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Zahnimplantate aus Zirkonoxid-Keramik

Die Alternative zu Titanimplantaten bieten die hochfesten und optimal körperlich verträglichen Zirkonoxid-Keramikimplantate. Diese sind in Hinsicht auf Ästhetik dem Titanimplantat überlegen, da sie der natürlichen Zahnfarbe viel eher entsprechen. Das betrifft besonders Patienten, mit dünnem Zahnfleisch: Titanimplantate können dunkel durchschimmern! Keramikimplantate sind selbst bei transparenten Stellen im Zahnfleisch unauffällig und deswegen bei Frontzahnimplantaten sehr beliebt.

Zahnimplantate aus Keramik oder Titan, was ist besser?

hand zahnimplantateWie bereits erwähnt sind die Zirkonimplantate bezüglich der Ästhetik den Titanimplantaten einen Schritt voraus. Aber auch was die Verträglichkeit betrifft, kann das Keramikprodukt punkten, denn: Das metallfreie Implantat ist ausgezeichnet verträglich (biokompatibel).

Sie benötigen aber länger für die Einheilung: während moderne Titanimplantate 6-12 Wochen brauchen, benötigen Keramikimplantate 20-24 Wochen für das Verwachsen mit dem Kieferknochen. Ein klarer Vorteil für Zirkonoxid ist die Anhaftung des Zahnfleisches an das Implantat. Bei Titanimplantaten haftet das Zahnfleisch nicht an, es liegt locker auf.

Zahnimplantate aus Keramik und TitanAls nachteilig ist der erhöhte Kostenfaktor anzusehen. Das Titanimplantat ist defenitiv erschwinglicher. Die erschwerte Herstellung von Zirkonimplantaten verursacht höhere Kosten. Im Gegensatz zu Keramikimplantaten sind Titanimplantate bereits seit Jahrzehnten durch klinische Studien und wissenschaftliche Dokumentationen als absolut sicher einzustufen.

Solche Belege über Langlebigkeit und dauerhafte Stabilität liegen für Keramikimplantate (noch) nicht ausreichend vor.

Keramikimplantate auf dem Vormarsch

Auf dem Sektor der Zirkonoxidimplantate ist bis 2012 das einteilige Implantat üblich gewesen. Seit dem gibt es auch zweiteilige Keramik-Implantatsysteme die stets weiterentwickelt werden. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse auf diesem Gebiet der Medizin wachsen beinahe täglich und die Verfahren werden ständig optimiert.

Mittlerweile ist das Anwendungsspektrum für Zirkonoxidimplantate deutlich erweitert worden. Immer mehr Keramik-Implantate werden in Patientenmünder eingesetzt, die Monopolstellung von Titanimplantaten scheint im Umbruch.

Einteilige und zweiteilige Keramik-Implantate

Keramikimplantat mit Zahnkrone im Querschnitt

Einteilig bedeutet, der Implantatkörper (in der Regel schraubenförmig) und der Implantataufbau (Abutment) sind aus einem Stück gefertigt. Da Keramikimplantate aufgrund der Materialbeschaffenheit empfindlicher als Titanimplantate sind, dürfen sie nicht sofort belastet werden. Das Zirkonimplantat muss einige Wochen „in Ruhe“ einheilen. Schienen zum Schutz können verwendet werden.

Die einteiligen Implantate sind im Aufbau nicht verstellbar, daher erfordert es eine exakte Positionierung der Implantate an der gewünschten Position im Kieferknochen. Eine Anpassung durch Schleifen ist hier nicht zu empfehlen, da es zu keiner Verbesserung des Materialzustands führt. Insgesamt eine ziemlich anspruchsvolle Aufgabe für den Implantologen, und nicht weniger strapazierend für den Patienten.

Zweiteilige Keramikimplantate: einfacher in der Anwendung

Nach der Einführung von zweiteiligen Keramikimplantaten 2012, ist der Behandlungsablauf einfacher geworden. Die Einheilungsphase ist weniger belastend für den Patienten, da auf Schutzschienen und weitere Vorsichtsmaßnahmen während dieser Zeit verzichtet werden kann.

Durch die veränderbare Ausrichtung der Aufbauten, ist auch das Implantieren einfacher geworden. Es ist keine millimetergenaue Positionierung der Implantate mehr erfolgsentscheidend. Der Aufbau (Abutment) kann entweder mit dem Implantat verschraubt oder verklebt werden. Der Hersteller verspricht eine sehr sichere Verbindung.

Der Gebrauch von Zirkonoxidimplantaten ist durch die flexiblere Handhabung in den letzten Jahren populärer geworden. Für ästhetisch perfekte Ergebnisse im Frontzahnbereich werden Keramikimplantate bevorzugt.

Hier nochmal Vor- und Nachteile von Zirkonoxid-Keramik-Implantaten auf einen Blick:

Vorteile

  • Ausgezeichnete Verträglichkeit (Biokompatibilität 100%), keine Allergien möglich;
  • Bessere Zahnfleisch-Anlagerung als bei Titan-Implantaten;
  • Bessere Ästhetik durch natürliche Zahnfarbe
  • Weniger Plaqueanlagerung (Risiko einer Zahnfleischentzündung wird gesenkt);
  • Zwischen Aufbau und Implantat gibt es keinen Spalt (bei einteiligen o. verklebten Implantaten), ebenfalls geringeres Risiko einer Zahnfleischentzündung

Nachteile

  • Verlängerte Einheilungszeit (längere Knocheneinheilungsphase als bei Titanimplantaten)
  • Muss unbedingt unbelastet einheilen (bei einteilige Implantate)
  • Keine ausreichende Dokumentation durch fehlende Langzeiterfahrungen, Keramik möglicherweise nicht so lange haltbar wie Titan
  • Keine spätere Korrektur der Achsen durch Implantataufbau(wechsel) möglich (bei einteiligen Implantaten)
  • Gefahr der Beschädigung des Implantats durch spätere Korrekturmaßnahmen (Beschleifen) möglich
  • Keine Garantie auf langfristigen Halt von zweiteiligen Keramikimplantaten möglich, da keine ausreichende Dokumentation vorliegt

Was kosten Keramik-Implantate?

Wie bereits erwähnt sind Zirkonoxid-Keramik-Implantate teurer als Zahnimplantate aus Titan.
Dieser Umstand ergibt sich zum Einen aus dem Material selbst: Durch die besondere Härte des Materials ist es auch dementsprechend schwerer zu bearbeiten. Fräsen ist hier ein aufwendiger Prozess.
Titan ist wesentlich einfacher zu bearbeiten. Zum Anderen ist die Nachfrage bei Keramik-Implantaten im Gegensatz zu Titan-Implantaten niedriger - damit das Fertigen exklusiver und unwirtschaftlicher.

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