Wieviel kosten Zahnimplantate?
Wieviel kosten Zahnimplantate?

Implantate gelten allgemein als bestmöglicher Zahnersatz, doch ist der finanzielle Eigenanteil für viele Patienten zweifellos eine große Belastung – zumal sich durch die Erhöhung der Zahnarztgebühren Anfang 2012 die Kostenschraube noch weiter nach oben gedreht hat.

Kein Wunder also, dass sich so mancher fragt, ob er vielleicht nicht preiswerter an seine Zahnimplantate kommen kann. Wie steht es zum Beispiel mit den Implantaten selbst? Gibt es da nur teure Markenmodelle oder werden gar günstigere "Discount-Implantate" angeboten, die qualitativ gleichwertig sind? Gibt es Einsparpotential beim Zahnersatz? Arbeiten manche Implantolgen günstiger als andere? implantate.info zeigt drei Wege, wie Sie Ihre Implantatversorgung möglichst budgetschonend planen können, ohne auf einen hohes Behandlungsniveau verzichten zu müssen.

Sparen bei Implantaten

Bei der ganz großen Mehrheit der in Deutschland eingesetzten Implantate handelt es sich um Titanimplantate. Titan selbst ist günstiger, als man gemeinhin annimmt, zumal die für ein Zahnimplantat notwendige Menge an Titan in einem sehr geringen Bereich liegt. Die Kosten für das reine Implantat bewegen sich im Schnitt zwischen 100 und 400 Euro (es gibt sogar noch einige Anbieter, die darunter liegen), aber man muss noch den finanziellen Aufwand für den Implantataufbau (u.a. Zahnfleischformer, Verschluss-Schraube, Abutment) hinzurechnen. Hersteller günstiger Implantatsysteme gelingt es aber, den Kostendruck zu verringern, indem sie bei Produktion, Marketing und Vertrieb enger kalkulieren, ohne zwingend Abstriche beim Qualitätsstandard ihrer Zahnimplantate machen zu müssen. Dies erreichen sie durch:

Wirtschaftliche Fertigung

  • Kopien bewährter Implantatsyteme
  • Bevorzugung einteiliger Implantate
  • Beschränkung auf die wichtigsten Komponenten
  • Einsparung bei Endkontrolle und Verpackung
  • Produktion in Niedriglohnländern

Schlanken Vertrieb

  • Kein Außendienst-Service
  • Direktvertrieb, z.B. über's Internet
  • Wenig bzw. keine Werbung

Keine Forschung

  • Verzicht auf Innovation und wissenschaftliche Dokumentation

Sparen beim Zahnersatz

Wer bei Zahnimplantaten auf's Budget achten möchte, sollte besonders die Position Zahnersatz unter die Lupe nehmen, da hier große Chancen auf Kostenreduktion vorhanden sind.

Günstigeres Material

Bei hochwertigem Zahnersatz werden mehr und mehr metallfreie Materialien wie Keramik zum Standard. Musste man dafür vor einiger Zeit noch sehr tief in die Tasche greifen, so sieht heutzutage die Kostenstruktur dank geringerer Preise für das Rohmaterial und besserer Fertigungsabläufe wesentlich freundlicher aus. Dies aber auch deshalb, weil Goldversorgungen durch den hohen Goldpreis unattraktiver geworden sind. Wirtschaftlich noch besser steht man sich bei der Wahl von Edelstahl als Zahnersatzmaterial, wobei man allerdings bereit sein muss, Konzessionen an die Ästhetik zu machen. Auch ist nicht ganz geklärt, ob Edelstahl bei manchen Patienten zu Unverträglichkeiten führen kann.

Niedrigere Löhne

In Osteuropa und China sind dank geringerer Lohnkosten deutlich günstigere Fertigungsmöglichkeiten für Zahnersatz gegeben. Für die Qualitätssicherung sorgt dafür häufig ein "Mutter-Labor" mit Sitz in Deutschland. Wenn gewisse Abstriche an den ästhetischen Gesamteindruck gemacht werden und die Implantatlösung technisch nicht allzu kompliziert ausfällt, liegt im Zahnersatz aus dem Ausland ein beträchtliches Sparpotential verborgen.

Sparen bei der Implantatbehandlung

Preiswertere Praxen

Es liegt auf der Hand, dass eine personalintensive "Promi-Praxis" in der Großstadt ein anderes Preisgefüge hat, als eine kleine, kostenoptimierte Praxis auf dem Lande. Das wirkt sich selbstverständlich auch auf implantologische Behandlungen aus. Im Übrigen gilt: Verhandeln ist erlaubt. Siehe auch den nächsten Punkt.

Handeln hilft

Wer mehrere Implantate benötigt, hat auch mehr (Ver-) Handlungsspielraum, denn er kann wahrscheinlich beim Implantologen eine besseren Preis, verglichen mit dem Niveau eines Einzelzahnimplantats, durchsetzen. Das liegt an den fixen "Rüstkosten" für Aufklärung, Planung, OP, Nachkontrolle etc, die unabhängig von der Zahl der einzubringenden Implantate anfallen und bei einem einzelnen Zahnimplantat im Verhältnis sehr hoch zu Buche schlagen. Weitere Einsparmöglichkeiten liegen in der Wahl einteiliger Implantate (z.B. "Mini-Implantate") oder anderer preiswerterer Implantatsysteme sowie in der Entscheidung für kostengünstigeren Zahnersatz (z.B. aus ausländischer Fertigung).

Drei, zwei, eins ... Deins

Das Internet macht's möglich: mittlerweile kann man mit höchstrichterlichem Segen einen KVA seines Zahnarztes bei bestimmten zahnärztlichen Biet-Plattformen (z.B. "www.zahngebot.de") online stellen und darauf warten, dass ein Implantologe die Behandlung zu einem besseren Preis durchzuführen gewillt ist. Aber Achtung: nicht selten hat dessen Planung mit dem ersten Kostenvoranschlag nur noch wenig gemein, denn irgendwo muss der bessere Preis schließlich herkommen – beispielsweise durch ein preiswerteres Implantatsystem oder durch Zahnersatz aus dem Ausland.

Implantologie Live

Anders als beispielsweise in den USA ist es hierzulande selten geworden, sich kostengünstiger oder sogar umsonst implantologisch behandeln zu lassen – und zwar zu Ausbildungszwecken an universitären Einrichtungen. Auch Implantathersteller, die vor einigen Jahren auf diesem Gebiet sehr engagiert waren, um neue Zahnimplantatsysteme einzuführen, haben diese Praxis weitgehend verworfen. Allerdings werden dann und wann im Rahmen von Fortbildungen oder Live Operationen immer noch Implantatpatienten benötigt, so dass man mit Glück von einer preiswerteren oder sogar kostenlosen Zahnimplantation profitiert – wenn man keine Angst davor hat, sich zur Schau zu stellen. Aktiv bewerben kann man sich für derlei Events übrigens in aller Regel nicht, vielmehr kommt der behandelnde Zahnarzt auf den Patienten zu.

Implantologen am Anfang

Jeder Implantologe setzt irgendwann seine ersten Implantate. Und wenn er das bei Ihnen macht, haben Sie gute Chancen auf günstigere Behandlungskosten. Denn Implantologen in der Anfangsphase haben natürlich ein großes Interesse daran, rasch Erfahrungen zu sammeln und könnten ihren frühen Implantatpatienten daher preislich entgegenkommen.

Implantologen im Ausland

Implantatbehandlung im Ausland werden oft ganz erheblich preiswerter angeboten. Zu den Vor- und Nachteilen können Sie sich in dem Kapitel über Implantate im Ausland informieren.

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Zahnlücken, auch da, wo sie nicht sichtbar sind, sollten mit geeignetem Zahnersatz (z.B. Zahnimplantaten) versorgt werden: sonst droht eine Kettenreaktion.

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