zeit wird eine Punktzahl ermittelt und ausgewiesen. Das Resultat können Sie Ihrem Namen zuordnen und in späteren Versuchen die erzielten Fortschritte vergleichen. Und auch Teammitglieder untereinander können anhand der ausgewiesenen Punktzahlen vergleichen, wie sicher sie im Umgang mit der neuen GOZ sind.

Die App finden Sie im Internet unter www.iww.de/sl174. Dieser Link führt Sie direkt in den App-Store von Apple.

Weitere Details zur neuen App und zu weiteren Apps zum Thema Zahngesundheit finden Sie hier bei implantate.info in einem exklusiven Kapitel üner dentale Apps.

 

Parodontitis entsteht erst durch das Zusammenspiel vieler Bakterienarten, wie Wissenschaftler der Universitäten Münster und Bielefeld nun herausgefunden haben. So kann eine Art alleine nicht diese schwere Entzündung des Zahnhalteapparates auslösen, die mit Knochenabbau und schlimmstenfalls sogar mit Zahnverlust einhergeht.

Die gesamte Bandbreite der Mikroorganismen sollte analysiert werden, fordern die Experten. "Parodontitis ist eine chronische Erkrankung mit einer multifaktoralen Genese, das heißt, viele Faktoren sind für die Parodontitis verantwortlich. Bakterien sind zwar der Risikofaktor. Dazu kommen exogene Faktoren, wie Rauchen, und endogene Faktoren, wie genetische Disposition", sagt Dag Harmsen von der Poliklinik für Parodontologie der Universität Münster und Mitautor der neuen Studie gegenüber pressetext.

Parodontitis führt unbehandelt dazu, dass die Zähne locker werden und ausfallen. Sie ist weltweit eine der häufigsten Erkrankungen. In den Industrieländern ist etwa die Hälfte der über 40-Jährigen betroffen. Zur Behandlung reinigt der Zahnarzt üblicherweise die Zahntaschen, um bakterielle Beläge (Plaques) zu entfernen. Denn Plaques löst die Erkrankung aus. Nur muss eine bestimmte Kombination von Bakterienarten zusammen spielen.

"Parodontitis wird nicht von einzelnen Bakterienarten ausgelöst. Es ist nötig, alle Mikroorganismen im Mundraum zu erfassen und zu beobachten, wie diese Lebensgemeinschaft auf die Behandlung reagiert. Nur so kann man verstehen, ob und weshalb eine Behandlung wirkt", sagt Harmsen. Die Forscher konnten im Zuge der Studie auch zeigen, dass die professionelle Zahnreinigung gegen die Anfänge von Parodontitis angehen kann.

Die Details zur Entstehung sind trotz vieler Fortschritte in der Behandlung immer noch unbekannt. Die Studie wollte deshalb herausfinden, wie die Bakteriengemeinschaft auf die konventionelle Parodontitis-Behandlung reagiert.

"Die Ergebnisse der Studie müssen zunächst durch weitere Experimente mit einer größeren Stichprobe bestätigt werden. Dann wird unser neuer Ansatz, Veränderungen in der gesamten mikrobiellen Lebensgemeinschaft im Mund zu beobachten, den Erfolg von Parodontitis-Behandlungen verbessern. Diese Methode wird sicherlich bald routinemäßig in der Praxis eingesetzt", prognostiziert Harmsen.

Quelle: www.pressetext.com

Zahnröntgen ist ein wichtiges Diagnoseverfahren, das eine frühzeitige Erkennung von Zahn- und Gewebeschäden ermöglicht. Die in der Zahnmedizin angewendeten Röntgenverfahren verursachen eine geringe Strahlenbelastung - trotzdem gilt für Zahnärztinnen und Zahnärzte SSO: so wenig wie möglich, soviel wie notwendig.

Viele Zahn- und Gewebeschäden im Mund beginnen im Verborgenen. Besonders die Zahnzwischenräume und jene Bereiche der Zähne und des Knochens, die vom Zahnfleisch bedeckt sind, können von blossem Auge nur ungenügend beurteilt werden. Röntgenaufnahmen helfen dem Zahnarzt, vorhandene Schäden rechtzeitig zu entdecken: Dies gilt für Karies und Parodontitis ebenso wie für Wurzelinfektionen, Ursachen für Abszesse, Zysten oder verborgene Weisheitszähne.

Viele Patientinnen und Patienten haben Vorbehalte angesichts der elektromagnetischen Wellen, wie sie zum Röntgen verwendet werden. Tatsächlich können hoch dosierte Röntgenstrahlen zu Gewebeschäden führen. Die in der Zahnmedizin angewandten Röntgenverfahren haben eine geringe Dosisbelastung, was besonders für die im Mund aufgenommenen Zahnaufnahmen gilt. Zur Illustration: Zahnröntgenaufnahmen machen zwar 42% aller ärztlichen Röntgenbilder in der Schweiz aus, verursachen aber nur 0.7% der gesamten jährlichen Strahlenbelastung. Diese ist in den letzten Jahren durch den Einsatz hoch empfindlicher Röntgenfilme und durch die zunehmende Digitalisierung ständig gesunken.

Trotzdem sind mögliche Schäden durch Zahnröntgen immer wieder ein Thema: So sorgte im vergangenen April eine amerikanische Studie für Verunsicherung: Die Forscher vermuten einen Zusammenhang zwischen häufigem Zahnröntgen und einem gutartigen Hirntumor, dem Meningeom. Auch wenn die Datenerhebung der Studie hinterfragt werden muss - sie basiert auf der Befragung von Patienten, nicht auf dokumentierten Krankengeschichten -, nimmt die SSO mögliche Risiken ernst und empfiehlt ihren Mitgliedern, Patienten nur bei ausgewiesener Indikation und Notwendigkeit zu röntgen. Dabei werden alle Massnahmen getroffen, damit die Strahlenexposition des Patienten und des Personals so klein wie möglich bleibt.

Jeder Zahnarzt benötigt zum Betreiben einer Röntgenanlage eine vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) ausgestellte Bewilligung. Voraussetzung ist eine staatliche Prüfung in Strahlenschutz. Das Strahlenschutzgesetz verlangt eine strenge Qualitätskontrolle: Der Betreiber muss seine Röntgenanlage wöchentlich überprüfen und periodisch von externen Experten kontrollieren lassen, damit jederzeit ein einwandfreies Funktionieren gewährleistet ist.

Zahnärztinnen und Zahnärzte SSO machen Röntgenaufnahmen bei Patienten nach dem Prinzip: So wenig wie möglich, soviel wie notwendig. Das Zahnröntgen stellt insgesamt ein wenig belastendes Diagnoseverfahren dar, das heute zur frühzeitigen Erkennung von krankhaften Veränderungen unumgänglich ist.

Quelle: implantate.com

 

Seit März 2012 wird das umfangreiche zahnärztliche Angebot im Klinikum der Universität München (LMU) um den Bereich der Sektion Zahnmedizin für Menschen mit Behinderungen ergänzt und bereichert. Auf über 250 qm haben – einmalig in Bayern und Deutschland – Patienten mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung, unabhängig vom Alter, die Möglichkeit an einer spezialisierten zahnärztlichen Versorgung teilzunehmen.

Warum aber ist gerade bei den Menschen mit Behinderungen eine spezialisierte Betreuung der Zähne so wichtig? Der individuelle Grad der körperlichen und/oder geistigen Behinderung erschwert häufig eine selbstbestimmte, tägliche Zahnpflege oder macht sie gar unmöglich. Die Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS IV) aus dem Jahre 2005 zeigt, dass in den entsprechenden Altersgruppen der Kinder und Jugendlichen ohne Behinderung das Kariesrisiko oder das Risiko einer Erkrankung des Zahnhalteapparates (Parodontitis) heute nur mehr sehr klein ist. Junge Menschen mit Behinderungen hingegen haben ein besonders hohes Risiko an Karies und Parodontitis zu erkranken. Sind Patienten pflegebedürftig – dies gilt ebenso für den jungen Menschen wie auch für den geriatrischen Patienten – muss das Umfeld, also die Angehörigen oder die Pflege, dafür sorgen, dass der Mund gesund bleibt. Hierfür fehlen jedoch häufig die ausreichenden Kenntnisse. Tipps und Tricks durch den Profi erleichtern auch im engen Pflegealltag diese Aufgabe.

Zwei Zahnärzte sowie hierfür spezialisierte Assistentinnen nehmen sich in den barrierefreien, großzügigen Räumlichkeiten im Erdgeschoss der Goethestraße 72 viel Zeit für die zahnärztlichen Sorgen und Nöte der behinderten Patienten. „Gerade deshalb aber ist der Zeitaufwand häufig hoch, die Vergütung dieser integrierten Patientenversorgung, bei der auf die besonderen Anforderungen dieser Patientengruppe eingegangen wird, ist jedoch noch Gegenstand von Diskussionen mit den Kassen“, betont Dr. Cornelius Haffner. „Dabei leisten wir mit unserem Angebot einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung.“ Denn Schwerpunkt des Angebots ist die wiederkehrende Prävention. Die enge Kooperation mit allen Disziplinen der Zahnmedizin, also der Prothetik, der Kieferorthopädie und der Mund-Kiefer Gesichtschirurgie runden das Angebot ab.

Eines jedoch ist uns besonders wichtig: Der enge Kontakt nicht nur zu den Patienten selbst, sondern auch ein sinnvolles Miteinander mit den Angehörigen, den Betreuern und den Einrichtungen. Schulungsabende sollen zeigen, dass Zahngesundheit nicht nur gesunden Menschen offen steht. Ab dem Herbstsemester 2013/2014 ist der Patient mit Behinderungen auch Gegenstand der studentischen Ausbildung in den höheren klinischen Semestern.

Seit dem 05. März 2012 ist die Ambulanz geöffnet: jeweils von 08.30-16.00 Uhr in der Goethestraße 72, D-80336 München

Telefon: 089 5160-9450 (Terminvereinbarung Frau Sabrina Baumgart/ Frau Diana Sanktjohanser)

Fax: 089 5160-9451

Quelle: idw-online.de

Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat einem klagenden Zahnarzt einen Unterlassungsanspruch gegen den Betreiber eines Internetportals zur Bewertung ärztlicher Leistungen zugebilligt. Der Zahnarzt hatte sich im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes gegen die Verbreitung einer negativen Bewertung zur Wehr gesetzt. Die 11. Zivilkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth hat den für die Verbreitung der Bewertung (rein technisch und nicht als Urheber) verantwortlichen Betreiber des Internetforums vorläufig zur Unterlassung verpflichtet. Ein Nutzer hatte die Bewertung seiner zahnärztlichen Implantatbehandlung anonym in das Forum eingestellt und darin zum Ausdruck gebracht, dass der Kläger ein fachlich inkompetenter Zahnarzt sei, der vorrangig eigene wirtschaftliche Interessen verfolge und hierbei das Interesse seiner Patienten an einer dem medizinischen Standard entsprechenden Behandlung außer Acht lasse. Hiermit war der Zahnarzt nicht einverstanden. Er wies den Provider darauf hin, dass er – auch nach Durchsicht aller Patientenunterlagen - eine der Bewertung zugrunde liegende Implantatbehandlung in dem angegebenen Zeitraum gar nicht durchgeführt habe, die Bewertung folglich schon aus diesem Grund falsch sei. Der Provider fragte darauf hin bei seinem Kunden lediglich nach, ob sich der Sachverhalt so zugetragen habe wie von ihm dargestellt. Dies bejahte der Verfasser, dessen Identität nach wie vor allein dem Provider bekannt ist.

Mit dieser Antwort gab sich der Provider zufrieden. Er berief sich zudem auf das gemäß Telemediengesetz schützenswerte Anonymisierungsinteresse des Beitragsverfassers und schließlich darauf, dass wegen der ärztlichen Schweigepflicht eine „Pattsituation“ hinsichtlich des Wahrheitsgehaltes der widerstreitenden Angaben bestehe. Die vom Zahnarzt gerichtlich gerügten Teile der Bewertung löschte er nicht.

Die 11. Zivilkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth hat jetzt vorläufig festgestellt, dass der Internetprovider auf die konkrete Beanstandung des betroffenen Zahnarztes hin den Sachverhalt sorgfältiger hätte prüfen und sich von seinem Kunden einen Nachweis dafür hätte vorlegen lassen müssen, dass die Behandlung tatsächlich stattgefunden hat. Weil dies nicht geschehen sei und eine Verletzung von Persönlichkeitsrechten des Zahnarztes möglicherweise vorliegen könnte, hafte der Internetprovider - ungeachtet der Frage, ob die Bewertung zutreffend ist - nach den Grundsätzen der sogenannten Störerhaftung auf Unterlassung.

Der Streit um die Bewertung des Zahnarztes dürfte damit nicht abgeschlossen sein. Der Internetprovider hatte bereits im Termin zur mündlichen Verhandlung am 17.04.2012 angekündigt, im Falle seines Unterliegens das Hauptsacheverfahren zu betreiben und hier dem Wahrheitsgehalt der Bewertung auf den Grund gehen zu wollen.

Quelle: implantate.com

 

Der Boom von Energy- und Sportdrinks ist eine Gefahr für die Zähne: Ihr hoher Säurewert zerstört den Zahnschmelz, der die äußerste, harte Schicht des Zahnes darstellt. Mögliche Auswirkungen des Konsum beschreiben Zahnmediziner der Southern Illinois University http://www.siue.edu in der Fachzeitschrift "General Dentistry". "Junge Erwachsene konsumieren Energy- und Sportdrinks, weil sie dadurch sportlicher oder energiegeladener zu werden glauben. Die meisten sind schockiert, wenn sie erfahren, dass es sich dabei um ein Säurebad für die Zähne handelt", berichtet Studienleiterin Poonam Jain.

Zahnschmelz schmilzt dahin

Die Forscher untersuchten 13 bekannte Sportgetränken und neun Energydrinks. Überprüft wurde einerseits das Säureniveau, das laut den Ergebnissen von Marke zu Marke und auch von Geschmack zu Geschmack derselben Marke sehr unterschiedlich ist. Andererseits testete man jedoch auch, wie sich menschlicher Zahnschmelz in der Flüssigkeit verändert. Dazu wurden Proben viermal täglich abwechselnd je 15 Minuten in den Getränken, dann zwei Stunden in einer künstlichen Speichellösung gebadet.

Schon nach fünf Tagen veränderte sich der Zahnschmelz bei Energy- als auch bei Sportdrinks, wobei Erstere im Schnitt doppelt so viele Schäden verursachten. Für die Behauptung der Forscher, ihre Simulation entspreche den Zahnbedingungen vieler Jugendlicher, ernten sie jedoch auch Kritik. "Drei-Minuten-Versuchsbäder wären sinnvoller, da der Speichel die Säuren relativ rasch neutralisiert", betont Adrian Lussi, Direktor der Klinik für Zahnerhaltung der Universität Bern http://zmk.unibe.ch , im pressetext-Interview.

Tipp: Nuckeln vermeiden und Nachspülen

Grundsätzlich bestätigt der Berner Experte allerdings die Ergebnisse. "Viele Getränke - allen voran Energydrinks und viele Sportgetränke, jedoch auch Softdrinks, Champagner, Mineralwasser mit Zitronengeschmack, Orangensaft ohne zugesetztes Calcium, Grapefruitsaft oder Hagebuttentee - sowie Medikamente lassen den Zahnschmelz erodieren." Eigene Studien dazu hat Lussi kürzlich im "British Journal of Nutrition" http://bit.ly/JNSAH0 veröffentlicht. Deutlich wurde dabei, dass nicht der pH-Wert alleine die Zahnschmelz-Zerstörung bestimmt. "Es kommt auch auf die Art der Säure an. Mit der Phosphorsäure von Coca Cola kommt der Mund gut zurecht, mit Red Bull hingegen schlecht."

Da der Zahnschmelz tagelang braucht, um sich von Säureattacken zu erholen, empfiehlt Lussi einen möglichst schonenden Konsum säurehältiger Getränke. "Vermeiden sollte man, ständig an ihnen zu nuckeln, sie schluckweise zu trinken oder sie gar durch die Zähne zu ziehen. Ideal wäre auch, gleich im Anschluss die Zähne zu spülen." Differenziert sieht der Fachmann die landläufige Empfehlung, mit dem Zähneputzen danach abzuwarten. "Zahnproblem Nummer eins ist Karies, nicht Zahnschmelzerosion. Vergisst man zu putzen, sind viele Getränke auch aufgrund ihres Zuckergehaltes gefährlich."

Quelle: pressetext.de

Joomla SEF URLs by Artio

ImplanTicker

Implantate – Indikationen, Kontraindikationen und aktuelle Möglichkeiten

Die allermeisten Implantate im Kiefer werden für die Fixierung von festem Zahnersatz...

Ökotest überprüft Werbeversprechen der Zahnpflegekaugummi-Hersteller

Hersteller versuchen immer wieder, ihre Produkte mit speziellen Eigenschaften aus der Masse...

Hohe Fluoridkonzentrationen in Zahnpasta hilfreich bei Patienten mit hohem Kariesrisiko

Der Zusatz von Fluorid in Zahnpflegemitteln wie Zahnpasta, Gelen, Mundspülungen und Lacken...

Osteoporose in jungen Jahren genetisch veranlagt

Patienten mit Osteoporose leiden unter einem erhöhten Risiko an Knochenbrüchen. Auch für die...

Zukunftstrend: Zähneputzen ohne Zahncreme

30 Tage soll sie halten, die von Erfindern und Designern aus Japan entwickelte Zahnbürste...

Animation

ImplanTipps

Die Anschaffung einer elektrischen Zahnbürste lohnt sich. Nicht nur bei der anspruchsvolleren Pflege von Zahnimplantaten, sondern auch beim täglichen Putzen der natürlichen Zähne, ist sie in der Reinigungswirkung der manuellen Zahnbürste überlegen.

weiter...