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Mini-Implantate: Implantate mit einem Durchmesser von unter 3mm

Gegenüberstellung: Mini-Implantat und normales ImplantatImmer beliebter werden die bereits seit Jahren verwendeten sogenannten Mini-Implantate. Mini-Implantate heißen sie deshalb, weil sie einen geringeren Durchmesser haben, als Standard-Implantate. Der Durchmesser von unter 3mm setzt voraus, das sie als einteilige Implantate gefertigt werden müssen, d.h. Implantat und Abutment (Aufbau) sind aus einem Stück gefertigt. Standard-Implantate fangen erst ab 3mm Durchmesser an.

Die schmalen Implantate werden z.B. für Zahnlücken im Unterkiefer-Frontzahnbereich verwendet. Dort ist oft nur wenig Platz und ein Standardimplantat ist oft nicht möglich. Die „Minis“ zeigen auch unter Langzeitbelastung gute bis sehr gute Ergebnisse.

Verbesserter Prothesenhalt durch Mini-ImplantateMini-Implantate: Kugelkopfanker mit Schnappverschluss

Besonders oft zum Einsatz kommen diese Durchmesser-reduzierten Implantate, für die Fixierung von Vollprothesen. Der große Vorteil von Mini-Implantaten, ist die weniger aufwendige Implantation: Neben der verkürzten Operations-Zeit, ist der Eingriff auch in der Regel ohne Eröffnen des Zahnfleisches möglich. Die postoperativen Schmerzen sind für den Patienten also geringer. Es erfolgt eine offene Einheilung, es ist keine Freilegung zu einem späteren Zeitpunkt nötig. Das Konzept dieser einteiligen Implantate sieht eine Sofort-Belastung vor. Der Patient bekommt mit den Implantaten gleichzeitig auch seine festsitzende Prothese (einzeitiges Verfahren).

Implantate rasten sicher in herausnehmbare Prothesen ein

Für die Fixierung von Prothesen gibt es Mini-Implantate mit unterschiedlichen Aufbauten. Diese verfügen über sogenannte Halteelemente und funktionieren ähnlich wie ein Druckknopf: Das passgenaue Gegenstück zu dem Implantataufbau wird in die Prothese eingearbeitet, so kann Patrize in Matrize schnappen und die Prothese sitzt fest. Locatoren® und Kugelkopfanker sind die populärsten Vertreter der konfektionierten Halteelemente. Erfahren Sie in unserem Kapitel "Herausnehmbarer Zahnersatz auf Implantaten" alles zu diesem Thema.

Die Haltbarkeit von Mini-Implantaten: gute Prognose

Bisherige Studien bestätigen eine gute Haltbarkeit von Mini-Implantaten. Bei der Funktion von Vollprothesen, erzielen die Durchmesser-reduzierten Implantate im Vergleich zu den Vollsystemen, vergleichbare Ergebnisse. Durch die Verbindung von Kugelkopf und Gummiring, sind minimale Bewegungen unter Belastung jedoch möglich; Mini-Implantate ermöglichen nicht zu 100% eine Wackelsicherheit.

Schmale Zahnlücken, wenig Platz: Mini-Implantate als Lösung

Geht ein schmaler Schneidezahn z.B. in der Unterkiefer-Front oder Oberkiefer-Seitenbereich verloren, ist häufig nur sehr wenig Platz für ein Implantat. Standardimplantate sind mit einem Durchmesser von mehr als 3,3 mm nicht selten zu groß. Die Gefahr, die Zahnwurzeln der benachbarten Zähne zu verletzen, ist groß. Daher bevorzugen viele Implantologen die „Minis“ auch für Einzelzahnimplantate, um erfolgreich in schmalen Zahnlücken zu implantieren. Auch in diesem Einsatzgebiet verzeichnen Mini-Implantate sehr gute Erfolge.

Mini-Implantate: mehr Stabilität durch Titanlegierung

Die spröde Materialbeschaffenheit von Titan (Grad 4) bringt bei extrem dünnen Implantaten eine erhöhte Bruchgefahr mit sich. Zwar sind Mini-Implantate zur besseren Stabilität bereits einteilig hergestellt (Implantat und Aufbau sind aus einem Stück gefertigt), doch benötigen diese Implantate mit unter 2,5 mm Durchmesser in punkto Stabilität noch ein wenig mehr „Unterstützung“.

Eine Titanlegierung (Grad 5) mit Aluminium oder Vanadium (z.B. Ti6Al4V) erhöht die Stabilität und hat sich für die Verwendung bei Mini-Implantaten bewehrt. Problematisch wird es in seltenen Fällen allerdings bei hoch sensiblen Patienten, denn die Legierung kann für eine eingeschränkte Verträglichkeit sorgen (Einzelfälle!).

Wir haben für Sie die Vor- und Nachteile von Mini-Implantaten nochmal zusammengefasst:

Zahnloser Unterkiefer mit 2 Kugelkopfimplantaten und Vollprothesevorteile

 

  • Guter Halt bei Vollprothesen;
  • Kostengünstige Alternative bei Zahnlosigkeit;
  • Implantation schnell und wenig belastend (für wenig belastbare Patienten sehr gut geeignet!);
  • Erfolgreiche Sofortversorgung;
  • Auch bei wenig Knochenangebot möglich;
  • Für den Einzelzahnersatz kleiner Zähne bestens geeignet;
  • Erweitert als Interimsimplantat die Behandlungsmöglichkeiten;
  • Zeitersparnis bei der Behandlung
nachteile

 

  • Nicht viele Einsatzmöglichkeiten (Zahnlosigkeit oder Einzelzahnversorgung);
  • Einteilige Implantate sind weniger flexibel;
  • Titan Grad 5 Metall-Legierung ist in seltenen Fällen nicht optimal verträglich

Mini-Implantate: Mini Kosten

Die einteiligen, Durchmesser-reduzierten Implantate sind nicht nur kostengünstiger in der Produktion, auch die Aufbauteile sind konfektioniert und somit preiswert. Die Implantation von Mini-Implantaten ist weniger aufwendig, und will man herausnehmbaren Zahnersatz fixieren, kann sogar eine bereits vorhandene Prothese ohne großen Aufwand an die Halteelemente (z.B. Kugelkopfanker) angepasst werden. Das Material, die Behandlung, das Zeitersparnis: Diese Faktoren machen Mini-Implantate zu einer besonders kostengünstigen Implantat-Form.

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