Zahnbürste: manuell oder elektrisch
Zahnbürste: manuell oder elektrisch

Entscheidend bei der Zahn- und Implantatpflege ist die richtige Putztechnik. Bei der Frage, ob es eine Handzahnbürste sein soll oder lieber eine elektrische Zahnbürste, spielen eher persönliche Vorlieben eine Rolle. Trotzdem kann es sich lohnen, den Rat Ihres Zahnarztes einzuholen.

Wie wichtig es für die Mundgesundheit ist, die Zähne regelmäßig zu putzen, wird bereits in Kindergarten und Schule gelehrt. Umso erstaunlicher ist, dass die Vermittlung der korrekten Putztechnik offensichtlich nur selten gelingt. Denn Untersuchungen der Zahnbürsten von Kindern – und Erwachsenen – zeigen: häufig wird einfach nur sinnlos und mit viel zu viel Druck hin und her geschrubbt. Und das schadet mehr als es nützt. Es ist kaum abzuschätzen, in welch großem Umfang falsche Putztechniken Zahn- und Zahnfleischerkrankungen verursachen oder beschleunigen können. Wenn man sich überlegt, dass jeder Dritte sich unsicher darüber ist, ob er seine Zähne richtig putzt, wird klar: professionelle Hilfe tut Not! Und die bekommt man, wenn man einen Prophylaxetermin bei seinem Zahnarzt vereinbart. Hier wird genau erkärt, wie und mit welchen Hilfsmitteln die Zähne optimal gereingt werden. Die Kosten dafür werden durch die gesetzlichen Krankenkassen übrigens in vollem Umfang übernommen.

Handzahnbürste

Die Handzahnbürste ist immer noch der "Klassiker" unter den Mundhygiene-Instrumenten: günstig, schnell austauschbar und überall mit hinzunehmen. Im Handel ist eine unüberschaubare Vielzahl von Handzahnbürsten erhältlich, die im Grunde mehr oder weniger ähnlich sind. Dennoch versprechen manche Hersteller Vorteile in punkto Handhabung oder Reinigungseffizienz, die sie durch bestimmte Produkteigenschaften herausstellen. Da gibt es Bürsten mit besonders ergononischen oder sogar zurückfedernden Griffen; es gibt solche mit schrägstehenden Borsten und solche mit Borsten, die anzeigen, wann es Zeit ist, die Zahnbürste zu wechseln. Entscheidend sind aber vor allem zwei Dinge:

  1. Liegt die Bürste gut und sicher in der Hand?
  2. Haben die Borsten die richtige Härte?
Nur mit einer Zahnbürste, die sicher in der Hand liegt, lassen sich die Zähne unverkrampft und ermüdungsfrei reinigen. Damit wird falschen Putzbewegungen vorgebeugt und eine ausreichende Putzzeit eingehalten. Was die Härte der Borsten betrifft, so ist eine erstaunliche Historie zahnärztlicher Ratschläge zu verzeichnen. Ganz am Anfang konnten die Borsten nicht hart genug sein. Nur harte Borsten, so meinte man (wohl, weil andere Zahnpflegemittel wie Interdentalbürsten oder Zahnseide noch nicht zur Verfügung standen), würden richtig sauber machen. Dies ging auf Kosten des Zahnfleisches, das durch die harten Borsten verletzt wurde. Heute weiß man, dass auch bei mittelharten Borsten, die dann in der Folge propagiert wurden, die Verletzungsrisiken für das empfindliche Zahnfleisch und auch das Dentin immer noch recht groß sind. Deswegen geht der Rat immer häufiger in Richtung weichere Borsten – wohlgemerkt, gepaart mit der richtigen Putztechnik.

Borsten aus Kunststoff

Zu Opas Zeiten und zur Freude der Bakterien wurden solche weichen Bürsten übrigens gerne mit teuren Tierborsten (z.B. vom Dachs) bestückt. Jetzt sind diese Borsten durchweg aus bakterienabweisendem Kunsstoff. Um das Zahnfleisch zu schonen, sollte man Borsten wählen, die oben abgerundet sind.

Bürste mit Köpfchen

Nicht ganz unwichtig ist auch die Größe des Zahnbürstenkopfes. Hier herrscht offensichtlich die Auffassung "Viel hilft viel". Die meisten Zahnbürsten für Erwachsene haben einen zu großen Kopf, was den Zugang zu den hinteren Ecken und Winkeln des Mundraums unnötig erschwert. Interessanterweise haben es die Hersteller bei Kinderzahnbürsten besser gemacht. Hier stimmt die Griffergonomie und die Größe des Kopfes. Viel größer sollte der bei einer Erwachsenenzahnbürste auch nicht sein.

Regelmäßig wechseln

Noch ein abschließender Tipp, der nicht ganz ernsthaft beginnt, aber ernsthaft endet: wenn man irgendwo zu Gast ist, das Badezimmer aufsucht und sich dort die Zahnbürsten anschaut (was natürlich völlig unstatthaft ist, aber jeder gerne tut), dann ist man erstaunt darüber, dass manche Menschen so penibel mit dem Essen sind, sich aber allmorgend- und abendlich die unmöglichsten Werkzeuge in den Mund stecken. Ohne Scherz – auch die beste Zahnbürste gehört irgendwann in den Müll. Spätestens nach drei Monaten sollte eine neue her. Und es schadet auch nicht, nach verrichtetem Putzwerk die Borsten von Speiseresten zu befreien. 

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