Implantate Lexikon
- Abutment
- Verbindungselement zwischen der Implantatschraube und dem Zahnersatz (z.B. Implantatkrone)
- Amalgam
- Quecksilber-Legierung als Füllmittel für Zähne. Wegen seiner guten Materialeigenschaften lange Zeit zur Füllung von durch Karies verursachten Zahnschäden verwendet. Heute zunehmend durch Füllmaterialien wie Kunststoff, Gold oder Keramik ersetzt, da Amalgam in den Ruf geriet, gesundheitsschädlich zu sein (was allerdings wissenschaftlich nicht belegt ist).
- Analgetika
- Schmerzmittel
- Anamnese
- Vorgeschichte des Patienten in Hinblick auf seine Erkrankungen. Wird üblicherweise im Rahmen des Arzt-Patienten-Gespräches vor einer Zahnimplantation ermittelt.
- Antibiotika
- Medikamente, die das Wachstum von Bakterien hemmen oder die Bakterien abtöten. Antibiotika werden bei bakteriellen Entündungen oder zur deren Vorbeugung eingesetzt
- Anästhesie
- Schmerzbetäubung
- Artikulator
- Zahntechnisches Gerät, das Ober- und Unterkiefer simuliert, um Zahnersatz passgenau herzustellen.
- Augmentation
- Fachausdruck für das Einbringen von Aufbaumaterial, z.B. bei Knochenaufbau-Maßnahmen.
- Beläge
- Sammelbegriff für Ablagerungen auf der Zahnoberfläche, die die Entstehung von Karies und Parodontitis begünstigen können. Während man weiche Beläge durch Reinigen mit Zahnbürste oder Zahnseide selbst entfernen kann, lassen sich harte Beläge wie Zahnstein nur durch den Zahnarzt bzw. die Prophylaxehelferin entfernen.
- Biokompatibilität
- Gewebeverträglichkeit
- Bisphosphonate
- Substanzen, die unter anderem in Medikamenten gegen Osteoporose enthalten sind. Die dabei erwünschte Wirkung – nämlich den Knochenabbau zu verhindern – steht aber dem bei einer Zahnimplantation notwendigen Einheilungsprozess des Implantats im Knochen entgegen.
- Bohrschablone
- Vorrichtung für die exakte Einbringung des Zahnimplantats in der beabsichtigten Position.
- Brackets
- Kleine kieferorthopädische Haltevorrichtungen, die mit speziellen Haftmitteln eine feste Zahnspange am Zahn fixieren.
- Brücke
- Festsitzender Zahnersatz, der eine Zahnlücke zwischen zwei Zähnen schließt. Zur Aufnahme der Brücke müssen die gesunden Nachbarzähne beschliffen werden.
- Compliance
- Bereitschaft des Patienten, eine Behandlung zu unterstützen.
- Computertomographie
- kurz CT. Modernes Röntgenverfahren, das die zu untersuchenden Strukturen in Schichtbildern widergibt. Auch dreidimensionale Darstellungen sind möglich.
- Dentin
- Zahnbein, der kochenartige Hauptbestandteil eines Zahnes. Das Dentin umhüllt die Pulpa und wird nach außen vom Zahnschmelz bedeckt.
- Digitale Volumentomographie
- kurz DVT. Wie die Computertomographie Röntgenverfahren mit dreidimensionalen Darstellungsmöglichkeiten, jedoch strahlungsärmer und für die Implantologie noch besser geeignet. Die bei einer DVT gewonnenen Daten lassen sich für Eingriffe mit Navigationssystemen (RoboDent) nutzen.
- Diskimplantat
- Selten eingesetzter Implantattyp, der scheibenförmige Erweiterungen aufweist und im Gegensatz zu den gängigen, meist schraubenförmigen Implantaten, nicht von oben, sondern von der Seite in den Kiefwerknochen eingebracht wird.
- Distraktionsosteogenese
- Verfahren der Knochengewinnung. Der für eine Zahnimplantation zu niedrige Knochen wird zunächst gespalten; danach spreizt eine Spezialschraube den oberen und unteren Knochenanteil nach und nach auseinander. Nach einigen Wochen hat sich die dabei entstandene Lücke mit körpereigenem Knochenmaterial geschlossen.
- Einheilung
- Bei der Einheilung des Implantats unterscheidet man zwischen offener und geschlossener Einheilung. Wird das Zahnfleisch nach dem Implantieren wieder geschlossen und vernäht, handelt es sich um eine geschlossene Einheilung. Das Implantat wird dabei erst nach dem Einheilen wieder freigelegt (daher spricht man auch von einem zweizeitiges Verfahren). Wenn direkt nach dem Implantieren ein sogenannter Zahfleischformer in die Implantatschraube eingebracht wurde, der auch sichtbar bleibt, handelt es sich um eine offene Einheilung, die eine spätere Freilegung der Implantate überflüssig macht (daher auch einzeitiges Verfahren).
- Einteiliges Implantat
- Implantatsystem, bei dem der für den Zahnersatz notwendige Implantataufbau schon in das Implantat integriert ist. Wird hauptsächlich bei Sofortbelastungen eingesetzt.
- Einzeitig
- Als einzeitiges Verfahren wird gelegentlich die offene Einheilung bezeichnet. Einzeitig deswegen, weil im Gegensatz zur geschlossenen Einheilung nicht ein zweiter Eingriff zu einem späteren Zeitpunkt nötig ist, um das Implantat nach der Einheilung wieder freizulegen.
- Einzelzahnimplantat
- Ersetzen eines einzelnen Zahnes durch ein Zahnimplantat.
- Endodontie
- Teilbereich der Zahnnheilkunde, der sich mit dem Zahninneren und der Zahnwurzel befasst. Die häufigsten Behandlungen in der Endodontie sind Wurzelkanalbehandlungen.
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