Disk-Implantate unterscheiden sich aufgrund ihrer Form deutlich von den herkömmlichen verfügbaren Implantat-Systemen und führen in Deutschland ein Nischendasein.

Basal osseointegrierte Implantate

Disk-Implantate oder auch BOI® Implantate ("basal osseointegrierte Implantate") haben, wie der Name schon anzeigt, eine scheibenförmige Basis, wodurch sie sich vom Design der gängigen Implantate abheben. Vereinfacht, aber anschaulich ausgedrückt: ein übliches Implantat gleicht einer Schraube; ein Disk-Implantat von der Form her und von der Seite her gesehen eher einem Reißnagel – mit einem schlanken "Stift", der den Zahnersatz trägt und einer breiten, horizontal ausgedehnten Scheibe. Diese Scheibenform bringt es mit sich, dass Disk-Implantate seitlich in den Kieferknochen eingesetzt werden. Nach Angaben des Herstellers liegen die Vorteile in der Möglichkeit der Sofortbelastung, welche durch die breite Basis der Auflage erzielt wird. Dadurch sei auch bei geringerer Knochenhöhe ein sicherer Halt des Implantats gewährleistet. Weil auch die Stelle, an der das Disk-Implantat aus dem Zahnfleisch tritt, kleiner ist, als bei einem herkömmlichen schraubenförmigen Implantat, soll auch das Infektionsrisiko geringer ausfallen.

Nachteile von Disk- Implantaten

Nachteilig bei Disk-Implantaten ist, dass ihre einteilige Konstruktion nur eingeschränkte Anwendungsbereiche zulässt. Außerdem hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass Disk-Implantate einer erhöhten Bruchgefahr unterliegen. Sie lassen sich zudem nur schwer entfernen und neigen dazu, bei Entzündungen große Knochendefekte zu verursachen.

Aufgrund ihres kontroversen Rufs ist die Zahl der Implantologen, die mit Disk-Implantaten arbeiten, in Deutschland sehr gering.

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