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Welche Vorteile haben Zahnimplantate?

autobahnschild zahnersatzZahnimplantate gelten als bester Ersatz für verloren gegangene Zähne. Aber warum eigentlich? Neben dem offensichtlichen (großen) Vorteil, eine Zahnlücke oder gar einen zahnlosen Kiefer mit festsitzendem Zahnersatz zu versorgen, bringt ein Implantat noch mehr Positives mit sich. Zum Beispiel werden d durch ein Implantat die eigenen Zähne geschont und ein Zahnimplantat sorgt dafür, dass sich der Kieferknochen nach Zahnverlust nicht abbaut (Atrophie).

Die Erfolgsgeschichte kommt eben nicht von ungefähr. Der feste und sichere Halt von Zahnersatz, insbesondere bei Zahnlosigkeit, ist wohl der bemerkenswerteste Vorteil und verdankt den Implantaten ihre Popularität.

Die Vorzüge von Zahnimplantaten im Überblick:

  • Festsitzender Zahnersatz (Kronen/Brücken): Kaufunktion und Ästhetik vergleichbar mit den eigenen Zähnen
  • Herausnehmbarer Zahnersatz: Zuverlässiger und fester Halt von Prothesen
  • Erhalt des Kieferknochens (Knochenschwundprophylaxe)
  • Gesunde Zähne werden geschont (kein Beschleifen notwendig)
  • Entlastung der eigenen Zähne: Pfeilervermehrung (Mehr Stützen=Mehr Stabilität)
  • Lange Haltbarkeit (Prognose: Gut bis sehr gut)
  • Sehr gewebefreundlich (Biokompatibilität gesichert)

Implantate stehen fest im Knochen: Zahnersatz wird sicher getragen

Implantate gehen einen festen Verbund mit dem Knochen ein (Osseointegration). Das bedeutet, Implantat und Kieferknochen wachsen zusammen. So ist ein sicherer Halt gewährleistet. Der aufgesetzte Zahnersatz, egal ob Einzelkrone oder Brücke, kann dann ohneweiteres belastet werden: er ist sicher abgestützt. Zahnimplantate tragen nicht nur festen Zahnersatz. Sie bieten auch die Möglichkeit, herausnehmbaren Zahnersatz zu fixieren und somit den Prothesenhalt zu optimieren. Durch eine schlecht sitzende Prothese büßt man viel Lebensqualität ein- weder kann man gut essen, noch möchte man sich in die Öffentlichkeit trauen. Die Erfolgsgeschichte von Zahnimplantaten lässt sich auf diese Innovation zurückführen: Kein Kippeln und Wackeln der Prothese und eine verbesserte Kaufunktion bedeutet mehr Komfort für den Prothesenträger. Ein bemerkenswerter Vorteil!

Die Vollprothesen kippelt nicht mehr: Implantate sorgen für festen Sitz

prothese auf 2 kugelkopfimplantatenDer Prothesensitz ist unzureichend? Eine sichere Verankerung schafft da Abhilfe. Der Hauptteil der gesetzten Implantate (etwa 60%) dienen der Versorgung von zahnlosen Kiefern. Meistens sind es dann Implantate, die den Sitz einer Prothese verbessern, bzw. ermöglichen sollen. Besonders im Unterkiefer ist der Prothesenhalt oft ungenügend. Bereits 2 Implantate reichen aus, um im Unterkiefer einen sicheren Halt der Prothese zu bewerkstelligen. Dies kann mithilfe einer Implantat-Stegkonstruktion, oder konfektionierten Halteelementen wie Locatoren-Verankerung, oder Kugelköpfen geschehen.

Im Oberkiefer müssen es mehr Implantate sein

Bei 4 Implantaten ist kein Kippeln der Prothese mehr möglich und die Abstützung insgesamt sicherer. Im Oberkiefer ist die Knochenstruktur weicher als im Oberkiefer, daher sollten dort 4 Implantate verwendet werden. Es gibt sogar ein Konzept, bei dem der Halt einer Vollprothese im Unterkiefer nur durch ein einziges Implantat verbessert wird! Wackeligen Prothesen einen festen Halt zu geben ist aber nicht die einzige Sensation.Nach jedem Zahnverlust, kann ein Implantat mit einer festen Zahnkrone dessen Platz dauerhaft einnehmen.

Fester Biss trotz Zahnlosigkeit: wird jeder Zahn durch ein Implantat ersetzt?

Wünscht man einen "festen Biss" bei völliger Zahnlosigkeit, also eine festsitzende Implantatversorgung, werden die verloren gegangenen Zähne nicht 1 zu 1 ersetzt, sondern auf 4-8 Implantaten feste Zahnbrücken verankert. Zwar ist es technisch möglich, jeden einzelnen Zahn durch ein Einzelzahnimplantat zu ersetzen, mehr hat man davon aber nicht. Abgesehen von dem ernormen Kostenfaktor ist aus medizinischer Sicht nur der Einwand der Überversorgung zu nennen. Etabliert haben sich 6 (bis 8) Implantate pro Kiefer, um die völlige Bezahnung wiederherzustellen.Das langezeit zu Unrecht kritisch beäugte sogenannte „All-on-Four®-Konzept“ hat sich als Behandlung, bei der Brücken im zahnlosen Kiefer von nur 4 Implantaten getragen werden, ebenfalls bewährt.

Zahnimplantate verhindern den Abbau des Kieferknochens

zahnimplantate haben vorteileSchwund durch Nichtbelastung: Der Körper baut Gewebe ab, das nicht genutzt wird. Das Beispiel von Astronauten, deren Knochenstruktur aufgrund der verminderten Schwerkraft (= geringere Belastung) abnimmt, ist hinreichend bekannt. Geht ein Zahn verloren, fehlt an dieser Stelle im Kieferknochen die Belastung. Es kommt zu einem Knochenabbau (Atrophie). Am stärksten ist die Atrophie bei Zahnlosigkeit ausgeprägt, man denke an das zahnlose Großmütterchen mit eingefallenen Wangen. Das Weichgewebe wird nicht mehr gestützt, da sich der Knochen zurückgebildet hat. Schon 6 Wochen nach Verlust eines Zahnes, sind die grundlegenden Umstrukturierungen des Kieferknochens abgeschlossen. Doch auch nach dieser Zeit, setzt sich (je nach individueller Prägung) der Abbau des Kieferknochens weiter fort. Zahnimplantate wirken dem Knochenabbau entgegen. Wie ein Zahn mit Zahnwurzel belasten sie den Kiefer. Er wird "gebraucht".

Implantation nach Zahnverlust: je früher desto besser

Wenn man sich für ein Implantat entscheidet und die Möglichkeit hat, zeitnah nach Zahnverlust mit der Therapie zu beginnen, ist es ratsam, das auch zu tun. Denn der Knochenabbau schreitet nach Zahnverlust rasch voran. Ein Implantat hält den Kieferknochen „aktiv“ und verhindert somit den weiteren Knochenverlust.Viele Implantologen möchten daher eine zeitnahe Implantation durchführen.Auch nach einem Knochenaufbau, sollte ein Implantat zeitig gesetzt werden. Denn ohne nachfolgende Funktion, baut sich auch ein aufgebauter Kieferknochen wieder ab. Ein schnell voranschreitender Knochenverlust wird übrigens auch von wackelig aufliegenden Prothesen begünstigt. Daher ist eine regelmäßige Unterfütterung der Vollprothese wichtig, um dem entgegenzuwirken.

Herkömmlicher Zahnersatz ohne Implantate: höheres Verlustrisiko für eigene Zähne

Will man eine Zahnlücke schließen, hat man die Wahl zwischen einer Brücke und einem Implantat. Entscheidet man sich für eine Zahnbrücke, müssen dafür die benachbarten Zähne überkront werden. Für eine Überkronung nimmt man in Kauf, dass die benachbarten Zähne abgeschliffen werden müssen, damit die Krone perfekt sitzt und die gewünschte Ästhetik bringt. Die Materialdicke (z.B. von Keramik) bestimmt, wie viel Zahnsubstanz abgetragen werden muss. Der Vorteil von Implantaten ist: Die eigenen Zähne bleiben unberührt.​Beschleifen von Zähnen nicht ohne RisikoDie Option einer Zahnbrücke erscheint wesentlich sinnvoller bei Zähnen, die bereits mit großen Füllungen versehen sind. Zahnsubstanz gesunder Zähne großflächig abzutragen stellt immer ein Risiko dar. Zum einen verschlechtert sich die Prognose der Zähne, zum anderen besteht ein Verletzungsrisiko des Zahnnerven. Denn der Nerv im Zahninneren (Pulpa) ist ausgedehnt und kann leicht verletzt werden. Nimmt der Nerv Schaden, kann der Zahn infolgedessen absterben.

Pfeilervermehrung: Zahnimplantate entlasten die eigenen Zähne

Zahnimplantate: eine gute Prognose

Will man nach Zahnverlust einen Zahnersatz, bei dem die eigenen Zähne unangetastet bleiben,so ist ein Implantat die einzige Option. Besonders festsitzende Brücken, aber auch herausnehmbarer Zahnersatz stützen sich voll auf den übrigen Zähnen ab und steigern die Belastung.Zusätzliche Pfeiler in Form von Implantaten können die eigenen Zähne vor Überlastung schützen. Es können mehrere und größere Zahnlücken versorgt werden, ohne die eignen Zähne zusätzlich zu beanspruchen. Besonders bei Zähnen, die durch Parodontitis beschädigt sind, ist ein Implantat als Zahnersatz die weitaus schonendere Variante.Eine dauerhafte Überlastung kann zur Zahnlockerung und zum frühzeitigen Zahnverlust führen, ein Zahnersatz-Konzept kann somit schnell hinfällig werden, wenn der dafür vorgesehene Pfeiler ausgefallen ist.Zahnpfeiler: mehr ist mehrGanz logisch, verteilt man eine Last auf viele Pfeiler, bedeutet das weniger Last für den Einzelnen.  Dieses Konzept wird zum einen durch Implantate bei festen Zahnbrücken angewendet, gilt aber genauso für den verbesserten Halt von herausnehmbarem Zahnersatz (Hybridprothese) und bei Hybridbrücken (feste Brücken auf Implantaten und eigenen Zähnen). 

Welchen Vorteil haben Zahnimplantate bei Parodontitis?

Die Parodontitis ist für den Abbau des Zahnhalte-Apparates im Kieferknochen verantwortlich. Der Abbau hat einen verminderten Wurzelhalt und somit eine Zahnlockerung zur Folge. Da Parodontose oftmals das gesamte Gebiss befällt, sind wohlmöglich auch Zähne, die noch fest zu sitzen scheinen, bereits durch einen Knochenabbau gefährdet. Bei der Wahl des Zahnersatzes nach Verlust eines Zahns durch Parodontitis, ist es daher ratsam, jeden weiteren Zahnverlust durch Überbelastung nach Möglichkeit zu vermeiden. 

Parodontitis im Roentgenbild

Eine erfolgreich abgeschlossene Parodontitisbehandlung ist hier jedoch die Voraussetzung für eine Implantation, da eine Zahnbett-Entzündung auch auf Implantate übergreifen kann (Periimplantitis).

Zahnersatz bei Parodontose: Sorgfältige Planung notwendig

Haben Zähne aufgrund einer Parodontitis ihre Stabilität im Knochen eingebüst, kann ein herkömmlicher festsitzender Zahnersatz, wie z.B. eine Brücke, eine starke Belastung darstellen. Denn wählt man einen Zahnersatz, der sich auf parodontal geschädigte Haltezähne stützt, so geht man ein Risiko ein. Fällt nur einer der überlasteten Pfeiler aus, ist die Zahnersatz-Versorgung hinfällig. Da kann ein herausnehmbarer Zahnersatz (z.B. Klammerprothesen, Teleskopprothesen) schon eine anpassungsfähigere Lösung sein. Zwar werden die Pfeilerzähne ebenfalls belastet, doch kann ein frühzeitiger Zahnverlust durch das Umarbeiten der Prothese ausgeglichen werden.

Nachhaltiger Zahnersatz: Zahnimplantate entlasten Parodontitis-Zähne

Implantate haben gegenüber herkömmlichem Zahnersatz den großen Vorteil, die eigenen Zähne nicht zusätzlich zu beanspruchen und somit zu schonen. Warum? 

  • Die eigenen Zähne müssen keinen Zahnersatz tragen, werden also geschont und ein frühzeitiger Zahnverlust durch Überlastung labiler Pfeilerzähne wird verhindert (bessere Prognose für eigene Zähne)
  • Implantate bringen als eigenständige Pfeiler mehr Stabilität und die Kräfte beim Kauen werden gleichmäßig verteilt (weniger Belastung für jeden einzelnen Zahn/Pfeiler)
Implantate als Unterstützung: Hybridprothesen

Entscheidet man sich für einen Zahnersatz, der sowohl auf Implantaten, als auch auf den eigenen Zähnen getragen wird, ist das bei stabilen Zähnen ein guter Mittelweg. Diese sog. Hybridprothesen (bei festen und auch herausnehmbaren Konstruktionen) erhöhen die Lebensdauer der eigenen Zähne, da die Last nicht ausschließlich auf Diesen liegt.

Entscheident für die Zahnersatzwahl ist der Schweregrad der Parodontitis!

Zahnarzt erklärt Patientin ein Röntgenbild

Bei einer leichten Form von Parodontose und stabil im Knochen stehenden Zähnen, spricht nichts gegen eine Zahnbrücke, um eine Zahnlücke zu schließen. Fehlen schon einige Zähne, läuft es auf eine herausnehmbare Lösung hinaus. Was ist, wenn die übrigen Zähne eine schlechte Prognose aufweisen? Einen Zahnersatz mit "Wackelkandidaten" zu planen, macht wenig Sinn, wenn das Konzept ständig abgeändert werden muss. Das Ziehen aller noch übrigen Zähne kann unter Umständen sinnvoller sein und Kosten und Mühen sparen. Eine festsitzende Implantatversorgung bei Zahnlosigkeit kann dann sogar kostengünstiger sein, als einzelne Zahnlücken mit Implantaten zu versorgen.

Um die Lage beurteilen zu können, gilt es, gewisse Faktoren zu beachten:

  • Wie viele Zähne müssen an welcher Stelle ersetzt werden?
  • Wie stabil sind die potenziellen Pfeilerzähne (gute oder schlechte Prognose?)?
  • Wie sind die Voraussetzungen für Implantate? Ausreichendes Knochenangebot?
  • Stehen die finanziellen Möglichkeiten für eine Implantatversorgung zur Verfügung?
Schweregrad der Parodontitis bestimmt den Zahnersatz

Implantate bieten als Zahnersatz bei Parodontitis die meisten Vorteile, sie können die eigenen Zähne entlasten, Lücken fest schließen oder herausnehmbaren Zahnersatz zusätzlich abstützen. Welcher Zahnersatz der beste ist, hängt vor allem vom Schweregrad, Anzahl, und Position der fehlenden Zähne ab und muss individuell bewertet werden.

 

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