Aktuelle Meldungen

Noch vor wenigen Jahren galten Mund-Kiefer-Tumoren als absolute Gegenanzeigen für Zahnimplantate. Dies hat sich geändert. Heute geben Experten betroffenen Patienten durch aufwändige implantatgetragene Rekonstruktionen ihr Gesicht zurück – ein Thema auf dem 25. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Implanto­­logie, der vom 24.-26.11. letzten Jahres in Dresden stattfand.

Patienten mit Tumoren im Kiefer-Gesichtsbereich, leiden nicht nur an einer zumeist bösartigen, lebensbedrohlichen Erkrankung. Hinzu kommen erhebliche biopsychosoziale Einschränkungen: Ihr Gesicht kann äußerlich deutlich verändert, sogar entstellt sein. Essen und Sprechen machen Probleme. Ist nach der Operation eine Bestrahlung erforderlich, verursacht diese Mundtrockenheit – dann schmerzt jede Berührung im Mund. Im Laufe der Erkrankung verlieren die Patienten viele oder sogar sämtliche Zähne. Im Schnitt dauert es 3,5 Jahre, bis sie wieder Zähne besitzen.

»Die intraorale Rehabilitation dieser Patienten kann nur multidisziplinär gelingen«, erklärt Priv. Doz. Dr. Eva Engel von der Poliklinik für Prothetik der Universität Tübingen. »Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen zusammen mit dem prothetischen Behandlungsteam aus Zahnarzt, Zahntechniker und zahnärztlicher Assistenz können nur gemeinsam die vielfältigen, oft sehr individuellen Probleme lösen.« Dabei gelinge, so Engel, in diesen schwierigen Situationen nicht immer ein vollkommen zufriedenstellendes kaufunktionelles Ergebnis, doch ließe sich die Lebensqualität durch die Eingliederung von Zahnersatz immer verbessern.

Auf dem 25. Kongress der DGI demonstrierte Eva Engel an Hand von einer Auswertung der Therapieergebnisse von 75 prothetisch versorgten Tumorpatienten, wie komplex die prothetische Rehabilitation bei diesen Patienten sein kann. Zwei Drittel der Patienten hatten Mundhöhlenkrebs, ein Drittel andere Tumoren. Die Experten hatten die Patienten mit 90 Prothesen versorgt, getragen von ca. 340 Implantaten. Rund zehn Prozent des Zahnersatzes ging innerhalb von fünf Jahren verloren. »Hier spielen verschiedene Gründe eine Rolle«, sagt Engel. Der Verlust von Implantaten, die teilweise auch aufgrund erneuten Tumorwachstums entfernt werden mussten, ist ein Grund. Ein anderer ist der Verlust von Zähnen, die als Pfeilerzähne in die prothetische Konstruktion miteinbezogen waren, was eine Erneuerung des Zahnersatzes notwendig machte. Insgesamt waren bei den untersuchten Patienten binnen fünf Jahren 20 Prozent der Implantate verloren gegangen. Das Risiko, ein Implantat zu verlieren, erhöhte sich um den Faktor 3,5, wenn ein Patient bestrahlt worden war.

Die Auswertung lieferte noch ein überraschendes Resultat: »Die Überlebenswahrscheinlichkeit dieser Patienten war mit 100 Prozent nach fünf Jahren etwa doppelt so hoch wie sie üblicherweise für Patienten mit einem Mundhöhlenkrebs angegeben wird«, berichtet Engel. Dies sei jedoch wahrscheinlich eher auf die Patientenselektion als auf den Zahnersatz zurückzuführen.

Quelle: implantate.com

Als Hausmittel gilt es schon lange als bewährt: das "Öl-Ziehen" als Heilmittel gegen Entzündungen, Karies und Parodontitis. Nun konnte erstmals in einer wissenschaftlichen Untersuchung an einer Universität der antibakterielle Effekt von Pflanzen- und Mineralölen in der Mundhöhle nachgewiesen werden. Untersucht wurde die Wirkung von Paranuß-Öl und Vaseline-Öl als Additiv zu normal erhältlichen Zahncremes auf die Auflösung von oralen Biofilmen und dem damit verbundenen Mundhygieneindex.

Bioflime sind organisierte Bakterienkolonien, die auf Zahn- und Wurzeloberflächen stark anhaften und als Verursacher von Karies und Parodontitis (Parodontose) gelten. Trotz Einsatz von Zahnbürsten und Mundsüllösungen zeigen sich orale Biofilme als sehr resistent gegenüber Entfernungsversuchen.

In der vorliegenden Studie wurde nachgewisesen, dass beide Öl-Additive den Mundhygieneindex nach 90 Tagen signifikant verbesserten. Die Verwendung von Ölen als Zusatzstoffe zu handelsüblichen Zahnpasten, so schlussfolgerten die Autoren, wäre somit geeignet,  sowohl die Prophylaxe als auch die Therapie von Karies und Parodontitis (Parodontose) nachhaltig zu unterstüzen. Ein vergleichbarer Effekt dürfte auch für die Periimplantitis zu erwarten sein.

Filogônio Cde F, Soares RV, Horta MC, Penido CV, Cruz Rde A. Departamento de Odontologia, Pontifícia Universidade Católica de Minas Gerais, Belo Horizonte, MG, Brazil. Effect of vegetable oil (Brazil nut oil) and mineral oil (liquid petrolatum) on dental biofilm control. Braz Oral Res. 2011 Dec ; 25(6): 556-61.

Quelle: implantate.com

 

Der Einsatz von Zahnimplantaten führt zu einer deutlich verbesserten Lebensqualität. Das ist das Ergebnis einer detaillierten, umfangreichen Befragung von rund 4000 Patienten durch die European Centers for Dental Implantology (ECDI), unter deren Dach 18 spezialisierte zahnmedizinische Praxen und Zentren in Deutschland zusammengeschlossen sind.

"Das Plus an Lebensqualität zeigt sich nicht nur beim Essen, Sprechen oder Aussehen", stellt der Kölner Privatdozent Dr. Hans-Joachim Nickenig fest, der die seit Mitte 2010 laufende Studie durchführt. "Bemerkenswert ist, dass sich die Patienten nach erfolgter Implantation weitaus weniger Sorgen um ihre Mundgesundheit machen als vorher."

Die Erkenntnisse gelten laut Nickenig nicht nur für Menschen, die ihre Zähne zuvor komplett verloren hatten, sondern vor allem auch für Patienten mit Einzellücken im Gebiss oder mit einer sogenannten Freiendlücke - wenn ein Kieferabschnitt in der Seite ohne Zähne ist und diese Lücke nach hinten nicht durch einen Zahn begrenzt wird.

Patienten, die während der Einheilphase ihrer Implantate Prothesen benutzen mussten, gaben dagegen für diesen Zeitraum so gut wie keine Verbesserung ihrer Lebensqualität durch den Interims-Zahnersatz an, so ein weiteres Ergebnis der ECDI-Befragung. Anlass der ECDI-Studie sind frühere Untersuchungen, die deutliche Hinweise darauf geben, wie sehr Zahnverlust die mundbezogene Lebensqualität mindert.

Die EDCI-Befragung der Patienten erfolgte in drei Schritten: vor der Implantation, während der Einheilphase und in der Gebrauchsphase. Die Studie, die weiter fortgesetzt wird, benutzt den 21-Punkte-Fragenkatalog des Oral Health Impact Profile (OHIP), einem wissenschaftlichen Standardinstrument zur Ermittlung oraler Lebensqualität. Der Fragebogen wurde durch die Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln genehmigt.

Die bisherigen Ergebnisse der Befragung sind für die ECDI-Mediziner Grund genug, die Studie weiter fortzuführen. "Aus wissenschaftlicher Sicht lässt sich die Aussagekraft durch noch längere Beobachtungszeiträume und umfangreichere Patientengruppen weiter erhöhen", so Dr. Nickenig. Die Erfassung der mundbezogenen Lebensqualität sei zudem ein wichtiges Instrument zur Qualitätskontrolle. Die weiteren Ergebnisse werden die ECDI-Zentren fortlaufend dokumentieren und veröffentlichen.

"Insgesamt ist es ist sehr erfreulich," so Dr. Nickenig, "wenn sich nach erfolgter Implantation nicht nur der medizinische Befund, sondern auch das persönliche Befinden der Patienten stets positiv darstellt."

Über ECDI: Unter dem Dach der European Centers for Dental Implantology (ECDI) sind 18 Zentren in Deutschland zusammengeschlossen. Zentren in Österreich und der Schweiz kommen hinzu. Die ECDI stehen für höchste und vor allem für eine geprüfte und transparente Qualität in der Zahn-Implantologie. Ihre Ärzte müssen seit mindestens 15 Jahren implantologisch tätig sein und mindestens 3.000 Implantate gesetzt haben. Die Leistungszahlen der Zentren werden jährlich überprüft und veröffentlicht. Die Zentren sind einer leitliniengerechten und wissenschaftlich gesicherten Therapie verpflichtet. www.zahnimplantate.com

Pressekontakt:

Martinmed

Uli Martin

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Quelle: presseportal.de

 

Die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) regelt die Honorierung von Privatleistungen in der Zahnheilkunde, zu denen u.a. Implantate und hochwertiger Zahnersatz (auch für Kassenpatienten) gehören. Wenn man die anzusetzenden Gebührenpositionen für eine Implantatbehandlung nach Massgabe der neuen Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) 2012 mit der der GOZ 1988 vergleicht, ist eine deutliche Anhebung des Honorars für die kostenmässig entscheidenden  Positionen für die Implantateinbringung und Kronen/-Zahnersatzversorgung zu erkennen. Diese für die Zahnärzte  sicher nicht unwillkommene Honorarsteigerung ist nach 23jähriger Honorarstabilität auch vom Gesetzgeber gewollt und ab Januar 2012 gültig.

Die Anhebung der Honorare in der GOZ 2012 betrifft im übrigen aber nicht alle Behandlungen. Bei den meisten Leistungen wurden gar keine Veränderungen vorgenommen, andere sogar abgesenkt, was für die Zahnärzteschaft wiederum nicht nachvollziehbar ist. So scheinen weder Patienten noch Zahnärzte mit der neuen Gebührenordnung zufrieden zu sein.

Was bedeutet die Honorarerhöhung bei Implantaten nun genau für Patienten?

Bei Implantatversorgung werden sich Patienten und private Versicherer ab 2012 auf höhere Kosten einstellen müssen. Sowohl bei der Implantation als auch bei der Zahnersatzversorgung hat der Gesetzgeber den Zahnärzten z.T. deutlich höhere Honorare zugesprochen. Am Beispiel einer Einzelzahn-Implantatversorgung ziehen wir hier den Vergleich zwischen der bis Ende 2011 noch gültigen Gebührenordnung für Zahnärzte von 1988 und der GOZ 2012.

Wenn man lediglich die Hauptabrechnungspositionen bei einer Implantatversorgung inkl. Krone berücksichtigt, würde es eine Punktsteigerung von 3130 (GOZ 88) auf 4690 (GOZ 2012) geben. Das entspricht bei der Mittelsatzanwendung (2,3fach) einer Steigerung von ca. 400€ auf 600€. Die Honrorsteigerung umfasst also im bei einem Implantat rund 50% für diese Behandlungspositionen, wobei typische Steigerungsfaktoren auf den 3,5fachen Satz oder darüber bei Implantatpositionen GOZ 1988 hier nicht berücksichtigt werden.

Implantate müssen für Patienten bezahlbar bleiben, so wird sich sicherlich auch ein marktangepasster Preis entwickeln, der möglicherweise ein (noch) nicht vollständiges Ausreizen der Gebührenspanne (Faktorenwahl) mit sich bringen könnte. Da Material- und Dentallaborkosten oftmals über 50% der Gesamtpreise für Implantatversorgungen ausmachen, diese sich aktuell aber nicht verändert haben, ist eine Kostensteigerung insgesamt von 20–25% zu erwarten: in etwa 200–350€ je Implantat. Die deutliche Anhebung des Honorars für die Implantatplanung wird wohl dazu führen, dass Patienten seltener verschiedene Zahnärzte mit dem Wunsch nach Vergleichsplanungen aufsuchen werden.

Einiges wird einfacher

Mit der GOZ ändern sich nicht nur die Bewertung von Leistungen, sondern auch deren Beschreibung. Bisher wurden Einzelschritte bei der Implantatbehandlung hergenommen, um die Implantation zu beschreiben. Ab 2012 gibt es eine Einzelposition. Es gibt darüber hinaus ab 2012 die überfällige Gebührenpositionen für provisorische Implantate und für bestimmte Knochenaufbaumassnahmen wie z.B. den Sinuslift oder die Knochenspreizung ( Bone Spreading, Bone Splitting), die bisher über strittige  Analogbeschreibungen abgerechnet werden mussten. Durch diese Massnahmen werden sich Streitfälle bei der Abrechnung und der Erstattung durch die Versicherer sicherlich reduzieren. Die Kosten für den Knochenaufbau wiederum reduzieren sich auch hier sicher nicht.

Quelle: implantate.com

 

Der Infotag des Kuratoriums perfekter Zahnersatz (KpZ) an der Universität in Köln stand am 16. November ganz im Zeichen von Zahnersatz und Zahngesundheit. Mit seinem Vortrag gab Prof. Dr. Hans-Christoph Lauer, Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Besuchern Einblicke in unterschiedliche Versorgungsformen bei Zahnersatz.

„Die Hauptaufgabe der restaurativen Zahnmedizin ist es, fehlende Zähne so naturgetreu wie möglich zu ersetzen und dabei eine lange Lebensdauer zu gewähren“, so Professor Lauer. Damit dies gelinge, gelte es, verschiedene Parameter zu beachten. In seinem Vortrag „Brücke, Krone & Co. – oder doch Implantate? Eine Zahnersatz-Entscheidungshilfe für Patienten“ stellte er unterschiedliche Versorgungsformen mit ihren Vor- und Nachteilen vor.

Dabei machte der Zahnmediziner keinen Hehl daraus, dass er bei dem Verlust eines Zahnes und mit gesundem Kiefer ein Implantat mit Aufbau etwa aus Keramik für die optimale Lösung hält. Im Gegensatz zur Brückenversorgung, bei der für die Verankerung Nachbarzähne beschliffen werden müssen, seien Implantate substanzschonend. Für optimale Ergebnisse sei die gute Zusammenarbeit zwischen Zahnmedizinern und Zahntechnikern von großer Bedeutung. Mit moderner Technik, über die immer mehr deutsche Meisterlabore verfügen, sei die optimale dreidimensionale Positionierung des Implantats dank Planungs- und Positionierhilfen möglich. Ein natürlich schönes Aussehen und ein gutes Kaugefühl seien bei Keramikkronen von Vorteil. Als Nachteil können Patienten die erhöhten Therapiekosten und den chirurgischen Eingriff empfinden, der nötig ist, um das Implantat einzusetzen. Eine individuelle Beratung durch Zahnarzt und Zahntechnikermeister empfiehlt der Prothetik-Spezialist Prof. Lauer in jedem Fall.

Herausnehmbare Zahnprothese bei Verlust mehrere Zähne? Eine gute Alternative, falls die Einzelzähne nicht durch Implantat verankerte Kronen und Brücken ersetzt werden, sieht Prof. Lauer in einer herausnehmbaren Zahnprothese. „Dank moderner Materialien und aufwendiger zahntechnischer Verarbeitung können Prothesen heute eine exzellent natürlich aussehende Versorgung bilden“, so der Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, Frankfurt am Main. Eine Prothese biete beim zahnlosen Kiefer oder beim Kiefer mit nur wenigen eigenen Zähnen und starkem Knochenverlust eine vorhersagbare ästhetische Lösung, die von natürlichen Zähnen nur schwer zu unterscheiden ist. Der Einbezug eines Zahntechnikermeisters in den Planungsprozess mit dem Zahnarzt und Patienten hält er für entscheidend dafür, wie zufrieden der Patient mit dem Endergebnis ist. Hier zählen neben dem natürlichen Aussehen auch die Wiederherstellung der Funktion und der einwandfreie Sitz der festsitzenden oder herausnehmbaren Prothese.

Quelle: PR-Inside.com

 

80 Prozent der Zahnärzte beobachten eine Zunahme von Knirschen und Pressen mit den Zähnen. Die Ursachen für diese sogenannten oralen Parafunktionen sind meist psychosomatisch bzw. stressbedingt. Etwa 8-15 Prozent der Frauen und 3-10 Prozent der Männer knirschen. Besonders häufig ist die Altersgruppe der 35- bis 45-Jährigen von diesem Krankheitsbild betroffen. Diese und weitere Zahlen zu (Mund-)gesundheit und Zahnmedizin meldet das neue Statistische Jahrbuch der Bundeszahnärztekammer.

Das Jahrbuch liefert auf rund 200 Seiten Fakten zum Gesundheitsverhalten der Deutschen, zum Gesundheitssystem, zur zahnmedizinischen Versorgung und zum zahnärztlichen Berufsstand. Die überarbeitete Ausgabe 2010/2011 ist Mitte November erschienen.

Neben der Veröffentlichung aktueller Zahlen führt das Jahrbuch Einzelinformationen zusammen. So entstehen Zeitreihen und Vergleiche, aktuelle Entwicklungen und Trends im Gesundheitswesen werden visualisiert. „Mit dem Statistischen Jahrbuch bereitet die Bundeszahnärztekammer Datenlagen systematisch auf. Zukunftstrends werden so frühzeitig sichtbar. Soziale, ökonomische und krankheitsbezogene Zusammenhänge können mit einer gut aufbereiteten Datengrundlage erkannt werden“, erklärt der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel.

Ausgewertet wurden neben den Erhebungen der (Landes-)Zahnärztekammern, der Bundeszahnärztekammer, des Instituts der Deutschen Zahnärzte und weiteren Statistiken auch nationale und internationale Datenquellen.

Das Statistische Jahrbuch 2010/2011 kann zum Preis von 10,00 Euro zzgl. Versand über die Bundeszahnärztekammer bestellt werden:

www.bzaek.de/wir-ueber-uns/daten-und-zahlen/statistische-publikationen/statistisches-jahrbuch.html

Quelle: implantate.com

 

Medienberichte über angebliche Unverträglichkeits-Reaktionen auf Implantate aus Titan haben Patienten und Zahnärzte verunsichert. Darum startet die Deutsche Gesellschaft für Implantologie eine Querschnittstudie, um die Vorwürfe zu überprüfen.

»Wir wollen eine sichere Therapiebasis für die Zukunft schaffen.« So beschreibt DGI-Vizepräsident Dr. Gerhard Iglhaut, Memmingen, die Ziele einer Querschnitt-Studie, welche die DGI jetzt auf den Weg gebracht hat. Im Rahmen dieser Studie wollen Iglhaut und seine Kollegen an elf europäischen Zentren untersuchen, ob es einen Zusammenhang geben könnte zwischen Titan, dem Material der künstlichen Zahnwurzeln und Entzündungen der Gewebe um Zahnimplantate herum (Periimplantitis).

Wissenschaftlich belegt ist, dass insbesondere Rauchen aber auch bestimmte Gen-Varianten das Risiko für eine Periimplantitis erhöhen. Demgegenüber fehlen bislang, so Iglhaut, seriöse wissenschaftliche Beweise für die in den Medienberichten zitierte Behauptung, dass es sich bei diesen Entzündungsprozessen um Unverträglichkeitsreaktionen auf Titan handelt. Ebenso wenig belegt ist auch die Behauptung, dass sich das Risiko für solche Reaktionen aufgrund eines einfachen Labortests vor einer Implantation abschätzen lässt.

Die DGI will für Klarheit sorgen.

Vier Universitätskliniken, ein Krankenhaus und sechs Privatpraxen werden an der DGI-Studie teilnehmen. Die Ärzte und Zahnärzte dieser Zentren werden insgesamt 200 Patientinnen und Patienten nachuntersuchen, die in den vergangenen zehn Jahren in diesen Kliniken und Praxen Implantate erhalten haben. Erfasst wird zunächst, ob die Studienpatienten an einer Mukositis oder Periimplantitis leiden.

Im Labor von Prof. Dr. med. Peter Thomas an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Ludwig-Maximilians-Universität München folgen danach weitere Untersuchungen. Geprüft wird beispielsweise, ob Immunzellen der Patienten auf Titanpartikel mit der Freisetzung bestimmter Botenstoffe (Zytokine) reagieren, die bei Immun- und Entzündungsprozessen eine Rolle spielen. Gewonnen werden diese Abwehrzellen aus dem Blut sowie aus den Flüssigkeiten der Zahnfleischtaschen, welche die Implantate umgeben. Die Wissenschaftler untersuchen darüber hinaus, ob die Patienten bestimmte Varianten von Zytokin-Genen tragen, die das Risiko erhöhen, an Parodontitis zu erkranken. Auch die bakterielle Mundflora der Patienten wird analysiert, ob sich in dieser Bakterien nachweisen lassen, die bei der Entstehung von Parodontitis eine Rolle spielen.

Der Abgleich der klinischen Befunde bei den Patienten mit den Labordaten kann, so hoffen die Forscher, Hinweise geben, welche Faktoren die Entstehung einer Periimplantitis tatsächlich begünstigen. Die Studie soll binnen sechs Monaten abgeschlossen sein.

Über die DGI.

Die Deutsche Gesellschaft für Implantologie im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich e.V. (DGI) ist mit über 7500 Mitgliedern – Zahnärzten, Oralchirurgen, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen und Zahntechnikern – die größte Fachgesellschaft im Bereich der Implantologie in Europa. Ihr Markenzeichen ist die enge Kooperation von Praktikern und Hochschullehrern. Deren gemeinsames Ziel ist die schnelle Umsetzung gesicherten Wissens und neuer Erkenntnisse in die Praxis durch ein differenziertes Fortbildungsangebot auf dem Gebiet der Implantologie – zum Nutzen von Patientinnen und Patienten. Mehr Informationen: http://www.dgi-ev.de

Pressestelle Deutsche Gesellschaft für Implantologie e.V.

Während der Tagung:

Maritim Hotel & Internationales Congress Center Dresden

Raum K 8 · Konferenzebene

Ostra-Ufer 2 · Devrientstraße 10 · 01067 Dresden

Tel.: +49 (0)351 2161704 und -2161705

Mobil: 0151 12043311 · Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Nach der Tagung:

Barbara Ritzert · ProScience Communications GmbH

Andechser Weg 17 · 82343 Pöcking

Tel.: +49 (0)8157 93970 · Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Quelle: idw-online.de

 

Die Neufassung der privaten Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) wurde vom Bundeskabinett verabschiedet. Die Bundeszahnärztekammer bedauert, dass diese Novelle den wesentlichen Forderungen des Berufsstandes nicht nachkommt. „Die völlig überholte Gebührenordnung hatte nach 24 Jahren einen mehr als unvollständigen Leistungskatalog“, so der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Peter Engel, „hochwertigere Füllungen und Zahnersatz sowie aufwändigere Technologien spiegelten sich nicht in der Gebührenordnung  wider. Nun werden einige zahnärztliche Leistungen neu aufgenommen. Auf eine Öffnungsklausel wurde verzichtet, damit bleibt die freie Arztwahl erhalten.“

Die Novellierung der GOZ orientiert sich dennoch viel zu wenig am wissenschaftlichen Stand der Zahnheilkunde und ignoriert die Kostenentwicklungen der letzten Jahre. Der sogenannte Punktwert wurde trotz der immensen Kostensteigerungen seit 1987 nicht erhöht. So wurde der GOZ Punktwert nicht einmal an den Punktwert der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) angepasst. Diese Kritik hat die Bundesversammlung der BZÄK vom vergangenen Wochenende in verschiedenen Anträgen deutlich zum Ausdruck gebracht.

„Die Vergütung zahnärztlicher Leistungen sollte am realen Leistungsbedarf der Patienten und nicht an willkürlichen, finanzpolitischen Vorgaben orientiert sein. Diese Novellierung steuert vordergründig die Ausgabenentwicklung in der Privaten Krankenversicherung. Es kann nicht sein, dass medizinische Leistungen auf höchstem Niveau erbracht werden sollen, aber diese Leistungen nicht mehr bezahlt werden wollen“, kritisiert Engel.

Die novellierte Gebührenordnung soll zum 1. Januar 2012 in den Praxen Einzug halten. Sie bringt Patienten und Zahnärzten mehr Klarheit in Abrechnungsfragen

Quelle: implantate.com

 

Zahnimplantate verbessern die Lebensqualität. Das belegt eine aktuelle Publikation von Experten der Deutschen Gesellschaft für Implantologie. 60 Jahre nach den Anfängen der modernen Implantologie läuft der Innovationsmotor auf Hochtouren, neue Methoden und Materialien drängen in die Kliniken und Praxen. Dies nimmt die Deutsche Gesellschaft für Implantologie zum Anlass, bei ihrem 25. Kongress, der vom 24.-26. November in Dresden stattfindet, das Erreichte sowie die neuesten Trends auf den Prüfstand zu stellen.

Geht es um Zahnersatz, sind Zahnimplantate inzwischen 1. Wahl. In Deutschland werden derzeit jährlich schätzungsweise eine Million dieser künstlichen Zahnwurzeln als Träger für Kronen, Brücken oder Prothesen implantiert.

Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass implantatgetragener Zahnersatz im Vergleich zu konventionellen Prothesen die Lebensqualität nachweisbar steigert: Patienten haben weniger Probleme, etwa beim Sprechen und Kauen. „Studien zeigen, dass durch eine Implantatversorgung im zahnlosen Unterkiefer die Kaufähigkeit signifikant ansteigt“, schreiben Experten der Deutschen Gesellschaft für Implantologie jetzt im Bundesgesundheitsblatt.

Da Zahnlosigkeit im Laufe der Zeit dazu führt, dass der Kieferknochen schrumpft, ist es jedoch wichtig, dass die Versorgung mit Implantaten möglichst frühzeitig erfolgt: „Je später die Implantatbehandlung einsetzt und je mehr der Kieferknochen schrumpft, desto stärker sind die Patienten beim Kauen beeinträchtigt“, betonen die Professoren Frank Schwarz, von der Universität Düsseldorf und Hendrik Terheyden, vom Roten Kreuz-Krankenhaus Kassel.

Die Implantologie gehört darum zu den Bereichen der Zahnmedizin, die sich besonders rasant entwickeln. 60 Jahre nach den grundlegenden Forschungsarbeiten läuft der Innovationsmotor auf Hochtouren, neue Methoden und Materialien drängen in die Kliniken und Praxen.

Dies nimmt die Deutsche Gesellschaft für Implantologie zum Anlass, bei ihrem 25. Kongress, der vom 24.-26. November in Dresden stattfindet, das Erreichte auf den Prüfstand zu stellen. Renommierte Experten beleuchten etablierte Verfahren ebenso kritisch wie die neuesten Trends.

Die Highlights der Tagung stehen auch im Mittelpunkt eines Pressesgespräches.

PRESSEGESPRÄCH: UPDATE IMPLANTOLOGIE 2011

Freitag, 25. November 2011 · 12.15 bis 13.30 Uhr

Seminarraum S2 · Congress Center Dresden · Ostra-Ufer 2 · 01067 Dresden

Ein PDF des endgültigen Kongressprogramms kann bei der Pressestelle angefordert werden.

Medienvertreter können sich bereits vorab bei der Pressestelle akkreditieren.

Vor Ort befindet sich die Pressestelle im Konferenzraum 8, Konferenzebene.

 

PROGRAMM DER PRESSEKONFERENZ

 

Implantologie 2011: Was ist neu, was ist wichtig?

Prof. Dr. Dr. Hendrik Terheyden

Präsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie e.V. · DGI

Klinik für MKG-Chirurgie · Rotes Kreuz Krankenhaus gGmbH Kassel

 

Implantologie 1951 – 2011: Auf den Schultern von Giganten

Prof. Dr. German Gómez- Román

Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Implantologie e.V. · DGI

Zentrum für ZMK-Heilkunde · Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik ·

Universität Tübingen

und

Prof. Dr. Dr. Peter Tetsch

Praxis Dres. Tetsch & Kollegen, Münster

 

DGI startet Verträglichkeitsstudie

Dr. Gerhard Iglhaut · Memmingen

Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Implantologie e.V. · DGI

 

AB 13:00 UHR · IM FOKUS: EINZELPRÄSENTATIONEN VOM KONGRESS

 

Nutzen und Risiken von Implantaten im Alter

Prof. Dr. Frauke Müller

Abteilung für Gerodontologie und Prothetik · Universität Genf

 

Durchmesserreduzierte Implantate – Chancen und Grenzen

Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas

Klinik f. MKG-Chirurgie · Universität Mainz

 

Implantate in der Rehabilitation von Tumoren der Mundhöhle

Priv.-Doz. Dr. Eva Engel

Zentrum für ZMK-Heilkunde · Poliklinik für Kieferorthopädie · Universität Tübingen

 

PRESSEKONTAKT

Pressestelle der DGI

Dipl. Biol. Barbara Ritzert · ProScience Communications GmbH

Andechser Weg 17 · 82343 Pöcking

Fon: 08157 9397-0 · Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bereits seit den 1960er Jahren werden Implantate in Deutschland verwendet. 1982 wurde die Implantologie von der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde als Spezialgebiet wissenschaftlich anerkannt. Das Grundprinzip eines Implantates ist seitdem gleich geblieben und denkbar einfach: Die künstliche Zahnwurzel wird in den Kieferknochen eingesetzt, mit dem sie dann verwächst. Darauf wird später die Krone oder die Prothese befestigt.

„Viele Patienten wünschen sich Implantate, da diese Art von Zahnersatz den natürlichen Zähnen am nächsten kommt“, erklärt Professor Hans-Christoph Lauer, Leiter des Wissenschaftlichen Beirates des Kuratoriums und Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der Universität Frankfurt am Main. Doch nicht für jeden Patienten sind die künstlichen Zahnwurzeln gleichermaßen geeignet.

Welche Voraussetzungen für eine Versorgung mit den künstlichen Zahnwurzeln besonders günstig sind, warum zum Beispiel Rauchern und Diabetikern oftmals von Implantaten abgeraten werden muss und welche Materialien bei der Auswahl eines Implantatsystems in Frage kommen – Antwort auf diese und andere Fragen erhalten Interessierte bei der telefonischen Sprechstunde des Kuratoriums perfekter Zahnersatz am 1. Dezember 2011.

Unter der Telefonnummer 069 / 66 55 86-44 steht an diesem Tag von 17 bis 19 Uhr unter anderem Professor Hans-Christoph Lauer interessierten Patienten mit zahnmedizinischem Fachwissen zur Verfügung. Alle zahntechnischen Fragen beantwortet ein Team von Zahntechnikermeistern unter der Nummer 069/ 66 55 86-55. Anrufe werden zu den üblichen Festnetzkosten abgerechnet. Alle Informationen zum Expertentelefon und viele weitere Fakten und Hinweise zum Thema Zahnersatz finden sich unter http://www.zahnersatz-spezial.de.

Quelle: PR-Inside.com

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Zahnimplantate lohnen sich auch für Patienten in vorgerücktem Alter. Es ist sogar erwiesen, dass gerade Senioren anspruchsvolle Zahnersatzformen wie Implantate hoch einschätzen, weil sie mithelfen, ohne störende Einschränkungen am Alltag teilzunehmen.

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