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So sparen Sie Geld bei Zahnimplantaten

ImplantatkostenDie Deutschen sind als Schnäppchenjäger bekannt. Und die Jagd nach einem besonders günstigen Angebot zieht sich durch alle Lebensbereiche, kaum verwunderlich also, dass man auch bei Zahnimplantaten sparen möchte. Aber es geht nicht um "sparen, egal wie", es ist der Wunsch nach hoher Qualität zum günstigen Preis. Man möchte "etwas fürs Geld bekommen". In der Medizin gibt es allerdings keinen Sommerschlussverkauf, der Preisrahmen ist also begrenzt. Bei Zahnkronen und -brücken handelt es sich nicht um "Ware von der Stange". Die Anfertigung erfolgt individuell durch Behandler und Zahnlabor. Dennoch gibt es Wege, die Kosten für Zahnimplantate zu senken und Geld zu sparen. Was sich bei einem Einzelzahnimplantat preislich weniger bemerkbar macht, kann bei einer teuren Arbeit (z.B. festsitzende Brücke auf 8 Implantaten) eine Menge Einsparpotential bedeuten.

Wie setzen sich die Kosten für Zahnersatz auf Implantaten zusammen?

Die Zahnersatzkosten setzen sich aus dem Zahnarzthonorar, den Material- und Laborkosten zusammen. Das Zahnlabor macht durch die Fertigung und das Material der prothetischen Versorgung den Großteil der Gesamtkosten aus. Da es sich bei Implantaten um keine Regelleistung handelt (bei einer Zahnlücke ist eine Zahnbrücke die Regelleistung), bekommt der Zahnarzt durch die private Abrechnung ein höheres Honorar. Je nach Schwierigkeitsgrad kann der Implantologe seine Vergütung nach oben anpassen. Während am Honorar also kaum gespart werden kann, besteht durch die Wahl eines preiswerten Implantatsystem in Kombination mit Import-Zahnersatz sehr wohl ein enormes Einsparpotential.

Der Festzuschuss der Krankenkasse senkt den Eigenanteil

Bonusheft GKVFür alle gesetzlich versicherten Patienten gilt seit 2005 ein einheitliches Zuschuss-System für Zahnersatz. Ausgangspunkt hierfür bietet die Zuordnung von Befunden (Kiefersituationen) zu sogenannten Regelversorgungen und damit verbundenen Festzuschüssen. Die Regelversorgung ist die durchzuführende Behandlung, die durch eine Komission festgelegt wurde, z.B. ist eine kleine Lücke mit einer Zahnbrücke zu versorgen. Die Höhe der Festzuschüsse orientiert sich an den durchschnittlichen Kosten der letzten Jahre, für eine einfache und wirtschaftliche Ausführung. Von diesem kalkulierten Betrag übernimmt die Kasse etwa die Hälfte der Kosten. Um den Festzuschuss zu erhalten, muss vor Behandlungsbeginn ein Antrag (Heil- und Kostenplan, HKP) bei der jeweiligen Krankenkasse eingereicht werden. Damit die Kosten erstattet werden, darf der Zahnarzt erst nach dessen Genehmigung mit der Behandlung beginnen. Mehr Informationen haben wir für Sie in unserem Kapitel über die Festzuschüsse 2018 bereit gestellt.

Leichter kann man nicht sparen: Das Bonusheft

Das Zuschuss-System funktioniert zwar für alle gleich, doch kann man als Patient einen um 20-30% höheren Zuschuss bekommen, wenn man das so genannte Bonusheft "sauber" führt. Das bedeutet, man muss einmal pro Jahr eine Kontrolluntersuchung oder eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt durchführen, und im Bonusheft bestätigen lassen. Über einen Zeitraum von 5 Jahren bekommt man dafür 20% des Festzuschusses zusätzlich für den Zahnersatz erstattet. Bei einem über 10 Jahre lückenlos geführten Heft, erstattet die Kasse sogar 30% extra. Vesäumt man es allerdings, den Zahnarzt in einem Jahr zu besuchen, ist das bis dato geführte Heft hinfällig und es muss wieder von neu begonnen werden. Um das zu vermeiden, bieten viele Zahnarztpraxen ein "Recall-System" an, man wird auf Wunsch also von seinem Zahnarzt per Post, SMS oä. daran erinnert, einmal jährlich einen Termin zu vereinbaren. Das funktioniert gut und die Kosten für Zahnersatz lassen sich auf einfache Weise senken.

Weniger Geld für den Implantologen: Kann man am Behandlungshonorar sparen?

Zahnarzt erklärt Patientin ein RötngenbildDa Implantate nicht der Regelleistung entsprechen, werden sie privat abgerechnet. Zwar können Zahnärzte dann im Gegensatz zum Kassenhonorar unterschiedlich kalkulieren, weil sie die Preise an den von ihnen geforderten Schwierigkeitsgrad anpassen dürfen, doch ist durch die Gebührenordnung für Zahnärzte GOZ 2012 ein Kostenrahmen vorgegeben, der nicht unterschritten wird. Bei Praxen oder Kliniken, die gut strukturiert sind und mit hoher Effizienz arbeiten, kann eine Implantatbehandlung preiswerter sein, als bei einer kleinen, schlechter strukturierten Praxis, für die eine Implantat-Therapie mit großem Zeitaufwand verbunden ist. Auch ist das Setzen von mehreren Implantaten so gesehen günstiger als ein Einzelzahnimplantat, denn bestimmte Honorarpositionen werden nur ein Mal je chirurgischem Eingriff abgerechnet.

Ist die Implantatbehandlung bei einem anderen Zahnarzt billiger?

Wem die Kalkulation seines Zahnarztes zu hoch erscheint, kann sich alternative Kostenvoranschläge einholen. Vielleicht gibt es im Bekanntenkreis gute Tipps oder eine Praxis wirbt mit besonders günstigen Implantatbehandlungen. Das zahnärztliche Honorar ist nur bei privaten Abrechnungspositionen zu vergleichen und ein direkter Vergleich ist schwierig. Die Honorargestaltung des Zahnarztes kann zwar je nach Standort variieren (z.B. auf dem Land im Vergleich zur Großstadt), allerdings werden die Unterschiede zwischen den verschiedenen Behandlern innerhalb eines Ortes bei vergleichbarer Ausstattung und einem ähnlichen Qualitätsanspruch nicht allzu groß sein.

Kosten sparen durch Unterbieten bei Internetauktionen

Auktionshammer schlägt auf Tisch

Es gibt auch die Möglichkeit den Heil- und Kostenplan seines Zahnarztes in Auktionsportale für Zahnersatz wie z.B. "2te-ZahnarztMeinung" oder "Zahngebot" zum Unterbieten durch andere Zahnärzte einzustellen. Dass ein Zahnarzt eine Implantatbehandlung günstiger anbietet, bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die Ersparnis durch ein geringeres Honorar zustande kommt. Eine Kostenersparnis kann z.B. durch eine geringere Kalkulation des Zahnlabors zustande kommen. Durch Import-Zahnersatz lassen sich die Gesamtkosten stark reduzieren. Auch kann ein preisgünstigeres Implantatsystem gewählt werden. Vergleichen Sie die Angebote Punkt für Punkt! In der Annahme, sein Patient möchte nur das Beste, hat Ihr Zahnarzt vielleicht keine weiteren Alternativen aufführen wollen, jedoch durchaus eine günstigere Lösung für die Implantatbehandlung parat.

Übung macht den Meister: Implantologe im Anfangsstadium

Es kommt vor, dass ein Zahnarzt, der noch nicht lange Implantatbehandlungen durchführt, eine Therapie preiswerter anbietet, um auf dem Gebiet schneller Erfahrungen zu sammeln. Sofern keine schwierige Implantatsituation vorliegt und man als Patient Vertrauen zu seinem Behandler fassen kann, gibt es an so einem Arrangement nichts auszusetzen. 

Wie kann man die Zahnlaborkosten senken?

Zahntechniker fertigt ZahnersatzDa die Zahnlaborkosten, also die Leistung des Zahntechnikers und das Material für die prothetische Versorgung, den Großteil der Gesamtkosten für Zahnersatz ausmachen, liegt hier auch das größte Einsparpotential. Wer eine ästhetisch perfekte Keramikkrone für sein Frontzahnimplantat möchte, wird beim Sparen schnell an seine Grenzen kommen. Da ist ein Spezialist erforderlich, der sich seine meisterliche Arbeit auch gut bezahlen lässt.

Das Material bestimmt die Zahnersatzkosten

Aufgrund der stark gestiegenen Goldpreise und der Möglichkeit, metallfreien Zahnersatz durch CAD/CAM (Zirkon, e.Max®) herzustellen, hat das Produktionsverhalten in der  Zahntechnik reformiert. Die Material- und Produktionskosten für metallfreien Zahnersatz sind deutlich geringer als vollmetallisches oder keramikverblendetes Gold. Das Goldgerüst einer Krone keramisch zu "verblenden“ erzeugt heutzutage das Dreifache an Kosten gegenüber einer vollanatomisch gefrästen Vollkeramikkrone. Eine gefräste Krone ist unter dem ästhetischen Gesichtspunkt zwar deutlich einfacher, aber gleichwohl zahnfarben.

Günstigere Implantatbehandlung durch Import-Zahnersatz

Durch die niedrigen Löhne und insgesamt geringen Produktionskosten in Fernost, lassen sich die Kosten für Zahnersatz durch Import-Prothetik erheblich senken. In der Regel haben die in Deutschland ansässigen Import-Dentallabore eine deutsche Zentrale, die dafür sorgt, dass der Zahnersatz nach deutschen Qualitätsrichtlinien und mit zugelassenen Materialien gefertigt wird. Partnerlabore in Fernost (z.B. in China) produzieren mit einer Kostenersparnis von 40% und mehr. Natürlich möchte man nicht nur Geld sparen, sondern auch gute Qualität erhalten. In vielen (standard) Situationen erfüllen Import-Arbeiten durchaus die Anforderungen an Haltbarkeit, Ästhetik und Funktion. Import-Zahnersatz

Besonders hohe Ansprüche an die Ästhetik (z.B. Keramikschichtung) darf man an eine zahntechnische Arbeit aus Fernost allerdings nicht stellen, denn man setzt den Schwerpunkt hierbei auf eine kostengünstige Herstellung. In komplizierten Situationen z.B. bei besonderen ästhetischen Anforderungen im Frontzahnbereich oder schwierigen Ausgangssituationen ist es ratsam für ein perfektes Ergebnis auf ein spezialisiertes Labor mit individueller Betreuung vor Ort zu setzen.

Günstige Implantatsysteme senken die Gesamtkosten

Die Preisspanne für Zahnimplantate liegt zwischen 60 und 400€. Die hohe Erfolgsquote ist nicht nur den teuersten Zahnimplanteten zu verdanken, sind "Billig-Implantate" also unbedenklich? Zu dem Implantat selbst kommen noch Aufbauteile wie z.B. Zahnfleischformer, Abutments und Verschlussschrauben, die sich die großen Implantathersteller gut bezahlen lassen.

Ist es seriös, wenn "No-Name-Hersteller" viel weniger für ihre Implantatsysteme verlangen?

Ein günstigerer Preis ist nicht zwangsläufig unseriös. Es gibt verschiedene Maßnahmen, um bei der Produktion und Vermarktung Kosten zu sparen und das Produkt dementsprechend günstiger anbieten zu können. Beispielsweise sorgt die Fertigung in Ländern mit niedrigen Lohnkosten oder das Kopieren bereits etablierter Implantatsysteme für einen günstigen Preis. Werden niedrige Preise durch Einsparung bei der Qualitätssicherung erzielt, sind Zweifel an der Fertigungsqualität durchaus berechtigt.

Was Sie bei der Wahl eines Implantats beachten sollten:

  • Ist der Implantathersteller schon lange am Markt?
  • Kann er die Qualität seines Produkts durch wissenschaftliche Studien belegen?
  • Ist die Verträglichkeit bewiesen?
  • Was ist, wenn ein Ersatzteil benötigt wird?

Bei "Billig-Implantatsystemen", die wissenschaftlich nicht oder nicht gut dokumentierten sind, stellt sich die Frage, wie zuverlässig und belastbar die einzelnen Bestandteile sind. Bei Anbietern, die nur für kurze Zeit am Markt sind, kann es bei möglichen Problemen Jahre später schwierig werden, nötige Ersatzteile zu bekommen. Im Zweifelsfall ist das eingesetzte Implantat nicht mehr zu gebrauchen. Kritisch wird es auch, wenn an der Forschung gespart wird und die Implantate durch Oberflächenmodifizierung oder Verunreinigung körperunverträglich werden. Gesundheitliche Probleme sind da vorprogrammiert.

Einteilig statt zweiteilig: an der Art des Implantats Geld sparen

Einteilige Implantate (z.B. Mini-Implantate) zeichnen sich dadurch aus, dass der Aufbau bereits integriert ist. Dadurch sind die Produktionskosten und der Preis niedriger. Mini-Implantate können durch integrierte Halteelemente wie z.B. Locatoren® herausnehmbare Prothesen fixieren. Da die Aufbauten nicht verändert werden können, macht das einteilige Implantate allerdings bei der Auswahl des Zahnersatzes auch weniger flexibel.

Der Weg in die Ferne: preiswerte Zahnbehandlung im Ausland

ZahntourismusDurch die geringen Zuschüsse der gesetzlichen Krankenkasse und dem preiswerten Flugverkehr, sind kostenintensive Zahnarztbehandlungen im Ausland populär. Viele Zahnkliniken in Ungarn, Polen uvm. haben sich auf "Zahntouristen" spezialisiert und bieten Kombinations-Spartarife an, für die sie fleißig werben. Eine Kostenersparnis bei Zahnbehandlungen im Ausland kann sich bei großen Arbeiten, wie z.B. einer festen Implantatbrücke ergeben. Für eine Einzelzahnimplantat lohnt sich der Zahntourismus eher nicht. Mit den Chancen und Risiken des Dentaltourismus, befassen wir uns im Kapitel über die Zahnbehandlung im Ausland.

Eine Zahnzusatzversicherung kann die Behandlungskosten senken

Eine Zahnzusatzversicherung kann sich durchaus lohnen und die eigene finanzielle Belastung reduzieren, allerdings nur, wenn die monatlichen Raten nicht höher sind, als die tatsächliche Abforderung. Wichtig ist auch, dass der Abschluss einer Versicherung vor der Planung und Durchführung der Zahnbehandlung stattgefunden hat, denn ein bereits eingetretender Schaden ist in der Regel nicht versicherbar. In unserem Kapitel über Zahnzusatzversicherung haben wir für Sie zusammengefasst, was es vor Abschluss zu beachten gilt, um Geld zu sparen und nicht am Ende drauf zu zahlen

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