×

Warnung

EU e-Privacy Directive

Diese Webseite benutzt Cookies zur Authentifizierung, Navigation und für andere Funktionen, Durch die Nutzung unserer Webseite stimmen Sie zu, das wir diese Cookies auf Ihrem Gerät abspeichern.

Datenschutzerklärung ansehen

e-Privacy Directive Dokument

DSGVO Dokument

You have declined cookies. This decision can be reversed.

Zahnkrone, Veneer und Stiftzahn

Zahnerhalt statt Zahnersatz

Zahnkrone GoldkroneDie Zahnkrone ist zwar kein Zahnersatz im eigentlichen Sinne, da eine Krone einen Zahn nicht ersetzt, die Kronenversorgung wird aber dem Zahnersatz zugerechnet. Die Überkronung dient zur Wiederherstellung der Funktion und zum Schutz eines "angeschlagenen" Zahns.

Ist ein Zahn z.B. durch Karies oder einen Unfall instabil bzw. durch Subtanzverlust nicht mehr voll funktionsfähig, kann er durch eine Ummantelung in Form einer Zahnkrone wiederhergestellt werden.

Man unterscheidet zwischen einer Voll- und einer Teilkrone. Eine Vollkrone umfasst ringsrum den gesamten sichtbaren Anteil des Zahns. Eine Teilkrone reicht nicht ringsrum bis zum Zahnfleisch, ist ein Zahn beispielsweise nur auf einer Seite kariesgeschädigt (Substanzverlust), ist eine Überkronung der gesamten Fläche nicht nötig.

Auch Veneers (Verblendschalen) zur Überkronung von Frontzähnen sind technisch gesehen Teilkronen. Verblendschalen dienen in den meisten Fällen nur der Verschönerung ("Hollywood-Lächeln").

Wussten Sie schon, dass nicht nur die künstliche Krone aus dem Zahnlabor, sondern auch der sichtbare Teil eines natürlichen Zahns als Zahnkrone bezeichnet wird?

Aus welchem Material besteht eine Zahnkrone?

Für eine Zahnkrone stehen verschiedene Materialien zur Auswahl. Es gibt:

  • Metallkronen (Gold, Titan oder Stahl)
  • Verblendkrone (Metallgerüst, Keramikverblendung)
  • Vollkeramikkrone (Zirkon, Feldspat-, Glas- oder Alumiumoxidkeramik)
  • Kunststoffkrone

Die Wahl des Materials bestimmt die Ästhetik und mechanischen Eigenschaften einer Krone.

1. Metallkronen: Zahnkronen aus Gold, Titan oder Stahl

Goldkronen auf GipsmodellDie wohl älteste Kronenvariante ist die Goldkrone. Durch die Eigenschaften des Edelmetalls, war für die präzise Kronenfertigung keine höchste technische Ausstattung nötig: reines Gold ist sehr weich und daher gut formbar. Durch die hohen Goldpreise (60 Euro/Gramm!) und ein verändertes Schönheitsideal, hat sich die Popularität von "Goldzähnen" gewandelt.

Zwar gelten Goldkronen im Seitenzahnbereich nach wie vor als sicherste und dauerhafteste Form der Kronenversorgung, aber wer heutzutage Ästhetik in den Vordergrund stellt, entscheidet sich für Kronen aus Vollkeramik.

Material für eine Zahnkrone: Gold ist teuer, Stahl preiswert

Metallkrone auf GipsmodellMetallkronen werden vom Zahnarzt nicht privat abgerechnet. Obwohl Goldkronen der Kassengebührenordnung unterliegen, sind die Kosten im Eigenanteil durch die gestiegenen Goldpreise enorm und das Material findet aufgrund neben den hohen Kosten auch wegen der unzeitgemäßen Ästhetik immer weniger Verwendung.

Stahl: preiswert

Stahl ist zwar schwieriger zu verarbeiten und gilt als nicht unumstritten, was die Verträglichkeit anbelangt, doch die geringen Produktionskosten machen die Stahlkrone als besonders wirtschaftliche Kronenversorgungen fast unverzichtbar. Kronen können auch aus Titan gefertigt werden.

Die Mundverträglichkeit von Titan ist sehr gut, jedoch ist die Fertigung komplizierter und mit mehr Aufwand verbunden.

In punkto Ästhetik ist die grau/schwarze Erscheinung der Titankrone fragwürdig. Grundsätzlich kann eine Verblendung aus Keramik (zahnfarbende Ummantelung) die Metallkrone verschönern und den natürlichen Zähnen anpassen. Damit werden sie zu Metallkeramikkronen (Verblendkronen):

2. Metallgerüst mit keramischer Verblendung: die Verblendkrone

Verblendkrone mit AbplatzungEine Verblendung funktioniert wie eine Ummantelung zur weiteren Formgebung und ästhetischen Gestaltung von Kronen. Entwickelt wurde sie, um die Stabilität eine metallischen Krone mit zahnfarbener Ästhetik zu verbinden.

Hierbei nutzt man die Vorteile eines Metallgerüsts bzw. einer Kappe für einen sicheren, dichten Randschluss an einem Zahn, und ergänzt die äussere "Hülle" für ein schöneres Aussehen. 

Bevor Kronen aus Vollkeramik den Markt eroberten, gab es vorallem Metallkronen (z.B. aus Gold), die zur verbesserten Optik mit zahnfarbener Keramik (Verblendung) überzogen wurden. Das Verblenden von Metallgerüste erfolgte in der Regel mit Keramik.

Dazu wird die Keramik in speziellen Dentalöfen bei sehr hohen Temperaturen auf das Gerüst aufgebrannt (Aufbrennkeramik). Aufgrund der sicheren Gerüststruktur durch Gold, Stahl oder Titan wird dieses Verfahren auch bei der Fertigung von Zahnbrücken angewandt.

Mit keramischen Verblendungen ist je nach Aufwand und handwerklichem Geschick des Zahntechnikers ein hervorragendes Aussehen zu erreichen. Sichtbare Ränder bei Metallkeramikkronen und fehlende Lichtdurchlässigkeit (Transparenz) können den ersten Eindruck allerdings trüben. Trotz der durch Hitze erzeugten festen Verbindung von Verblendung und Gerüst, kann es unter Belastung zu Abplatzungen kommen (s. Bild).

Durch das Angebot an hochstabilen Keramiken (auch ohne Gerüst) mit besserer Ästhetik und kostengünstigerer Fertigung, ist die Verblendung von Einzelkronen auf dem Rückmarsch. Kunststoff hat sich wegen seiner mangelnden Abriebfestigkeit und Verfärbung als Verblendungsmaterial nicht durchsetzen können. Zirkonoxidgerüste können ebenfalls mit Keramik verblendet werden. Damit gehören sie nicht nur den Verblendkronen, sondern auch dem metallfreien Zahnersatz an:

3. Metallfrei: Zahnkronen aus Vollkeramik

Vollkeramikkronen auf GipsmodellUm einen durch Karies, Substanzverlust oder Unfall stark geschädigten Zahn wiederherzustellen (zu überkronen) hat sich Keramik durch intensive Forschung und Weiterentwicklung in den letzten Jahren zu einem idealen Material entwickelt.

Der "Werkstoff" ist durch seine zahnidentische Farbe in punkto Ästhetik nicht zu übertreffen. Die metallfreie Versorgung ist optimal verträglich und trotzdem hochstabil.

Keramikkronen werden wegen ihrer Belastbarkeit auch als Implantatkronen verwendet. Vollkeramik hat sich als Material für Zahnkronen und -brücken weitesgehend durchgesetzt.


Keramik ist aber nicht gleich Keramik. Hochfestes Zirkonoxid unterscheiden ist z.B. um erheblich stabiler als Feldspat-, Glas- oder Alumiumoxidkeramiken, deren Vorteile widerum in der leichten Verarbeitung und/oder der optimalen Ästhetik liegen.

4. Zahnkronen aus Kunststoff

Bislang war der Versuch, Hochleistungskunststoffe für festsitzende Zahnkronen auf dem Markt zu etablieren ohne Erfolg. Was die Bruchstabilität und die Abriebfestigkeit angeht, konnten Kunststoffkronen nicht überzeugen.

Auch der ästhetische Erfolg ist nicht von Dauer, da mit der Zeit Verfärbungen möglich sind. Die Entwicklung auf dem Kunststoffsektor schreitet jedoch rasant voran. Besonders Keramik-Kunststoff-Verbundsystemen werden umworben, wobei es sich dabei mehr um Keramikstrukturen handelt, die einen geringen Kunststoffanteil aufweisen.

Wie teuer ist eine Zahnkrone?

Die Kosten für eine Zahnkrone sind von der Wahl des Materials abhängig. Gold ist von der Verträglichkeit und der Beständigkeit im Mund zwar ein bewährtes Material, doch durch die gestiegenen Goldpreise kaum kalkulierbar.

Festzuschuss senkt Eigenanteil

HKP kronenDie gesetzliche Krankenversicherung übernimmt bei einer notwendigen Überkronung in jedem Fall im Rahmen der Festzuschüsse einen Teil der Kosten für die Behandlung.

Für eine teilverblendeten Stahlkrone aus einem Deutschen Meisterlabor, liegen die Kosten zwischen 140-180€. Da diese Art der Krone als Regelleistung der GKV definiert ist, bekommt der Zahnarzt nur das geringere Honorar auf Kassenniveau.

Eine insgesamt preiswerte Lösung also.

Material an zahnärztliches Honorar gekoppelt

Entscheidet man sich für eine Vollkeramikkrone, ist nicht nur das Material und die Fertigung teurer, es handelt sich dann auch um eine Privatleistung: der Zahnarzt bekommt ein höheres Honorar.

Bei Vollkeramikkronen können im Eigenanteil schnell Kosten in Höhe von 400€ und mehr entstehen. Durch Import-Zahnersatz können Kosten reduziert werden. Eine genaue Übesicht über die Gesamtkosten oder den Festzuschuss der Krankenkasse für eine Krone finden Sie im jeweiligen Kapitel.

Überkronung eines stückweit geschädigten Zahns: die Teilkrone

Teilkronen aus GoldDer Unterschied zwischen einer Vollkrone und einer Teilkrone besteht darin, dass bei der Teilkrone nicht die ganze Zahnfläche abgeschliffen und überkront werden muss. Der noch intakte (nicht überkronungsbedürftige) Teil der Zahnfläche wird "ausgespart". In der Materialwahl unterscheiden sich Voll- und Teilkrone nicht.

Gold wird heutzutage aufgrund der fragwürdigen Ästhetik immer seltener verwendet, stattdessen ist Vollkeramik das Material der Wahl ("wie ein eigener Zahn"). Metall als Material für eine Teilkrone entspricht den Kassenrichtlinien und ist an das geringere zahnärztliche Honorar geknüpft.

Was kostet eine Teilkrone?

teilkronen goldDie Zahnbearbeitung (Kronenpräperation) ist für Teilkronen (und Veneers) mit einem erhöhten Aufwand verbunden, daher bekommt der Zahnarzt für Teilkronen im Vergleich zur normalen Zahnkrone ein höheres Honorar. Es entstehen daher höhere Gesamtkosten.

Letztendlich bestimmt aber der ästhetische Anspruch bestimmt den Preis: Teilkronen aus Stahl sind nicht teuer in der Fertigung und als Import-Zahnersatz mit deutlich unter 100€ geradezu preiswert. Keramik kann je nach zahntechnischem Aufwand ins Geld gehen.

Auch Gold als Material ist teuer: je Gramm fallen 60€ und mehr an. Die Preise für eine Teilkrone aus einem Deutschen Meisterlabor liegen etwa zwischen 400-800€.

Hollywood-Lächeln: Was ist ein Veneer?

Keramikverblendschale veneerBei Veneers handelt es sich um sehr dünne keramische Verblendschalen. Sie dienen zur Farb- und Formkorrektur der Schneidezähne („Hollywood-Lächeln“).

Liegen am Zahn keine Schäden vor, erfordert die Schönheitskorrektur oft nicht einmal ein Beschleifen der Zähne (Non-Prep-Veneers).

Die dünnen Keramikschalen sind farbdicht, das bedeutet, es kann jeder Farbwunsch erfüllt werden.

Bei Non-Prep-Veneers werden die Verblendschalen aufgeklebt. Bei umfangreichen Formveränderungen (z.B. bei gedrehten oder vorstehenden Zähnen) oder bei bereits geschädigten Zähnen (z.B. Zahnfüllungen), müssen die Zähne vorher beschliffen werden.

Wie teuer sind Veneers/Verblendschalen?

Die Kosten für Veneers sind in der Regel aus eigener Tasche zu zahlen. Der Zahnarzt rechnet die private Gebühr für eine Teilkrone ab, hinzu kommen die Kosten für das Material und die ästhetisch perfekte Umsetzung des Zahntechnikers.

Je nach ausgangslage und dem Anspruch des Patienten, liegen die Kosten für ein Veneers zwischen 600-1.300€.
Der Festzuschuss der Krankenkasse kommt dann infrage, wenn Schäden am Zahn eine Teilüberkronung rechtfertigen.

Zahn-Restauration: Stiftzahn/Stiftkrone

Als Stiftzahn oder Stiftkrone bezeichnet man eine Zahnkrone, die nicht von einem Zahnstumpf (beschliffener eigener Zahn) oder einem Implantat getragen, sondern mithilfe eines Stifts im Zahn verankert wird. Dieser so genannte Stiftaufbau kann aus Metall oder Keramik bestehen, kann individuell gefertigt, oder konfektioniert sein.

Zahn mit Stiftaufbau
Ein Stiftaufbau ersetzt einen verloren gegangenen Zahn nicht.

Wann kommt ein Stiftaufbau zum Einsatz?

Wenn eine natürliche Zahnkrone in ihrer Höhe derart reduziert ist, dass die Oberfläche des Zahnstumpfs nicht für die herkömmliche Befestigung einer Krone (z.B. Verblendkrone) ausreicht, kann der Zahn durch einen Stiftaufbau stabilisiert werden und bleibt erhalten.

Gründe für eine zu geringe Oberfläche einer natürlichen Zahnkrone ist ein starker Substanzverlust z.B. durch Karies oder eine Zahnfraktur (abgebrochener Zahn). Die Voraussetzung für das Einbringen eines Stiftaufbaus in den Wurzelkanal, ist eine abgeschlossene Wurzelbehandlung. Ein Stiftaufbau dient dem Zahnerhalt und ist kein Zahnersatz.

Stiftaufbau: Stift und Krone meist zweiteilig

stiftzahnWährend zu Beginn der prothetischen Versorgung in den meisten Fällen die künstliche Zahnkrone und der Stiftaufbau aus einem Stück gefertigt waren, sind Stift und Krone heute überwiegend getrennt angefertigt und werden nacheinander eingesetzt.

Der Aufbau wird erst beschliffen, um eine passgenaue Krone anfertigen und einsetzen zu können. Ist eine Krone irgendwann erneuerungsbedürftig, kann der Stift für Restaurationsarbeiten im Zahn belassen werden.

Wenn Krone und Stift aus einem Stück gefertigt werden, spricht man von einer Stiftkrone oder auch Stiftzahn. Ein Stiftzahn stellt keine Alternative zu einem Implantat dar.

Damit kann zwar ein "angeschlagener" Zahn stabilisiert/versorgt werden, einen ausgefallenen Zahn ersetzt der Stiftaufbau aber nicht.

Joomla SEF URLs by Artio