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Zahntourismus: Kosten sparen im Ausland? |
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Zahnarztpraxen bzw. -kliniken im nahen und ferneren Ausland bieten implantologische Leistungen teilweise deutlich billiger an, als hiesige Behandler. Die Folge: der sogenannte "Zahntourismus" verzeichnet seit Jahren steigende Zahlen. Hier ist aber in jedem Fall einiges zu bedenken:
- Zu den angegebenen Kosten kommen in jedem Fall die Kosten für An- und Abreise sowie für den Aufenthalt hinzu
- Die Erfahrung zeigt, dass anstatt der angekündigten wenigen Termine doch mehr Sitzungen fällig werden
- Häufig wird die Preisersparnis mit billigerem Material erkauft: die Haltbarkeit ist schlechter
- Oder die Kostenersparnis wird mit durch den Faktor Zeit erzielt: das möglichst schnelle Durchschleusen der Patienten führt zu mangelnder Sorgfalt und zu qualitativ schlechteren Ergebnissen
- Wenn etwas nachgearbeitet werden muss oder sogar kaputt geht, ist der erneute kosten- und zeitintensive Weg ins Ausland fällig
- Im Falle von Behandlungsfehlern ist zu beachten, dass sich die Durchsetzung von Schadenersatz und insbesondere Schmerzensgeldansprüchen nach dem Recht des Behandlungsortes richtet und auch dort gerichtlich ausgefochten werden muss
Fazit: Was anfangs billiger aussieht, kann am Ende sogar deutlich teurer werden. Dagegen spricht für den Zahnarzt "vor Ort":
- Ein enges Vertrauensverhältnis durch eine meist jahrelang gewachsene Beziehung zwischen Zahnarzt/Team/Patient
- Alle Behandlungsstufen greifen nahtlos ineinander
- Die für den implantologischen Eingriff notwendige stabile Mundsituation wird rechtzeitig durch den Zahnarzt sichergestellt
- Es wird Qualitätsmaterial verwendet, dass jederzeit, auch bei Nacharbeiten, verfügbar ist
- Professionelle Nachsorge ist gewährleistet
- Jederzeit rasche Hilfe bei unvorhersehbaren Ereignissen, bei Nacharbeiten oder auch bei Schmerzen
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