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Das Frontzahnimplantat

Das spezielle Einzelzahnimplantat

Eine Zahnlücke im Frontzahn-Bereich durch ein Implantat zu schliessen ist eine anspruchsvolle Aufgabe und in punkto Ästhetik fast immer eine Herausforderung. Bei dieser Sonderform des Einzelzahnimplantats geht es nicht nur um die Wiederherstellung der Kaufunktion oder das Schliessen einer Lücke, viel eher geht es um die Wiederherstellung des Lächelns an sich.

frontzahnimplantat mit gingivaformer frontzahnimplantat mit keramikabutment

Frontzahnimplantat: ästhetisch eine Herausforderung

Der Übergang zwischen Implantat und Krone darf nicht sichtbar sein, auch besteht bei dünnem oder zu wenig Zahnfleisch das Risiko, dass Implantat und Aufbau dunkel durchschimmern. Um das zu vermeiden, sind zahnfarbene Abutments aus Zirkonoxid oder ein Keramikimplantat üblich. Bei Schneidezähnen steht die Ästhetik an erster Stelle, im wahrsten Sinne im absoluten Vordergrund. Für eine gelungene Kronenfertigung, sollte das Abutments ästhetisch ausgeformt und zahnfarbend sein.  Damit die Krone nicht nur ungefähr aussieht, wie die benachbarten Zähne, sollte die Fertigung von einem Experten in einem Meisterlabor erfolgen.frontzahnimplantat mit Krone

Verschiedene Faktoren bestimmen das Ergebnis

 Ein optimales Ergebnis wird neben der Arbeit des Implantologen in Kooperation mit einem spezialisierten Zahntechniker noch von verschiedenen individuellen Faktoren bestimmt:

1. Die Lachlinie

Ist beim Lächeln der Übergang zwischen Implantat (bzw. Zahn) und Zahnfleisch nicht sichtbar, ist das Problem der Ästhetik wesentlich einfacher zu lösen. Ist die Lachlinie allerdings hoch, d.h. ist beim Lächeln der Zahnfleisch-Zahnübergang zu sehen, spielt Zahnfleisch und Knochenangebot eine tragende Rolle bei der ästhetischen Umsetzung.

Der ästhetische Erfolg einer Versorgung mit einem Frontzahnimplantat kann durch gewisse Risikofaktoren bei einer hohen Lachlinie gefährdet werden:

  • dünnes Zahnfleisch (dünner Zahnfleisch-Typ)
  • Knochenmangel, Knochendefekt
  • girlandenförmiger Zahnfleischverlauf

2. Das Zahnfleisch

Die Beschaffenheit und der Verlauf des Zahnfleisches können der Ästhetik zuträglich sein- können aber auch ein Risiko darstellen. Zum einen gibt es genetisch bedingt dickes Zahnfleisch; bei diesem Typ baut sich der Knochen nach Zahnverlust in der Regel langsamer ab. Ein stabileres Knochenangebot ist klar von Vorteil. Der dünne Zahnfleisch-Typ hat einen schnelleren Knochenabbau zur Folge, außerdem besteht die Gefahr, dass Implantat und Aufbauten durch das zarte Gewebe schimmern können. Implantate und Abutment aus Titan sind dunkel und Zirkonoxid weisslich, ein transparentes Zahnfleisch wird das kaum verbergen. Der Zahnfleisch-Verlauf ist genau wie die Beschaffenheit, ein individueller Faktor. Ein flacher Verlauf zwischen den Zähnen ist ästhetisch gesehen, einfach mit Implantaten zu versorgen. Eine Herausforderung stellt ein Zahnfleisch-Verlauf mit ausgeprägten Höhenunterschieden dar (girlandenförmiger Verlauf). Bei diesem bogenförmigen Verlauf zwischen Zahnfleischrand und -papille ist ein optimales ästhetisches Ergebnis erfahrungsgemäß schwieriger hinzubekommen.

3. Die Knochenmenge

Eine ganz ausschlaggebende Rolle für den Implantationserfolg spielt das Knochenangebot. Es bestimmt nicht nur die Konturen des gesamten Bereiches, auch definiert es die Möglichkeiten einer Platzierung für ein Implantat. Der Zahnfleisch-Verlauf hängt ebenfalls von der Knochenstruktur ab. Reicht das Knochenangebot nicht aus (z.B. in der Höhe), ist ein Knochenaufbau unabdingbar. Hat der Zahnverlust einen Defekt im Knochen hinterlassen, stellt das auch ein Risiko dar.

Nach Zahnverlust im Frontbereich: Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Implantation?

Der Zeitpunkt der Implantation bestimmt das Ergebnis selbstverständlich mit: soll man nach Zahnverlust so schnell wie möglich implantieren, um einem Knochenabbau entgegenzuwirken? Oder ist es besser, erstmal abzuwarten? Es gibt Implantologen, die zu einer möglichst schnellen Implantation raten, um dem Knochenabbau vorzubeugen. Allerdings ist mittlerweile wissenschaftlich belegt: Abwarten ist besser. Eine Implantation zu einem späteren Zeitpunkt sorgt für ein besseres ästhetisches Endergebnis und ist auch für die Haltbarkeit des Implantats generell zutragend. 

Keramikimplantate und Mini-Implantate als Frontzahnimplantat  besonders geeignet

Keramikimplantat

Mini Implantat aus Titan

Dünnes Zahnfleisch, durch das ein dunkles Implantat sichtbar durchschimmert, oder nur wenig Platzangebot im Unterkiefer-Frontzahnbereich, schließen ein breites Spektrum an Auswahlmöglichkeiten aus. Ein perfektes ästhetisches Ergebnis lässt sich trotz dünnem Zahnfleisch durch Implantate und/oder Abutments aus Zirkonoxid-Keramik erzielen. Bei Zahnlücken mit nur wenig Platz zu den benachbarten Zähnen und dessen Wurzeln, fällt die Wahl auf durchmesserreduzierte, also schmale Implantate. Ist das Knochenangebot am Implantationsort nicht optimal, muss nicht zwangsläufig ein knochenaufbau erfolgen. Da die Belastung im Frontzahnbereich geringer ausfällt, als im Seitenzahnbereich, kann selbst ein geringeres Knochenangebot ausreichen, um sogenannte kurze Implantate sicher einzubringen.

Abutments aus Zirkonoxid-Keramik für ästhetisch optimale Ergebnisse

Die Entwicklung der Zirkonoxid-Keramik Implantate und Aufbauten hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte genmacht und kommt mehr und mehr in Form von Implantaten, Vollkeramik-Kronen (metallfrei) oder Aufbauten (Abutments) zum Einsatz. Für die bessere Ästhetik im Frontzahnbereich (durch seine zahnähnliche Farbe) und wegen der hervorragenden Gewebefreundlichkeit, bietet sich Zirkonoxid-Keramik für Abutments an. Man hat die Wahl zwischen konfektionierten Abutments oder einer individuellen, passgenauen Fräsung per CAD/CAM.

Mini-Implantate: für schmale Lücken im Unterkiefer-Frontzahnbereich bestens geeignet

Im Unterkiefer ist im Bereich der Schneidezähne nach Zahnverlust oft nur sehr wenig Platz zwischen den verbleibenden Zähnen, um ein Implantat einzubringen. Ein herkömmliches Implantat mit einem Durchmesser von 3,3-4,1mm findet nur selten Platz, ohne die benachbarten Zahnwurzeln zu gefährden bzw. zu wenig Knochen zwischen den Wurzeln übrig zu lassen.
Für solche Situationen eignen sich die mittlerweile etablierten schmalen, zweiteiligen Implantate (3mm Durchmesser) oder die einteiligen (noch schmaleren) Mini-Implantate.

Welcher Zahnersatz schließt meine Zahnlücke, bis meine Implantatversorgung fertig ist?

Entscheidet man sich dagegen, die Zahnlücke(n) direkt nach Zahnverlust im Rahmen einer Frühimplantation zu versorgen, braucht man bis zum Zeitpunkt der Implantation einen Übergangs-Zahnersatz, um Kaufähigkeit und Ästhetik weites gehend wiederherzustellen. In den meisten Fällen müssen auch die eingebrachten Implantate zunächst einheilen, bevor sie prothetisch versorgt werden können. Mit anderen Worten: die Zahnlücke bleibt bzw. die Zahnlücken bleiben nach der Implantation zunächst bestehen. Das Implantat heilt unterhalb des Zahnfleisches geschützt ein. Besonders im Frontzahnbereich ist es heikel, während der Einheilungszeit, also mindestens 6-8 Wochen, mit einer Lücke herumzulaufen. Schon bei einem fehlenden Zahn ästhetisch und funktionell völlig unmöglich! Daher trägt man für die „Überbrückungsphase“ vor und nach der Implantation ein Provisorium.

Das Provisorium als Übergang bis zum fertigen Zahnersatz

Man hat die Wahl zwischen einer festen, und einer herausnehmbaren Übergangsversorgung, wobei der Kostenfaktor unterschiedlich hoch ist. Die Entscheidung für eine feste oder herausnehmbare Lösung, bzw. was einem mehr Komfort wert ist, muss jeder für sich treffen.

sunflex als interimsersatz für einen schneidezahn

Der herausnehmbare provisorische Zahnersatz

Ein herausnehmbarer Zahnersatz (z.B. Sunflex® oder Vinylprothese) kann klein gestaltet werden und ist einfach im Handling und eine preiswerte Lösung. Wichtig ist, das Provisorium gut einzupassen- denn es soll weder das eingebrachte Implantat während der Einheilphase belasten, noch darf es die empfindlichen Zahnfleischpapillen quetschen.

Die festsitzende Klebe-Brücke

maryland klebebruecke

Die sogenannte Marylandbrücke wird an einem Nachbarzahn (oder beiden) eingeklebt und ist daher ein festsitzendes Provisorium. Das Konzept der Klebe-Brücke liefert ein ästhetisch einwandfreies Ergebnis, ist allerdings aufwendiger und recht kostenintensiv. Die Brücke kann vor der Implantation mit einem oder zwei „Flügeln“ (auch das Einkleben mit nur einem Flügel am Nachbarzahn hat sich bewährt) eingeklebt werden, muss dann für die Implantat-Setzung wieder entfernt- und anschließend für die Zeit der Implantat-Einheilung wieder angebracht werden.

Sofortbelastung: die Implantate werden sofort versorgt

Bei einer ausreichenden Primärstabilität, kann abgewägt werden, ob direkt nach Implantation auch eine Sofortbelastung in Form einer provisorischen Krone (allerdings ohne Kaukontakt) infrage kommt.
Diese Option der Sofortversorgung überbrückt allerdings nicht die Zeit bis zur Implantation!

Was kostet ein Frontzahnimplantat?

Die ästhetische Herausforderung im Frontzahnbereich lassen sich Zahnlabor und Implantologe bezahlen. Schwierige Situationen, ein benötigter Knochenaufbau, oder die Wahl teurerer Implantatsysteme, steigern die Kosten ebenfalls. Die Kosten von etwa 2000€ für ein Einzelzahnimplantat werden daher je nach Befund deutlich überschritten. Der Festzuschuss der Krankenkasse ist hier nicht herausgerechnet, auch lassen sich Kosten durch Import-Zahnersatz reduzieren.

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